Monthly Archives: Juni, 2016

Für mehr Menopausen-Blogging

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Hitzewallungen, sprunghaftes Altern, Schlafstörungen, geistige Aussetzer, Gewichtszunahme und und und… Was gibt es schon spannendes über die Menopause und ihre meist unangenehmen Nebenwirkungen zu besprechen? Eine Menge! … das sagen immer mehr Bloggerinnen in Deutschland.

Seit Jahren fühlen sich Menschen verstanden oder finden eine ersehnte Diskussions-Plattform in Blogseiten, wo über Weltanschauugen bis hin zu persönlichen Lebensgeschichten diskutiert wird. Warum also nicht auch über das Ende der biologischen Fruchtbarkeit der Frau schreiben? Ein Thema, von dem immerhin einige Menschen betroffen sind, und das sonst nicht übermäßig Platz in den Medien findet. Deshalb sind auch wir „Für mehr Menopausen-Blogging“.

Mehr dazu und einige Blog-Tipps gibt’s auf beziehungsweise – weiterdenken

Nobelpreisträgerin des Tages

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Nobelpreisträgerin des Tages ist Maria Goeppert-Mayer, die gestern 110 Jahre alt geworden wäre.

Die Deutsch-Amerikanische Wissenschaftlerin war neben Marie Curie die einzige Frau, die einen Nobelpreis für Physik erhalten hat.

„Werde nie eine Frau, wenn du groß bist“, empfahl ihr ihr Vater wenn sie klein war – und meinte damit wohl, dass sie einen anspruchsvollen Beruf erlernen sollte, anstatt sich mit Heim und Herd zufrieden zu geben. Nach dem Abschluss des Studiums zog sie mit ihrem Mann in die USA. Als die USA Ende 1941 in den Krieg eintraten wurde sie – wie alle NaturwissenschaftlerInnen – zu Kriegszwecken eingesetzt und arbeitete fortan am Sprengstoff für die Atombombe. Das prägte ihre Forschungsarbeiten, in denen sie nach dem Krieg die Schalenstruktur des Atomkerns entschlüsselte, wofür sie 1963 den Nobelpreis erhielt. „Gegen den Preis hatte sie nichts einzuwenden, aber es mißfiel ihr, daß sie wegen der Zeremonie stundenlang nicht rauchen konnte.“ (fembio.org)

 

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1963 Physik

Hinter jeder erfolgreichen Frau…

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Hinter jeder erfolgreichen Frau… steht eine weitere erfolgreiche Frau

Wer kennt nicht das Klischee: Zu viele Frauen – im Beruf und anderswo – verursachen bloß Zickenkrieg. Die Kampagne #LeanInTogether (was so viel heißt wie Knien wir uns gemeinsam rein) räumt endlich damit auf. Erfolgreiche Frauen wie Emma Watson, Kerry Washington oder Serena Williams werden gefragt, wer ihre Unterstützerinnen, weiblichen Vorbilder und Mentorinnen sind. Dieses Video feiert die Energie, die entsteht, wenn Frauen sich gegenseitig unterstützen – und die wunderbaren Resultate wenn sie das tun.

Eine streitbare Feministin

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Die französische Feministin und Autorin Benoîte Groult ist im Alter von 96 Jahren verstorben. Sie wurde 1988 durch ihren erotischen Roman „Salz auf unserer Haut“ berühmt. Das weltweit 3 Millionen Mal verkaufte Buch wurde zum Bestseller. Die Erzählung über Liebe ohne Schuldgefühle und weiblicher Sexualität sorgte damals für Furore.

Die Autorin war auch Mitbegründerin des französischen feministischen Magazins „F Magazine“, schrieb über Frauenrechtlerinnen wie z.B. Olymp de Gouges und nahm sich auch im Alter kein Blatt vor den Mund: „Mit dem Altern verschwinden die Frauen. Niemand schaut sie mehr auf der Straße an. Sie werden transparent, verlieren den Blick der Männer, die Angst vor dem Altern der Frauen haben und noch mehr vor alten Frauen, die sie anmachen“, sagte sie 2012 der französischen Frauenzeitschrift „Elle“. Benoîte Groult fand sich damit nicht ab. „Ich schaue den Männern immer noch nach“, sagte sie vor wenigen Jahren. (- derstandard.at/2000039461874-1192182008471/Franzoesische-Schriftstellerin-Benoite-Groult-gestorben)

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Kennen Sie die erste Historikerin Englands?

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Die erste Historikerin Englands war Catherine Macaulay. Heute an ihrem 225. Todestag erinnern wir an diese ausergewöhnliche Frau, die über Nacht berühmt wurde. Sie schockierte die britische Öffentlichkeit nicht mit ihrer Schönheit oder mit ihrer skandalösen Affäre mit einem älteren Verehrer. Ihre Berühmtheit hatte sie ihren Schriften zu verdanken. Als sie 1763 „A History of England“ veröffentlichte, wurde sie zur ersten englischen Historikerin. Und was für eine! Niemand hatte gedacht, dass eine Frau im Stande war, solch ein Buch zu schreiben – und doch waren sie begeistert. Es stellte sich heraus, dass Catherine eine auserordentliche Gabe zum Geschichten erzählen hatte…

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Auf den Spuren von Göttinnen in den Alpen …

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In ihrem neuen Buch „Berggöttinnen der Alpen“ wirft Europas bekannteste Matriarchatsforscherin Heide Göttner-Abendroth einen unbekannten Blick auf die Alpen.

