Browsing: im www aufgeschnappt

Der Ausbruch des Coronavirus sowie der damit zusammenhängende Ausnahmezustand in vielen Staaten wird überall noch weitreichende Auswirkungen haben. Politik, Wirtschaft und soziales Leben sind schon jetzt bis ins kleinste Detail erschüttert. Deshalb ist das Virus aber auch ein Geschlechter-Thema: Es beeinflusst massiv die Schritte in Richtung Gleichberechtigung, die in den letzten Jahrzehnten gemacht wurden. Denn wenn auch die gesundheitlichen Folgen des Coronavirus für Frauen weniger fatal zu sein scheinen, sind sie stark von ihm betroffen. Aber wie?

Den heutigen Weltglückstag könnten Mann* und Frau* doch mal zum Anlass nehmen, um den Fokus der eigenen Gedanken etwas um- und vom Coronavirus wegzulenken.

Was macht mich glücklich?

Tue ich genug für mein Glück/ um glücklich zu sein?

Wie kann ich – trotz der bestehenden Einschränkungen – mein Glück wecken?

 

Frau & Vorbilder 0

Im Laufe dieses Monats haben wir so einige Listen angeschaut – die Frauenmeilensteine 2019 hier und hier, die mächtigsten und reichsten Personen der Welt von 2019, die einflussreichsten 10 Personen des vorigen Jahres aus verschiedensten Blickwinkeln, hier, hier und hier. Unseren Rundumblick beenden wir heute mit einer internationalen Umfrage: die am meisten bewunderten Frauen von 2019.

Frau & Vorbilder 0

Rankings sind im Internet beliebt – auch wir können uns ihnen nicht entziehen. Wir haben uns in diesem Monat schon einige angeschaut, darunter hier die Forbes Listen bezüglich der reichsten Leute der Welt, der mächtigsten Personen und dann auch der Frauen der Welt. Heute wollen wir euch eine andere Liste vorstellen, die eindeutig bislang zu unserer Lieblingsliste gekürt werden kann. Sie wurde nicht von Forbes, sondern von einem anderen amerikanischen Wirtschaftsmagazin, Leaders League, erstellt. Es geht um die 10 einflussreichsten Leute der Welt. An erster Stelle ist eine Frau zu finden.

Ein neues Jahrzehnt im 21. Jahrhundert hat in diesem Januar begonnen. Für uns ein Anlass zu schauen, wo die Frauen in der Weltgeschichte gesehen werden. Hier und hier haben wir mal die Frauenmeilensteine 2019 angeschaut, die z.B. die Washington Post weltweit aufgegriffen hat. Heute schauen wir uns die jährlich erscheinende Liste eines der erfolgreichsten englischsprachigen Wirtschaftsmagazins an: Forbes. Seit 2009 stellt Forbes eine „Liste der mächtigsten Leute der Welt“ auf. Unter den ersten 10 befindet sich dabei nur eine Frau, nämlich Angela Merkel auf dem vierten Platz. Die wird seit Jahren von Forbes als die mächtigste Frau der Welt eingeschätzt.

Die nächste Frau ist erst auf Platz 14, und zwar die britische Premierministerin Theresa May. Bei der Vergabe der Plätze wird das Ausmaß des finanziellen Kapitals oder eben über Menschen und der Einfluß auf die weltpolitischen Ereignisse eingeschätzt. Dass von 75 Plätzen 5 Frauen gegeben werden, sagt alles aus, nicht wahr?

Januar – eine Zeit, in der Zeitschriften, TV, Blogs auf das Jahr 2019 zurückblicken. #ichfrau hat sich gefragt, welche Frauen und Ereignisse als erinnerungswürdig betrachtet werden… Wir sind sehr fündig geworden, im englisch-, italienisch- und deutschsprachigen Raum und haben es für euch zusammengesucht und auch kommentiert. Dabei stießen wir auf den interessanten Bericht der Washington Post vom 27.12.2019. Es ist eine gute Zusammenfassung von all dem, was überall auf der Welt bezüglich Frauengeschichte 2019 geschah. Die Reporterin des Mittleren Ostens der Zeitschrift, Miriam Berger, hat einen guten Überblick geschaffen und 10 Schlüsselereignisse aufgezählt.

 

10 Frauenmeilensteine von 2019

1 Indien

Im Jahr 2019 gab es gleich im Januar ein frauenrelevantes Erlebnis (ichfrau berichtete): Frauen haben sich mit Protesten dagegen gewehrt, dass sie in Tempeln unerwünscht sind. Am 1. Januar haben die Frauen ewig lange Menschenketten vor den Tempeln gebildet und schließlich haben es zwei Tage danach zwei Frauen geschafft, in den innersten Teil des sehr besuchten Sabarimala Tempel in Südindien im Staat Kerala einzudringen.

