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Ilenia Fronza lavora presso l´Universitá di Bolzano, all´interno di un ambito particolarmente maschile: l´ingeneria del software. Lei non si fa certo scoraggiare, anzi semmai sente la spinta di dover fare il proprio mestiere con ancora piú passione e persistenza. Perché come ci ricorda: se un uomo è incompetente, allora è un caso isolato nel team; se invece una donna è incompetente, spesso si assume che le donne in generale siano incompetenti.

 

Cosa ti ha spinto a diventare ricercatrice in ingegneria del software?


È stato un percorso tutt’altro che lineare, diciamo un avvicinamento “a tappe”. Dopo aver studiato matematica, ho trovato ottimi stimoli per la mia ricerca nell’informatica (e in specifico nell’ingegneria del software). Inoltre, il fatto di concentrare la ricerca nell’ambito di software engineering education and training mi ha permesso di mantenere uno stretto contatto con studenti e studentesse e professionisti/e, cosa di fondamentaleimportanza per me, dato che ci tengo molto al contatto diretto con le persone.

Cosa sognavi di fare da piccola?

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Als Frau in einer Männerdomäne hat sie gelernt, sich durchzusetzen: Tila Mair hat viele Jahre als Sekretärin des Südtiroler Gewerkschaftsbundes SGB-CISL gewirkt. Im Rahmen unserer Rubrik #FraudesMonats haben wir sie zu ihrer politischen Arbeit und zu ihren wertvollen Ergebnissen befragt und dazu, wie sie nun in Pension weitermacht.

Tila, wie würdest du dich beschreiben?

Neugierig, beharrlich, achtsam, vernetzt und interessiert am Nächsten.

Was hat dich zur Gewerkschaftsarbeit bewogen?

Ich leide sehr wahrscheinlich an einem ausgeprägten Helfersyndrom.

Witz beiseite.

Ich bin in einer Großfamilie aufgewachsen. Zwischen uns Geschwistern war es immer schon selbstverständlich, aufeinander aufzupassen, sich zu helfen, sich zu unterstützen, einzuspringen wo die Anderen nicht allein weiterkamen.

Das hat sich dann bei der Arbeit, in der Fabrik, mit den Kolleg*innen weiter ausgeprägt und entwickelt. Dort habe ich sehr schnell die interne betriebliche Gewerkschaftsvertretung übernommen und bin letztendlich diesen Weg weitergegangen.

Tila Mair mit Luisa Gnecchi und Gewerkschaftsmitglieder*innen
Nun bist du ja in Pension und dennoch weiterhin aktiv. Hast du dir das gewünscht?

Selbstverständlich habe ich das gewollt und zwar sehr. Ich bin übrigens dankbar dafür, dass ich es auch durfte und darf.

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La ginecologa Gelsy Arlene Villanueva ha un approccio olistico alla medicina: osserva le donne a 360°, tenendo conto delle loro abitudini di vita, visioni di benessere, forme di alimentazione e cicli ormonali individuali. Nel suo studio a Merano propone visite di prevenzione e preservazione della salute femminile.

Già a Cuba eri attiva come dottoressa e ginecologa, hai avuto difficoltà a esercitare la tua carriera in Italia?

A Cuba, il mio paese natale, ho studiato e portato a termine due lauree, una in Medicina e Chirurgia e l´altra in Ginecologia e Ostetricia. Dopo un’esperienza ospedaliera di oltre venti anni, mi sono trasferita in Italia, dove ho lavorato in una struttura ambulatoriale. Arrivata in Italia, purtroppo non mi hanno riconosciuto il mio titolo di studio, quindi ho ripreso a studiare per ottenerne il riconoscimento anche in Italia. È stata durissima, anche perché l’esercizio della medicina in un altro paese, è sempre una questione complicata, perché cambiano le nozioni e gli approcci alla salute, cosi come i trattamenti di genere. Ero fermamente convinta di voler realizzare il mio progetto di vita e mettere in pratica tutti i diversi approcci medici appresi e offrirli tutti insieme qui a Merano.

