Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

Buchrezension „Smash The Patriarchy – der Widerstand als Graphic novel“

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Unsere Praktikantin Neela, hat für euch das Buch „Smash The Patriarchy – der Widerstand als Graphic novel“ gelesen und eine Buchrezension geschrieben.

„Smash The Patriarchy“ ist ein Comic Buch, geschrieben von Marta Breen und illustriert von Jenny Jordahl. Dieses Buch erzählt wie in den Jahrhunderten die Frauen diskriminiert wurden und dagegen gekämpft haben. Das Thema wird in einer lustigen, aber informativen Weise behandelt. Von Aristoteles bis zur Französischen Revolution und darüber hinaus, werden stereotypische Gedanken über Frauen sarkastisch dargestellt. Lebensgeschichten von ignorierten Frauen wie Mary Wollstonecraft werden erzählt und es wird auch gezeigt, wie wichtig diese Frauen für unsere Geschichte sind.

Der Comic ist laut mir ein sehr lehrreiches und interessantes Buch. Wichtige Themen werden aufgegriffen, aber immer mit Humor und Leichtigkeit. Die Illustrationen sind nett und lockern das Thema auf. Ich finde es ist wichtig, über die Geschichte und Schwierigkeiten der Frauen, damals aber auch heute, zu sprechen. Zusätzlich finde ich es richtig, die sexistischen Ideen berühmter Männer, seien es Autoren, Künstler oder Philosophen, bekannt zu machen. Wenn man über diese Männer spricht, werden nur ihre Erfolge erwähnt und man vergisst oft zu sagen, dass sie Frauen als minderwertig hielten.

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;-). Mit einem guten, manchmal aus der Seele sprechenden, manchmal witzigen Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Diese Woche mit Olave Baden-Powell

Olave St. Clair Baden-Powell, geboren am 22. Februar 1889 in Chesterfield, war eine Frau, die ihre Zeit weit hinter sich ließ. Als jüngstes Kind einer wohlhabenden, reiselustigen Familie wuchs sie in einer Umgebung auf, die ihr ungewöhnlich viel Freiheit bot. Sie liebte Sport, Musik und das Leben in der Natur – Interessen, die später zu einem Markenzeichen ihrer Arbeit wurden. 1912 begegnete sie auf einer Schiffsreise Robert Baden-Powell, dem Gründer der Pfadfinderbewegung. Trotz eines Altersunterschieds von über dreißig Jahren verband die beiden sofort eine tiefe geistige Nähe. Noch im selben Jahr heirateten sie und wurden zu einem der einflussreichsten Paare der internationalen Jugendbewegung.

Olave fand schnell ihre eigene Rolle. Sie war nicht nur die Ehefrau des Gründers, sondern entwickelte sich zur treibenden Kraft der Pfadfinderinnenbewegung. 1916 wurde sie zur Chief Guide of England ernannt, und 1930 erhielt sie den Titel World Chief Guide – eine Position, die sie mit unerschütterlicher Energie ausfüllte. Sie reiste um die Welt, besuchte Gruppen in allen Kontinenten und setzte sich dafür ein, dass Mädchen Selbstvertrauen, Verantwortungsbewusstsein und praktische Fähigkeiten entwickeln konnten.
Ihr Leitsatz lautete: The most worthwhile thing is to try to put happiness into the lives of others. Dieser Gedanke prägte ihr gesamtes Wirken.

Mansoureh Shojaee Women’s rights activist, writer & researcher

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Mansoureh Shojaee  ist mit dem Frauenmuseum in Meran eng verbunden.

Sie war auch bei der internationalen Konferenz der Frauenmuseen im August 2025 in Meran und hat über die Situation der Frauenmuseen erzählt.

Sie schreib unlängst:

In einer Zeit der Trauer, Wut und Verzweiflung, angesichts brutaler staatlicher Repressionen, suchen wir weiterhin – dennoch – nach schwachen Hoffnungsschimmern auf dem Weg der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“.
Als Hommage an die Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ und die landesweiten Proteste der iranischen Bevölkerung –
für das Recht auf Selbstbestimmung,
für das Recht auf den eigenen Körper,
für das Recht auf soziale Sicherheit,
für das Recht auf Staatsbürgerschaft,
für das Recht auf freie Meinungsäußerung –

Derzeit findet im Amsterdamer Widerstandsmuseum eine Ausstellung mit Kunstwerken, Dokumentationen und Filmen zur Geschichte des Widerstands innerhalb der iranischen Frauenbewegung statt.

