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Biografien 0

Camille Claudel (1864–1943) war eine bedeutende französische Bildhauerin, deren Leben von großem künstlerischem Talent, aber auch von tragischen Umständen geprägt war.

Camille Claudel wurde am 8. Dezember 1864 in Fère-en-Tardenois in der Champagne geboren. Schon früh zeigte sie eine außergewöhnliche Begabung für die Bildhauerei. Ihre Familie unterstützte sie, und so zog sie 1881 nach Paris, wo sie an der Académie Colarossi studierte – eine der wenigen Kunstschulen, die Frauen aufnahm. Dort lernte sie den berühmten Bildhauer Auguste Rodin kennen, der ihr Lehrer, Mentor und später Geliebter wurde.

Gedenktafel an Camille, Paris
Gedenktafel an Camille, Paris

Die Beziehung zu Rodin war leidenschaftlich, aber auch konfliktreich. Claudel arbeitete eng mit ihm zusammen und beeinflusste seine Werke, doch blieb sie oft im Schatten des Meisters. Ihre eigenen Skulpturen – aus Marmor, Bronze und Ton – zeichnen sich durch eine besondere Sensibilität und Ausdruckskraft aus. Werke wie *La Valse* oder *L’Âge mûr* zeigen ihre Fähigkeit, Emotionen und Bewegung in Stein zu bannen.

Trotz ihres Talents hatte Claudel mit den gesellschaftlichen Vorurteilen ihrer Zeit zu kämpfen: Frauen wurden in der Bildhauerei als „körperlich zu schwach“ angesehen, um mit schweren Materialien wie Marmor zu arbeiten. Hinzu kam die schwierige Beziehung zu Rodin, die sie zunehmend belastete. Nach der Trennung verschlechterte sich ihr psychischer Zustand. 1913 wurde sie – gegen ihren Willen – in die **psychiatrische Anstalt Montdevergues** eingewiesen, wo sie die letzten 30 Jahre ihres Lebens verbrachte.

Frau & Vorbilder 0

Johanna Straudi  & Gerti Lechner

Gerti Lechner aus Lana führte über vierzig Jahre. Ein Elektrofachgeschäft, das einst auch Fahrräder und Motorräder mit eigener Werkstatt umfasste. Johanna Straudi aus Bozen war fast vier Jahrzehnte als diplomierte Berufskrankenpflegerin tätig. Unterschiedliche Berufe, unterschiedliche Welten – doch ihre Freundschaft hält seit über dreißig Jahren.

Vor mehr als zwanzig Jahren stieß Johanna zufällig auf einen Kurs über Klosterarbeiten. Eigentlich wollte sie nur zusehen, wie dieses fast vergessene Kunsthandwerk entsteht. Doch die filigrane Schönheit der Arbeiten zog sie sofort in ihren Bann. Bald darauf begeisterte sie auch Gerti, und gemeinsam begaben sich die beiden auf einen Weg voller Hingabe und Neugier.

Seither haben sie unzählige Kurse im In- und Ausland besucht – von Österreich über Deutschland bis in die Schweiz – und sind Mitglieder im Verein „Freunde der Klosterarbeiten“. Seit zwei Jahren steht Gerti diesem Verein sogar als Präsidentin vor. Mit großem Engagement präsentieren sie ihre Werke bei Ausstellungen, etwa im Dominikanerkreuzgang, im Schloss Maretsch oder im Schloss Schenna.

Doch die Klosterarbeiten sind nur ein Teil ihrer gemeinsamen Welt. Beide lieben Studienreisen in ferne Länder, die Fotografie, das Sammeln von Krippen und das Wandern in der Natur. Sie interessieren sich für Kunst, Archäologie und Volkskunde und besuchen leidenschaftlich gerne Museen und Ausstellungen. Für ihr besonderes Hobby reisen sie zudem zu Orten mit Christkindl-Verehrung – nach Prag, Salzburg, München, Sarnen oder Rom.

Donna & salute 0

Interkultureller generationsübergreifender Begegnungsraum
Luogo di incontro interculturale e intergenerazionale

 „Das Rote Zelt“, der rot dekorierte Raum, der im Herbst für eine Woche in Mals und in Meran seine Tore öffnet, in dem Frauen sich informieren, stärken und nähren; zuhören und gehört werden, gemeinsam lachen und weinen können, die Verbindung spüren und neue Sicht- und Lebensweisen kennenlernen.

