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Nachruf auf Lidia Menapace

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Es ist bereits vieles über Lidia Menapace nach ihrem Ableben am 07.12.2020 (96jährig) geschrieben worden. Mit Recht wird sie als die Grand Dame des italienischen Feminismus bezeichnet. Als Frauenmuseum dieser außerordentlichen Frau gedenken und sie als eine Pionierin ihrer Zeit in unserer Vermittlungsarbeit aufleben lassen.

So einige Male war sie zu Gast im Museum und befand, dass es wichtig sei, eine Struktur wie ein Frauenmuseum zu haben, wo Frauengeschichte aufgezeigt wird und jenen Frauen, die sich für Demokratie und Frauenrechte einsetzen, Sichtbarkeit gegeben wird.

Sie bezog sich auf die Übergabe des Menschenrechtspreises 2008 von der Organisation Human Rights International und dem Frauenmuseum an die iranische Rechtsanwältin Nasrin Sotoudeh in Meran.

Im Mai 2017 konnten wir Lidia nach Meran ins Ariston Kino einladen, um über den Dokumentarfilm zu ihrer Person „Non si può vivere senza una giacchetta lilla“ (2016), unter der Regie von Novella Benedetti, Chiara Orempuller, Valentina Lovato, zu diskutieren.

Lidia hat sich gerne in einem gemütlichen Rahmen zusammen gesetzt, um sich auszutauschen. Von links nach rechts: Sissi Prader, Lidia Menapace, Astrid Schönweger, Judith Mittelberger

Eine der beiden Regieseurinnen, Chiara Orempuller, hat sie begleitet und in den Film eingeführt. Dieser Dokumentarfilm erzählt das intensive und leidenschaftliche Leben von Lidia Menapace, Partisanin, Landesrätin für soziale Fürsorge und Gesundheit im Südtiroler Landtag, Senatorin der Italienischen Republik, Gründerin des Manifesto, Pazifistin und militante Feministin. Durch die Erzählung in erster Person und die Beobachtung des täglichen Einsatzes für die Zivilrechte durch Erziehung und Verbreitung wird ein intimes Portrait einer mutigen und einzigartigen Frauenpersönlichkeit, die Geschichte unseres Landes geschrieben hat, nachgezeichnet.

Vor allem ist sie ein herausragendes Beispiel für die junge Generation, die sich von dieser Vorkämpferin inspirieren lassen kann, um auch im Heute sich zu bemühen, dass erworbene Rechte nicht abgeschafft, sondern ausgebaut werden.

Im Frauenmuseum halten wir Werkstattgespräche zu den Themen der Gleichberechtigung. Da schauen wir einerseits zurück auf das, was uns die Geschichte aus der Frauenperspektive lehrt und beleuchten auch aktuelle Tendnzen. Wir versuchen zu hinterfragen, damit wir einer selbstverständlich gelebten Gleichberechtigung langfristig näherkommen und bringen auch konkrete Vorschläge ein, um eine reale Chancengleichheit zu fördern.

Sissi Prader

 

Hier kann der sehr empfehlenswerte Film angesehen werden:

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