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Unsere Frau des Monats Dezember: Romina Casagrande

“Meine eigenen Geschichten zu entwerfen, war eine Erfahrung, die mein Leben verändert hat.“ Romina Casagrande ist Autorin mehrerer Romane. Wir haben sie gefragt, wie sie zur Schriftstellerin wurde, was daran schön und was schwierig ist.

Woher kam deine Lust am Schreiben?

Meine Liebe zum Schreiben kommt von meiner Leidenschaft für Bücher. Meine eigenen Geschichten zu entwerfen, war eine Erfahrung, die mein Leben verändert hat.

Le ragazze con le calze grigie, Romina Casagrande, 2018
Dein letzter Roman „Le ragazze con le calze grigie“ ist 2018 erschienen. Du hast ihn bereits im Frauenmuseum vorgestellt. Er erzählt vom Leben des Wiener Künstlers Egon Schiele aus der Sichtweise von Frauen. Wie bist du zu diesem Thema gekommen?

Vor einigen Jahren war ich von seinem letzten Gemälde „Die Familie“ in der Belvedere Galerie in Wien buchstäblich schockiert. Schiele malt dieses Bild einige Tage vor seinem Tod, kurz bevor er am spanischen Fieber stirbt. Er ist erst 28 Jahre alt und hat nach Jahren der Aufopferung und Enge erste Erfolge erzielt. Im Nebenzimmer liegt seine Frau Edith im Sterben, die im sechsten Monat mit ihrem ersten Kind schwanger und an demselben Fieber erkrankt ist.

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Unsere Frau des Monats November: Alexia Zöggeler

Wenn sie über ihre ‚Kreitlen‘ spricht verspürt man Leidenschaft kombiniert mit fundiertem Wissen. Alexia Zöggeler aus Vöran bäckt bunte Kräuterkuchen, kocht mit ‚Unkraut‘ und bringt mit ihren Räuchermischungen den Wald ins Haus. Seit einem Monat ist sie in ihrem Geschäft ‚Arteemis‘ in Lana zu finden. Wie sie von der Buchhalterin zur Kräuterfrau wurde erzählt sie uns im Interview – und auch, warum sie die Moschber-Frau ist 😉

Wie hast du zu dem Thema Kräuter gefunden?

Die Kräuter haben mich seitdem ich ein junges Mädchen war nicht mehr losgelassen. Und dabei habe ich am Anfang noch im Garten meiner Eltern den Giersch, also Unkraut gejätet. Mir hat ja kein Mensch gesagt, dass man den Giersch essen kann und dass der so lecker schmeckt! (lacht)

Und dann hast du begonnen, dein Wissen auch weiterzugeben, richtig?

Durch verschiedene Ausbildungen in den letzten Jahren habe ich mich immer intensiver mit dem Thema auseinander gesetzt und so wurde mir klar, dass es für mich mehr als ein Hobby sein sollte. Ich habe begonnen Kräuter- und Räuchervorträge zu halten, 2016 wurde mein Buch veröffentlicht und ich habe begonnen zu bloggen und so meine Rezepte weiterzugeben.

Alexia Zöggeler mit ihrem 2016 erschienenem Buch „Die gute Landkräuterküche“.
Vor wenigen Wochen hast du einen weiteren Schritt gewagt und dein Geschäft ‚Arteemis‘ in Lana eröffnet. Die Erfüllung eines Traums?

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Unsere Frau des Monats September: Sarah Bertagnolli

Schon als Mädchen wusste sie – irgendwann möchte sie voll tätowiert sein. Sarah Bertagnolli spricht über die Kunst der Ganzkörpertätowierung, was sie damit ausdrücken möchte und wie sie diese mit ihrem Beruf vereinbart.

Wann hast du deine Leidenschaft für Tattoos entwickelt?

Diese Leidenschaft habe ich schon sehr früh entwickelt. Ich habe mir mein erstes Tattoo mit 12 Jahren stechen lassen und wusste schon damals, dass ich irgendwann voll tätowiert sein möchte.

Was war dein erstes Tattoo?

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Unsere Frau des Monats September: Anna Quinz

“Schließlich rette ich ja nicht die Welt, sondern versuche nur, Schönes zu schaffen, für mich und für die anderen.” Im Interview erzählt uns Anna Quinz von der Gründung von franzmagazine, vom Ursprung ihrer Ideen und den Herausforderungen entlang des Weges.

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Unsere Frau des Monats August: Christine Schönweger

„Was man mit Freude tut, wird auch gelingen.“ Die Leidenschaft von Christine Schönweger ist unübersehbar. Wie die ausgebildete Modestilistin zu einer umtriebigen Bäuerin und zur einzigen Schnapsbrennerin in Südtirol wurde, erzählt sie uns im Interview.

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Unsere Frau des Monats Juli: Arianna Tricomi

Die Freeriderin Arianna Tricomi aus Alta Badia mischt zur Zeit kräftig die Weltelite in ihrer Sportart auf. Was sie macht, erweckt bei uns gleichzeitig Gänsehaut, kalte Füße und Begeisterung. Im Interview erzählt uns Arianna, wie sie zum Skifahren abseits der Piste gekommen ist und was ihr am meisten Spaß daran macht.

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Unsere Frauen des Monats Juni: Isabelle Hansen und Gabi Waldner

Das Restaurant „African Soul“ ist inzwischen weit über Meran hinaus bekannt und beliebt. Isabelle Hansen und Gabi Waldner sind treibende Kräfte in dem Projekt, das Flüchtlingen einen ersten Arbeitsplatz ermöglicht. Isabelle Hansen beantwortet unsere Fragen dazu.

Ende 2017 wurde das Restaurant ‚African Soul‘ eröffnet. Ihr seid in der Sozialgenossenschaft Spirit, die dahinter steckt. Wie kam euch die Idee zu dieser Initiative?

