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In Bozen fand ein Marsch gegen Gewalt und gegen die Diskriminierung von Frauen statt. Rund 600 Teilnehmer:innen starteten um 9.30 Uhr und wurden von der Musikgruppe Sissamba und Max Castlunger in der Schlachthofstraße begleitet. Sie zogen bis auf den Waltherplatz, wo eine Kunst-Installation von Laura Volgger aufgebaut wurde. Sie hat 50 „On Remembrance“ Stühle gestaltet und auf dem Waltherplatz aufgestellt. Diese erinnern an Frauen, die in Südtirol ermordet worden sind. In Italien hat es im heurigen Jahr schon 75 Frauenmorde gegeben.

Auch mehrere Frauengruppen und Jugend-Organisationen machten beim Aktionstag gegen Gewalt an Frauen mit. Es gab Info-Stände und Flashmobs.

Das Gedenken an die Opfer männlicher Gewalt gegen Frauen ist wichtig, aber wenn wir unsere Wut nicht nutzen und kanalisieren, um uns an die Seite derer zu stellen, die Gewalt erleben, wenn wir das nicht gemeinsam tun, ist dieses Gedenken ein Selbstzweck. In diesem Sinne soll der Frauenmarsch – Women on the Move – ein Ausgangspunkt und nicht ein Endpunkt sein. Damit sie nie eine weniger und nirgends weniger wirklich ist.“

Christine Clignon – Frauenhauskontaktstelle GEA Bozen

Und hier noch ein paar Eindrücke:

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Scuotere Südtirol/o wachrütteln – unter diesem Motto findet am Samstag, 25. September, der feministische „Action Day Frauenmarsch – Donne in marcia“ in Südtirol statt.

Anlass dazu gibt es mehr als genug: Zehn Jahre Istanbul-Konvention (11.5.2011) und eine nicht enden wollende Spirale der Gewalt gegen Frauen, die Frage nach Macht und Entmachtung, Diskriminierungen, Sexismen und patriarchales Denken in den Köpfen von Männern genauso wie Frauen – Menschen, egal welcher Geschlechtszuschreibung oder Geschlechtsidentität.

Mehrere Frauen aus allen Bereichen kommend und generationenübergreifend haben sich zusammengeschlossen und beobachten seit längerer Zeit die Situation zur Chancengleichheit aber auch die zunehmende Gewaltbereitschaft in Südtirol wie auch in Italien und den Nachbarländern. Sie erkennen einen dringenden Handlungsbedarf aus der Zivilgesellschaft heraus zur Unterstützung jener Organisationen, die Maßnahmen von Seiten der Institutionen erwarten, aber auch zur Unterstützung der Entscheidungsträger*innen, um entsprechende Gesetze und Bestimmungen umzusetzen. Die Frauen möchten bewusst nicht namentlich mit ihren Organisationen bzw. ihrem Berufshintergrund aufscheinen, um sehr breit und solidarisch ALLE Frauen einzubeziehen.

Ein Manifest für Veränderung

Eine Kampfschrift wurde mehrsprachig erstellt und an viele private und öffentliche Vereinigungen übermittelt mit der Einladung an einem Tag ein aktives Zeichen zu setzen: Beim Action Day Frauenmarsch – Donne in marcia am Samstag 25.09.2021 auf dem Waltherplatz in Bozen von 10.30 Uhr bis ca. 18 Uhr!

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Scuotere Südtirol/o wachrütteln – unter diesem Motto findet am Samstag, 25. September, der „Frauenmarsch“ in Südtirol statt.

Leider kann der Marsch in der geplanten Form am 25.9. coronabedingt nicht stattfinden, da derzeit nur Demonstrationen in statischer Form erlaubt sind.

Dennoch wollen wir ein Zeichen gegen jegliche Gewalt an Frauen und für Geschlechtergerechtigkeit setzen.

Unsere aktionistischen Möglichkeiten sind zwar begrenzt, aber die ganze Energie darf nicht umsonst gewesen sein. Deshalb wird der 25.9. in den feministischen „Action Day Frauenmarsch – Donne in marcia“ umgewandelt, der von 10:30 bis ca. 18 Uhr auf dem Waltherplatz in Bozen stattfinden wird.