Miriam Berger schreibt in der Washington Post:

Es war ein historischer Schritt im Kampf für die Frauenrecht und die religiöse Freiheit Indiens  [ …] Aber es hat seitdem auch einige Schritte wieder rückwärts gegeben.

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… und manchmal die Beschwerden auch größer. Die Rede ist von der Menstruation, die sich nicht nur im Laufe eines Lebens verändern kann, sondern eben auch saisonal. Das hat Ärztin Preethi Daniel einer Londoner Klinik gegenüber der Cosmopolitan erklärt. Im Netz für euch aufgeschnappt anlässlich unserer monatlichen #rubriktanterosa.

Der Winter kann die Periode deutlich verlängern, das ist nicht nur ein persönlicher Erfahrungswert in ihrer Praxis, sondern auch in einer Studie von 2011 belegt. Im Winter würde eine erhöhte Hormonausschüttung stattfinden, was wiederum die Frequenz der Ovulation steigen lässt und den Zyklus 0,9 Tage kürzer mache als im Sommer. Genauso bewiesen ist die Tatsache, dass Frauen, die in wärmeren Gegenden leben, eine kürzere Blutung haben.

Auch die prämestruellen Probleme können in den kälteren Monaten stärker sein, denn wir verbringen mehr Zeit in den Häusern, bewegen uns weniger und essen mehr als im Sommer. Wer auch im Winter aktiv bleibt, kann das ein wenig ausgleichen, so Dr. Daniel.

 

Die Rubrik #tanterosa, einmal im Monat mit Tipps und Infos

Astrid Schönweger

„Men in focus“ heißt ein neuer Bericht aus Australien, der es sich zum Ziel gemacht hat, Männlichkeits-Vorstellungen zu untersuchen und Männer vermehrt in der Prävention von Gewalt gegen Frauen einzubinden.

Genauer gesagt, wird der Zusammenhang untersucht, warum Männer mit stereotypen Vorstellungen von Männlichkeit eher dazu neigen, Frauen zu missbrauchen oder Gewalt gegen Frauen zu tolerieren.

Es wird aktuell viel darüber gesprochen, wie Macht in Gesellschaften gerechter zwischen den Geschlechtern verteilt werden kann. Wir sprechen über sich wandelnde Geschlechterrollen, über Hindernisse für Frauen wie zum Beispiel sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und über Stereotype, die Männer und Frauen in bestimmte Schubladen stecken und sie deshalb an ihrer Entfaltung hindern. Es geht um die Verteilung von Macht – doch was in diesen Diskussionen oft fehlt und eng mit Macht verknüpft ist, wird vielfach nicht angesprochen: Das Thema Geld – so Sallie Krawcheck.

Er wurde uns erst jetzt zugespielt, ein Artikel von Ende März in stol.it, dem digitalen Athesia-Tageblatt, mit dem Titel „Warum Terence Hill einem Südtiroler seine Karriere verdankt“. Uns erging es in einem ersten Moment wahrscheinlich wie Ihnen. Was hat diese Meldung für eine Relevanz für #ichfrau? Bis wir ihn gelesen haben…

Rein journalistisch ist es ja verständlich. Da kommt von der dpa (=Deutsche Presse Agentur) die Meldung rein, dass Terence Hill, der auch hier im Lande beliebte Western-Schauspieler, Ende März seinen 80. Geburstag feiert. Natürlich möchte man darüber schreiben. Aber wieso soll jetzt dieser Schauspieler eine Notiz wert sein? Er ist halb Italiener, halb Sachse, der weltweit Erfolge gefeiert hat. Dass er manchmal bei uns gedreht hat, ist ein bisschen dürftig.

Jetzt wird die Eselsbrücke geschlagen und hier wird’s heftig! stol.it schreibt, wie seine Laufbahn 1967 mit der Hauptrolle im Italo-Western „Gott vergibt, wir beide nie“ begann. So weit so gut. Diese Rolle habe er aber nur per Zufall erhalten, weil er als Ersatzmann für den Bozner Schauspieler Peter Martell einsprang, der sich kurz vor Drehbeginn seinen Fuß gebrochen hat. Hier von „Karriere verdanken“ zu sprechen, ist schon ein wenig strapazierte journalistische Freiheit, aber so weit immer noch gut, nicht wahr?