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Einer der Männer der ersten Stunde in der Vereinsgeschichte des Frauenmuseums

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Am Samstag, 24. Oktober 2020, ab 11 Uhr, fand beim Eingang zur Kurverwaltung beim Kurhaus Meran das Fest zur Enthüllung der Christian Alton Gedenktafel statt. Um die Erinnerung an diese stadtprägende Persönlichkeit zu pflegen, initiierte und finanzierte eine Gruppe von Freunden und Weggefährtinnen den Gedenkstein aus Laaser Marmor.

Christian Alton (1939-2005) lebte in Meran und im Vinschgau als Stadt- und Fremdenführer, Lehrer, Kunst­historiker und Sammler, Schauspieler und Saunameister. Als Erwachsenenbildner war er die treibende Kraft bei der Neugestaltung der urania meran, erster Leiter des Bildungshauses Schloss Goldrain und Gründer und Vorstandsmitglied des Frauenmuseums. Beim Theater in der Klemme und beim Theater in der Altstadt schlüpfte er in kleine Rollen, für Kinder verwandelte er sich in den Heiligen Nikolaus und spielte Kasperle-Theater.

Als Leiterin des Frauenmuseums hatte ich neben anderen Redner*innen die Gelegenheit, mitzuteilen, in welcher Beziehung Alton Christian zum Frauenmuseum stand.

 Christian Alton war im Frauenmuseum ein Sammler unter Sammlerinnen

so wurde er in einem Text vom Frauenmuseum genannt.

Christian gehörte zu den ersten Männern, die dem Verein des Frauenmuseums beigetreten sind, als dieser 1993 gegründet wurde. Der passionierte Volkskundler betrachtete die dort erzählte Geschichte nicht als eine Frauen-, sondern Kulturangelegenheit, die für die ganze Gesellschaft von Bedeutung war. Als Stadtführer hat er von Anfang an dem Museum zu Besucher*innen verholfen, indem er die Werbetrommel schlug.

Er nahm konstruktiv bei Ideenfindungen bis 2000 teil, denn er wollte keine „Karteileiche“ sein. Kurze Zeit war er auch im Vorstand und brachte immer wieder so einige interessante Objekte mit, die er eigens für das Museum suchte. Er war auch aktiv im Theater in der Altstadt und somit ein Verbindungsglied, mit dem er auch im Museum Theateraufführungen organisierte.

Bis zu seiner Krankheit hielt Christian für das Museum nach geeigneten Objekten Ausschau, wobei er vor allem der Experte für Alltagsobjekte war. Wie oft hat er ein interessantes Objekt vorbeigebracht, wobei er uns allen genau erzählte, wie es benützt worden ist und wo er es gefunden hat.

Er wird in unserer Vereinsgeschichte als einer der Männer der ersten Stunde, der sich mit Worten, Ideen, Taten und Objekten eingebracht hat, in Erinnerung bleiben.

Sissi Prader

Paul Rösch, Marlene Messner, Sonja Steger, Sissi Parder, Barbara Gamper, Johanna Proccheddu

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