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An jedem ersten Tag des Monats stellen wir euch unsere #ichfraudesmonats vor. Wir machen damit starke und tolle Frauen aus Südtirol sichtbar, die sich ungewöhnliche Berufe und Lebenswege ausgesucht, Bahnbrechendes geleistet haben oder Wellenbrecherinnen für andere Frauen sind. Es geht darum, wie sie bewusst eine Rolle für sich auswählen.

Unsere #ichfraudesmonats April ist Anna Ladurner aus Kaltern. Die 22-jährige Powerfrau arbeitet im Gasthaus „Christl im Loch“ ihrer Mutter, nebenberuflich selbständig als Grafikerin und ist außerdem leidenschaftliche Bodybuilderin. Im Interview erzählt uns Anna Ladurner über ihre Leidenschaft zum Bodybuilding, über Erfolge, Herausforderungen und was sie Tag für Tag antreibt, weiter ihren eigenen Weg zu gehen.

Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Zu meiner Person, ich bin ein zielstrebiger, strukturierter, routinierter Mensch. Ich bin sehr direkt und wenn mir etwas nicht passt, sage ich es auch wie ich es meine! Ich hasse es aber, wichtige Entscheidungen zu treffen, da mich das immer zum Nachdenken bringt, wo ich den größeren Vorteil ziehen kann.

Wie würdest du Bodybuilding in einem Satz beschreiben?

Bodybuilding ist für mich eine Lebenseinstellung!

Dazu gehört für mich ein strukturierter Alltag, Training, Essen, Supplementierung, Geduld, Disziplin und die Beständigkeit.

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In questo mese di marzo – tutto all’insegna della parità di genere – vogliamo dare la parola alla presidente dell’associazione locale LGBTQIA+°° Centaurus: Arianna Miriam Fiumefreddo.

Nata nel 1982 a Palermo e trasferitati a Trento nel 2004, con una formazione in sociologia e una esperienza lavorativa nella commissione provinciale pari opportunità di Trento, come counsellor e all’interno di strutture educative e sanitarie, ora vivi a Bolzano e dal 2021 ricopri la carica di presidenza di Centaurus. Quali sono le tue sfide personali e collettive per la causa LGBTQIA+?

Sono impegnata come volontaria e attivista per la causa LGBTQIA+ da anni ormai, anche se nelle terre trentine/altoatesine ho avuto il modo di vivere ed esprimere la mia personalità a pieno. Oggi per me essere attivista presso Centaurus significa poter restituire quello che mi hanno dato molte persone che ho incontrato nella mia vita: la forza di vivere senza nascondermi, di autodeterminare chi sono e di non vergognarmi nel farlo anche ad alta voce. Centaurus vuole creare una comunità locale di persone LGBTQIA+, che permetta a chiunque di sentirsi al sicuro, parte di una comunità, cosciente e consapevole delle proprie scelte. Affermare la propria identità di genere non è cosa facile e accompagnare chi sta percorrendo tale cammino, è un grande onore e patto di fiducia. Spero che un giorno non ci sia più la necessità di avere una casa protetta, uno sportello informativo o di fare tanto lavoro di sensibilizzazione, però fino a quel momento, abbiamo una responsabilità verso chi non gode tuttavia delle stesse libertà, chi vive aggressioni ed esclusioni a causa della propria identità di genere o del proprio orientamento sessuale. Ognuno rappresenta un piccolo mondo, la meta è riuscire a far sì che tutti piccoli mondi, fatti a loro volta di mille sfumature, possano convivere e crescere insieme. Personalmente mi sento anche sempre responsabile verso le mie idee per la creazione di un mondo migliore, più equo, libero da pregiudizi e modelli di genere rigidi e soffocanti.

