Wenn Säge und Violienenbogen sich treffen…

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Wer hätte gedacht, dass das Aufeinandertreffen von Säge und Violinenbogen so harmonische Klänge erzeugen kann. Die begabte Musikerin Natalia Paruz hat schon des Öfteren ungewöhnliche Musikinstrumente zum Klingen gebracht, wie Englische Handglocken oder Österreichische Kuhglocken. Mit der Säge belebt sie ein bis dahin männlich dominiertes Musikinstrument.

Die Säge hat als Musikinstrument eine lange Tradition hinter sich. Besonders populär waren Sägenklänge in Varitetés und Vaudeville zu Beginn des 20. Jahrhunderts – verschwanden dann aber im 2. Weltkrieg. Grund dafür war einerseits, dass der Stahl für die Waffenproduktion anstatt für Sägen verwendet wurde, und andererseits, dass junge Männer in den Krieg zogen und somit diese Technik nicht der nächsten Generation weitergegeben werden konnte. Da das musizieren auf der Säge eine kräftige linke Hand erfordert, waren die meisten Sägen-Musiker Männer. Die wohl berühmteste Ausnahme war Marlene Dietrich, die 1948 für Soldaten auf der Säge spielte.

Heute verzaubert Natalia Paruz mit ihren Sägenklängen weltweit und wird liebevoll die „SawLady“ genannt 😉

 

… und das war Marlene Dietrich

Gendermedizin in Südtirol

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Männer und Frauen haben unterschiedliche Körper und bedürfen deshalb unterschiedlicher medizinischer Behandlung. Damit diesen Unterschieden Rechnung getragen wird, gibt es schon seit den 90er Jahren die Gendermedizin. Sie plädiert für eine geschlechter-sensible Medizin. Eine besonders auffallende Auswirkung der Unterschiede sind die verschiedenen Alarmzeichen eines Herzinfarktes bei Frauen und Männern. Aber auch die unterschiedliche Wirkung von Medikamenten aufgrund von Hormonen und Stoffwechsel.

Gendermedizin spielt in Südtirol schon länger eine Rolle. Neu ist, dass sich nun eine ständige Fach- und Arbeitsgruppe intensiv mit diesem Thema auseinandersetzt. Gendermedizin soll nun auch in die Grundausbildung an der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana“ sowie in die Aus- und Weiterbildung des Gesundheitspersonals einfließen. Wichtig soll auch Prävention und Aufklärung der Bevölkerung sein. In diesem Rahmen findet im Herbst das dritte Südtiroler Symposium in Gendermedizin statt.

Mehr dazu

Auch schon mal passiert…?

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Auch schon mal passiert …? Die Handtasche kippt um, ein Tampon rollt über den Boden – und der Gedanke folgt: peinlich, oder doch nicht?

Eigentlich sollte die Menstruation kein Tabu-Thema mehr sein in unserer Gesellschaft. Und doch soll sie still, steril und unsichtbar ablaufen.

Die Amerikanische Marathon-Läuferin Kiran Gandhi hat sich nach einem einprägsamen Erlebnis, dieses Thema auf die Fahnen geschrieben. Als sie am Start des London Marathon 2015 ihre Periode bekam, entschied sie sich für keine der aktuellen Auffangmethoden (Binden scheuern beim Laufen, Tampons müssen zu oft gewechselt werden). Stattdessen unterdrückte sie ihr Schamgefühl für diese Stunden und lief den Marathon ohne fremder Objekte in ihrem Körper. Aber diese Freiheit haben nicht alle Frauen weltweit. Auch wenn mit Menstruation in verschiedenen Kulturen unterschiedlich umgegangen wird, ist sie meist mit einem Stigma verbunden. Kiran Gandhi sagt, dieses Tabu ist eines der wenigen Geschlechter-Probleme, das wir noch innerhalb unseres Lebens lösen können. Was wir dazu brauchen: Aktivismus, Bildung, Politik und Innovation: Warum sollte es alle 6 Monate ein neues I-Phone geben, aber in den letzten paar hundert Jahren gab es insgesamt nur drei Lösungsansätze für die Menstruation: Tampons, Binden und Cups. Mehr hier (auf englisch).

 

#gegengewalt: Onlinekampagne in Südtirol

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Auch in Südtirol sprechen sich Frauen und Männer gegen Gewalt an Frauen aus. In Folge der sich häufenden brutalen Morde an Frauen in Italien, hat der Landesbeirat für Chancengleichheit eine Online-Kampagne gestartet. Martha Stocker: „Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass wir noch sehr viel Aufklärungsarbeit leisten müssen. Es gilt, alle zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen, um betroffene Frauen zu schützen und die Gesellschaft gegen jede Form der Gewalt sensibilisieren“.

Hier geht’s zur facebook Kampagne.

Die Stimmen der Männer sind gefragt

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#seseiunuomofirma

Im Kampf gegen Gewalt an Frauen sind auch die Stimmen der Männer gefragt.