Die Inhalte wurden in Zusammenarbeit mit einer Beratergruppe vorbereitet, der auch Mitglieder des Museums der iranischen Frauenbewegung angehören.
Zeitraum: 13. Februar bis 13. August 2026

Unter diesem link eine Zusammenfassung der IAWM- internationalen Konferenz der Frauenmuseen in Südtirol.

https://www.irwmm.org/en/conference-of-the-international-association-of-womens-museums-held-in-merano-south-tyrol/

 

300 Frauenarbeit im Big Apple

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New York City mit Überschwemmungen – eine neue Erfahrung. Es gießt in Strömen.

Am Columbus Circle peitscht uns der Wind den Regen ins Gesicht. Die letzten, noch nicht freiwillig eingeklappten Schirme werden Opfer heftiger Windböen. Tapfer kämpfen wir uns entlang des Central Parks hoch bis zur 77th Straße. Bei Ankunft in der Lobby der New York Historical Society, schwimmen wir in unseren Schuhen. Wie dumm von uns, nicht die Subway zu nehmen.

Center for the Study of Women’s History of the New York Historical Society

170 Central Park West at Richard Gilder Way (77th Street)

NY 10024

Überdimensionale Frauenfiguren, die die Säulen der großzügigen Lobby schmücken, lassen mich meine nasskalten Füße rasch vergessen. Kurz darauf heißt uns Anna Danziger Halperin, die stellvertretende Direktorin des Center for the Study of Women’s History, herzlich willkommen und führt uns in den 4. Stock, in dem das Frauenmuseum untergebracht ist. Es bildet nur eine kleine Abteilung in diesem großen Museum zur Amerikanischen Geschichte.

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;-). Mit einem guten, manchmal aus der Seele sprechenden, manchmal witzigen Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Diese Woche mit Susan B. Anthony

Susan B. Anthony wurde am 15. Februar 1820 in Adams, Massachusetts, in eine Quäkerfamilie hineingeboren, die Gleichheit und soziale Verantwortung als zentrale Werte lebte. Diese Überzeugungen prägten sie früh. Bereits als junge Frau engagierte sie sich gegen die Sklaverei und sammelte Petitionen, um auf die Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen, die versklavte Menschen erlitten.

In den 1850er‑Jahren begann Anthony, als Agentin der American Anti‑Slavery Society durch die Vereinigten Staaten zu reisen. Auf diesen Vortragsreisen entwickelte sie eine beeindruckende rhetorische Stärke und ein tiefes Verständnis für politische Mobilisierung. 1851 lernte sie Elizabeth Cady Stanton kennen – eine Begegnung, die zu einer der bedeutendsten Partnerschaften der amerikanischen Reformbewegungen wurde. Gemeinsam kämpften sie für Frauenrechte, soziale Reformen und vor allem für das Frauenwahlrecht.

Anthony war überzeugt, dass Frauen nur dann echte Gleichberechtigung erreichen könnten, wenn sie politische Macht erhielten. Jahrzehntelang reiste sie unermüdlich durchs Land, hielt Reden, organisierte Kampagnen und sprach vor dem Kongress. Ihre Entschlossenheit machte sie zu einer der bekanntesten Stimmen der Frauenrechtsbewegung. Obwohl sie die Verabschiedung des 19. Verfassungszusatzes – der Frauen 1920 das Wahlrecht garantierte – nicht mehr erlebte, gilt sie als eine seiner wichtigsten Wegbereiterinnen.

