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Frauenwissen und ein Lehrgang

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Unser Team bei ichfrau ist vielfältig. Als Blog des Frauenmuseums ist es natürlich nahe liegend, dass wir alle, die wir hier schreiben, irgendwie mit dem Museum verbunden sind. „Chefredaktion“ habe zurzeit ich inne, Astrid Schönweger, auch wenn das letzte Wort die Leiterin des Frauenmuseums, Sissi Prader, hat. Wer mich kennt, weiß, ich bin ein Tausendsassa und habe viele Eisen im Feuer. Autorin, Kuratorin, Erwachsenenbildnerin, Bloggerin – das sind alles Berufsbezeichnungen, die zu mir passen. In den letzten Jahren hat sich aber Eines als sehr wichtig herauskristallisiert: die Erbin eines alten Wissens zu sein, von den Frauen in meiner Familie immer in zweiter Generation überliefert.

Zur Zeit ist das ganz aktuell, weil ich zusammen mit Uli Gutweniger und Karin Raffeiner einen Lehrgang zur/m Vintschger-Typen-Berat_erin vorbereite. Dabei geht es um die Weitergabe des Wissens, das ich von meiner Oma erhalten habe, die es wiederum von ihrer vermittelt bekommen hat. Das ging bei meinen Ahninnen schon seit Generationen so. Für mich ein Anlass, hier ein, vielleicht auch ein paar Beiträge zu Frauengeschichte und Frauenwissen zu schreiben …

Und heute – am Geburtstag meiner Oma – fange ich damit an. Meine Oma wäre am 12.12. 116 Jahre alt geworden. Leider ist sie 1990 von uns gegangen, aber in meinem Herzen und nun auch in der Weitergabe dieses Wissens lebt sie weiter.

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer 😉 Mit einem guten Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Heute, zum Internationalen Tag der Menschenrechte, mit einem Zitat, das ins Frankreich der Revolutionszeit zurückführt. Am 26. August 1789 wurde dort von der Nationalversammlung die „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte“ verkündet, die bis zur „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ durch die Vereinten Nationen 1948 die geltende Rechtsgrundlage in Europa darstellte. Das ausgewählte Zitat stammt allerdings nicht aus der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, sondern aus der „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“, welche Olympe de Gouges 1791 als Kritik an der Auslassung von Frauen aus der Verfassung und aus dem Verständnis von „Mensch“ verfasst hat.

Wer sich die beiden französischen Erklärungen durchlesen oder sie miteinander vergleichen möchte, findet sie hier: http://www.verfassungen.eu/f/ferklaerung89.htm (1789) und http://olympe-de-gouges.info/frauenrechte/#erklaerung (1791)

Zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948) geht es hier: http://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

Hier geht’s zu unserer Zitat-Sammlung.

App für Schwangere

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Pünktlich zum Neumond sind wir wieder da mit unserer Rubrik Tante Rosa. Dieses Mal haben wir die freiberufliche Hebamme Astrid Di Bella interviewt, die eine App für Schwangere entwickelt hat. Sie hat uns erzählt, wie sie auf die Idee gekommen ist und was wir uns darunter vorstellen können.

Zum Tag der Menschenrechte

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„Antidiskriminierung und Wiedergutmachung/Heilung ist der einzige Weg zur Umsetzung der Menschenrechte“ – Ivo Passler

Anlässlich des internationalen Tages der Menschenrechte, der am 10. Dezember alljährlich begangen wird, möchten wir heute über das Thema der intersektionalen Solidarität sprechen.

Vergangene Woche am 27. November hat der Verein HRI – Human Rights International gemeinsam mit BLUFINK einen spannenden Workshopabend dazu organisiert. Wir haben Ivo Passler von HRI und Sigrid Prader, der Präsidentin des Vereins und Leiterin des Frauenmuseums, einige Fragen dazu gestellt.

Foto: Sigrid Prader

Sigrid Prader:

Als Leiterin des Frauenmuseums und Präsidentin des Vereins Human Rights International war für mich der Workshop sehr aufschlussreich, denn es braucht Nachholbedarf, denn das herkömmliche Verständnis von Diskriminierung ist zu kurz gegriffen. Im Workshop zu Feminismus und intersektionale Solidarität wurden verschiedene Formen der Diskriminierung besprochen und ergaben, dass der intersektionale Aktivismus neben dem Kampf für die Gleichstellung der Frau immer auch ein Kampf gegen Rassismus, Homophobie und alle anderen Diskriminierungsformen sein muss. Mehrfachdiskriminierte müssen gehört und gestärkt werden. So ergibt sich für mich, dass auch in unserer Arbeit im Frauenmuseum ein Lernprozess zu intersektionalem Feminismus als Handlungsanweisung nach innen und außen erfolgen muss. Das ist ein Lernprozess, der selbstverständlich Offenheit und Toleranz erfordert, sowie den Willen, den eigenen Horizont ständig zu erweitern.