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„Glaube nicht alles was du denkst“ – mit diesem Motto starten wir in das neue Jahr und stellen euch heute auch gleich die Frau vor, die hinter diesem Motto steht: Judith Hafner. Im Interview erzählt und die vielseitige #ichfraudesmonats Jänner von ihren Lebenserfahrungen, vielfältigen Arbeitsfeldern und Tätigkeiten sowie ihrem Engagement für verschiedene Projekte.

Judith, du bist im Projekt Æquitas zum Gleichstellungsaktionsplan der Provinz in der Arbeitsgruppe „Gewalt“ und hast beim „Dekalog gegen Gewalt an Frauen“ von De Pace Fidei mitgewirkt. Was hat dich bewogen dich in diesem Bereich zu engagieren?

Ich komme aus einer liebevoll behüteten Familie und hatte das Thema Gewalt bis zu meinem 29. Lebensjahr völlig ausgeblendet. Dann musste ich mit einem Schock begreifen, dass ein mir anvertrautes Kind sexuell missbraucht worden war, ohne dass ich das erkannt, geschweige denn verhindert hatte. Für meine Blindheit und die Vehemenz, mit der es Gewalt für mich einfach nicht gab, habe ich mich jahrelang schuldig gefühlt. Später, in Seminaren, wurde mir bewusst, wie viele Frauen und Männer mit Missbrauchserfahrungen leben müssen, weil ihnen niemand zu Hilfe kam. Heute will ich Räume mitgestalten, wo Gewalt und Missbrauch nicht mehr ausgeblendet und im Schamgefühl der Opfer versenkt wird.

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Heute möchten wir euch Andrea Dürr vorstellen – unsere Frau des Monats Dezember. Die kreative Kommunikationsdesignerin hat über 15 Jahre in Meran gelebt und mit ihrem beruflichen sowie ehrenamtlichen Einsatz das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Meran mitgeprägt. Im Interview erzählt uns Andrea, wie es dazu kommen ist, dass sie nach Meran gezogen ist, welche Projekte ihr besonders am Herzen liegen und welchen neuen Weg sie jetzt für sich eingeschlagen hat.

Andrea, wie würdest du dich kurz beschreiben?

Kreativ, neugierig, optimistisch 🙂 

Was hat dich bewogen nach Meran, Südtirol zu ziehen…?

2003 habe ich mein Hochschulstudium der digitalen Medien beendet und wollte als Kommunikationsdesignerin neue Erfahrungen sammeln. Ulm war mir damals zu eng geworden. Ich hatte das Gefühl, es geht nicht voran. Für einen Neubeginn hatte ich Genua oder Dänemark in Betracht gezogen. Meran ist es dann geworden.
Anfangs war das eher als Durchgangsstation geplant. Aber dann bin ich geblieben, habe den Papa meiner Tochter kennengelernt, meine Tochter kam zur Welt, ich habe mich selbständig gemacht und aus all diesen Gründen blieb ich in Meran. Im Hinterkopf war jedoch immer der Drang, irgendwann noch woanders zu leben.
Eine Zeit lang hatten wir auch überlegt nach Brasilien zu ziehen, wo der Papa meiner Tochter aufgewachsen ist.

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Die Frau des Monats November ist Cinzia Cappelletti. Wen Sie bewundert und was Sie bei Ihrer Tätigkeit als Gutachterin für den Bereich des sexuellen Missbrauchs besonders prägte erzählt Sie uns im zweisprachigen Interview.

Erzähl uns etwas von dir, deinen persönlichen Vorlieben in der Freizeit, die dir Energie geben und auch von deiner Familie?
Ich bin seit 1. September in Pension, nach fast 43 Arbeitsjahren.  Mein Vater hatte einen schweren Unfall und verlor die Arbeit, so musste ich mit 17 die Schule verlassen und arbeiten gehen. Das hat mich nicht entmutigt, ich wollte studieren, etwas Tolles und Wichtiges tun im Leben. Ich habe viel und gerne gearbeitet. Ich bin über meine Pensionierung sehr glücklich. Ich genieße es, Zeit für mich zu haben, in Ruhe einen Kaffee trinken zu gehen, zu wandern, meine Enkelkinder in Apulien und auf dem Apennin besuchen zu gehen.

