Kümmernis – eine wieder und neu entdeckte Kultfigur

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Mit großer Freude haben wir am Mittwoch Abend die neue Sonderausstellung im Frauenmuseum eröffnet. Die Ausstellung „Kümmernis – eine wieder und neu entdeckte Kultfigur“ folgt der Geschichte der Frau am Kreuz von ihrer Entstehung bis heute.

Eine der vielen Legenden, die sich um diese Kultfigur drehen erzählt von einer Königstochter in Potugal. Ihr Vater, der König war im Krieg mit dem König von Sizilien. Um Frieden zu schließen wollte er ihm seine Tochter zur Frau geben, die sich aber dagegen wehrte. Sie betete zu Gott, er möge sie entstellen und so ließ er ihr einen Bart wachsen. Der erzürnte Vater ließ sie als Strafe ans Kreuz schlagen.

500 Jahre lang war die Kultfigur der „Frau am Kreuz“ Helferin und Heilerin. Nun erlebt sie in Politik, Kunst und der Pop-Kultur eine Wiedergeburt, eine „Renaissance“ – vor allem, weil sie sich gestern und heute als Projektionsfläche für soziale und politische Anliegen eignet und eine Allegorie der Befreiung und Toleranz darstellt.

In der Ausstellung und dem Buch wird die Geschichte der ursprünglichen Kultfigur, ihre Bedeutung früher für die Menschen, aber auch ihre heutigen Rollen z.B. als eine mögliche – nicht geschlechtsexklusive Leitfigur eines Menschen – und „Erlöser“bildes dargestellt.

Die Ausstellung ist bis September 2018 im Frauenmuseum Meran zu besichtigen.

Hier einige Eindrücke von der Eröffnung:

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