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Die „ungekrönte Königin der Wüste“…

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Heute erinnern wir an die „ungekrönte Königin der Wüste“: Gertrud Bell ist vor 90 Jahren verstorben.

Gertrude Bell hat ein herausragendes Leben gelebt: sie war Archäologin, Bergsteigerin, Dichterin, Übersetzerin, Linguistin, Entdeckerin, Diplomatin, Spionin, um nur einige ihrer Errungenschaften zu nennen. Das alles erreichte sie zudem in einer Zeit, als es Frauen gesellschaftlich verboten war, jegliche der hier genannten Tätigkeiten auszuüben. Sie reiste in Territorien, die auch die Männer der Zeit nicht zu betreten wagten. Sie war nicht nur Expertin in den Beziehungen zwischen Sunniten und Schiiten vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg, sondern wurde auch damit beauftragt, die Grenzen des heutigen Iraks zu ziehen. Sie war respektiert, bewundert und begehrt.

Im Herbst 2015 erschien ihre Filmbiografie „Königin der Wüste“ von Werner Herzog mit Nicole Kidman. Der Film wird am 25. Oktober um 19 Uhr im Frauenmuseum gezeigt.

Eine streitbare Feministin

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Die französische Feministin und Autorin Benoîte Groult ist im Alter von 96 Jahren verstorben. Sie wurde 1988 durch ihren erotischen Roman „Salz auf unserer Haut“ berühmt. Das weltweit 3 Millionen Mal verkaufte Buch wurde zum Bestseller. Die Erzählung über Liebe ohne Schuldgefühle und weiblicher Sexualität sorgte damals für Furore.

Die Autorin war auch Mitbegründerin des französischen feministischen Magazins „F Magazine“, schrieb über Frauenrechtlerinnen wie z.B. Olymp de Gouges und nahm sich auch im Alter kein Blatt vor den Mund: „Mit dem Altern verschwinden die Frauen. Niemand schaut sie mehr auf der Straße an. Sie werden transparent, verlieren den Blick der Männer, die Angst vor dem Altern der Frauen haben und noch mehr vor alten Frauen, die sie anmachen“, sagte sie 2012 der französischen Frauenzeitschrift „Elle“. Benoîte Groult fand sich damit nicht ab. „Ich schaue den Männern immer noch nach“, sagte sie vor wenigen Jahren. (- derstandard.at/2000039461874-1192182008471/Franzoesische-Schriftstellerin-Benoite-Groult-gestorben)

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Kennen Sie die erste Historikerin Englands?

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Die erste Historikerin Englands war Catherine Macaulay. Heute an ihrem 225. Todestag erinnern wir an diese ausergewöhnliche Frau, die über Nacht berühmt wurde. Sie schockierte die britische Öffentlichkeit nicht mit ihrer Schönheit oder mit ihrer skandalösen Affäre mit einem älteren Verehrer. Ihre Berühmtheit hatte sie ihren Schriften zu verdanken. Als sie 1763 „A History of England“ veröffentlichte, wurde sie zur ersten englischen Historikerin. Und was für eine! Niemand hatte gedacht, dass eine Frau im Stande war, solch ein Buch zu schreiben – und doch waren sie begeistert. Es stellte sich heraus, dass Catherine eine auserordentliche Gabe zum Geschichten erzählen hatte…

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