Dürfen wir vorstellen… Die Initiative für ein Frauenmuseum in der Schweiz

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Weltweit gibt es über 80 Frauenmuseen verteilt auf allen Kontinenten. Die Museen sind vereint im Netzwerk IAWM und setzen sich für ähnliche Ideale ein – und doch ist jedes Museum einzigartig. Jede Woche stellen wir hier ein Mitglied des Internationalen Vereins der Frauenmuseen vor. Heute beginnen wir mit der Initiative für ein Frauenmuseum in der Schweiz:

Interessengemeinschaft Frau und Museum Schweiz

Der 2010 von M. Beéry gegründete Verein hat in den Statuten folgendes Ziel festgelegt:

„Die IG Frau und Museum schafft eine Plattform, um die oft nicht gezeigte Geschichte, Realität, die Leistungen und die Einflussnahme der Frauen in der Gesellschaft sowie das Verhältnis der Geschlechter zueinander aufzuzeigen“.

Die Arbeit der IG bestand in den ersten Jahren immer wieder mit dem Aufgreifen aktueller Situationen in der Schweiz, die sichtbar machten, wie sehr eine von Frauen dargestellte Situation der Geschichte, des Lebens und der Lebensumstände von Frauen notwendig wären. Dies um in der  schweizerischen Gesellschaft die politische Sensibilität für Frauen und deren Lebensbedingungen zu fördern um für die Bevölkerung die notwendigen Strukturen der Gleichstellung zu gewähren. Ein weiteres Ziel ist es auch, die Realität von Frauen sei es in der Geschichte – der Gegenwart und in der Zukunft aus Frauensicht aufzuzeigen.

In den ersten fünf Jahren waren vor allem Aktionen im Kontext und Kontakt zu anderen aktuellen Ereignissen Inhalt des Programms.

Gerne führen wir Sie hier nun in eine kleine Fotoausstellung, die einige Beispiele unserer Aktivitäten aufzeigt.

2012 Anlass in Frauenpavillon St. Gallen „Denk mal über Denkmäler“

Anlass war die Renovation des „Vadian“ Denkmals in der Stadt St. Gallen für Fr. 40‘000.-

2012 Anlass in der St. Mangenkirche St. Gallen. Inklusionsort der Hl. Wyborada, der ersten von Rom heiliggesprochenen Frau

„An Allerheiligen, Spurensuche nach Heiligen Frauen“ ein Gedenkanlass

Anlass war aufzuzeigen, dass es nicht nur Gallus gab, der für St. Gallen wichtig war. Im „Gallusjahr“ wurden mit viel Aufwand und Prominenz und auch einen beachtlichen Budget mit unzähligen Anlässen zu Ehren von Gallus diesem Stadheiligen gedacht, Wyborada blieb unerwähnt. Dies obschon sie die Retterin ist der Bücher, die heute als Weltkulturerbe in der Stiftsbibliothek aufbewahrt sind und  den kulturellen Ruf von St. Gallen begründen.

2014 Teilnahme an der Vernetzungswerkstatt 2014 St. Gallen „Die Schweizerinnen“

Anlass war ein Fernsehmonat im Schweizer Fernsehen, in dem die Situation der Frauen nur am Rande und nicht der Realität entsprechend aufgezeigt wurde. Eine Beschwerde wurde eingereicht.

 

2015 Erste Ausstellung in der Frauenbibliothek Wyoborada „Lichtwerke Die Fotografin Mia Hesse geb. Bernoulli“  

Anlass: Angebot aus dem Hermann Hesse Haus in Gaienhofen. Dies weil Mia Hesse Bernoulli eine Schweizerin ist und es wichtig erscheint, dass ihr Wirken nun auch in der Schweiz gezeigt werden kann.

2015 Teilnahme an der Demonstration „Lohngleichheit jetzt“

Anlass war eine von Schweizerischen Gewerkschaftsbund organisierte Demonstration mit etwa 10‘000 Teilnehmerinnen und einigen Teilnehmern. In den Medien blieb diese Demonstration weitgehend unerwähnt.

Das veranlasste die IG zu mehreren diesbezüglichen Beanstandungen und Beschwerden gegen das Schweizer Fernsehen SRF, die dann Eingang fanden im Schattenbericht, zum Staatenbricht 4.5 an die CEDAW Komitee gegen jegliche Diskriminerung der Frauen eitrag zu Schattenbericht CEDAW 2016

Nach fünf Jahren Überzeugungsarbeit, dass in der Schweiz die Realität und Situation der Frauen zu wenig aufgezeigt wird und oft und immer noch stereotype Frauenbilder transportiert werden.
Deshalb hat sich nun eine Gruppe Frauen zusammengetan, die die Gründung eines Frauenmuseums real angehen wollen.

Gründung des Vereins Frauen- und Geschlechtermuseum Schweiz am 5.12.2016 in Zürich

Die IG Frau und Museum wird ihre begonnene Arbeit entsprechend weiterführen und ist mit
Martha Beéry, im Vorstand vertreten. Dies damit ein gezieltes und Vorgehen gewährleistet werden kann.

 

Wie sich das Projekt weiterentwickelt, kann auf www.ig-frauenmuseum.ch beobachtet werden.

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