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Family Support Meran: Freiwillige gesucht

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Im Interview erzählt Nadine Lutz von ihrer Aufbau-Arbeit des Family Supports in Meran, einer Anlaufstelle für Familien mit Neugeborenen. Freiwillige, die bereit sind, ihre Zeit der Unterstützung von Familien zu schenken, sind herzlich willkommen.

Nadine, erzählst du uns etwas von dir und von deinem Hintergrund?

Meine bisherigen Arbeitserfahrungen konnte ich im sozialen Bereich sammeln, wobei sich diese vorwiegend auf die Arbeit mit Familien mit Kindern und Jugendliche beziehen. Ich habe den Bachelor in Soziale Arbeit an der Universität Brixen absolviert und ein aufbauendes Masterstudium an der Freien Universität Trient. Zudem habe ich mein Wissen in der „systemischen und integrativen Beratung“ in einem Lehrgang vertieft. Schon immer hat mich die Arbeit mit Familien fasziniert. Dabei finde ich den Bereich der Frühen Hilfen mit ihrem wichtigen präventiven Ansatz besonders spannend und ansprechend.

Privat bin ich selbst stolze Mutter von zwei Kindern. Durch mein eigenes Mama-Sein konnte ist selbst vieles lernen und erfahren, was mir wiederum für die Arbeit mit den Familien hilft.

Du baust im Moment in Meran den family support auf, ist das richtig?

Ja, über das Eltern-Kind-Zentrum Meran bin ich bemüht, dass dieses wertvolle Angebot für Familien auch in Meran Fuß fasst. Vorerst ist es auf die Gemeinde Meran beschränkt. Wir hoffen jedoch, dass wir es früher oder später auch erweitern können.

Wer kann sich als Freiwillige*r bei dir melden?

Als Freiwillige können sich jene melden, die daran Interesse haben, Familien mit Neugeborenen ihre Zeit zu schenken. Alle, die Lust haben, Familien eine konkrete Unterstützung zu geben und so zu sagen „mit anzupacken“ wo es die Familie gerade braucht. Voraussetzung sind insbesondere Fähigkeiten der Empathie, des Aktiven Zuhörens, Wertschätzung, Verschwiegenheit und eine emotionale Stabilität. Fachliches Wissen setzen wir nicht voraus. Wir bieten den Freiwilligen eine Einschulung und die Möglichkeit des Austausches. Volljährigkeit ist Voraussetzung.

Ist eine Entlohnung vorgesehen?

Die Tätigkeit der Freiwilligen wird nicht bezahlt. Dennoch ist jedes freiwilliges Engagement ein „Geben“ UND „Nehmen“. Das was man „zurück bekommt“ ist nicht Geld, sondern vielmehr ein „ideeller Wert“. Das kann das Gefühl sein etwas Sinnvolles zu tun, Wertschätzung o.ä. Unsere Freiwilligen sind während ihrer Tätigkeit versichert (Unfall, Haftpflicht und Rechtsschutz). Zudem werden Spesen, welche während der Tätigkeit anfallen, rückerstattet.

Wie viel Zeit sollte sich jemand nehmen, der*die als Freiwillige*r mitarbeiten möchte?

Es hat Sinn, wenn Freiwillige bereit sind, sich für eine Familie einmal pro Woche für ein paar Stunden Zeit zu nehmen. Zudem finden 5 Austauschtreffen im Jahr statt.

Welche Aufgaben werden von Freiwilligen übernommen?

Freiwillige unterstützen Familien konkret und alltagspraktisch. Sie suchen die Familie zu Hause auf und geben Unterstützungen, wie: über den Schlaf des Babys wachen, mit dem Geschwisterkind spielen, zu Terminen begleiten, mal den Einkauf übernehmen oder im Haushalt unter die Arme zu greifen. Die Tätigkeit kann sehr unterschiedlich sein, da jede Familie etwas anderes brauchen kann und auch verschiedene Dinge als Unterstützung wahrnimmt. So kann auch beispielsweise die Anwesenheit der Freiwilligen und ein wertvolles Gespräch Kraft geben. Welche Tätigkeiten die Freiwilligen übernehmen, wird im Vorfeld gemeinsam mit der Familie, Freiwilligen und mir vereinbart. Ziel ist es, die Eltern zu stärken und dass sie Kraft tanken können.

Birth Cultures – Geburtskulturen ist ein EU-Projekt von 2019-2022, das zu einer Reise durch Geschichten und Traditionen rund um Geburt und Mutterschaft einlädt. Eine große Wanderausstellung dazu tourt durch Europa und ist ab Dezember 2021 im Frauenmuseum in Meran zu sehen. Kommt vorbei – neben der Ausstellung erwartet euch auch ein vielfältiges Rahmenprogramm.

Interview: Judith Mittelberger

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