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Diese Woche mit Aletta Henriëtte Jacobs

Aletta Henriëtte Jacobs wurde am 9. Februar 1854 im niederländischen Sappemeer geboren. Als Tochter eines Landarztes wuchs sie in einer Familie auf, in der Bildung und medizinisches Wissen eine große Rolle spielten. Schon früh entwickelte sie den Wunsch, selbst Ärztin zu werden – ein Ziel, das für Frauen ihrer Zeit nahezu unerreichbar schien. Doch Jacobs war entschlossen. Mit Unterstützung ihres Vaters und dank einer Sondergenehmigung durfte sie 1871 als erste Frau in den Niederlanden ein Universitätsstudium aufnehmen.

Sie studierte Medizin in Groningen und promovierte 1879. Damit wurde sie die erste approbierte Ärztin des Landes. Kurz darauf eröffnete sie in Amsterdam eine eigene Praxis, in der sie vor allem arme Frauen behandelte. Jacobs erkannte schnell, wie sehr Frauen unter mangelnder medizinischer Aufklärung litten. Sie setzte sich für bessere Gesundheitsversorgung ein, bot kostenlose Sprechstunden an und informierte über Verhütung – ein damals äußerst kontroverses Thema.

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Diese Woche mit Elizabeth Blackwell

Elizabeth Blackwell wurde am 3. Februar 1821 in Bristol, England, geboren und wuchs in einer großen, fortschrittlich denkenden Familie auf. Als sie 1832 mit ihren Eltern und Geschwistern in die USA auswanderte, ahnte niemand, dass sie einmal Medizingeschichte schreiben würde. Ursprünglich hatte sie keinerlei Interesse an der Medizin – sie empfand den Gedanken daran sogar als unangenehm. Erst der Wunsch einer sterbenden Freundin, die sich eine Ärztin gewünscht hätte, brachte Blackwell dazu, diesen ungewöhnlichen Weg einzuschlagen.

Der Entschluss war gefasst, doch der Weg dorthin war steinig. Mehr als zwei Dutzend medizinische Fakultäten lehnten ihre Bewerbung ab, oft mit der Begründung, Frauen seien für diesen Beruf ungeeignet. Als das Geneva Medical College in New York sie schließlich aufnahm, geschah dies vermutlich, weil die männlichen Studenten aus Spaß dafür stimmten – niemand rechnete damit, dass sie tatsächlich kommen würde. Doch Blackwell ließ sich nicht einschüchtern. Trotz Spott, Isolation und offener Ablehnung arbeitete sie hart und schloss 1849 als erste Frau in den USA mit einem medizinischen Doktortitel ab – und das als Klassenbeste.

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Diese Woche mit Sawako Ariyoshi

Sawako Ariyoshi (1931–1984) war eine der bedeutendsten japanischen Schriftstellerinnen der Nachkriegszeit. Ihre Werke beleuchten das Leben von Frauen, familiäre Rollen, gesellschaftlichen Wandel und die Herausforderungen des Alterns. Sie wurde oft als „die Schriftstellerin, die den stummen Frauen eine Stimme gab“ beschrieben.

Sawako Ariyoshi wurde 1931 in der japanischen Präfektur Wakayama geboren und wuchs in einer Familie auf, die ihr ungewöhnlich viel Freiheit und Bildung ermöglichte. Ein Teil ihrer Kindheit führte sie nach Indonesien, wo ihr Vater arbeitete – eine frühe Auslandserfahrung, die ihren Blick auf kulturelle Unterschiede und gesellschaftliche Strukturen prägte. Nach ihrer Rückkehr nach Japan studierte sie an der Tokyo Woman’s Christian University Literatur und Theater und begann schon während dieser Zeit, erste Texte zu veröffentlichen. Später verbrachte sie ein Studienjahr am Sarah Lawrence College in den USA, was ihren internationalen Horizont weiter erweiterte und ihr ein tiefes Verständnis für soziale Fragen vermittelte.

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Diese Woche mit Harriet Straub

Harriet Straub, geboren als Maria Hedwig Luitgardis Straub, war eine deutsche Ärztin und Schriftstellerin, die unter ihrem Pseudonym bedeutende literarische Werke über Frauenemanzipation und ihre Erfahrungen in der Sahara veröffentlichte.