Sie untersucht die Landschaft der Alpen nach ihrer mythologischen Seite, spürt Göttinnen auf und folgt alten Geschichten und Sagen. Mit ihrem geschulten Blick geht sie verschiedenen Berggestalten nach und zeigt den Zusammenhang zu einer frühen matriachalen Kultur auf.  Ötzi – der weltberühmte Mann aus dem Eis – darf dabei natürlich nicht fehlen. Auch seine Geschichte wird von einem gänzlich anderen Blickwinkel gesehen, ebenso wie viele Sagen, Kulte und Bräuche aus den Alpenländern.

Bräute zu verkaufen

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Sonita ist die erste Afghanische Rapperin. Mit ihrem Lied Brides for sale (Bräute zu verkaufen) erreichte sie in nur einem Jahr 500.000 Klicks auf Youtube. Darin rappt sie über Zwangsheirat in Afghanistan. Sie selbst war nach mehrmaligen Versuchen ihrer Eltern, sie zu verheiraten, nach Iran geflüchtet.

Dort traf sie auf die Iranische Regisseurin Rokhsareh Ghaem Maghami, die nun ihre Geschichte in einem Dokumentarfilm erzählt. Das spannende daran ist: während den Dreharbeiten, hat das Leben von Sonita und damit auch die Geschichte des Films, eine unerwartete Wendung genommen…

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Wenn Säge und Violienenbogen sich treffen…

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Wer hätte gedacht, dass das Aufeinandertreffen von Säge und Violinenbogen so harmonische Klänge erzeugen kann. Die begabte Musikerin Natalia Paruz hat schon des Öfteren ungewöhnliche Musikinstrumente zum Klingen gebracht, wie Englische Handglocken oder Österreichische Kuhglocken. Mit der Säge belebt sie ein bis dahin männlich dominiertes Musikinstrument.

Die Säge hat als Musikinstrument eine lange Tradition hinter sich. Besonders populär waren Sägenklänge in Varitetés und Vaudeville zu Beginn des 20. Jahrhunderts – verschwanden dann aber im 2. Weltkrieg. Grund dafür war einerseits, dass der Stahl für die Waffenproduktion anstatt für Sägen verwendet wurde, und andererseits, dass junge Männer in den Krieg zogen und somit diese Technik nicht der nächsten Generation weitergegeben werden konnte. Da das musizieren auf der Säge eine kräftige linke Hand erfordert, waren die meisten Sägen-Musiker Männer. Die wohl berühmteste Ausnahme war Marlene Dietrich, die 1948 für Soldaten auf der Säge spielte.

Heute verzaubert Natalia Paruz mit ihren Sägenklängen weltweit und wird liebevoll die „SawLady“ genannt 😉

 

… und das war Marlene Dietrich

Gendermedizin in Südtirol

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Männer und Frauen haben unterschiedliche Körper und bedürfen deshalb unterschiedlicher medizinischer Behandlung. Damit diesen Unterschieden Rechnung getragen wird, gibt es schon seit den 90er Jahren die Gendermedizin. Sie plädiert für eine geschlechter-sensible Medizin. Eine besonders auffallende Auswirkung der Unterschiede sind die verschiedenen Alarmzeichen eines Herzinfarktes bei Frauen und Männern. Aber auch die unterschiedliche Wirkung von Medikamenten aufgrund von Hormonen und Stoffwechsel.

Gendermedizin spielt in Südtirol schon länger eine Rolle. Neu ist, dass sich nun eine ständige Fach- und Arbeitsgruppe intensiv mit diesem Thema auseinandersetzt. Gendermedizin soll nun auch in die Grundausbildung an der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana“ sowie in die Aus- und Weiterbildung des Gesundheitspersonals einfließen. Wichtig soll auch Prävention und Aufklärung der Bevölkerung sein. In diesem Rahmen findet im Herbst das dritte Südtiroler Symposium in Gendermedizin statt.

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Auch schon mal passiert…?

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Auch schon mal passiert …? Die Handtasche kippt um, ein Tampon rollt über den Boden – und der Gedanke folgt: peinlich, oder doch nicht?

Eigentlich sollte die Menstruation kein Tabu-Thema mehr sein in unserer Gesellschaft. Und doch soll sie still, steril und unsichtbar ablaufen.

Die Amerikanische Marathon-Läuferin Kiran Gandhi hat sich nach einem einprägsamen Erlebnis, dieses Thema auf die Fahnen geschrieben. Als sie am Start des London Marathon 2015 ihre Periode bekam, entschied sie sich für keine der aktuellen Auffangmethoden (Binden scheuern beim Laufen, Tampons müssen zu oft gewechselt werden). Stattdessen unterdrückte sie ihr Schamgefühl für diese Stunden und lief den Marathon ohne fremder Objekte in ihrem Körper. Aber diese Freiheit haben nicht alle Frauen weltweit. Auch wenn mit Menstruation in verschiedenen Kulturen unterschiedlich umgegangen wird, ist sie meist mit einem Stigma verbunden. Kiran Gandhi sagt, dieses Tabu ist eines der wenigen Geschlechter-Probleme, das wir noch innerhalb unseres Lebens lösen können. Was wir dazu brauchen: Aktivismus, Bildung, Politik und Innovation: Warum sollte es alle 6 Monate ein neues I-Phone geben, aber in den letzten paar hundert Jahren gab es insgesamt nur drei Lösungsansätze für die Menstruation: Tampons, Binden und Cups. Mehr hier (auf englisch).

 

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