Dürfen wir vorstellen… das virtuelle Projekt inVISIBLEwomen

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Das online-Projekt inVISIBLEwomen ruft zu Gleichberechtigung bei Denkmälern in Großbritannien auf

Schon in den 50er Jahren schrieb die Times über die Vernächlässigung von Frauen in Denkmälern: „Eine Männerwelt, sogar in Stein gehauen“ („A man’s world even in stone„). Die Diskussion um die fast vokommene Abwesenheit von Frauen in öffentlichen Statuen ist in den letzten 10 Jahren in Großbritannien wieder voll entflammt. Schätzungsweise sind aktuell nur 15% der öffentlichen Statuen in Großbritannien Frauen gewidmet. 2016 stellt Caroline Criado Perez nüchtern fest, dass „es als Frau am ehesten möglich ist eine Statue zu bekommen, wenn du eine mythologische oder allegorische Figur, eine berühmte Jungfrau, königlich oder nackt bist„. Von den 15% Frauen-Statuen erinnern also die wenigsten an die tatsächlich an Leistungen von realen Frauen.

Aus disem Grund wurde im März 2016 während des Women of the World Festival in London das Projekt inVISIBLEwomen gegründet. Es setzt sich dafür ein, dass eine Statistik erstellt wird, die schwarz auf weiß belegt, wie viele Statuten in Großbritannien tatsächlich Frauen gewidmet sind. Natürlich werden auch Vorschläge gebracht, welche Frauen sich längst eine Statue verdienen würden: Mary Wollstonecraft, Joe Cox, Rosalind Franklin…

Nicht nur Einzelpersonen werden für Denkmäler vorgeschlagen, sondern auch Gruppen, wie zum Beispiel Lehrerinnen, Hebammen oder verschiedene Frauenvereine. Denn diese sozialen und familiären Leistungen werden selten als würdig für ein Denkmal angesehen – obwohl gerade sie Gesellschaft, Familienleben und Gemeinschaft erst ermöglichen.

Auf diese Weise will das Projekt nicht nur Gleichberechtigung bei Denkmälern schaffen, sondern auch anderen essentiellen Fähigkeiten die längst verdiente Aufmerksamkeit einräumen. Denn die Arbeit von Frauen rund um die Welt ist Gold wert und das sollte endlich auch gezeigt werden.

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