Es ist ein geschützter Raum, in dem das Weibliche in seiner Gesamtheit zum Ausdruck kommen darf.

“La Tenda Rossa”, la sala decorata in rosso, che apre le porte per una settimana in autunno a Malles e a Merano, offre uno spazio in cui le donne di ogni età e provenienza  possono informarsi, rafforzarsi e nutrirsi; ascoltare ed essere ascoltate, ridere e piangere insieme, sentire la connessione e conoscere nuovi modi di vivere.

È uno spazio protetto in cui il femminile può esprimersi nella sua totalità.

2. Ausgabe

06. – 10.10.2025 in Mals
13. – 17.10.2025 in Meran

Weitere Informationen/altre informazioni: Das Rote Zelt – La Tenda Rossa – blufink Büro für Zusammenarbeit & Beteiligung, Bozen Bolzano

Biografien 0

„Jede Vorstellung wird mit ihrer Form geboren.“

Meret Elisabeth Oppenheim wurde am 6. Oktober 1913 in Charlottenburg bei Berlin geboren und zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen des Surrealismus. Ihre familiären Wurzeln reichen in die Schweiz, wo sie auch den Großteil ihres Lebens verbrachte. Ihr Vater, Erich Alfons Oppenheim, war ein deutsch-jüdischer Arzt, ihre Mutter Eva Wenger stammte aus einer bekannten Schweizer Künstlerfamilie – ihre Großmutter Lisa Wenger war Malerin und Kinderbuchautorin. Schon früh kam Meret mit Kunst und Literatur in Berührung, unter anderem durch den Schriftsteller Hermann Hesse, der mit ihrer Tante Ruth Wenger verheiratet war.

Während des Ersten Weltkriegs zog Meret mit ihrer Mutter nach Delémont zu den Großeltern. Die Familie lebte später in Steinen bei Lörrach, nahe der Schweizer Grenze. Ihre Schulzeit war geprägt von häufigen Wechseln: Sie besuchte unter anderem die Rudolf-Steiner-Schule in Basel und das Zinzendorf-Mädcheninternat in Königsfeld. Ihre Lieblingsfächer waren Deutsch, Geschichte, Zeichnen und Naturkunde.

1932 reiste Meret Oppenheim mit ihrer Freundin Irène Zurkinden nach Paris, wo sie in die Kreise der Surrealisten um André Breton, Alberto Giacometti und Hans Arp aufgenommen wurde. Ihre Werke beeindruckten die Szene, und sie stellte im Salon des Surindépendants aus. 1933 wurde sie von Man Ray in der berühmten Fotoserie „Érotique voilée“ porträtiert, was ihr den Ruf der „Muse der Surrealisten“ einbrachte.

Das Bild zeigt bedeutende Frauen aus Geschichte und Gegenwart – Frauenrechtlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen. Es sind Frauen aus vier Bereichen: Frauenbewegung, Freiheit/Demokratie, Wissenschaft und Kunst.

Inspiriert ist das Bild von Raffaels Fresko „Die Schule von Athen“, das berühmte Philosophen und Forscher der Antike in einer Renaissance-Architektur versammelt. Im Fresko von Raffael finden sich ausschließlich Männer. Leider gibt es kein vergleichbares Bild, das bedeutende Frauen würdigt, die mit ihren außergewöhnlichen Leistungen und Opfern die Welt nachhaltig prägten und prägen.

Catarina Chietti malte ihr Bild als Antwort auf diese Leerstelle. Ihr Gemälde zeigt Frauen, deren visionäre Gedanken und engagiertes Wirken nicht nur die Frauenbewegung beflügelten, sondern auch entscheidende Impulse für wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt lieferten. Catarinas Werk ist eine Hommage an den unerschütterlichen Mut und die herausragenden Errungenschaften von Frauen über die Jahrhunderte hinweg.

Catarina Chietti ist in Düsseldorf geboren und in Hamburg aufgewachsen. Sie studierte Architektur mit zusätzlichen Malereistudien bei Prof. Armin Sandig. Seit 1998 lebt sie im Fläming in der Nähe von Berlin, betreibt ein Architekturbüro und lehrt als Privatdozentin Baugeschichte an der TU Berlin. Als Malerin war und ist sie in zahlreichen Ausstellungen präsent. Durchgängige Themen der Bilder sind vor allem Portraits, aber auch Landschaften. Die Ölbilder sind meist großformatig und in leuchtenden Farben gehalten. In jüngerer Zeit entstehen Gemälde mit komplexeren Themen wie 33 Frauen oder 33 Demokraten.

