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Am Sonntag fünf Uhr morgens ist eine wichtige Frau Südtirols von uns gegangen: Gertrud Gänsbacher Calenzani (78). Sie war eine Löwin, wenn es darum ging, sich  nicht nur für Menschen mit Behinderung, aber auch für Frauen und Eltern von Menschen mit Behinderung einzusetzen. Eine Frau, die Konflikte nicht scheute, um sich für die Recht der Schwächeren einzusetzen, stets höhere Ziele vor Augen hatte und nun ihre Ruhe gefunden hat.

ichfrau möchte es sich nicht nehmen lassen, mit Tochter Claudia Calenzani (46) über diese Frau zu reden, der man für ihre lebenslange ehrenamtliche Arbeit nur Respekt zollen kann. Was die wenigsten wissen, ist dass Gertrud nicht nur eine Tochter mit Sehbehinderung hatte, sondern auch eine zweite – und die war bis zur letzten Stunde an ihrer Seite.

Claudia und Gertrud Calenzani im Garten
Privatarchiv Familie Calenzani

Wie war es, die Tochter einer Getrud Calenzani zu sein?

(Erste Reaktion: Ein Lachen.)
In den jungen Jahren hatte ich sie hoch auf einem Podest. Ich wollte wie sie werden, ihr nacheifern. Sie war das Wichtigste für mich. Mein Ziel war es, ihr ebenbürtig zu sein.

Audre Lorde, il femminismo nero raccontato in un libro di poesie.

Presentazione del libroD’amore e di lotta. Poesie scelte.” di Audre Lorde presso la Biblioteca delle Donne, venerdì 1 febbraio 2019, ore 18.00.

Intervista a Donatella Trevisan, traduttrice e moderatrice della serata.

Donatella, chi è Audre Lorde? E perchè in America rientra a pieno titolo tra le autrici contemporanee che meritano di essere lette?

Questa donna incredibile incarna la diversità, la sua biografia e il suo vissuto descrivono un universo molteplice, fatto di sfaccettature e di segmenti identitari, nei quali ognuno di noi può rispecchiarsi. Audre ha vissuto una vita da outsider sfidando la complessità del suo tempo monopolizzata dal potere di un mondo bianco e maschile: femminista, nera, lesbica e sposata con un gay, Audre sviluppa da giovanissima una sensibilità per la scrittura. Si dedica alla produzione di saggi, poesie, riflessioni politiche, viaggia in tutto il mondo; in Germania tiene alcune lezioni che daranno impulso al movimento afro-tedesco. Spenderà le sue ultime energie prima della terribile malattia per dare voce alle minoranze e lottare contro la deumanizzazione del sistema.

Frau & Vorbilder 0

Am vorigen Mittwoch haben Irene Hager und Thea Unteregger zum Jahreskreisfest der Wintersonnenwende – „Geburt des Lichts“ – im Schloss Auer eingeladen. Jahreskreisfeste werden in den letzten Jahren immer mehr wieder gefeiert und wir haben die beiden gefragt, was dahinter steckt. Und wieso sie diese Feste begehen.


Thea, du beschäftigst dich jetzt schon seit Jahren mit den Göttinnen. Es ist mehr als nur ein künstlerisches Projekt. Wie kamst du dazu und was bedeuten sie in der heutigen Zeit laut dir?

Mich interessiert, welche Vorstellungen von Weiblichkeit es in meiner Umgebung gibt und gab.

Ich will wissen, was unter den katholischen Heiligen liegt und außerhalb der Frauenbilder, die mir in der modernen Welt täglich begegnen.

Bei meinen Recherchen habe ich eine große Vielfalt von Frauengestalten entdeckt, die ganz unterschiedliche Qualitäten haben: Manche sind sanft, andere wild, manche sind kantig und schroff, andere anschmiegsam.

Es macht mir Spaß als Frau die Wahl zu haben, an welchen Archetypen ich mich orientieren möchte, welche Geschichten mir gut tun.

Ich recherchiere, welche archäologischen Funde und Sagen es im Alpenraum gibt und frage mich: „Was hat diese weibliche Figur mit uns heute zu tun, was hat sie uns zu sagen?“ Dann folge ich meiner Intuition, die die Vergangenheit mit der Gegenwart zusammenführt.

