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Author: Ich Frau

Der blinde Fleck

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In dieser Woche ist die traurige Zahl auf elf gestiegen. Elf Frauen sind in Italien in diesem Jahr bereits durch ihren Partner oder andere nahestehende Personen ermordet worden. Ihre Namen sind Sharon, Victoria, Roberta, Teodora, Sonia, Piera, Luljeta, Lidia, Clara, Deborah und Rossella. Jede einzelne ist eine zu viel und es ist an der Zeit anzuerkennen, welche gesellschaftlichen Verkrustungen und Missstände in diesen Taten gipfeln. Denn es wurde oft genug darauf hingewiesen, dass Frauenmorde die schreckliche Spitze eines Berges an Gewalt und Demütigung sind, die zahlreiche Frauen erfahren. Von denen wir leider oft nichts wissen.

Es ist wichtig, dieses Thema immer wieder in den Vordergrund zu stellen und laut zu sagen: Es reicht. Als Frauenmuseum bemühen wir uns, an verschiedenen Stellen unseren Beitrag zu leisten, so auch in der Aktionsgruppe gegen Gewalt an Frauen im Landesbeirat für Chancengleichheit.

Heute dürfen wir hier auf Ichfrau eine junge Frau zu Wort kommen lassen, die ihre Stimme gegen Femizid erhebt. Hannah Bernardi, Schülerin des Klassischen Gymnasiums Vinzentinum in Brixen, hat uns ihre Gedanken zu diesem Thema geschickt, weil:

ich finde einfach das Thema zeichnet sich gerade dadurch aus, dass JEDE Frau davon betroffen ist: In jeder Bildungsschicht und Altersgruppe kommt es zu Gewalt an Frauen, deshalb wollte ich, auch wenn ich mich nicht als eingefleischte Feministin bezeichnen würde, auf diese erschreckende Problematik aufmerksam machen. – Hannah Bernardi

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;). Mit einem guten Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Die eigene Meinung vertreten, sich für Anliegen einsetzen, die einem wichtig sind, auf Widerstand stoßen und sich davon nicht unterkriegen lassen – das sind Herausforderungen, denen sich viele Feminist*innen stellen müssen. Das heutige Zitat der deutschen Widerstandskämpferin Sophie Scholl (1921-1943) soll Mut geben, an sich selbst zu glauben und sich für eine gleichberechtigtere Welt für alle einzusetzen.

Hier geht’s zu unserer Zitat-Sammlung.

Yvonne Rauter

Seneca Falls – eine Stadt lebt Frauengeschichte – Teil 2

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Nach unserer ersten Bekanntschaft mit den führenden Köpfen der Frauenrechtsbewegung in der National Women’s Hall of Fame, beginnen wir unseren Spaziergang zu den weiteren feministischen Hotspots der Stadt. Seneca Falls wird auch als Geburtsstätte der amerikanischen Frauenbewegung Mitte des 19. Jahrhunderts bezeichnet. Wir sehen die „Seneca Knitting Mill“, die seit 2020 das Frauenmuseum beherbergen soll. Es handelt sich um eine ehemalige Wollkleiderfabrik aus dem Jahr 1844, schön gelegen am Erie–Kanal. Schon damals Arbeitsplatz vieler Frauen, stellt sie eine würdige neue Heimstatt dar. Zur damaligen Zeit war die Fabrik im Besitz einiger Unterzeichner der „Declaration of Sentiments“, (ja, auch Männer unterstützten die Forderungen der Suffragetten), die auch Abolitionisten (Verfechter der Skav*innenbefreiung) waren. Sie weigerten sich, Baumwolle zu verarbeiten, die ihren Ursprung in der Sklav*innenarbeit hatte. Für damalige Zeiten eine revolutionäre Haltung. Warum passierte das alles hier in Seneca Falls?

An der Geburtsstätte der Frauenrechtsbewegung – Teil 1

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Gleich auf den ersten Metern nach der Ankunft in Seneca Falls spüren wir, dass wir uns auf historischem Terrain befinden. „Women’s Rights National Historic Park“, „Wesleyan Chapel“, „National Women’s Hall of Fame“ und „House of Elisabeth Cady Stanton“ – gut sichtbar angebrachte Hinweisschilder erinnern an den Kampf um die Frauenrechte, der auf amerikanischem Boden hier um die Mitte des 19. Jahrhunderts seinen Anfang nahm. Sie lotsen die Besucherin zu den Örtlichkeiten entlang des „Pfades der Frauenrechte“ (Women’s Rights Trail), mit dem Seneca Falls, die Geburtsstätte der Frauenrechtsbewegung, eine der größten sozialen Bewegungen der Geschichte feiert. Frauenpower, die an verschiedenen Stätten im Stadtbild sichtbar und lebendig wird.