Anstelle des Marsches wird eine performative Kunstinstallation am Waltherplatz in BOZEN organisiert, zu der ihr ALLE herzlich eingeladen seid. Es wird die Möglichkeit geben, Eigenes beizusteuern, weitere Aktionen in der Stadt zu organisieren oder „Teil“ der Installation zu werden. Bereits ankündigte Aktionen eurerseits wie beispielsweise eine Fotobox, Plakate oder Straßentheater können in den Aktionstag integriert werden.

Wer mehr erfahren möchte, kann auch an frauenmarsch.donneinmarcia@gmail.com schreiben, wo über ein Rundmail genauere Informationen mitgeteilt werden oder sich auf der Facebook-Seite informieren.

Wir sind uns bewusst, dass der „Aktionstag“ in seiner Dimension, Reichweite und Aussagekraft nicht den geplanten Marsch ersetzen kann. Umso mehr wollen wir jetzt kleinere symbolische Zeichen setzen bis zum Tag, an dem wir gemeinsam auf die Straße gehen werden.

Das Orga-Team FM-DiM

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Il 9 settembre é la giornata delle amiche. Per celebrare l’occasione, oggi vorremmo presentarvi altre donne e amiche della nostra attuale mostra temporanea „Amicizie femminili – Dallo scambio emozionale alla rete relazionale“.

È da anni, decenni o secoli che l’organizzarsi in reti è una fonte di forza per le donne. Così è anche stato per Aletta Jacobs (1854-1929), una pioniera in molti aspetti:

  • è stata la prima donna laureata nei Paesi Bassi
  • come medica aprì nel 1882 la prima clinica per il controllo delle nascite
  • le sue esperienze sulla situazione precaria di molte pazienti la avvicinavano al movimento delle donne
  • nel 1894 grazie alla sua iniziativa, venne fondata l’Associazione olandese per il suffragio femminile, di cui fu a lungo presidente
Foto: Archiv Frauenmuseum, Meran

Nella lotta per il suffragio femminile, Aletta partecipò a molti congressi e vi incontrò altre donne notevoli come la giovane suffragista ungherese Rosika Schwimmer o l’americana Carrie Chapman Catt che sono diventate sue amiche.

Con entrambe Aletta intratteneva una fitta corrispondenza nella quale si mescolano privato e politico. Le donne si scambiavano su femminismo, desideri sessuali, l’interesse per le droghe, riflessioni sul lavoro minorile, la schiavitù ecc.

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Dieses Jahr jährt sich der Geburtstag von Rosa Luxemburg zum 150. Mal. Über das Jahr verteilt haben zu diesem Jubiläum verschiedenste Veranstaltungen stattgefunden.

Auch bei uns im Frauenmuseum haben wir derzeit Rosa Luxemburg „zu Gast“ und zwar als eine der vielen Freundinnen, die wir in unserer Sonderausstellung „Frauenfreundschaften. Vom emotionalen Austausch bis zum Netzwerk“ vorstellen.

Clara Zetkin (links) und Rosa Luxemburg auf dem Weg zum SPD-Kongress in Magdeburg 1910.
Bild: Unknown author, Public domain, via Wikimedia Commons

Auch wenn der Beginn der Freundschaft holprig war, lassen sich heute die beiden Freundinnen Rosa Luxemburg und Clara Zetkin fast nicht mehr getrennt voneinander denken. Was allerdings nicht heißen soll, dass sie immer einer Meinung waren und dieselben Anliegen verfolgten. Vielmehr ziehen sich Differenzen und Uneinigkeiten hinsichtlich der Richtung der politischen Arbeit und der Frauenfrage durch die gesamte Freundschaft hindurch, die 1898 auf dem Parteitag der SPD in Stuttgart begonnen hat.

Die im russischen Teil Polens geborene Jüdin Rosa Luxemburg (1871-1919) beschäftigte sich vor allem mit politischen und strategischen Fragen rund um den Kampf der Arbeiter*innenklasse, deren Befreiung und einer sozialistischen Revolution.