Irene, schon als Museumsvermittlerin hast du dich bemüht, altes Brauchtum nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Und es lässt sich als Kräuterexpertin gut verbinden, nicht wahr? Kannst du uns dazu was erzählen?

Ich glaube, dass sich Menschen immer schon an natürliche Rhythmen gehalten haben. Die Jahreszeiten bestimmen das Leben.

Ein großer Teil unseres Brauchtums geht darauf zurück, dass die Menschen die Jahreszeiten gefeiert haben, indem sie sich bei Gottheiten bedankt  oder Bitten an sie gesandt haben.

Kräuter haben dabei auch eine Rolle gespielt. Denn Pflanzen sind die Wohnstätten von Göttinnen und Göttern, durch die Kräuter wirken göttliche Kräfte.

Wieso Jahreskreisfeste? Wieso organisiert ihr zwei die zusammen?

Alle Feste in unserer religiösen Tradition gehen auf den Jahreskreis zurück, auf das Wachsen, Ernten und Welken von Pflanze, auf die Geburt und den Tod von Tieren, die wir zum Überleben brauchen.

Die alten Religionen gelten heute nicht mehr, aber die Feier der Jahrszeiten, das gemeinsamen Huldigen der Kräfte der Natur ist geblieben.

Wir organisieren die Jahreskreisfeste gemeinsam, weil Thea mit ihrer tiefen Recherche der alpinen Göttinnen die Verbindung zur Urkraft unserer Landschaft wieder aufgenommen hat und Irene mit den Kräutern die Verbundenheit mit der Natur aufnimmt und vermittelt.

Was können wir uns dabei erwarten? Wer ist eingeladen?

Bei jedem Jahreszeitenfest geht es um eine bestimmte Qualität, die wir auch in den zugehörigen Göttinnenfiguren ausgedrückt sehen.

Irene und ich stellen ganz grundsätzliche Überlegungen zur Zeitqualität vor und kombinieren sie mit praktischen Tätigkeiten und Tipps.

Wir rühren Salben und Räuchern, wir wünschen und reflektieren.

Wir Menschen sind sinnliche Wesen und wir möchten, dass unsere TeilnehmerInnen die besonderen Eigenschaften der Zeit wahrnehmen, in der wir uns gerade befinden, sie spüren und hören und schmecken, wie die Wurzelsuppe, die wir beim Herbstfest über dem offenen Feuer gekocht haben.

Eingeladen sind dazu alle Interessierten, die Lust auf ein paar besinnliche und gemütliche Stunden im Freien haben.

donna & politica 0

Vom 1. bis zum 8. Oktober 2018 konnte in Österreich das Frauen*Volksbegehren 2.0 unterschrieben werden. Nachdem nun über zwei Monate vergangen sind, haben wir uns als Nach*barinnen die Frage gestellt, wie die Initiative verlaufen ist. Frau Mag.a Elisabeth Grabner-Niel, die Koordinatorin der Initiative in Innsbruck, hat uns so einige Fragen rund um das Frauen*Volksbegehren beantwortet.

Mag.a Elisabeth Grabner-Niel
Seit wann gibt es die Initiative des Frauenvolksbegehrens in Österreich? Seit wann eine Gruppe in Tirol?

Die Vorgeschichte reicht weiter zurück: 1997 wurde das erste Frauenvolksbegehren in Österreich durchgeführt. Damals wurden 11 Forderungen aufgestellt, die von 644.665 Menschen unterschrieben wurden.

Etwa 20 Jahre später, im November 2016, wurde eine neue Initiative gestartet: Das Frauen*Volksbegehren 2.0. In Tirol war der 10.1.2018 der Start mit einer öffentlichen Info-Veranstaltung im Innsbrucker Treibhaus.

Was waren die Anliegen und Ziele des Frauenvolksbegehrens?

