Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;). Mit einem guten Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Vor Kurzem jährte sich der Geburtstag von Rosa Parks zum 110. Mal. Die US-amerikanische Bürgerrechtlerin (1913-2005) wurde durch folgende Geschichte bekannt: Die alte schwarze Frau fuhr müde von ihrer Arbeit als Schneiderin nach Hause, hatte keine Lust im Bus ihren Sitzplatz für einen Weißen frei zu machen und löste mit dieser Aktion die schwarze Bürgerrechtsbewegung aus. Doch in Wirklichkeit war Rosa Parks an jenem denkwürdigen 1. Dezember 1955 weder müde noch alt, sie war es nur leid immer nachzugeben.

Schon seit Jahren war sie damals in der Widerstandsbewegung gegen Rassendiskriminierung aktiv. Durch ihre Weigerung, ihren Sitzplatz im Bus aufzugeben, löste sie den Montgomery Bus Boykott mit aus. Dieser Boykott führte nach mehr als einem Jahr zu einem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA, das die Rassendiskriminierung im öffentlichen Verkehr aufhob. Rosa Parks blieb ihr Leben lang dem Kampf gegen Diskriminierung treu.

Hier geht’s zu unserer Zitat-Sammlung.

Judith Mittelberger

One Billion Rising a Merano

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One Billion Rising, la campagna globale nata per chiedere a gran voce la fine alla violenza contro le donne e le ragazze compie 10 anni. Il progetto che ha ormai raggiunto una portata oltre all’immaginario, mira a riunire milioni di persone in tutto il mondo per danzare e manifestare in solidarietà con le vittime della violenza di genere. L’obiettivo è quello di creare consapevolezza, sensibilizzare e mobilitare la comunità globale per chiedere cambiamenti a livello legislativo, culturale e sociale per porre fine alla violenza di genere.

Anche quest’anno la citt di Merano non può mancare.

Partecipa anche tu! Ti aspettiamo

Ci troviamo il 14.02.2022 alle 17.00, in via Cassa di Risparmio a Merano.

Saremo in tantissime/i!

E non dimenticare: Indossa qualcosa di rosso!

Quest’anno per essere ancora più incisive ci troviamo a fare le prove della coreografia del flashmob.

Questi sono gli appuntamenti

Per tutte e tutti: 9.2.2023 ore 18, HUB 37 (via Otto Huber 37)

Per le scuole: 2.2.2023 ore 17, FOS (piazza Mazzini 1) o 10.2.2023 ore 12.35

Aula Magna del Gandhi, (via Wolf 38)

„Begegnungen sind eines der größten Geschenke des Lebens“

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Frau des Monats Februar: Sonja Steger

Ihre Neugier, ihre Liebe zur Literatur und ihre Freude an tiefgründigen Begegnungen treiben sie an. Die aktive Kulturarbeiterin Sonja Steger betreut nicht nur die Literatursalons im ost west club est ovest in Meran, sondern hat auch die Kunst- und Kulturzeitschrift vissidarte mit herausgegeben und das Literaturfestival Sprachspiele mitbegründet. Im Interview erzählt sie von ihrem Werdegang, von ihren vielen Aktivitäten und hat uns mit einem Gedicht überrascht.

Wie würdest du dich beschreiben?

Vorausgeschickt, dass Selbst- und Fremdwahrnehmung zuweilen stark auseinanderklaffen und dass geeignetere Formen diese Frage zu beantworten, ein Gedicht-Zyklus oder ein Roman wären, versuche ich es trotzdem… Ich bin Kulturarbeiterin und Autorin, neugierig – im Sinne von interessiert – an der Welt und den Mitmenschen, begeisterungsfähig und ausdauernd, chaotisch und manchmal verzagt. Ich mag den sanften, diplomatischen Weg, denn ich bin eher konfliktscheu. Respektvoller Umgang miteinander ist mir extrem wichtig.

Sonja Steger. Foto: Toni Pixner
Wie bist du zu deiner Liebe zur Literatur gekommen?

Lesend. Für mich bedeutet das Abtauchen in literarische Werke: Weltflucht und Weltaneignung zur gleichen Zeit. Als Kind und Jugendliche war ich eine Einzelgängerin und fühlte mich oft einsam. Ein langweiliges Leben lässt sich hervorragend mit Geschichten bewohnbar machen, gelesene oder vom Fernseher aufgetischte. Erste komplexere und längere Texte las ich in der Mittelschule, ich gebe es zu: meine Einstiegsdroge in die Literatur war Steven King.