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Heute möchten wir euch die ehemalige Sozialpädagogin Erni Kutter vorstellen. Die heutige Autorin lebt in Freising und hat sich dreißig Jahre lang mit Frauengeschichte, Kulturanthropologie, Mythologie und spirituellen Frauentraditionen beschäftigt. Seit 25 Jahren bietet sie zudem Frauenreisen auf den Spuren heiliger Frauen in den Kirchen Südtirols an.

Erni, Du kommst aus Franken in Bayern und bist eine große Südtirolkennerin bezogen auf spirituelle Frauentraditionen und Frauengeschichte allgemein. Wie bist Du überhaupt zu uns gekommen und was hat dich so fest gehalten in Südtirol, gibt es doch auch bei dir viele Orte des Erkundens..

Vor 35 Jahren hat mir eine Freundin aus ihrem Urlaub eine Postkarte mit dem Bild der drei Bethen von Klerant geschickt. Ich wusste damals so gut wie nichts über diese drei heiligen Frauen. Aber dieses Fresko und seine Symbolik haben mich sofort sehr angesprochen: Goldene Kugeln in den Händen. Kronen auf dem Kopf, dazu diese machtvolle Haltung und Ausstrahlung! Das hat mich total fasziniert und neugierig gemacht. Und damit begann eine lange spannende Entdeckungsreise mit vielen überraschenden Erfahrungen.

Dein Schwerpunkt sind die sogenannten „Heiligen Weiber“. Es hat vor allem mit dem Kult der Bethen begonnen. Welche Orte hast du denn da aufgesucht und wie wurden dir die Türen aufgemacht?

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Unsere Frau des Monats September ist Astrid Di Bella. Die Hebamme und Unternehmerin erzählt uns heute von ihrem Beruf und wie ein Schicksalsschlag sie dazu brachte über ihr Leben nachzudenken…

Was war deine Berufung als Hebamme zu arbeiten?

Seit ich denken kann wollte ich mit Menschen arbeiten. Als ich dann mit 15 Jahren meine erste Geburt zu Hause miterleben durfte, die Geburt meiner Nichte Valentina, war mir klar: das ist mein Traumberuf, meine Berufung. Ich möchte Frauen stärken und sie bei diesem einmaligen Erlebnis bestmöglich begleiten.

Nachdem du Einblick sowohl im Krankenhaus, wie auch als freiberufliche Hebamme bekommen hast, wo siehst du Handlungsbedarf etwas an diesem System der Geburtshilfe zu verändern bzw. was hat sich bereits ansatzweise geändert?

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Oggi vi presentiamo l’argentina Cecilia Munoz. Anche noi, il Museo delle Donne di Merano, abbiamo avuto modo di conoscere ed apprezzare la sua creatività contagiosa.
La madre di due figli ci racconta della sua vita, del suo femminismo e del suo sogno di un mondo migliore…

Tu sei dell’Argentina. Ci puoi raccontare da dove esattamente e come hai passato la tua infanzia/gioventù?

Sono nata in Patagonia, Argentina, una terra magica al sud del mondo. Terra di vento e paesaggi vergini sospesi a metà tra passato e presente, con un’estensione di oltre 900.000 km² e con la più bassa densità di popolazione al mondo, 2 abitanti per km². Un luogo affascinante e misterioso, caratterizzato da spazi immensi, da una natura rude e selvaggia; la terra della „fine del mondo“. Tanto è affascinante la natura come difficile è la vita. Da giovane mi piaceva cantare (canto corale) e per farlo percorrevo 120 chilometri in due ore di viaggio, due volte la settimana, fino alla città più vicina dove si trovava un coro universitario per poter cantare circa un’ora per poi fare altre due ore di viaggio per ritornare a casa. Ho sentito per tutta la mia infanzia e gioventù, che le mie aspirazioni culturali e artistiche erano faticosamente esaudite o non era possibile di realizzarli perché mi trovavo in un posto sperduto nel mondo.  Comunque non mi lamento della mia formazione. Ringrazio tanto alla mia terra. Ho fatto quello che ho potuto e continuo a farlo.