Hier müssen wir in der Gegenwart sprechen: Was sind die Anliegen und Ziele. Denn mit den gesammelten Unterschriften ist jetzt nur die erste Phase abgeschlossen. Es geht nun weiter: Nun müssen im österreichischen Nationalrat die neun Forderungen behandelt werden. Dabei geht es um:

Aus einem Folder: Die Forderungen auf einen Blick

Dabei ist nicht nur die Zahl der Unterschriften wichtig, sondern insbesondere, diese frauenpolitischen Themen wieder in die öffentlichen Debatte einzubringen.

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Pünktlich zum Neumond sind wir wieder da mit unserer Rubrik Tante Rosa. Dieses Mal haben wir die freiberufliche Hebamme Astrid Di Bella interviewt, die eine App für Schwangere entwickelt hat. Sie hat uns erzählt, wie sie auf die Idee gekommen ist und was wir uns darunter vorstellen können.

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Wie viele große Alpinistinnen der Geschichte sind euch bekannt?
Den meisten von uns fällt es wahrscheinlich schwer, auch nur einen, zwei oder drei Namen zu nennen. Alpinismus gilt als Sport, der im Laufe seiner Entwicklung in besonderem Maße eine Verknüpfung mit männlichen Werten und Vorstellungen von (heldenhafter) Männlichkeit erfuhr. Bergsteigerinnen und ihre Leistungen wurden dementsprechend an den Rand gedrängt oder ignoriert.
Das Frauenmuseum Hittisau widmet sich jetzt mit der Tagung „Women & Mountaineering“ der Sichtbarkeit von Frauen in der Alpingeschichte. Schon 2015 zeigte das Museum die Ausstellung „Ich am Gipfel. Eine Frauenalpingeschichte“, die 2017 für ein Jahr lang auch im Frauenmuseum in Meran zu sehen war.

Wir haben der Direktorin des Frauenmuseum Hittisau, Stefania Pitscheider Soraperra, einige Fragen zu dieser spannenden Tagung stellen dürfen:

Wie ist die Idee zu dieser Tagung entstanden?

Im Rahmen der umfangreichen Recherchearbeiten rund um die Ausstellung „Ich, am Gipfel. Eine Frauenalpingeschichte“ haben wir Annette Hofmann, Professorin an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und Präsidentin der Internationalen Gesellschaft für Sportgeschichte ISPHES, und Martina Gugglberger, Professorin an der Uni Linz, kennengelernt. Beide sind namhafte Sporthistorikerinnen mit einem ausgeprägten Genderschwerpunkt. Der Wunsch, ein Projekt mit dem Frauenmuseum Hittisau zu starten war sofort da, nun wurde es durch die finanzielle Unterstützung des „International journal of the HIstory of Sport“ möglich.

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… und das gleich musikalisch noch dazu. Die einen schnaufen auf – nur noch heute das letzte Halbfinale-Spiel und dann noch das Wochenende die kommenden Spiele um den 3. Platz und dem Finale – , die anderen fiebern mit. Selma Mahlknecht hat sich mit ihrem Lebensgefährten Kurt Gritsch zu diesem Spannungsfeld was Originelles einfallen lassen.

Wer wissen möchte, was herauskommt, wenn sich Fußball, Literatur, Musik und Humor treffen…
Wer findet, dass Fußball viel zu viel Platz einnimmt…
Wer findet, dass Fußball gar nie genug Platz einnehmen kann…
findet in diesem Vidoclip von Selma Mahlknecht die Antwort:

(Wer Schwierigkeiten hat, alles zu verstehen, kann auf dieses Symbol, das ganz links auf dem Video zu finden ist, drücken, um die Untertitel mitzulesen)

 

ichfrau hat die beiden gefragt, was hinter diesem Video steckt.

Wie bist du/seid ihr auf diesen Song gekommen, Selma?

Kurt und ich haben uns über die WM unterhalten und darüber, dass ein Entscheidungsspiel ansteht, bei dem eine Mannschaft aus der WM ausscheiden wird.

Ich dachte an die weinenden Männer auf dem Rasen und auf den Rängen und daran, dass diese Anlässe einige der wenigen Momente sind, wo Männer öffentlich verletzlich, traurig und „weinerlich“ sein dürfen, ohne deswegen in ihrer Männlichkeit verächtlich gemacht zu werden.