On her way 0

„Ich hatte schon früher, wie ich klein war, eine große Begeisterung für die Natur und ihre Schönheit, damals habe ich noch mit meiner Cousine kleine Sträuße aus gepflückten Wiesenblumen „gebunden“ und an Spaziergänger verschenkt. Es hat mich damals schon glücklich gemacht, Menschen dadurch eine Freude zu machen und das ist auch bis heute noch so.

Das Ausleben der Kreativität sowie das Arbeiten mit der Natur erfüllt mich bis heute.

Ich bin froh diesen Beruf gewählt zu haben und hoffe, dass es noch viele Jahre meine Leidenschaft bleibt.“

Helena Ibertsberger

Helena Ibertsberger hat 2024 ihre Ausbildung zur Floristmeisterin abgeschlossen. Bei der Meisterausstellung der Blumenkunst im Stift Zwettl im September desselben Jahres mit dem Thema „FRAU“ konnte ihre Abschlussarbeit bewundert werden: Helena durfte sich für ihr Werkstück mit einer ganz besonderen Frau auseinandersetzten, nämlich mit Hildegard von Bingen, deren Wissen um die Heilkräfte der Pflanzen heute noch Gültigkeit hat und die sich schon im Mittelalter für die Stärkung der Rolle der Frau in der Gesellschaft einsetzte.

Starke Frauen 0

Heute feiern wir den 84sten Geburtstag von Joan Baez ,eine bekannte amerikanische Folksängerin und Aktivistin, geboren am 9. Januar 1941 in Staten Island, New York. Sie wird für ihre markante Sopranstimme und ihr unerschütterliches Engagement für Bürgerrechte und Pazifismus gefeiert.

Joan Baez wurde in den 1960er Jahren als zentrale Figur der amerikanischen Folk-Musik-Bewegung bekannt. Ihr Auftritt beim Woodstock-Festival 1969 ist besonders ikonisch.
Zu ihren bekanntesten Liedern gehören „Diamonds & Rust“, „There But for Fortune“ und „We Shall Overcome“. Sie hat auch Lieder von Künstlern wie Bob Dylan, The Beatles und The Rolling Stones gecovert. Im Laufe ihrer Karriere hat sie mehr als 30 Alben veröffentlicht und zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter 2007 einen Grammy Lifetime Achievement Award.

Aktivismus und Einfluss:
Bürgerrechtsbewegung: Joan Baez war stark in die amerikanische Bürgerrechtsbewegung involviert. Sie nahm an Märschen teil, darunter der berühmte Marsch auf Washington im Jahr 1963, bei dem Martin Luther King Jr. seine „I Have a Dream“-Rede hielt. Ihre Musik spiegelte oft ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit wider.

Antikriegs-Aktivismus: Als überzeugte Pazifistin war Baez während ihrer gesamten Karriere in Antikriegsbewegungen aktiv. Sie protestierte gegen den Vietnamkrieg und hat weiterhin gegen verschiedene militärische Konflikte weltweit Stellung bezogen.

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Jackie Kennedy ist Mittelpunk der Floristmeisterinprüfung von Valentina Haller

Valentina Haller hat kürzlich ihre Ausbildung zur Floristmeisterin abgeschlossen. Der Beruf der Floristin ist eine faszinierende Kombination aus technischer Beherrschung der Materialien und Produkte, Kenntnis der Blumensprache und künstlerischem Gespür, das in der Lage ist, Emotionen, Freude und Glück, aber auch Ernsthaftigkeit in Zeiten der Trauer auszudrücken. Es handelt sich um ein Handwerk und gleichzeitig um eine Kunst.

Valentina Haller beendete ihren Studienweg mit der Meisterausstellung der Blumenkunst im Stift Zwettl im September 2024. Das Thema der Ausstellung in diesem Jahr war „FRAU“ (Frau).

Liebe Valentina, was hat Sie dazu bewegt, Floristin zu werden, und was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Beruf?