Unter diesem Hashtag läuft eine Petition auf change.org. Innerhalb weniger Tage wurden gleich mehrere Frauen in Italien von ihren Partnern oder Ex-Liebhabern umgebracht. Das grausame Phänomen des femminicidio kann nur durch eine Veränderung der Kultur bekämpft werden – darüber sind sich die meisten einig. Wir brauchen eine Kultur, die Frauen nicht als Objekte oder Besitz ansieht.  Dieser Standpunkt kann nicht oft genug wiederholt werden und es ist wichtig, dass er von Frauen und von Männern getragen wird.

Also an alle: unterschreiben!

 

 

Die rüstige Kletteroma von der Seiser Alm

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Heute erinnern wir an eine der beste Skirennläuferinnen und Bergsteigerinnen ihrer Zeit: Vor 15 Jahren, am 12. Juni 2001 starb Paula Wiesinger Steger.

Damals „als von Freeclimbing, Snowboard und Thermoanzügen noch keine Rede war, der Schnee noch vom Himmel kam, die Brettln aus Holz und die Schuhe aus Leder waren“ … Damals lernte Paula mit 16 Jahren das Skifahren und Klettern. Neben ihren Erstbesteigungen und Weltcupsiegen wurde sie auch Bergführerin des belgischen Königs und Stunt-Frau von Leni Riefenstahl. Eine Power-Frau durch und durch.

Mehr zu Paula Wiesinger Steger auf fembio.org

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Forderung nach Verschärfung der Bestrafung des „Femminicidio“

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Nach der brutalen Ermordung von Sara Di Pietrantonio durch ihren Ex-Freund ist das Phänomen „Femminicidio“ wieder in den italienischen Schlagzeilen.

Immer wieder werden Frauen jeden Alters von ihren Ehemännern, Partnern oder Verflossenen ermordet, meist mit dem Hintergrund der Eifersucht oder des verletzten Besitzanspruchs. Es ist wichtig, diese Taten als das anzusehen, was sie sind: Es sind keine Verzweiflungsakte, die im Liebeswahn oder im Affekt geschehen, sondern Morde.

Diese Petition fordert die Verschärfung der Bestrafung eines „Femminicidio“. So wie ein Mord aufgrund von Rassenzugehörigkeit verschärft bestraft wird, soll auch ein Mord aufgrund der Zugehörigkeit zu einem Geschlecht verschärft bestraft werden. Das betrifft jene Fälle, in denen Frauen aufgrund von Eifersucht, Verachtung oder von beidem umgebracht werden.

Hier geht’s zur Petition auf change.org

Wenn eine Frau in der Politik auf den Tisch schlägt…

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Die Meldung stammt vom Februar und ist damit „uralt“ aber sie wurde nicht umsonst millionenfach angeclickt. Wir können es uns einfach nicht entgehen lassen, sie hier zu veröffentlichen, denn die deutsche Politikerin hat etwas getan, wovon so manche Politikerin wohl träumt: Natascha Kohnen hat auf den Tisch gehauen, sich Verhör verschafft, die Tatsachen zurechtgerückt und zur Flüchtlingsdebatte Dinge gesagt, die bis heute noch aktuell sind… Motto: Weniger Populismus, mehr Humanität

 

Flugzeuge im Bauch…

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Es ist leider keine Seltenheit,dass die Meinung von Frauen in der Politik durch die Unterstellung eines Klischees abgetan wird. Seit vergangener Woche ist die auch die Debatte um den Bozner Flughafen um einen sexistischen Kommentar „reicher“: Die Südtiroler Wirtschaftszeitung schrieb am 3. Juni “Brigitte Foppa will keine Flugzeuge in Bozen. Sie ist eben eine Frau. Die wollen nur Flugzeuge im Bauch.”

Die Betroffene nimmt das Ganze mit Humor und antwortet im Salto-Interview: „Wenn wir wirklich gewinnen, freuen wir uns schon auf die Flugzeuge im Bauch“.

http://www.provinz.bz.it/chancengleichheit/service/top-aktuell.asp?art=548562

http://salto.bz/article/03062016/frauen-und-flugzeuge

Jane Bond statt James Bond?

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Wer kennt ihn nicht? Mr. Wodka Martini, geschüttelt und nicht gerührt. Das klassische Bild unseres Helden. Cool, elegant, die Arbeit ist wichtiger als alles andere, (schöne) Frauen haben höchstens in seinem Bett Platz. Jetzt wird es aber interessant: Die Nachfolgerinnen des jetzigen James Bond-Schauspielers Daniel Craig, der angekündigt hat auszusteigen, sind zwei weibliche Anwärterinnen: Game-of-Thrones-Drachenqueen Emilia Clarke und X-Files-Darstellerin Gillian Anderson. Jetzt wird es spannend… Werden sie ernstgenommen? Wie würde dieser Film mit einer Heldin ausschauen?
http://www.chip.de/news/Game-of-Thrones-Star-als-James-Bond-Heisser-gehts-kaum_94585639.html