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Frauen in Entscheidungsgremien

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In politischen Entscheidungsgremien sind Frauen und Männer noch immer nicht ausgewogen vertreten. Dies zeigte sich letzthin in Südtirol bei den Gemeinderatswahlen, aber nicht nur.

Eine vielfältige Vertretung der Gesellschaft in der Politik und in Entscheidungsgremien ist wichtig, da dort die Rahmenbedingungen des gesellschaftlichen Lebens festgelegt werden. Für eine lebendige Demokratie ist es Voraussetzung, dass in politischen Ämtern Pluralität vorhanden ist.

Die Präsidentin des Landesbeirates Ulrike Oberhammer unterstreicht:

Auch in Südtirol sind Frauen in politischen Entscheidungsgremien nach wie vor in der Minderheit. Eine gute Politik für die gesamte Gesellschaft gründet auf den Meinungen, den Sichtweisen, der Mitsprache und dem Mitgestalten von Frauen und Männern gleichermaßen.

Die diesjährigen Wahlen in Südtirol haben gezeigt, dass Frauen in der Gemeindepolitik nach wie vor einen schwierigen Stand haben. Am Beispiel Meran hat sich dies nur allzu deutlich gezeigt. Auch mit Blick auf die Bürgermeister*innen fällt dies auf: In Südtirol wurden 13 Bürgermeisterinnen und 103 Bürgermeister gewählt; in den meisten Gemeinden erreicht der Anteil der gewählten Frauen keine 25%.

Dazu kommt, dass nun ein mit langem Atem erkämpfter Passus zugunsten von Frauen aus dem Urbanistikgesetz gestrichen werden soll: Die „ausgewogene Vertretung beider Geschlechter“ in den Baukommissionen soll künftig gestrichen werden. Der Landesbeirat für Chancengleichheit und weitere Organisationen und Einzelpersonen antworten auf diesen Rückschritt mit einem Aufruf, dem wir uns gerne anschließen: Expertinnen sind eingeladen sich in die entsprechenden Listen einzutragen und so das Argument zu entkräften, es sei eben nicht möglich genügend Frauen für besagte Kommissionen zu finden.

Es zeigt sich, dass der Weg zu einer gleichberechtigten Repräsentation von Frauen in Entscheidungsgremien noch ein weiter ist und Geduld und Ausdauer gefragt sind. Dass dieses Thema vielen unter den Nägeln brennt, gerade im Hinblick auf die jüngsten Ereignisse zeigt die Petition „Südtirols Politik: Wo bleiben die Frauen?“, die inzwischen beinahe 1000 Unterschriften zählt. Nicht zuletzt zeugt diese von der Solidarität und dem Zusammenhalt der hier trotz allem zu finden ist.

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