Als erstes Ziel steuern wir das Frauenmuseum an, das im Herzen des historischen Distrikts liegt. Es wurde 1969 von den Bürger*innen Seneca Falls gegründet, um die bedeutenden Beiträge der Frauen zu würdigen und sichtbar zu machen, die sie für die Entwicklung der USA auf den verschiedensten Gebieten leisteten und leisten. Hier wird deutlich: Frauen schrieben und schreiben Geschichte!

Zitat zum Montag

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Viele Dinge können wir erst erkennen, wenn wir lernen, sie zu sehen, darauf aufmerksam gemacht werden oder bewusst unseren Blickpunkt verändern. Frauengeschichten waren lange Zeit unsichtbar und sind es oft noch immer. Doch es lohnt sich, diese sichtbar zu machen und als Teil der Geschichte unserer Welt kennen zu lernen. Die Kanadischen Universitätsprofessorinnen Kathy Sanford und Darlene Clover haben 2020 das Buch „Feminist Critique and the Museum“ veröffentlicht. Darin setzen sie sich mit dem Thema auseinander, wie Frauen in Museen dargestellt werden und zu Wort kommen und regen eine feministische Sichtweise in Museen an. Hier könnt ihr das Interview über das Buch nachlesen.

Hier geht’s zu unserer Zitat-Sammlung.

Judith Mittelberger

MutterNacht: Elternsein hat auch Schattenseiten

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Mit dem gestrigen Neumond ist es in diesem Monat wieder Zeit für unsere Rubrik #TanteRosa. Heute möchten wir euch auf eine wichtige Initiative aufmerksam machen, die jährlich in Südtirol stattfindet: Die MutterNacht.

Mehr als ein Dutzend Familien-, Jugend- und Frauenorganisationen laden vor dem Muttertag  zur „Südtiroler MutterNacht“ ein. Nacht steht im Kontrast zum Tag für dunkle Seiten und Gefühle, die Eltern erleben können.

So steht es in der Beschreibung auf der Webseite der Initiative. Wie jedes Jahr findet die heurige MutterNacht zwar erst im Mai rund um den Muttertag statt, doch in diesem Jahr haben die Organisatorinnen etwas Besonderes vor, worauf wir euch jetzt schon aufmerksam machen möchten.

Hilma af Klint: Die Wiederentdeckung einer besonderen Künstlerin

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Heute dürfen wir euch in der Rubrik #herstory die schwedische Künstlerin Hilma af Klint vorstellen, deren Geschichte lange unbekannt war und in den letzten Jahren die Kunstgeschichte – so wie wir sie kennen – in Frage stellt. Hilma af Klint hat 1906 begonnen abstrakte Bilder zu malen, die bis vor wenigen Jahren kaum jemand zu Gesicht bekommen hatte. Somit war sie einige Jahre früher dran, als die Künstler, die meist als Pioniere der abstrakten Malerei genannt werden: Wassily Kandinsky, Piet Mondrian und Kasimir Malewitsch. Die Geschichte dieser Künstlerin erzählt nicht zuletzt ein Stück weit, wie Kunstgeschichte und wie Frauengeschichte geschrieben wird.

Citazione del lunedì

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Tutti gli inizi (di settimana) sono difficili ;-). Vogliamo renderveli un po’ più spensierati, con qualche buona citazione o battuta di spirito a volte profonde e a volte meno. Iodonna vi augura un buon inizio della settimana.

Questa frase motivante viene da Beatrice Vio, meglio conosciuta come Bebe Vio (*1997), la cui storia di vita è un esempio per molti di guardare positivamente al futuro. La giovane italiana ha scoperto la passione per la scherma all’età di cinque anni. Nel 2008, però, si è ammalata di un tipo di meningite particolarmente grave, perdendo parzialmente tutti e quattro gli arti. Ma non si è dimessa, ha ripreso la scuola e anche l’allenamento di scherma ed è diventata la prima schermitrice con quattro protesi.

Negli anni seguenti Bebe Vio ebbe una carriera sportiva senza precedenti come schermitrice di punta, ricevendo vari premi e vincendo molte medaglie importanti. Tuttavia, la sua ambizione non si limita alla sua carriera atletica. È stata anche conduttrice per la Rai e ha già pubblicato due libri autobiografici: Mi hanno regalato un sogno e Se sembra impossibile allora si può fare. I libri sono stati pubblicati nel 2015 e nel 2019 dall’editore milanese Rizzoli Libri.