 

Ivo Passler:

Diskriminierung ist ein geläufiger Begriff, aber „intersektionale Solidarität“ sagt den meisten schon weniger. Um was geht es da?

Dass sich viele Menschen in Südtirol bislang mit dem Begriff „Diskriminierungen“ eingehend beschäftigt haben bezweifle ich. Der Begriff Intersektionalität wurde vor ca. 30 Jahren von der afroamerikanischen Anwältin_ Aktivistin Kimberlé Crenshaw geprägt, um auf Mehrfach-Diskriminierungen hinzuweisen, von denen Schwarze Frauen betroffen sind, da sie auf der Schnittfläche zwischen Sexismus und Rassismus leben und dann auch überproportional von Armut betroffen sind. Intersektionalität ist ein Modell von Sozialanalyse für Menschenrechts-Aktivismus, der den Verschränkungen aller Unterdrückungsmechanismen Rechnung trägt und die Solidarität mit allen Befreiungskämpfen fordert.

Erst kürzlich hast du eine Veranstaltung zu diesem Thema organisiert. Kannst du uns mehr dazu sagen und was hat sie gebracht?

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer 😉 Mit einem guten Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

„Wenn es notwendig ist zu reden, ertrage ich das Schweigen nicht.“

Unser heutiges Zitat stammt von Kassia (geboren 810 in Konstantinopel, gestorben vermutlich vor 867), der weltweit ersten Komponistin, deren Werke bis heute überliefert sind. Sie schwieg nicht, als der Kaiser bei einer Brautschau zu ihr sagte „Frauen sind die Wurzel allen Übels“. Nach diesem Vorfall gründete sie auf dem Siebten Hügel in Istanbul ein Frauenkloster, wo sie ihre Schriften und Dichtungen verfasste und ihre Kompositionen schuf.

Das Frauenmuseum in Istanbul erzählt hier die Geschichte dieser einzigartigen Frau.

Hier geht’s zu unserer Zitat-Sammlung.

Von der Kunst des Erzählens

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Unsere Frau des Monats Dezember: Romina Casagrande

“Meine eigenen Geschichten zu entwerfen, war eine Erfahrung, die mein Leben verändert hat.“ Romina Casagrande ist Autorin mehrerer Romane. Wir haben sie gefragt, wie sie zur Schriftstellerin wurde, was daran schön und was schwierig ist.

Woher kam deine Lust am Schreiben?

Meine Liebe zum Schreiben kommt von meiner Leidenschaft für Bücher. Meine eigenen Geschichten zu entwerfen, war eine Erfahrung, die mein Leben verändert hat.

Le ragazze con le calze grigie, Romina Casagrande, 2018
Dein letzter Roman „Le ragazze con le calze grigie“ ist 2018 erschienen. Du hast ihn bereits im Frauenmuseum vorgestellt. Er erzählt vom Leben des Wiener Künstlers Egon Schiele aus der Sichtweise von Frauen. Wie bist du zu diesem Thema gekommen?

Vor einigen Jahren war ich von seinem letzten Gemälde „Die Familie“ in der Belvedere Galerie in Wien buchstäblich schockiert. Schiele malt dieses Bild einige Tage vor seinem Tod, kurz bevor er am spanischen Fieber stirbt. Er ist erst 28 Jahre alt und hat nach Jahren der Aufopferung und Enge erste Erfolge erzielt. Im Nebenzimmer liegt seine Frau Edith im Sterben, die im sechsten Monat mit ihrem ersten Kind schwanger und an demselben Fieber erkrankt ist.

Rissige Haut muss nicht sein

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Es ist soweit, die Temperaturen sinken, es wird Winter. Wir ändern unsere Garderobe, greifen zum dickeren Pullover und zur Jacke. Ebenso sollten wir unsere Hautpflege den niedrigen Temperaturen anpassen. Egal ob Hände oder Gesicht, unsere Haut muss besser geschützt werden.

Rissige Haut an den Händen, eingerissene Nagelhaut, viele kennen dieses Problem im Winter, draußen ist es kalt und in den Räumen empfängt uns trockene Heizungsluft, das alles strapaziert unsere Haut. Verwenden Sie abends ein Nagel-Öl, um die Nagelhaut besonders zu pflegen. Hierbei handelt es sich immer um eine ausgeklügelte Mischung an Kriechölen, die besonders gut in unsere Haut eindringen können. Olivenöl ist keine gute Alternative, da es nicht gut eindringt. Auch eine reichhaltige Handcreme, die vor der Kälte schützt, ist vonnöten!