Maria Hedwig Luitgardis Straub wurde am 20. Januar 1872 in Emmendingen geboren und wuchs in einem sehr restriktiven religiösen Umfeld auf. Nach dem Tod ihrer Mutter verließ sie die Heimat und besuchte in Berlin die Gymnasialkurse für Frauen bei Helene Lange, wodurch sie mit der bürgerlichen Frauenbewegung in Kontakt kam. Straub studierte Medizin und Philosophie in Berlin und Paris und legte das medizinische Staatsexamen ab, womit sie zu den ersten promovierten Ärztinnen ihrer Zeit gehörte.

Ärztliche Laufbahn    

Ab 1898 arbeitete Harriet Straub im Auftrag der französischen Regierung als Ärztin in Algerien und in der Sahara. Dort setzte sie sich insbesondere für die Gesundheitsversorgung der Beduininnen ein und bereiste Städte wie Tunis, Algier, Timbuktu und Tamanrasset. Ihre Erlebnisse in Afrika verarbeitete sie in zahlreichen literarischen Werken, die Einblicke in das Leben der Frauen in der Wüste geben.

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Diese Woche mit Esther Vilar

Esther Vilar (geboren am 16. September 1935 in Buenos Aires als Esther Margareta Katzen) ist eine argentinisch-deutsche Schriftstellerin, Ärztin und Gesellschaftskritikerin. Sie wuchs als Tochter deutsch-jüdischer Eltern in Argentinien auf und studierte dort Medizin. Anfang der 1960er-Jahre ging sie nach Deutschland, wo sie sich zusätzlich mit Psychologie und Soziologie beschäftigte und in unterschiedlichsten Berufen arbeitete, unter anderem als Ärztin, Übersetzerin und Sekretärin.

Internationale Bekanntheit erlangte Esther Vilar 1971 mit ihrem Buch „Der dressierte Mann“, das eine heftige gesellschaftliche Debatte auslöste. Darin vertritt sie die provokante These, dass Frauen in modernen westlichen Gesellschaften nicht die unterdrückte Gruppe seien, sondern vielmehr Männer durch soziale Erwartungen, emotionale Abhängigkeiten und institutionelle Strukturen für ihre Zwecke einspannten. Vilar stellte damit die damalige Frauenbewegung frontal infrage, was ihr massive Kritik, Anfeindungen und sogar Drohungen einbrachte. Trotz – oder gerade wegen – dieser Kontroversen wurde das Buch ein internationaler Bestseller und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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Diese Woche mit Alfonsina Storni

Alfonsina Storni wurde am 29. Mai 1892 in Sala Capriasca im Tessin, Schweiz, geboren und kam als Kind mit ihrer Familie nach Argentinien. Nach dem frühen Tod ihres Vaters musste sie schon in jungen Jahren arbeiten, unter anderem als Näherin und Lehrerin, um die Familie zu unterstützen. Trotz dieser schwierigen Umstände entwickelte sie eine Leidenschaft für Literatur und begann früh zu schreiben. 1916 veröffentlichte sie ihren ersten Gedichtband La inquietud del rosal, der ihr Anerkennung in den literarischen Kreisen von Buenos Aires brachte. In den folgenden Jahren erschienen weitere Werke, darunter Mundo de siete pozos (1934) und Mascarilla y trébol (1938), die sie als eine der bedeutendsten Stimmen der argentinischen Moderne etablierten.

Storni war alleinerziehende Mutter eines Sohnes und lebte ein Leben, das von finanziellen Sorgen und gesellschaftlichen Erwartungen geprägt war. Ihre Gedichte spiegeln diese Spannungen wider: Sie schrieb über Liebe, Einsamkeit, weibliche Identität und die Unterdrückung durch patriarchale Strukturen. Damit wurde sie zu einer Pionierin des Feminismus in der lateinamerikanischen Literatur. Neben ihrer Lyrik verfasste sie auch Theaterstücke und journalistische Texte, in denen sie mutig gesellschaftliche Missstände ansprach.

Eine der bedeutendsten Frauen der Reformationszeit

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Katharina von Bora (1499–1552) war die Ehefrau Martin Luthers und eine der bedeutendsten Frauen der Reformationszeit. Ihr Leben führte sie vom Kloster zur Rolle einer selbstbewussten Hausherrin und Unternehmerin in Wittenberg.

