Monika Hauser zu Gast in Bozen

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Seit 25 Jahren setzt sich Monika Hauser für Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten ein. Die von ihr mitgegründete Frauenrechts- und Hilfsorganisation Medica Mondiale unterstützt weltweit Opfer von sexueller Gewalt. Ihr unermüdlicher Einsatz und Durchhaltevermögen haben sie für viele zum Vorbild gemacht. Die Ärztin mit Südtiroler Wurzeln wurde in diesem Jahr vom Landesbeirat für Chancengleichheit  für den internationalen Förderpreis „La donna dell’anno“ vorgeschlagen, der heuer zum 19. Mal von der Region Valle d’Aosta vergeben wurde.

Monika Hauser

Monika Hauser hat den mit 10.000 Euro dotierten dritten Platz erreicht und wird das Preisgeld in ihre humanitären Projekte fließen lassen.

“Ich freue mich immer wieder über Preise, weil sie auch meine Arbeit sichtbar machen. Aber solche Preise haben auch eine Alibi-Funktion, um den Kampf für Frauenrechte an uns Feministinnen zu delegieren. Ich wünsche mir, dass das Engagement weltweit und auf einer breiten Basis geschieht”,

so beginnt Monika Hauser ihre kurze Rede am Freitag in Bozen und verbindet damit einen Appell:

“Sexualisierte Gewalt gibt es nicht nur an Kriegs- und Nachkriegsschauplätzen, sondern auch in Europa und in Südtirol. Vergewaltigungen sind ein Männerthema, aber hoch patriarchale Gesellschaften stigmatisieren allzu oft Mädchen und Frauen, die diese entwürdigende Gewalt erfahren haben. Der Kriminelle ist aber der Täter, er gehört ausgegrenzt – und die Frau geschützt.”

Monika Hauser ist ein leuchtendes Beispiel von Solidarität unter Frauen, die trotz aller erfahrenen Grausamkeiten niemals ihre Visionen verliert.

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