Citazione del lunedì

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Tutti gli inizi (di settimana) sono difficili ;-). Vogliamo renderveli un po’ più spensierati, con qualche buona citazione o battuta di spirito a volte profonde e a volte meno. Iodonna vi augura un buon inizio della settimana.

Ricordiamo Etty Hillesum, scrittrice e diarista olandese. I suoi diari, scritti tra il 1941 e il 1943, in cui narra della sua reclusione in campo di concentramento nazista, sono un patrimonio fondamentale per la cultura della memoria della Shoa. Hillesum morì ad Auschwitz nel 1943. Qui leggiamo una sintesi dei suoi insegnamenti.

Ecco la nostra collezione di citazioni.

 

 

„they took away our voice. so we will tell our story through pictures instead“

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Donne a cui hanno strappato la voce. Donne in bilico tra passato e futuro, tra crudeltà e speranza. Donne aggrappate al presente attraverso una macchina fotografica. “They took away our voice. So we will tell our story through pictures instead” (Si sonopresi la nostra voce. Allora noi racconteremo la nostra storia con le immagini) è il titolo della eccezionale mostra fotografica che verrà innaugurata il 3 febbraio 2023 alle ore 18.30 al Museo delle Donne e che raccoglie oltre cinquanta scatti di donne che frequentano la scuola di fotografia del campo profughi di Diavata (Grecia).

La “Photography School” nasce nel nord della Grecia nel novembre del 2020 all’interno di Casa Base, il “safespace” creato dall’Ong QRT (Quick Response Team) per la popolazione femminile del campo profughi di Diavata, a nord di Salonicco. A fare da tutor in questo progetto è il friulano Mattia Bidoli.

All’interno della struttura – spiega Bidoli – abbiamo creato un’aula di fotografia dove le ragazze e donne che vi partecipano possano sentirsi al sicuro e libere di esprimersi. Fotografare è un mezzo per creare una relazione, un mezzo per guardare agli altri e al mondo in modo personale, intimo, ti stimola a esplorare, a conoscere e conoscerti. Ti insegna a non avere paura.

Buchvorstellung: Wir brechen das Schweigen

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„Wir brechen das Schweigen“ von Veronika Oberbichler und Georg Lembergh ist bei Edition Raetia erschienen. Am 30.01. um 19:30 Uhr wird das Buch im Frauenmuseum in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Meran vorgestellt, Jutta Wieser moderiert die Veranstaltung.

Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ist ein weitverbreitetes Verbrechen, über das kaum gesprochen wird. Es betrifft Schule, Kirche, Freizeit, Sport–und die Familie. Erstmals brechen Betroffene das Schweigen für ein Buch: In einfühlsam geführten Gesprächen mit der Psychotherapeutin Veronika Oberbichler erzählen sie von ihren Erlebnissen, wie es zum Missbrauch kam und wie sie meist auf Unverständnis stießen, sobald sie sich jemanden anvertrauten. Aber sie berichten auch von ihrer Aufarbeitung und einem gelungenen Leben danach.

Sie sind mutig und brechen das Tabu, indem sie über ihre Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch sprechen:

Ich will nicht, dass irgend einem Kind in Südtirol, Mädchen oder Junge, Ähnliches widerfährt,

bringt es Valentina auf den Punkt. Sie ist neben Elena, Markus, Barbara, Verena und Peter, Lisa, Anna sowie Silvia eine der Betroffenen, die nicht länger „Opfer“ sein wollen.

Es ist wichtig, dass man handlungsfähig bleibt. Ich möchte es am liebsten in die Welt hinaus schreien: Wir sind unschuldige Wesen, denen viel Schmerz zugefügt wurde,

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;). Mit einem guten Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Anlässlich des UNESCO Tages der Bildung, der morgen begangen wird, beginnen wir diese Woche mit den Worten der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870-1952). Zu einer Zeit, als Schule noch vorwiegend Drill und Züchtigung bedeutete, setzte sie sich für Liebe und Zuneigung den Kindern gegenüber ein. Ihre Methoden, die Eigenaktivität des Kindes zu erlauben, waren bahnbrechend und sind bis heute aktuell.

Hier geht’s zu unserer Zitat-Sammlung.