Die Idee ist eher langsam entstanden, ich habe als Freiwillige der Caritas im Haus Noah mit einem jungen Mann aus Nigeria Deutsch geübt. Im Gespräch sind wir auf das Thema Essen und Kochen gekommen und er hat ganz begeistert von der Küche seines Landes erzählt, später ist daraus das Projekt „Book a Cook“ vom Verein Empezamos geworden und aus dem heraus hat sich die Idee festgesetzt, ein eigenes afrikanisches Lokal zu eröffnen. Der Deutsch-Schüler von damals – Kelly Asemota – ist heute unser Küchenchef.

Kelly Asemota © African Soul
Wie und warum hat euer Engagement für Flüchtlinge begonnen?

Das Engagement ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, denn wir sind eine solidarische Gesellschaft. Eher ist es für mich unverständlich, wieso einige ihre Solidarität an Hautfarben oder Nationalitäten binden.

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Unsere Frau des Monats Mai: Wendy Hong Wan

Das war die augenzwinkernde Antwort der in Shanghai geborenen freien Künstlerin auf die Frage, ob sie mit ihrem chinesischen oder europäischen Namen angesprochen werden wollte.

Sie arbeitet heute in ihrer neuen Wahlheimat Meran und erzählt uns im Interview von den überraschenden Veränderungen in ihrem Leben.

Foto: Kh.Sollbauer
Wendy, wie kamst du zu deiner Entscheidung von Shanghai nach Meran zu ziehen?

Eigentlich war das nicht meine Entscheidung, sondern die meines Ehemannes. Schon seit Jahrzehnten lebte und arbeitete er in den verschiedensten Teilen der Welt und wollte in seine Heimatstadt zurückkehren. Ich verstehe und respektiere ihn und so habe ich ihn begleitet. Trotzdem kehre ich noch immer oft nach China zurück.

Wie war diese Veränderung für dich?

Meran überrascht mich. Ich liebe hier sehr Vieles. Die Stadt ist natürlich, schön, friedlich. Wenn es auch nicht meine eigene Wahl war, nach Meran zu kommen, so ist es doch mein eigener Wunsch hier zu bleiben.

Heute bist du Künstlerin – begonnen hat dein beruflicher Weg aber mit einer Ingenieursausbildung…

Als ich jung war, gab es wenige  weibliche Ingenieure  und ich mag Herausforderungen. Ich hatte ein Bild in meinem Kopf von einer neutralen und professionellen Frau. So eine Person wollte ich sein. Ich habe zwar tatsächlich Maschinenbau studiert, war aber nie als Ingenieurin tätig, sondern habe nach meinem Abschluss im fachspezifischen Handel gearbeitet.

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Unsere Frau des Monats April: Magdalena Schwienbacher

Als Bestatterin begegnet Magdalena Schwienbacher dem Tod fast täglich. Ein Gespräch über die Herausforderungen, aber auch die schönen Seiten dieses Berufs.

Magdalena, du bist derzeit die einzige Bestattungs-Meisterin in Südtirol. Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?

Wir haben einen Generationenbetrieb und in diesem bin ich aufgewachsen. 1910 hat mein Urgroßvater das Unternehmen gegründet und es an meinen Opa und meinen Vater weitergegeben.

Ich habe dann für mich entschieden, dass auch ich diesen Beruf gerne ausüben möchte.

Zuerst aber wollte ich sehen, wie woanders gearbeitet wird, denn mein Vater meinte, das was er kann, kann er mir noch immer lernen. So habe ich mir einen Praktikumsplatz in München gesucht. Dabei habe ich unverhofft die Möglichkeit bekommen, die Ausbildung zur geprüften Bestatterin zu machen. Danach hat mich der Ehrgeiz gepackt: Ich habe beschlossen, den Meister und den Funeral-Master auch noch zu machen.

So bin ich heute nicht nur die einzige Frau, sondern auch unter den Männern die einzige Bestatterin in Südtirol mit einem Meistertitel.

Was hast du bei dieser Ausbildung gelernt?

Man lernt da ganz viel – von der Vorbereitung der Särge, über die Trauerpsychologie mit ihren einzelnen Trauerphasen bis hin zur Versorgung der Verstorbenen und dem Graböffnen – sei es mit dem Bagger oder von Hand.

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Unsere Frau des Monats März: Sieglinde Tatz Borgogno

Sie ist beides – Susy, die Verrückte, und Sieglinde, die Perfekte. Die renommierte Bildhauerin Sieglinde Tatz Borgogno verrät uns, was Kunst für sie bedeutet und welche Lebensweisheit sie an junge Frauen weiterzugeben hat.

Sieglinde, wie bist du dazu gekommen, Künstlerin zu werden?

Kunst ist für mich atmen können! Frei sein können. Kunst ist mein großer versteckter Liebhaber, von dem eigentlich niemand etwas wissen sollte. In der Kunstschule in Graz bei Prof. Ulf Mayer und Prof. Szyszkowitz weigerte ich mich, die Lehrstunden für Bildhauerei zu besuchen. Mein Argument war: „Das ist nichts für Frauen! Ich kenne nur große Bildhauer – Männer – und da kann und will und brauche ich nicht mitzumachen. Bildhauerei ist nicht Frauensache!“

Das Leben hat mir dann viele „Watschen“ gegeben und ohne, dass ich es wollte, bin ich das geworden was ich bin, bzw. was die anderen denken, meinen oder sagen.

Wie hat sich deine Kunst im Laufe deines Lebens verändert?

Meine Kunst hat sich überhaupt nicht verändert – nur die Techniken sind verschiedener Art geworden. Die hängen von Zeit und Raum und von finanziellen Mitteln ab.