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Woran erkennt man eigentlich den Unterschied zwischen Pumps und High Heels? Wer hat Plateau-Schuhe erfunden? Und sind High Heels nun als Ausdruck von Frauenunterdrückung oder als Symbol weiblicher Macht zu verstehen?

Die historische Schuh-Modenschau am vergangenen Freitag in Lana hat die Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Spuren von Schuhen in die Vergangenheit entführt. Schicke, schrille und elegante Schuhmodelle aus den Archiven von Knoll Schuhe und Frauenmuseum Meran erzählten von modischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Aber sehen Sie selbst:

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Dieses frische Cocktailkleid aus Krepp mit Satinpumps begrüßt Sie nun am Eingang des Frauenmuseums. Es erzählt von den 50er Jahren und dem Frühling in der Mode. Christian Dior nannte seine neue Mode „Blütenkelchlinie“ (Ligne Corolle) weil das enganliegende Oberteil und der weite Rock ihn an eine umgedrehte Blüte erinnerte. Wie eine Blume sollte die Frau, nach der schweren Zeit des Krieges, in neuer Weiblichkeit und Schönheit aufblühen.

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Definitiv zum Nachdenken anregend, ist das Buch „Face Value – The hidden ways beauty shapes women’s lives“ von Autumn Whitefield-Madrano.

Schönheitsideale können eine erdrückende Last sein, aber Schön-Sein kann auch eine sehr vielschichtige Erfahrung sein. Die Journalistin schreibt in ihrem neuen Buch darüber, wie wir heute über Schönheit nachdenken und sprechen. Seit Jahrzehnten reden wir über die Unsicherheiten, die idealisierte, retuschierte und unmöglich perfekte Bilder von Schönheit in uns auslösen. Diese Diskussion ist wichtig – heute vielleicht mehr denn je. Doch sind wir in unserer Diskussion vielleicht zuviel um die negative Seite der Schönheit gekreist?

In „Face Value“ denkt die Journalistin gründlich über die Beziehung von Aussehen und Wissenschaft, soziale Medien, Sex, Freundschaft, Sprache und Werbung nach. Wie beeinflusst uns Schönheit Tag für Tag? Die Autorin ergänzt eine gründliche Kulturanalyse mit persönlichen Sichtweisen aus Befragungen und aussagestarken Anekdoten. „Face Value“ ist mal eine andere Sicht auf die Schönheit – provokant und aufschlussreich.

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Wer kann sich noch dran erinnern? In den 70er Jahren musste noch mit den Jeans in die Badewanne gestiegen werden, damit sie knalleng – und modisch waren. Heute – dank der Erfindung von Strech-Stoffen – ist das nicht mehr nötig. Die allseits getragene Skinny-Jeans ist längst zum modischen Klassiker geworden. Doch was sagt sie über unser Körperideal aus? „Skinny, skinny, skinny…?“ Dieser Frage widmete sich diese Woche eine Konferenz in Berlin „Inventur_Null: Die dünne Dekade: Nachruf auf die Skinny Jeans“.

„Mode ist niemals nur Mode. Sie kann unglaublich viel Spaß machen, Ausdruck von Selbstzufriendenheit sein und unsere Persönlichkeit nach außen tragen – sie kann aber auch ein normatives Antikörperbild kreieren und unterstützen. Die Skinny-Jeans ist nur eine von vielen Jeansformen, genauso wie der dünne Körper nur einer von vielen möglichen Körperformen ist – schön sind sie alle!“ Beitrag von Helen Hahne auf editionf.com.