Pionierin des modernen Frauenbergsteigens
Jeanne Immink (geb. *Jeannette Friederike Hermine Diest*, 1853–1929) war eine niederländische Alpinistin und eine der ersten Frauen, die sich in der männerdominierten Welt des Bergsteigens einen Namen machten. Sie gilt als Pionierin des modernen Frauenbergsteigens – mutig, unkonventionell und ihrer Zeit weit voraus.
Geboren am 10. Oktober 1853 in Amsterdam, entstammte sie einer deutsch-jüdischen Familie. Im Laufe ihres Lebens entwickelte sie sich zu einer bemerkenswert vielsprachigen Persönlichkeit: Neben ihrer Muttersprache Niederländisch sprach sie fließend Deutsch, Englisch und Italienisch. Ihr Lebensweg führte sie schließlich nach Mailand, wo sie am 20. August 1929 verstarb.
Alpinistische Leistungen
Erste Frau, die schwere Felsrouten in den Alpen meisterte – u. a. am Ortler, an der Zugspitze und in den Dolomiten.
Erstbesteigungen und neue Routen, z. B. an der Kleinen Zinne (1893)
Überschritt das Matterhorn zweimal – von Breuil und von Zermatt aus und galt als Erfinderin des Klettergurts und trug als erste Frau Hosen beim Klettern, was damals als skandalös galt.
Persönliches Leben & Skandale
Heiratete jung den Lehrer Karel Immink und wanderte mit ihm nach Südafrika aus. Die Ehe scheiterte; sie hatte zwei Söhne – einer davon unehelich mit einem britischen Offizier.
Dank Alimentenzahlungen und geschickter Geldanlagen war sie finanziell unabhängig. Gab sich später als Witwe aus und lebte mit ihrem Sohn Luigi Immink in Italien.