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Lisa Maria Kager, Frau des Monats Juli, ist ein Energiebündel mit, wie sie selbst sagt, viel zu vielen Leidenschaften. Die junge Mutter ist nicht nur Texterin sondern auch Yogalehrerin und bewirtschaftet zusammen mit ihrer Familie den Hof des Wandels in Eppan, wo sie nachhaltige Landwirtschaft betreiben.

Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Selbst-Beschreibungen fangen immer mit dem Namen und dem Alter an, doch was sagen diese Fakten schon über einen Menschen aus? Ich bin eine junge Frau mit kurzen Haaren, frecher Klappe und viel zu vielen Leidenschaften. Alles, was mit den Händen gemacht wird fasziniert mich sehr und erregt in mir Wertschätzung, Liebe und Dankbarkeit. Eigenschaften, die ich in den Gesprächen in unserem Hofladen, mit unserer solidarischen Landwirtschaft und in den Yogastunden, die ich gebe an viele weitere Personen weitergeben möchte. Sie verhelfen nämlich zu einem offenen Herzen und einem strahlenden Gesicht, mit dem es sich so viel besser durchs Leben tanzen lässt. Tanzen ist übrigens auch eine Leidenschaft von mir. Spielt irgendwo Swing-Musik, dann will jede Zelle in meinem Körper sich bewegen. Ach ja und ich heiße Lisa Maria und bin 28 Jahre alt 😉

Du betreibst zusammen mit deiner Familie den Hof des Wandels in Eppan. Erklär uns doch kurz euer Grundkonzept.

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Frau des Monats Juni, Nina Stricker, war mit 31 Jahren eine der wohl jüngsten Kunstmessen-Direktorinnen Italiens und bewegt sich seitdem erfolgreich an der Schnittstelle zwischen Kulturellem und Kommerziellem. Im Interview erzählt sie von ihrem Werdegang und den Herausforderungen ihres Metiers – nicht zuletzt der schier unmöglichen Vereinbarung von Mutterschaft und Karriere.

Wie würdest du dich beschreiben?

Eklektisch, 360° neugierig und mit mindestens 10 Sachen gleichzeitig beschäftigt.

Abwechslungsbedürftig und freiheitsliebend, aber beständig und loyal in den wichtigen Dingen und Beziehungen des Lebens.

Bedingungslos ehrlich und direkt, eine Zugangsweise die mir viel Vertrauen eingebracht hat, die ich aber auch oftmals teuer bezahlt habe.

Sehr bewusst gegenüber dem Essenziellen, nicht leicht vom Überflüssigen zu verführen.

Wenn von etwas begeistert, sehr beharrlich in der Umsetzung. In jungen Jahren benannten mich meine Studien-Kolleg*innen aufgrund der etwas kompromisslosen Art „Panzer“. Mein letzter Übername „Seiden-Caterpillar“ hat wie ich selbst mit den oft auch schmerzvollen Erfahrungen des Lebens weichere Züge angenommen, die im Grunde immer da waren, aber die ich früher nicht so auszudrücken wusste.

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„Freundschaft ist schön, wenn man sich motiviert, unterstützt und gemeinsam in dieselbe Richtung blickt.“

Franziska Guggenbichler Beck ist erfolgreiche Opernregisseurin. Mirjam Gruber ist eine talentierte Sopranistin. Sie sind in Freundschaft und musikalischer Zusammenarbeit tief verbunden und fördern die gegenseitige Kreativität.

Angelehnt an unsere aktuelle Sonderausstellung „Frauenfreundschaften“ dürfen wir euch heute ein Freundinnenpaar als Frauen des Monats vorstellen.

Franzsiksa, erzählst du uns von einigen wichtigen Stationen deiner Ausbildung?