Donna & salute 0

Was passiert in Afghanistan? Wie ergeht es den Menschen? Was passiert in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten? Wie kann den Personen geholfen werden? Und wie gestaltet sich die Situation der Frauen? Alles Fragen, die derzeit medial stark präsent sind und diskutiert werden.

Monika Hauser, die am 12.08.2021 in Meran zu Gast war, hat bei dieser Gelegenheit auch zur aktuellen Lage in Afghanistan und der Situation ihrer Kolleginnen dort gesprochen.

Monika Hauser in Meran.
Foto: Archiv Frauenmuseum, Meran

Auf der Webseite der  Organisation medica mondiale, die Monika Hauser gegründet hat, ist Folgendes zur aktuellen Situation in Afghanistan zu lesen:

Viele Aktivist:innen konnten in letzter Sekunde aus den Provinzen nach Kabul fliehen. So auch 90 unserer Kolleg:innen mit 300 ihrer engsten Familienmitglieder, die aus Herat und Mazar-i-Sharif nach Kabul gekommen sind. Sie berichten von Todesfällen in ihren Familien und fühlen sich in ihrem Leben bedroht.

Die Situation am Flughafen ist unübersichtlich und chaotisch. Er wird derzeit in Teilen von der US-Armee gesichert. Diese Sicherung soll durch weitere Militärs verstärkt werden. Taliban haben überall in Kabul Polizeistationen und andere Behördengebäude besetzt, Straßensperren und Check-Points errichtet. Von unseren Kolleginnen vor Ort hören wir, dass es nicht mehr möglich ist, sicher zum Flughafen zu gelangen.

Interviste 0

Seit 2018 ist Ingrid Köcher Präsidentin des Vereins „Magie delle Ande„. Für welche Hilfsprojekte sich dieser Verein einsetzt und welchen persönlichen Bezug sie zu Peru hat erzählt uns Ingrid Köcher im Interview.

Frau Köcher, erzählen Sie uns doch kurz etwas zu Ihrer interessanten Lebensgeschichte!

Ich blicke auf lehrreiche Lebensabschnitte zurück. Schon in jungen Jahren wollte ich in der Entwicklungshilfe arbeiten. Ich hatte mich schon für ein Volontariat in Venezuela beworben. Doch wie das Leben spielt, musste ich damals meinen Jugendtraum aufgeben. Ich besuchte die Schule für Altenpflege und Familienhilfe und arbeite bis zur Gründung der Familie in der Altenpflege. Ein weiteres Steckenpferd war für mich die Modewelt und die Öffentlichkeitsarbeit, die mir neue Türen öffneten. In den Folgejahren bildete ich mich bei verschiedenen Kursen in Politik „Mit Engagement das öffentliche und politische Geschehen mitgestalten“ weiter. Wie heißt es so schön, wo Licht ist, ist auch Schatten. Eine Erkrankung und zu viel Vertrauen in verschiedene Personen verdunkelten einige Lebensabschnitte. Doch rückblickend geben sie mir heute die Sensibilität mich z.B. für Frauen in Gewaltsituationen in Peru einzusetzen.

Sie haben relativ spät begonnen zu studieren. Wie kam es dazu und welche Studienrichtung haben Sie gewählt?

Oggi è la giornata internazionale dell’amicizia! =) Auguriamo a te e ai tu* amic* una giornata meravigliosa e che l’amicizia possa durare a lungo. Vorremmo anche cogliere l’occasione per presentarvi una seconda coppia di amiche della nostra attuale mostra temporanea.

Come erano le amicizie tra donne nel 18° secolo?

Nel nostro ultimo articolo abbiamo presentato l’amicizia tra Luise Adelgunde Viktoria Gottsched e Dorothea Henriette von Runckel, che avevano un’intensa corrispondenza ma si incontrarono solo due volte di persona.

Oggi vi presentiamo una coppia di amiche che hanno vissuto vite molto opposte alla prima coppia.