Ebenso verhält es sich im Gesicht: Die Haut ist der Kälte ausgesetzt und benötigt deshalb zusätzlichen Schutz. Es empfiehlt sich, in der Pflege eine Lipidphase höher zu gehen, also der Haut mehr Fett zuzuführen. Natürlich muss dies immer in Hinblick auf das Hautbild geschehen. Weiters ist es möglich, ein reichhaltigeres Serum zu verwenden. Auch Masken helfen, die strapazierte Haut ins Gleichgewicht zu bringen.

 

 

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer 😉 Mit einem guten Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Anlässlich des heutigen 135. Todestages, mit einer Frage, die Sojourner Truth 1851 auf einem Kongress für Frauenrechte in Akron (Ohio) gestellt hat. Als Sklavin geboren und erst mit fast 30 Jahren durch Flucht aus der Sklaverei entkommen, hat sie sich ihr restliches Leben lang für (mehr) Rechte für Sklav_innen, die Schwarze Bevölkerung der USA und Frauen eingesetzt. Sie zählt zu den ersten Aktiv_istinnen, die diese drei Bereiche miteinander verbunden haben. Mit der hier ausgewählten Frage „Bin ich nicht eine Frau?“, hat sich Sojourner Truth sehr kritisch an den weißen Feminismus und dessen Vorstellungen davon, welche Frauen im Feminismus und im Kampf für Gleichberechtigung eingeschlossen sind, gewandt. Eine Frage die nach wie vor ihre Aktualität hat.

Hier geht’s zu unserer Zitat-Sammlung.

 

Monika Hauser – Ein Portrait

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Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen, der an diesem Sonntag, 25. November begangen wird, finden verschiedene Initiativen statt, die für dieses traurige, aber wichtige Thema sensibilisieren. Das Frauenmuseum in Meran macht durch eine Aktion und die Filmvorführung „Monika Hauser – Ein Portrait“ darauf aufmerksam.

Das Frauenmuseum beteiligt sich an der Aktion „Posto Occupato – Besetzter Platz“. Die vielen Frauen, die Gewalt zum Opfer fallen, hinterlassen einen leeren Platz im Theater, in der Straßenbahn, in der Schule, in unserer Gesellschaft. Als Zeichen dafür, dass wir sie in unserem Alltag nicht vergessen, halten wir einen Platz für sie frei:

Kampagne „Besetzter Platz“ im Frauenmuseum

Weiters lädt das Frauenmuseum am Freitag, 30. November zur Filmvorführung „Monika Hauser – Ein Portrait“ in den Filmclub Meran.

Freitag, 30. November 2018, 20:30 Uhr

D 2017, Edith Eisenstecken, Evi Oberkofler, 82 Min. Mit Monika Hauser. Dokumentarfilm.

Im Herbst 1992 – es ist mitten im Krieg in Bosnien – liest Monika Hauser von den unzähligen vergewaltigten Frauen. Sie liest, dass serbische Soldaten Hotels und Fabriken zu Bordellen umwandeln, in denen Frauen tage- oder monatelang gefangen gehalten werden. Sie ist schockiert von den Ereignissen. Gleichzeitig empört sie sich über die Art, wie die Medien über die Frauen berichten und ihnen so ein zweites Mal Gewalt antun. Die Gynäkologin entschließt sich, vor Ort tätig zu werden. Im Winter reist sie ins Kriegsgebiet und entscheidet sich, in Zenica, einer Stadt in Zentralbosnien, ein Frauenzentrum aufzubauen.

Gehirnfutter und Gaumengenuss

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… gabs am 9. und 10. November 2018 im Frauenmuseum in Meran. In den folgenden Zeilen dürfen wir euch von zwei aufregenden Tagen berichten, an denen eine Ausstellung eröffnet wurde und im Rahmen einer Tagung internationale Gäste spannende Einblicke präsentierten.

Am Samstag, 9. November das Meraner Frauenmuseum aus Anlass seines 30. Geburtstags zu einer Tagung mit internationalen Expertinnen geladen. Der Tag stand unter dem Motto „Was hat Gleichberechtigung mit Kultur, Frieden und Demokratie zu tun?“.

Zu Beginn der Tagung hat die Singleiterin Heidi Clementi die Teilnehmenden mit schwungvollen Tönen herzlich begrüßt und zum Mitsingen animiert. Sigrid Prader begrüßte als Leiterin die Gäste, denn das Frauenmuseum hat diese Tagung anlässlich des 30jährigen Jubiläums geplant. Referentinnen, die in verschiedenster Weise umfangreich zum Thema Chancengleichheit arbeiten, haben Einblicke in den Zusammenhang von Gleichberechtigung, Kultur, Frieden und Demokratie gegeben.

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