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Weniger als 48 Stunden nachdem Millionen von Menschen für Gleichberechtigung in Städten der USA und rund um die Welt auf die Straße gegangen sind hat Präsident Donald Trump klargemacht, dass Frauen-Menschen-Rechte weltweit gefährdet sind.

Montagmorgen hat Trump die Mexico City Policy wiedereingeführt – auch bekannt als Global Gag Rule – die US-Regierungs-Gelder allen internationalen Institutionen und NGO’s verbietet, die Frauen Beratung zu Familienplanung bieten und dazu den Zugang zu einer sicheren Abtreibung einschließen. Das Ergebnis? Weniger Ressourcen für Informationen zu reproduktiver Gesundheit, aber auch reduzierter Zugang zu Geburtenkontrolle, Aufklärungsunterricht und HIV Tests.

„Das ist sehr viel größer als Abtreibung“, sagte Musimbi Kanyoro, Präsidentin und Generaldirektorin von Global Fund for Women. „Dieses Gesetz betrifft Familienplanung, Mütter-Gesundheit, HIV Prävention und Aufklärungsunterricht für junge Menschen – es betrifft die gesamte Gesundheitsvorsorge von Frauen weltweit. Die Wiedereinführung dieses Gesetzes betrifft direkt Mädchen und Frauen und wirft reproduktive Gesundheit und Rechte weltweit mindestens einen Schritt zurück.“

Diese Maßnahme schränkt den Zugang von Frauen zu verlässlicher reproduktiver Gesundheits-Vorsorge und Dienstleistung bedeutend ein, ebenso wie den Zugang zu Verhütung und Untersuchungen zu Geschlechtskrankheiten. Das bedeutet, dass weltweit weniger Frauen und Mädchen vollkommen über ihre reproduktiven Rechte aufgeklärt sein werden. Das bedeutet auch, dass mehr Frauen weltweit zu unsicheren Abtreibungen getrieben werden – mit potentiell verheerenden Auswirkungen auf Frauen und Mädchen.

Bei der gestrigen Vorstellung von „Die Kraft der Kräuter nutzen“ hat es nicht nur wertvolle Einsichten in die Südtiroler Kräuterwelt gegeben, sondern auch allerhand gute Leckereien zum Verkosten direkt aus der Kräuter-Schatzkiste dieses neuen Buches. Den Autorinnen Irene Hager, Astrid Schönweger und der Fotografin Alice Hönigschmid ist damit der Auftakt zu ihrer Bücher-Tour gut geglückt. Wir freuen uns jetzt schon aufs Ausprobieren der Rezpte!

Das Buch gibt’s ab sofort im Buchhandel und auch im Frauenmuseum.

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Dienstag, 6. September um 20 Uhr im Frauenmuseum Meran

Gendermedizin beschäftigt sich nicht nur mit dem medizinischen Standardpatienten, sondern mit den Unterschieden zwischen Frauen und Männern, die für das Erkennen und die Behandlung von verschiedenen Erkrankungen wichtig sein können. So wurde beispielsweise an einer groß angelegten Studie mit fast 40.000 Frauen getestet, ob Acetylsalicylsäure (ASS), der Wirkstoff von Aspirin, auch bei Frauen eine ebenso markante Verminderung der Herzinfarktrate hat, wie bei Männern.

Erstaunlicherweise konnte bei Frauen keine wesentliche Reduktion von Herzinfarkten erzielt werden.

Bei der „Männerstudie“ konnte die Herzinfarktrate um ca. 40% reduziert werden. Die Rate an Schlaganfällen konnte unter der Einnahme von ASS reduziert werden. Die Gründe dafür sind nur zum Teil geklärt.

Dr.in Rosmarie Oberhammer

Fachärztin für Anästhesiologie & Intensivmedizin

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„In unserer Zeit sind die Frauen schlechte Gebärerinnen geworden, erschreckte Tierlein, die sich dem Arzt ausliefern, als ob sie sich einer Operation unterziehen müssten. Der Unterschied zu unseren Vorfahrinnen ist, dass diese vor der eigenen Entbindung schon Entbindungen gesehen hatten. Wie ist es möglich, dass wir wissen, wie ein Internet-Video heruntergeladen wird, aber keine Ahnung haben von dem Prozess, der uns hierher gebracht hat? Alle Frauen sollten Entbindungen vorher gesehen haben“ sagt die Hebamme Rosa.