Katharina von Bora wurde vermutlich am 29. Januar 1499 in Lippendorf bei Leipzig oder auf Gut Hirschfeld geboren. Sie stammte aus dem sächsischen Landadel, doch ihre Familie war verarmt. Ihre Mutter starb früh, und Katharina kam bereits im Kindesalter in klösterliche Erziehung: zunächst in das Benediktinerinnenkloster Brehna, später in das Zisterzienserinnenkloster Marienthron in Nimbschen bei Grimma, wo sie 1515 ihr Gelübde als Nonne ablegte.

Die reformatorischen Schriften Martin Luthers fanden auch im Kloster Verbreitung. Katharina und mehrere Mitschwestern beschlossen, das Klosterleben zu verlassen. Mit Hilfe von Freunden Luthers flohen sie im Jahr 1523 aus Nimbschen und gelangten nach Wittenberg. Dort fand Katharina zunächst Unterkunft im Haus des Malers Lucas Cranach d.Ä., mit dessen Familie sie lebenslang eng verbunden blieb.

Katharina heiratete am 13. Juni 1525 den Reformator **Martin Luther**. Die Ehe war für beide ungewöhnlich: Luther hatte ursprünglich nicht heiraten wollen, und Katharina galt als selbstbewusst und zielstrebig. Doch entwickelte sich eine enge Partnerschaft. Luther nannte sie liebevoll „Herr Käthe“ oder „mein Herzliebste“.

Kunst in der Nussschale

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EDMONTON – eine Stadt, an die ich mich gewöhnen muss. Die Hauptstadt der kanadischen Provinz Alberta und fünftgrößte Stadt Kanadas schüchtert mich, als Fußgeherin ohne fahrbaren Untersatz, ein.

Mit seinen breiten Avenues und den Entfernungen von einem Straßenblock zum anderen, wurde diese Stadt für automobile Menschen gebaut, ohne Zweifel konzipiert für das Fortkommen auf vier Rädern. Trotz der ca. 1 Million Einwohnerinnen* fühle ich mich beinahe einsam, wenn ich durch die Straßen spaziere. Wenige Exemplare meiner Sorte begegnen mir auf den Gehsteigen, unter ihnen nicht wenige Junkies und Menschen, mit denen es das Leben nicht so gut meint. In den halbleeren Bussen und Stadtbahnen findet die Benutzerin* immer genug Platz.
Nach einem zehnminütigen Fußmarsch zur Stadtbahnstation in Downtown Edmonton, fahre ich einige Stationen mit der „Valley Line“. Weiter geht es zu Fuß, schwache 2 km durch beschauliche Vorstadtidylle: Einfamilienhäuser, mit Bäumen und parkenden Autos gesäumte Straßenzüge; ein Vater mit seinem Zweijährigen, der auf dem Gehsteig seine ersten Gleichgewichtsversuche auf seinem Minifahrrad wagt; eine Frau führt ihren Hund spazieren; schräg gegenüber wird ein Kofferraum fürs Picknick gepackt; plötzlicher Rasenmäher lärm, der die paradiesische Behaglichkeit zerreißt; hin und wieder, überraschenderweise, weil ungewohnt in diesem Land – eingezäuntes Glück.

Citazione del lunedi

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Tutti gli inizi (di settimana) sono difficili ;-). Vogliamo renderveli un po’ più spensierati, con qualche buona citazione o battuta di spirito a volte profonde e a volte meno. Iodonna vi augura un buon inizio della settimana.

Questa settimana con Whoopi Goldberg

Whoopi Goldberg, nata Caryn Elaine Johnson il 13 novembre 1955 a New York, è un’attrice, comica, conduttrice televisiva e scrittrice statunitense, una delle poche persone al mondo ad aver conseguito l’EGOT (Emmy, Grammy, Oscar e Tony Award).

Goldberg nasce nel quartiere di Chelsea, Manhattan. Il padre abbandona la famiglia quando lei ha sette anni, e la madre Marta cresce lei e il fratello lavorando come insegnante e infermiera. Da bambina le viene diagnosticata la dislessia, che la porta ad abbandonare gli studi a 17 anni.