La scrittrice lettone Elisa von der Recke (1754-1833) e la principessa Louise von Anhalt-Dessau (1750-1811) avevano ricevuto un’educazione insolitamente buona, erano in contatto con i grandi intellettuali del loro tempo ed erano di origine nobile.

Foto: Archiv Frauenmuseum, Meran

Ciò che univa le due donne era, da un lato, il loro desiderio di erudizione e di scambio di sentimenti, e dall’altro, il loro rifiuto delle convenzioni delle loro origini aristocratiche, il loro affetto per la borghesia, e il loro bisogno di riflettere sulla loro situazione specifica di genere.

“An apple a day keeps the doctor away!” 😉

Der Apfel gilt als wahrliches „Superfood“, er enthält viele gesunde Inhaltsstoffe wie zum Beispiel reichlich Vitamin C aber auch Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe. Zudem bestehen Äpfel zu 85% aus Wasser und enthalten nur wenig Fette und Kalorien.
Damit nicht genug, laut verschiedenen Studien kann der regelmäßige Verzehr von Äpfeln Asthma, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen. Hierbei gilt: nicht schälen! Die meisten gesunden Inhaltsstoffe des Apfels stecken nämlich in der Schale 😉
Von Apfelpizza über Apfelbrot  bis hin zum Bratapfel…mit dem beliebten Obst können außerdem zahlreiche köstliche Gerichte gezaubert werden.

Sonja Matzneller ist Apfelbäuerin aus Leidenschaft. Wir durften mit der jungen Bäuerin der VOG (Verein der Südtiroler Obstgenossenschaft) ein kurzes Interview führen.

Sie sind wohl eine der jüngsten Apfelbäuerinnen – wie kommen Sie zu dieser Arbeit?

Ich bin in einer Bauerfamilie aufgewachsen und habe schon in frühen Kindheitstagen den Bezug und die Liebe zur Land- und Bergwirtschaft kennengelernt. Mein Vater ist Bergbauer und führt einen Milchviehbetrieb in Aldein. Meine Mutter hingegen besitzt einen Obst- und Weinbaubetrieb in Tramin, welchen wir als Familie gemeinsam bearbeiten.

Welche Ausbildung haben Sie gemacht?

Heute vor 232 Jahren – am 14. Juli 1789 – wurde in Paris die Bastille erstürmt. Dieser Sturm auf die königliche Festung, die als Gefängnis und Waffenlager diente, markiert den Beginn der Französischen Revolution. Einer Revolution des Volkes gegen Armut und Ungerechtigkeit und für eine freie Gesellschaft mit gleichen Rechten bzw. Menschenrechten für alle.

Aber wer genau waren diese „alle“?

Mit dieser Frage beschäftigen wir uns am Beginn unserer Dauerausstellung im Frauenmuseum in Meran. Die vielen verschiedenen Ereignisse und Neuerungen im Jahrzehnt der Französischen Revolution (1789-1799) haben die Gesellschaftsstruktur in Europa maßgeblich verändert und prägen sie in weiten Teilen bis heute.

Der bekannte Leitspruch der Revolution – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – öffnet gleich zu Beginn die Frage: und was ist mit Schwesterlichkeit bzw. den Frauen?

In der klassischen Geschichtsschreibung wird die Eroberung der königlichen Bastille durch Männer zum Mythos, obwohl sie keine wesentlichen Ergebnisse bringt. Eine entscheidende Wende im Revolutionsgeschehen wird allerdings im Oktober 1789 durch Frauen bewirkt. Mit dem Schlachtruf „Versailles schlemmt, Paris hungert“ ziehen am 05. Oktober 1789 ca. 6.000 Marktfrauen zum königlichen Schloss nach Versailles. Die bewaffneten Frauen bewegen mit ihrem „Brotaufstand“ den König dazu, mehr Lebensmittellieferungen zu gewährleisten, die Adelsprivilegien aufzulösen und die vorgelegten Menschen- und Bürgerrechte zu unterzeichnen. Die Frauen bleiben über Nacht, drängen am nächsten Morgen ins Schloss und zwingen den König, nach Paris umzuziehen.

