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In Bangladesch soll ein Gesetz verabschiedet werden, das minderjährige Mädchen zur Ehe mit ihren Vergewaltigern zwingen könnte. Doch die Premierministerin des Landes macht sich für Frauenrechte stark — ein riesiger Aufruf könnte sie also dazu bewegen, diese Klausel zum Kindesmissbrauch zu streichen.

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Parastou Forouhar, The critical eye, Kunstverein Aschaffenburg, 2006

Die iranische Künstlerin und Aktivistin Parastou Forouhar berichtet von ihrer letzen Iran-Reise im November 2016:

Am 16. November 2016 reiste ich nach Teheran, um meiner Eltern, Parvaneh und Dariush Forouhar, die vor 18 Jahren im Zuge einer Reihe politischer Morde durch Agenten des Geheimdienstes der Islamischen Republik Iran bestialisch getötet wurden, zu gedenken. Ich hatte vor, an ihrem Todestag eine Gedenkfeier in ihrem Haus abzuhalten. Wegen des Schaltjahrs fiel der Tag auf den 21. November.

Zwei Tage vor diesem Termin, spät am Vormittag, erhielt ich einen Anruf. Auf dem Display stand „Anonym“. Der Anrufer stellte sich als „vom Ministerium“ vor und begann mir in einem aufdringlichen Monolog „brüderliche Ratschläge“ bezüglich meines Vorhabens zu erteilen und die Konsequenzen aufzuzählen, welche meine Missachtung seiner „Ratschläge“ nach sich ziehen würde.

„Wir werden nicht zulassen, dass die Konterrevolutionäre diesen Anlass für ihre Zwecke missbrauchen“, wiederholte er die alte Leier, die ich nun schon seit Jahren anhören muss.

Ihn zu unterbrechen war nicht möglich. Wir redeten gleichzeitig. Auf meine geäußerten Zweifel an der Legitimität solcher anonymen Anrufe zur Übermittlung offizieller Richtlinien reagierte er mit Wiederholungen seiner Routine-Sätze in zunehmender Lautstärke.

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Weniger als 48 Stunden nachdem Millionen von Menschen für Gleichberechtigung in Städten der USA und rund um die Welt auf die Straße gegangen sind hat Präsident Donald Trump klargemacht, dass Frauen-Menschen-Rechte weltweit gefährdet sind.

Montagmorgen hat Trump die Mexico City Policy wiedereingeführt – auch bekannt als Global Gag Rule – die US-Regierungs-Gelder allen internationalen Institutionen und NGO’s verbietet, die Frauen Beratung zu Familienplanung bieten und dazu den Zugang zu einer sicheren Abtreibung einschließen. Das Ergebnis? Weniger Ressourcen für Informationen zu reproduktiver Gesundheit, aber auch reduzierter Zugang zu Geburtenkontrolle, Aufklärungsunterricht und HIV Tests.

„Das ist sehr viel größer als Abtreibung“, sagte Musimbi Kanyoro, Präsidentin und Generaldirektorin von Global Fund for Women. „Dieses Gesetz betrifft Familienplanung, Mütter-Gesundheit, HIV Prävention und Aufklärungsunterricht für junge Menschen – es betrifft die gesamte Gesundheitsvorsorge von Frauen weltweit. Die Wiedereinführung dieses Gesetzes betrifft direkt Mädchen und Frauen und wirft reproduktive Gesundheit und Rechte weltweit mindestens einen Schritt zurück.“

Diese Maßnahme schränkt den Zugang von Frauen zu verlässlicher reproduktiver Gesundheits-Vorsorge und Dienstleistung bedeutend ein, ebenso wie den Zugang zu Verhütung und Untersuchungen zu Geschlechtskrankheiten. Das bedeutet, dass weltweit weniger Frauen und Mädchen vollkommen über ihre reproduktiven Rechte aufgeklärt sein werden. Das bedeutet auch, dass mehr Frauen weltweit zu unsicheren Abtreibungen getrieben werden – mit potentiell verheerenden Auswirkungen auf Frauen und Mädchen.

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Über 5 Millionen Menschen haben sich am Samstag in Washington und Städten in allen Teilen der Welt zusammengefunden.

Die Bilder aus den verschiedensten Städten sind bewegend: ein Meer von Frauen, Männern und Kindern mit rosa Mützen die am Tag nach der Amtseinführung von Donald Trump für eine friedliche Gesellschaft demonstrieren. Dieser Tag hat alle Erwartungen übertroffen und hat gezeigt: Zusammen sind wir stark.

Besonders inspirierend war die Rede der langjährigen Aktivistin und Feministin Gloria Steinem „…dieser Tag wird uns für immer verändern, weil wir zusammenstehen. Jeder von uns wird für sich selbst, aber auch im Kollektiv, nicht mehr der selbe sein.“

https://www.youtube.com/watch?v=EWqeljCZTPw

… und auch Angela Davis „Das hier ist eine Demonstration der Frauen und sie repräsentiert das Versprechen des Feminismus gegen die schädigende Mächte, die von der Staatsgewalt ausgehen kann. Ein inklusiver und intersektionaler Feminismus, der uns alle dazu aufruft, gegen Rasismus, Islamophobie, Antisemtismus, Frauenfeindlichkeit und kapitalistische Ausbeutung unsere Stimme zu erheben.“

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Seit einigen Monaten schon häufen sich die Meldungen sexueller Gewalt in Zentralafrika, die französischen Soldaten vorgeworfen wird. Die Opfer – vorwiegend Kinder – haben Missbrauch in einem von Krieg und Instabilität geschüttelten Land erlebt. Sexuelle Handlungen werden mit Nahrungsmitteln getauscht.

Die Journalisten Marion, Nicolas und Stephan haben die Bewegung ZERO IMPUNITY (Keine Straffreiheit) gegründet und fordern nun verpflichtende Prävention in Form von Fortbildungen über sexuelle Gewalt für Soldaten und Offiziere. Weiters fordern sie interne Strafmaßnahmen über die das Militär ausführlich informiert wird.

Denn diese Taten sind vermeidbar und ein offensichtliches Hindernis für den Frieden.

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Im Norden von Burma im Staat Kachin spitzt sich die Situation zu. Am 10. Januar fanden erneute Angriffe statt. Über 4000 Menschen sind auf der Flucht, die meisten davon Frauen, Kinder und ältere Menschen. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch versuchten viele von ihnen die Grenze zu China zu überschreiten, um sich in Sicherheit vor den Bomben zu bringen. Ungefähr 2/3 wurden allerdings aufgefangen und zurückgeschickt.

Seit Jahren dauert der Konflikt zwischen dem Militär und Autonomie-fordernden Rebellen in Kachin an.

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Jedes Jahr im November reist die iranische Künstlerin Parastou Forouhar nach Teheran. Sie gedenkt dem Tod ihrer Eltern. Die beiden führenden oppositionellen Politiker im Iran waren am 21. November 1998 in ihrem Haus ermordet worden. Parastou Forouhar gedenkt ihrer Eltern, aber sieht diesen stillen Ort der Erinnerung auch als Protest gegen die fehlende Aufklärung dieser Morde.

Gerne veröffentlichen wir ihren Rund-Brief:

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