Judith Mittelberger

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Vom Elternthema zum Querschnittsthema

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Im Rahmen des Projekts COWORCare lädt die Plattform Land zu einer Onlineveranstaltung am Donnerstag, den 26. Jänner 2023 von 15-17 Uhr ein.

Die Veranstaltung dreht sich um Geschichten rund um die Vereinbarkeit von Familie & Beruf in der Südtiroler Lebensrealität: Frauen mit Kindern in Führungspositionen, Männer in Vaterschaft, Eltern, für die die Kinderbetreuung eine große Herausforderung ist, Unternehmer, die in Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie & Beruf eine Chance sehen, sich wegen des Fachkräftemangels als modernes Unternehmen zu positionieren.

Gesucht und diskutiert werden somit neue Lösungsmodelle für Wirtschaft und Gesellschaft, um eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie & Beruf gerade auch im ländlichen Raum zu erreichen. Dies alles vor dem Hintergrund der Zunahme von neuen Arbeitsmodellen wie coworking, smart working etc.

Wir haben vorab Michael Bockhorni von väter aktiv einige Fragen gestellt.

Auf welche Herausforderungen treffen Eltern heute?

Über Dreiviertel der Eltern wollen Erwerbs- und Familienarbeit partnerschaftlich aufteilen, aber nur ein Drittel schafft es (so einigermaßen). Es gibt verschiedene Hürden:

  • Lohnunterschied (einerseits auf Grund der geringeren Bezahlung in Frauenberufen und durch die Erwerbsunterbrechung) zwischen Mann und Frau
  • Mäßige finanzielle Abgeltungen (im Vergleich zu anderen Ländern bzw. Regionen) für die Erwerbsunterbrechung bzw. -reduzierung auf Grund von Kinderbetreuung bzw. Angehörigenpflege

Die Frau, die das Kaffeetrinken revolutionierte

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Vor 150 Jahren wurde Melitta Bentz geboren, die schlagartig eine erfolgreiche Unternehmerin werden sollte und mit ihrer Erfindung des Kaffeefilters das Kaffeetrinken für immer veränderte.

Melitta Bentz lebte als Hausfrau in Dresden und war 35 Jahre alt, als sie ihrem Ärger über den Kaffeesatz in ihrem Kaffee endlich Abhilfe verschaffen wollte.

Kaffee wurde damals meist so zubereitet, dass feines Kaffeepulver in heißes Wasser geschüttet wurde und man wartete, bis sich das Pulver am Boden der Kanne abgesetzt hatte. Es gab bereits Siebe, um das Pulver zurückzuhalten, diese hatten allerdings meist entweder zu kleine Löcher, wodurch sie verstopften, oder zu große Öffnungen, welche doch zu viel Pulver durchließen. So blieb der unangenehme Nachgeschmack des Pulvers meist erhalten.

Die zündende Idee kam Melitta durch die Schulutensilien ihres Sohnes. Mithilfe von Löschpapier kreierte sie ihren ersten Kaffeefilter, welcher im Freundeskreis sogleich auf große Begeisterung stieß. 1908 meldete sie ihr Patent an – was an sich schon eine Besonderheit ist, denn sie gehört damit zu den ersten Frauen, welche ihre eigenen Erfindungen schützen ließen.

Innerhalb weniger Monate startete sie ihr Unternehmen: Zunächst stellte sie mit Hilfe ihrer Familie die Filter in ihrem Haus her. Die Nachfrage nach der einfachen, neumodischen Erfindung explodierte. Im Jahr 1936 verbesserte Melitta ihren ursprünglichen Entwurf und formte ihren Filter zu der heute bekannten Kegelform, die wir alle kennen.

Citazione del lunedì

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Tutti gli inizi (di settimana) sono difficili ;-). Vogliamo renderveli un po’ più spensierati, con qualche buona citazione o battuta di spirito a volte profonde e a volte meno. Iodonna vi augura un buon inizio della settimana.

Aung San Suu Kyi Aung San Suu Kyi è una politica e attivista. È stata per molti anni leader dell’opposizione birmana ed è stata imprigionata per lunghi periodi di tempo a causa della sua opposizione al governo birmano. Nel 1991 ha vinto il Premio Nobel per la Pace per il suo lavoro a favore della pace e della non violenza in Myanmar.

 

Roberta Ciola

Ecco la nostra collezione di citazioni.

