Leben? oder Theater? – Auf den Spuren von Charlotte Salomon

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Am Donnerstag, 26. Oktober um 19:30 enführt uns Gisela Landesberger im Frauenmuseum Meran in das spannende, aber kurze Leben der Malerin Charlotte Salomon.

Charlotte Salomon (1917-1943) war 23 Jahre alt, als sie im Jahr 1940 ein Bild von ihrem Gesicht malte – ein namenloses, statenloses, jüdisches Gesicht. In dieser Zeit lebte sie als Geflüchtete vor dem Nationalsozialismus in Villefranche-sur-Mer bei Nizza und hatte eben erst eine bestürtzende Entdeckung gemacht: acht Mitglieder ihrer Familie hatten über die Jahre, eine nach dem anderen, Selbstmord begangen.

Charlotte Salomon stürtzte in eine tiefe Krise und „Sie sah sich vor die Frage gestellt, sich das Leben zu nehmen oder etwas ganz verrückt Besonderes zu unternehmen“ – das schrieb sie über sich selbst. Das „verrückt Besondere“ sollte ein Gesamtkunstwerk aus über 700 Gouachen werden, die Charlotte innerhalb eines Jahres (1941-1942) anfertigte. Sie entschied sich dazu ihr Leben zu malen, anstatt es sich zu nehmen.

Wir sind gespannt was uns Gisela Landesberger in dem Frauensalongespräch über dieses spannende und traumatische Leben dieser Künstlerin erzählt.

 

 

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