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Am 28. Juni war der Christopher Street Day. Ein internationaler Gedenk-, Aktions- und Demonstrationstag, an dem queere Menschen für ihre Rechte auf die Straße gehen. Im folgenden Video findet ihr eine kurze Erklärung, bevor wir auf die aktuelle Situation rund um das ZAN-Gesetz in Italien blicken.

In Italien wurde letztes Jahr ein Gesetz auf den Weg gebracht, das einige der Forderungen und Anliegen rechtlich absichern würde. Der Gesetzesentwurf – der auch ZAN-Gesetz genannt wird (nach dem Namen des Abgeordnete Alessandro Zan, dem ersten Unterzeichner) – und vom Parlament bereits beschlossen wurde sieht vor, dass auch Diskriminierung, Gewalt und Hassverbrechen aufgrund des Geschlechts, der Geschlechtsidentität, der sexuellen Orientierung oder aufgrund von Beeinträchtigungen zur Strafe gebracht werden. Der Gesetzesentwurf sieht außerdem vor, dass ein nationaler Tag gegen Homophobie eingeführt wird und Schutzhäuser für Opfer von Gewalt eingerichtet werden.

Ein ähnliches Gesetz gegen Hassverbrechen und Diskriminierungen in Form von Rassismus oder aufgrund der Ethnizität oder der Religion gibt es bereit – das „Reale-Mancino“-Gesetz.

Damit das ZAN-Gesetz in Kraft treten kann, muss es allerdings noch vom Senat bestätigt werden. Und genau an diesem Punkt gibt es momentan Schwierigkeiten. Ein Teil der Abgeordneten des Senats bedroht nämlich die Verabschiedung des Gesetzes. Die Gegenpositionen reichen von einer vollkommenen Stopp der Zulassung des Gesetzesentwurfes bis hin zu Änderungsvorschlägen hinsichtlich bestimmter Begriffe.

Vielleicht hat die*der eine oder andere von euch diese Plakate in den letzten Tagen schon irgendwo gesehen und sich gefragt was es mit ihnen auf sich hat. Heute gibt es hier ein paar kurze Informationen dazu.

Die Plakatkampagne ist ein Projekt von Lungomare in Zusammenarbeit mit Kunst Meran Merano Arte und Summer School Südtirol und thematisiert auf künstlerisch-literarische Weise Gewaltverbrechen gegen Frauen*.

Foto: Archiv Frauenmuseum, Meran

Zehn Künstler*innen, Autor*innen und Illustrator*innen reflektieren in ihren verschiedenen Formen der Kunst die Hintergründe der Gewaltverbrechen an Frauen* aber auch Gewaltstatistiken, Gewaltdynamiken und gesellschaftliche Vorstellungen rund um Geschlecht.

Ziel der Kampagne ist es das Schweigen rund um Gewaltverbrechen zu beenden, Bewusstsein und Sensibilität für das Thema zu schaffen und endlich Gespräche, Diskussionen und Veränderungen zu initiieren.

Foto: Archiv Frauenmuseum, Meran

Die verschiedenen Plakate sind in nächster Zeit auf öffentlichen Plakat- und Werbeflächen in Südtirol zu sehen. Die Kampagne soll sich aber auch in den sozialen Medien und anderen öffentlichen Räumen verbreiten. Wer sich daran beteiligen möchte, hier findet man die genauen Informationen:

Teilen | #etwaslaeuftfalsch

Diffondi | #qualcosanonva

 

Weitere allgemeine deutsch- und italienischsprachige Informationen zum Projekt ebenso wie verschiedene Texte, Audio- oder Videobeiträge findet man auf der Webseite des Projekts:

16Failure is impossible. – Scheitern ist unmöglich.

Diese Worte gibt Susan B. Anthony 1906 ihren Mitstreiter*innen in ihrer letzten Rede anlässlich einer Versammlung im Kampf für das Frauenwahlrecht mit auf den Weg. Sie werden zum Motto der jungen Suffragetten. Obwohl Anthony fühlt, dass sie das Frauenwahlrecht nicht mehr erleben wird, ist sie überzeugt, dass es auf Dauer nicht aufzuhalten ist. Gesundheitlich bereits angeschlagen, stirbt sie kurz nach der Veranstaltung in ihrem Haus in Rochester.