 

 

„I’ve lived all my life as if I’m young.“ – Vivienne Westwood

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Ende des Jahres 2022 ist die auch als „Queen of Punk“ bekannte Modedesignerin, Vivienne Westwood verstorben. Auch in Meran hat die rebellische Modemacherin Spuren hinterlassen, als sie unerkannt im Hotel Villa Tivoli residierte und so kam es, dass sich heute eines ihrer Kleider samt passender Schuhe in der Sammlung des Frauenmuseums befinden.

Als Designerin hat es Vivienne Westwood geliebt, Grenzen zu überschreiten und es verstanden immer wieder durch das Brechen von Konventionen Aufmerksamkeit zu erregen und ihre Reichweite auch aktivistisch zu nutzen.

In den 1970er Jahren hat sie den Punk-Stil kreiert, als sie zusammen mit Malcolm McLaren, dem späteren Manager der Sex Pistols, ein Geschäft in London eröffnete, das schnell zum Bezugspunkt für die Punk-Generation wurde. Seit den 1980er Jahren hat sie sich als eine der international führenden Modedesignerinnen etabliert. Ihre Inspiration schöpft sie aus ihrer Liebe zur Geschichte, zur Malerei und zum sozialen und politischen Engagement.

Sie war eine Frau mit einer Mission: die Welt zumindest ein wenig zu verändern, sie zu einem besseren Ort zu machen. Die Feinde, die es zu bekämpfen galt, waren für sie der Konformismus, die soziale Unbeweglichkeit und die rücksichtslose Ausbeutung der Natur.

Was können Museen von Hollywood lernen?

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Ariane Karbe ist die Frau des Monats Jänner 2023. Sie ist seit mehr als 20 Jahren als Kuratorin und Ausstellungsdramaturgin tätig. In ihrer Arbeit unterstützt sie als dramaturgische Beraterin Museen dabei, ihre Geschichten auf ansprechende und spannende Weise zu erzählen. Dies beinhaltet oft die Konzeption und Gestaltung von Ausstellungen und anderen Vermittlungsformaten, die sich an verschiedene Zielgruppen richten können. Sie hat unter andern auch das Frauenmuseum Meran bei der Vorbereitung der jetzigen Dauerausstellung begleitet und die Dauerausstellung für die Villa Freischütz kuratiert.

 

Wann und warum hast du begonnen als Kuratorin zu arbeiten?

Als Jugendliche habe ich sehr oft das Haus der Kulturen der Welt in Berlin besucht. Das war noch vor dem Internet, die Welt war viel kleiner und ich habe dort die internationale Atmosphäre aufgesogen. Dort habe ich eine Ausstellung entdeckt, die vom Iwalewahaus kuratiert worden war, einem Museum für außereuropäische Kunst in Bayreuth. Ich habe mich damals sehr für Afrika interessiert und mich hat der Name magisch angezogen „Iwalewa“: ich bin zum Studium nach Bayreuth gegangen und habe im Iwalewahaus als studentische Hilfskraft gearbeitet. Dort habe ich meine Begeisterung für die Museumsarbeit entdeckt.

Warum faszinieren dich Museen?

Feiertagsgrüße aus dem Frauenmuseum

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Wir wünschen euch eine friedliche Zeit, ruhige und besinnliche Stunden und ein glückliches Jahr 2023.

Auch wir nutzen diese Zeit, um zur Ruhe zu kommen, zurück zu schauen, zu reflektieren und neue Pläne zu schmieden. Aus diesem Grund bleibt das Frauenmuseum bis zum 8. Januar 2023 geschlossen und auch der Blog IchFrau wird in dieser Zeit ruhen.

Im Januar kehren hier auf dem Blog mit vielen neuen Themen, anregenden Interviews und aktuellen Informationen zurück. Auch im Frauenmuseum wird es Neuigkeiten geben, angefangen mit der neuen Ausstellung „Weibliche Wunderkammer„, welche am 16. Januar eröffnet wird.

Bis bald, hier auf dem Blog oder im Museum.

Euer Frauenmuseums-Team

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;). Mit einem guten Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Heute mit einem Zitat der US-amerikanischen feministischen Künstlerin und Schriftstellerin Judy Chicago (*1939). Mit den Worten „Unser Erbe ist unsere Kraft; wir können uns selbst und unsere Fähigkeiten erkennen, wenn wir sehen, dass andere Frauen stark waren“ unterstreicht sie die Rolle des Geschichtsbewusstseins in unserem Leben.