Genitalverstümmelung: Mädchenbildung als Ausweg

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Isabella Engl ist über viele Jahre hinweg immer wieder nach Afrika gefahren, hat dort mit den Menschen gearbeitet, hat viele Projekte zur Selbsthilfe initiiert, sich für Bildung eingesetzt, ein Basisgesundheitszentrum mit aufgebaut und sich insbesondere auch mit dem Thema der Genitalverstümmelung auseinander gesetzt. Anlässlich des morgigen internationalen Tages gegen Genitalverstümmelung haben wir mit ihr über dieses Thema gesprochen.

Museen feministisch denken

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Museen sind Orte der Unterhaltung, der Forschung und des Lernens. Museen bewahren und erzählen Geschichten und stiften Identität. Aber was, wenn eine Hälfte der Menschheit in diesen Institutionen nicht gleichberechtigt zu Wort kommt? Immerhin sind auch Museen geprägt von ihrer Geschichte, die lange Zeit Männern das Recht der Geschichtsschreibung zugestand. Als Darlene Clover und Kathy Sanford von der Uni in Victoria, Canada begannen, sich mit Erwachsenenbildung in Museen auseinanderzusetzen machten sie eben diese Erfahrung. So begannen sie sich für Frauenmuseen zu interessieren, besuchten das Frauenmuseum in Meran und es entstand die Idee zu “Feminist Critique and the Museum”.

Ein spannendes Buch in englischer Sprache für alle, die sich für Museen interessieren und dort arbeiten.

Unsere Fragen zum Buch beantworten Darlene Clover und Kathy Sanford, als Initiatorinnen und Herausgeberinnen des Buches, Astrid Schönweger, als Koordinatorin von IAWM (International Association of Women’s Museums) und Gaby Franger, als Mitbegründerin des Museums Frauenkultur Regional-International in Fürth.

“La scrittura è la mia forma di femminismo”

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Francesca Ferragina é scrittrice, podcaster e blogger per passione. Dopo la sua esperienza con un tumore al seno ha deciso di far sentire la sua voce e di condividere le sue idee e pensieri. Racconta le sue esperienze, ma anche le “Storie di Donne nella Storia” con le quali vuole offrire consapevolezza e mostrare la forza delle donne. Nella nostra rubrica #lablogger oggi vi invitiamo a conoscere questa donna attiva e il suo blog.

Jüdische Geschichten Merans entdecken

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Anlässlich des Tages des Gedenken an die Opfer des Holocausts sprechen wir heute mit Sabine Mayr. Die Literaturwissenschaftlerin und Geschichtsforscherin widmet sich seit Jahren der Suche nach verlorenen und verdrängten jüdischen Geschichten in Südtirol. Lange Zeit wurde über die Verfolgung und Vernichtung der Jüdinnen und Juden in Südtirol nicht gesprochen.

2018 hat das Frauenmuseum zusammen mit der Urania und der jüdischen Gemeinde Meran die Veranstaltungsreihe „Erinnerungen an damals – Zeitzeuginnen erzählen“ abgehalten. Frauen mit jüdischen Wurzeln haben in einem Zeitzeuginnengespräch von ihrem Schicksal berichtet. Gut, dass es engagierte Menschen in Südtirol gibt, die sich immer wieder für den Erhalt dieser Geschichte stark machen, so wie Sabine Mayr.

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;). Mit einem guten Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Nach dem gestrigen Internationalen Tag der Bildung, starten wir in diese Woche mit einem dazu passenden Zitat. Karoline von Günderrode (1780-1806) ist eine deutsche Schriftstellerin aus dem 18. Jahrhundert. Ihr Beobachtung zur unterschiedlichen Rolle von Bildung ist auch heute immer noch aktuell.

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Yvonne Rauter

Eine Emanzipationsgeschichte

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Eine Familiengeschichte in der Schweiz wird zu einem Stück Frauengeschichte. „Hinter dem Ladentisch – Eine Familie zwischen Kolonialwaren und geistlichen Herren“ heißt das Buch von Jolanda Spirig, das 2020 im Chronos Verlag erschienen ist. Es erzählt die Geschichte der Familie von Martha Beéry in den 40er und 50er Jahren. Familiäre Herausforderungen prägen sie ebenso wie die Rolle der Kirche und wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklungen dieser Zeit. Später wird Martha Beéry die Initiative für ein Frauenmuseum in der Schweiz gründen und 2008 den Gründungsstein im Frauenmuseum Meran hinterlegen – solange, bis ihr Traum wahr wird und auch die Schweiz ein Frauenmuseum hat. In der Zwischenzeit setzt sie sich hartnäckig für die Sichtbarkeit von Frauengeschichten in den verschiedensten Bereichen ein. Dieses Buch bewahrt ein wertvolles Stück Frauengeschichte vor dem Vergessen.

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