Debutta a Broadway negli anni ’80 e viene notata da Steven Spielberg, che la scrittura per *Il colore viola* (1985), film che le vale la candidatura all’Oscar come miglior attrice protagonista. Vince l’Oscar come miglior attrice non protagonista per *Ghost – Fantasma* (1990). Raggiunge fama mondiale con la commedia musicale *Sister Act* (1992) e il sequel del 1993.
È stata anche doppiatrice in film d’animazione come *Il re leone* (1994).

Sheila E. „Queen of Percussion“

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Sheila E. (bürgerlich Sheila Cecilia Escovedo, geboren am 12. Dezember 1957 in Oakland, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Perkussionistin, Schlagzeugerin, Sängerin und Schauspielerin, die als „Queen of Percussion“ gilt und durch ihre Zusammenarbeit mit Prince in den 1980er Jahren weltberühmt wurde.

Kindheit und musikalische Wurzeln

Sheila E. wuchs in einer hochmusikalischen Familie auf. Ihr Vater Pete Escovedo war ein renommierter mexikanisch stämmiger Perkussionist, ihre Mutter Juanita Gardere afroamerikanischer Herkunft. Schon im Alter von drei Jahren begann Sheila, Schlagzeug zu spielen, und mit fünf trat sie erstmals öffentlich auf. Sie hat drei jüngere Geschwister, darunter den Musiker Juan Escovedo. Zudem ist sie die Patentochter des Latin-Jazz-Stars Tito Puente.

Frühe Karriere
Ihre ersten professionellen Schritte machte Sheila Mitte der 1970er Jahre. Sie spielte mit der **George Duke Band** und wirkte als Session-Musikerin bei Größen wie **Herbie Hancock, Billy Cobham, Marvin Gaye, Diana Ross und Lionel Richie** mit. 1976 hatte sie ihr Schallplattendebüt auf einem Album von Alphonso Johnson. Besonders prägend war ihre Teilnahme an Marvin Gayes letzter Welttournee, die ihr internationale Aufmerksamkeit verschaffte.

Talentiert, Leidenschaftlich, tragisch

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Camille Claudel (1864–1943) war eine bedeutende französische Bildhauerin, deren Leben von großem künstlerischem Talent, aber auch von tragischen Umständen geprägt war.

Camille Claudel wurde am 8. Dezember 1864 in Fère-en-Tardenois in der Champagne geboren. Schon früh zeigte sie eine außergewöhnliche Begabung für die Bildhauerei. Ihre Familie unterstützte sie, und so zog sie 1881 nach Paris, wo sie an der Académie Colarossi studierte – eine der wenigen Kunstschulen, die Frauen aufnahm. Dort lernte sie den berühmten Bildhauer Auguste Rodin kennen, der ihr Lehrer, Mentor und später Geliebter wurde.

Gedenktafel an Camille, Paris
Gedenktafel an Camille, Paris

Die Beziehung zu Rodin war leidenschaftlich, aber auch konfliktreich. Claudel arbeitete eng mit ihm zusammen und beeinflusste seine Werke, doch blieb sie oft im Schatten des Meisters. Ihre eigenen Skulpturen – aus Marmor, Bronze und Ton – zeichnen sich durch eine besondere Sensibilität und Ausdruckskraft aus. Werke wie *La Valse* oder *L’Âge mûr* zeigen ihre Fähigkeit, Emotionen und Bewegung in Stein zu bannen.

Trotz ihres Talents hatte Claudel mit den gesellschaftlichen Vorurteilen ihrer Zeit zu kämpfen: Frauen wurden in der Bildhauerei als „körperlich zu schwach“ angesehen, um mit schweren Materialien wie Marmor zu arbeiten. Hinzu kam die schwierige Beziehung zu Rodin, die sie zunehmend belastete. Nach der Trennung verschlechterte sich ihr psychischer Zustand. 1913 wurde sie – gegen ihren Willen – in die **psychiatrische Anstalt Montdevergues** eingewiesen, wo sie die letzten 30 Jahre ihres Lebens verbrachte.

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