Neben meinen Studien in Salzburg, Berlin und Bozen habe ich als Regieassistentin an der Staatsoper zum Beispiel gearbeitet und eigene Abende inszeniert. Ob es Discos oder Fabrkigelände kurz vor dem Abriss waren: das alles habe ich mit meinem Team kurzerhand in eine Bühne verwandelt. Zurück in Südtirol lernte ich Mirjam kennen und habe den ersten Opernfilm AMALIA! Un’Opera Western realisiert.

Franziska Guggenbichler Beck. Foto: Andrea Fichtel Photography
Wie entstand Operabooom und worum geht es dabei?

Das Unternehmerische an meiner Arbeit hat mich immer schon fasziniert und mit Operabooom bringe ich das jetzt aufs nächste Level. Hier fange ich nicht wie normalerweise als Künstlerin bei meiner Idee an und versuche dann Gelder aufzutreiben, um sie zu realisieren. Mit Operabooom gehe ich auf Unternehmen zu, und erfinde dann ein kreatives, künstlerisches Projekt maßgeschneidert auf die Bedürfnisse des Unternehmens und dessen Philosophie. Hier geht es von der Live Inszenierung eines Jubiläums beispielsweise bis zur Kommunikationskampagne.

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Elfriede Zöggeler, unsere Frau des Monats April, ist eine umtriebige Frau. Nach der Familiengründung hat sie sich ihren Traum erfüllt, ein Studium abgeschlossen, um ihren Wunschberuf auszuüben. Mit Hingabe und Kreativität ist sie heute nicht nur Lehrerin, sondern recherchiert, forscht und publiziert auch zur regionalen und lokalen Geschichte.

Wie kam es zu deinem Studium?

Es war schon in der Jugendzeit mein Wunsch, ein Studium zu beginnen, um irgendwann den Lehrberuf ausüben zu können, dies war aber damals finanziell nicht realisierbar. Nach der Familiengründung bzw. als beide Söhne aufgrund ihres Berufswunsches außer Haus gingen, hatte ich auf einmal wenig Beschäftigung und viel Zeit. Ein ähnliches Schicksal ereilte meine Jugendfreundin Hanni. So entschlossen wir uns, Neues zu wagen und ein Germanistik- und Geschichtsstudium zu beginnen. Gemeinsam haben wir Vorlesungen und Seminare bestritten, Gedanken ausgetauscht und uns so gegenseitig motiviert. Nach dem erfolgreichen Studienabschluss gelang es auch gleich, in den Lehrberuf einzusteigen.

Worüber publizierst, forscht und recherchierst du seitdem?

Seither ergeben sich ab und an Anfragen, die mich animieren, zu bestimmten Themen zu forschen. So zum Beispiel die Bekanntschaft mit einer niederländischen Kunsthistorikerin. Sie schrieb über ihre Familiengeschichte, deren Schauplätze samt einer wertvollen Kunstsammlung auch Südtirol betrafen und das führte zu Nachforschungen über die Wehrburgsammlung.

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Hier auf Ichfrau stellen wir an jedem ersten Tag des Monats eine Frau in einem Interview vor, die uns von ihrem Lebensweg, von ihren Ansichten und ihren Entscheidungen erzählt. Das ist unsere Rubrik #ichfraudesmonats. Wir wollen damit Frauen in den Vordergrund rücken, die sich für ungewöhnliche Berufe und Lebenswege entschieden haben, die Bahnbrechendes geleistet haben, besonderes Engagement zeigen oder Wellenbrecherinnen für andere Frauen waren. Es geht darum, wie sie bewusst eine Rolle für sich auswählen. Dabei brechen sie manchmal die traditionellen Geschlechterrollen auf, mal modernisieren sie sie oder gehen auf ihre eigene Art in ihnen auf. Es ist uns einerseits wichtig, diese Frauen zu ehren und ihnen Sichtbarkeit zu geben, andererseits sind sie für uns und für viele andere Inspiration und Ermutigung in unserem täglichen Leben.

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