Selten erleben heute Frauen eine Geburt mit, bevor sie selbst ein Kind zur Welt bringen. Sabina Urraca erfüllte sich diesen Wunsch – und hat aufgeschrieben, was sie dabei beobachtet hat.

Dieser Text ist auf www.bzw-weiterdenken.de erschienen und wurde von Elfriede Harth aus dem Spanischen übersetzt.

Schweiß, Schreie, Blut und Kacke: Das ist eine Hausgeburt.

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Hitzewallungen, sprunghaftes Altern, Schlafstörungen, geistige Aussetzer, Gewichtszunahme und und und… Was gibt es schon spannendes über die Menopause und ihre meist unangenehmen Nebenwirkungen zu besprechen? Eine Menge! … das sagen immer mehr Bloggerinnen in Deutschland.

Seit Jahren fühlen sich Menschen verstanden oder finden eine ersehnte Diskussions-Plattform in Blogseiten, wo über Weltanschauugen bis hin zu persönlichen Lebensgeschichten diskutiert wird. Warum also nicht auch über das Ende der biologischen Fruchtbarkeit der Frau schreiben? Ein Thema, von dem immerhin einige Menschen betroffen sind, und das sonst nicht übermäßig Platz in den Medien findet. Deshalb sind auch wir „Für mehr Menopausen-Blogging“.

Mehr dazu und einige Blog-Tipps gibt’s auf beziehungsweise – weiterdenken

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Männer und Frauen haben unterschiedliche Körper und bedürfen deshalb unterschiedlicher medizinischer Behandlung. Damit diesen Unterschieden Rechnung getragen wird, gibt es schon seit den 90er Jahren die Gendermedizin. Sie plädiert für eine geschlechter-sensible Medizin. Eine besonders auffallende Auswirkung der Unterschiede sind die verschiedenen Alarmzeichen eines Herzinfarktes bei Frauen und Männern. Aber auch die unterschiedliche Wirkung von Medikamenten aufgrund von Hormonen und Stoffwechsel.

Gendermedizin spielt in Südtirol schon länger eine Rolle. Neu ist, dass sich nun eine ständige Fach- und Arbeitsgruppe intensiv mit diesem Thema auseinandersetzt. Gendermedizin soll nun auch in die Grundausbildung an der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana“ sowie in die Aus- und Weiterbildung des Gesundheitspersonals einfließen. Wichtig soll auch Prävention und Aufklärung der Bevölkerung sein. In diesem Rahmen findet im Herbst das dritte Südtiroler Symposium in Gendermedizin statt.

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Auch schon mal passiert …? Die Handtasche kippt um, ein Tampon rollt über den Boden – und der Gedanke folgt: peinlich, oder doch nicht?

Eigentlich sollte die Menstruation kein Tabu-Thema mehr sein in unserer Gesellschaft. Und doch soll sie still, steril und unsichtbar ablaufen.

Die Amerikanische Marathon-Läuferin Kiran Gandhi hat sich nach einem einprägsamen Erlebnis, dieses Thema auf die Fahnen geschrieben. Als sie am Start des London Marathon 2015 ihre Periode bekam, entschied sie sich für keine der aktuellen Auffangmethoden (Binden scheuern beim Laufen, Tampons müssen zu oft gewechselt werden). Stattdessen unterdrückte sie ihr Schamgefühl für diese Stunden und lief den Marathon ohne fremder Objekte in ihrem Körper. Aber diese Freiheit haben nicht alle Frauen weltweit. Auch wenn mit Menstruation in verschiedenen Kulturen unterschiedlich umgegangen wird, ist sie meist mit einem Stigma verbunden. Kiran Gandhi sagt, dieses Tabu ist eines der wenigen Geschlechter-Probleme, das wir noch innerhalb unseres Lebens lösen können. Was wir dazu brauchen: Aktivismus, Bildung, Politik und Innovation: Warum sollte es alle 6 Monate ein neues I-Phone geben, aber in den letzten paar hundert Jahren gab es insgesamt nur drei Lösungsansätze für die Menstruation: Tampons, Binden und Cups. Mehr hier (auf englisch).