Wer ist diese forsche, mutige und sich leidenschaftlich für Frauenrechte und das Frauenwahlrecht, für die Abschaffung der Sklaverei, für die Abstinenzbewegung, für eine Bildungsreform und für Arbeitnehmer*innenrechte einsetzende Frau?

Uns ist sie keine Unbekannte mehr, denn wir begegneten ihr bereits auf dem Women‘s Rights Trail  in Seneca Falls, dem Geburtsort der Frauenrechtsbewegung. Nun besuchen wir sie – nur etwa 50 km entfernt – in Rochester, in ihrem ehemaligen Wohnhaus, in dem sie in den letzten 40 Jahren lebte und – aktiv bis zu ihrem Tod mit 86 Jahren- arbeitete. Das Haus im viktorianischen Stil wurde vor dem Bürgerkrieg erbaut und 1945 von einigen engagierten Frauen aus Rochester gekauft, um das Andenken an diese bemerkenswerte Revolutionärin und ihren Kampf um die Frauenrechte zu wahren. Heute wird es als Museum geführt, das ihren Namen trägt: National Susan B. Anthony Museum & House17 Madison Street, Rochester, New York.

Freundschaft unter Frauen* gibt es schon lange. Länger als die traditionelle Geschichtsschreibung es uns wissen lässt.

Mit der tiefen Emotionalisierung und Aufwertung von freundschaftlichen Beziehungen im 18. Jahrhundert wurde dann aber endlich auch die Freundschaft unter Frauen immer öfter zum Thema – sei es mit einem Blick von außen darauf, sei es mit einem Blick von innen heraus.

Wie soll und kann man sich eine Freundschaft unter Frauen im endenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert nun aber vorstellen?

Aufgrund der herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse, der Vorstellungen rund um Geschlechterrollen und dem eingeschränkteren Zugang zu Mobilität war der Aktionsradius von Frauen in den meisten Fällen auf das Heim und die Nahe Umgebung begrenzt. Freundschaften basierten dementsprechend hauptsächlich auf einem intensiven Austausch über Briefverkehr, der, wenn möglich, durch mündliche Gespräche ergänzt wurde.

Foto: Archiv des Frauenmuseum, Meran

Heute möchten wir euch 2 Freundinnen aus dieser Zeit vorstellen: Luise Adelgunde Viktoria Gottsched (1713-1762) und Dorothea Henriette von Runckel. Wie an den Namen schon erkannt werden kann, handelt es sich um zwei Frauen der oberen Gesellschaftsschichten.

Die beiden Schriftstellerinnen lernten sich 1752 kennen und waren bis zum Tode Luises – d.h. 10 Jahre – befreundet.

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Mit diesem Buchtitel lassen die beiden Südtiroler Autorinnen Barbara Bachmann und Franziska Gill derzeit aufhorchen. Die freie Reporterin und die freie Fotografin spüren der Frage nach, was es bedeutet in Italien eine Frau zu sein.

Um mehr über das Buch zu erfahren, haben wir mit den beiden Frauen ein Interview geführt.

Warum braucht es dieses Buch? Und wann entstand die Idee dazu?

Franziska Gilli: In unserer journalistischen Arbeit haben wir uns beide unabhängig voneinander mit Aspekten des Frauenbildes in der italienischen Gesellschaft auseinandergesetzt und gemerkt, dass dahinter noch viel mehr steckt. Also haben wir vor drei Jahren gemeinsam begonnen, tiefer zu graben. Und zwischen diesen beiden Gegenpolen nach den echten Frauen und Männern zu suchen, um herauszufinden, was die beiden Klischees immer noch lebendig erhält.

Barbara Bachmann: Wir wollten genau so ein Buch selbst lesen, aber in der Form, die uns vorschwebte — nämlich zu gleichen Teilen aus Text und Bild bestehend — haben wir keines finden können. Also haben wir uns entschieden, es selbst zu produzieren. Ehrliches Interesse und Neugier am Thema sind die Ausgangspunkte unserer journalistischen Arbeit.

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