International bekannt wurde Judy Chicago in den 1970er Jahren mit ihrer Arbeit The Dinner Party, welche eine Hommage an die Geschichte der Frauen ist. Auf einem großen dreieckigen Tisch befinden sich 39 Gedecke, wobei jedes Gedeck für eine eingeladene Frau steht, die einen wichtigen kulturellen Beitrag zur Frauengeschichte geleistet hat. Der dreieckige Tisch erinnert ebenso an die Vulva, wie die Gestaltung der Teller in Form von Blumen. Seit 2007 ist das Schlüsselwerk feministischer Kunst im Elizabeth A. Sackler Center for Feminist Art im Brooklyn Museum in New York untergebracht.

Hier geht’s zu unserer Zitat-Sammlung.

Judith Mittelberger

Mice Ladies erkunden Frauengeschichte Merans

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Großes kann entstehen, wenn wir Frauen uns gegenseitig stärken, unterstützen und von- und miteinander lernen!

Unter diesem Motto hat Tanja Knecht die Mice Ladies gegründet, welche Frauen der Business Events Branche aus verschiedenen Ländern zusammenbringt. Im Mittelpunkt stehen das Netzwerken, die Weiterbildung und die Persönlichkeitsentwicklung.

Das Netzwerk organisiert immer wieder Besuche an verschiedenen Orten im In- und Ausland und kombiniert inspirierende Erlebnisse mit der Begegnung mit starken Frauen und ihren persönlichen Geschichten.

In diesem Rahmen haben die Mice Ladies in Zusammenarbeit mit IDM Südtirol kürzlich einen außergewöhnlichen Stadtrundgang in Meran besucht, welcher sie zu den Schauplätze der Frauengeschichte der Stadt führte und zeigte. Wo waren die Frauen tätig, die Meran belebt und mit aufgebaut haben? Welche Herausforderungen haben sie angetroffen? Welche Visionen hatten sie? Viele von diesen Frauen werden bis heute in keinem Geschichtsbuch erwähnt, da Geschichtsschreibung immer noch vorwiegend Männerdomäne ist: mit männlichen Protagonisten, Autoren und Herausgebern.

Mit den Frauen-Stadtrungängen möchte das Frauenmuseum den Spieß umdrehen und lokalen wie internationalen Besucher:innen zeigen, dass Frauen in Meran, vom Mittelalter bis in die heutige Zeit, eine ausschlaggebende Rolle für die Entwicklung der Stadtgeschichte spielten.

Von damals bis heute: Wie wurden Frauenrechte zu Menschenrechten?

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Vergangene Woche wurde der Internationale Tag der Menschenrechte begangen. Dass Frauenrechte Menschenrechte sind war in den Gesetzen und v.a. in der konkreten Umsetzung dieser nicht immer vorgesehen und ist bis heute keine Selbstverständlichkeit. Doch wann wurden Frauenrechte erstmals als Menschenrechte anerkannt?

Wir, Mütter, Töchter, Schwestern, Vertreterinnen der Nation, verlangen, in die Nationalversammlung aufgenommen zu werden. In Anbetracht der Tatsache, dass Unwissenheit (…) oder Missachtung der Rechte der Frauen die alleinigen Ursachen des öffentlichen Elends und der Korruptheit der Regierung sind, haben wir uns entschlossen, in einer feierlichen Erklärung die natürlichen, unveräußerlichen und heiligen Rechte der Frau darzulegen. Olympe de Gouges, 18. Jahrhundert, Frankreich

1789: Frankreich – Erste Schritte Richtung Menschenrechte

Die ersten menschenrechtlichen Regelungen, wie die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789, hatten Frauen noch nicht berücksichtigt. ‚Mensch‘ bedeutete nach damaliger Auffassung ‚Mann‘. Die frühen Menschen- und Bürgerrechte standen entsprechend nur Männern zu.

1791: Olympe de Gouges – Widerstände gegen reine Männerrechte

Im Zuge der Französischen Revolution entstanden Frauenclubs, die sich für Frauenrechte stark machten. Sie verlangten, Frauen den Männern gleichzustellen, die vollen Bürgerrechte zu gewähren und wählen zu lassen. Eine ihrer Vordenkerinnen war die Feministin Olympe de Gouges. Sie verfasste 1792 die  Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin, in der sie unter anderem schrieb: „Die Verfassung ist null und nichtig, weil an ihrer Ausarbeitung die Mehrheit der Bevölkerung … nicht mitgewirkt hat.“

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