Nach 2 Jahren Oberschule und einer Verkäuferlehre im Bereich der Papeterie in der Buchhandlung Poetzelberger in Meran, ist meine Tochter geboren und ich habe mich entschieden in meinem Heimatdorf St. Leonhard in Passeier in einer Gärtnerei halbtags zu arbeiten. Mir hat der Beruf gut gefallen, vor allem, dass ich mit meinen Händen etwas erschaffen kann. Weil ich das Kernalter für eine Lehre schon überschritten hatte, konnte ich keine zweite Lehre beginnen und habe so neben meiner Arbeit die Floristenschule (damals noch in Meran) als Privatistin besucht und erfolgreich abgeschlossen. Rückblickend freut mich ganz besonders, dass ich in die Fußstapfen meiner Mama getreten bin und mich wie sie an der Schönheit der Natur freuen kann.

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Feministischer Schreib-Workshop mit Nadja Verena Marcin im Frauenmuseum Meran

Am 10. Oktober 2024, von 17 bis 20 Uhr, findet im Frauenmuseum Meran ein ganz besonderer Workshop statt, der feministische Perspektiven in den Vordergrund stellt. Im Rahmen der FORT biennale_01 lädt die renommierte Künstlerin Nadja Verena Marcin zu einem interaktiven feministischen Schreib-Workshop ein. Dieser Workshop dreht sich um ihre Installation #SOPHYGRAY, die aktuell in der Festung Franzensfeste zu sehen ist und noch bis zum 10. November dort ausgestellt bleibt.

Was ist #SOPHYGRAY?

#SOPHYGRAY ist ein von Nadja Verena Marcin entwickelter KI-gesteuerter Sprachassistent – ein sogenannter Audiobot –, der mit dem Publikum aus einer feministischen Perspektive interagiert. Der Audiobot nutzt eine wachsende Sammlung von feministischer Literatur und kreativen Beiträgen, die von verschiedenen Autor:innen zusammengetragen wurden. Dadurch wird ein einzigartiger Dialog zwischen Technologie und feministischer Theorie geschaffen, der die Teilnehmer:innen einlädt, sich aktiv einzubringen und neue Impulse zu setzen.

Workshop-Inhalte

Der Workshop beginnt mit einer Einführung in die Entstehungsgeschichte und Funktionsweise von #SOPHYGRAY. Die Teilnehmer:innen haben dann die Möglichkeit, dem Audiobot Fragen zu stellen und zu überprüfen, ob ihre Lieblingsthemen in der bestehenden Sammlung bereits enthalten sind.

Starke Frauen 0

Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;). Mit einem guten Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. Ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Emily Elizabeth Dickinson (* 10. Dezember 1830 in Amherst, Massachusetts; † 15. Mai 1886 in Amherst, Massachusetts; ) gilt als bedeutende US-amerikanische Dichterin. Ihre Gedichte, erstmals 1890 nach ihrem Tod veröffentlicht, scheinen stilistisch vielfach ins 20. Jahrhundert vorzugreifen.

Am 20. Juni 2024 um 19 Uhr wird im Frauenmuseum eine neue Ausstellung eröffnet: „Hildegard, die Visionärin“.

Ein Hommage an die außergewöhnliche Hildegard von Bingen.

„Alles, was Hildegard von Bingen in ihrer Zeit lebte, hatte es vorher noch niemals gegeben! Hildegard trat als mutige, kämpferische und äußerst klug agierende Frau in einer bestimmenden Männerwelt hervor, die dort nicht verloren hat – obwohl ihr Leben zu Beginn auf Messers Schneide stand -, sondern alles gewann und sich in jeder Weise als Seherin, Äbtissin und Visionärin behauptete!

Hildegard von Bingen war eine scharfe Kritikerin der Mächtigen ihrer Zeit und bewahrte furchtlos die Selbstständigkeit ihrer Klöster als Gemeinschaft der Schwestern. Ihre Visionen kündigten die Darstellung der Frau in der biblischen Schöpfungsgeschichte als minderwertiges Wesen auf. Sie erklärte die Frau frei von dem Vorurteil der Erbschuld der ersten Sünde. Hildegard von Bingen war die erste Naturforscherin, die ihre eigene Naturkunde schrieb, und die Kenntnis der antiken Schriften mit den eigenen Beobachtungen und regionalen volkskundlichen Überlieferungen verband.

Mächtige Frauen aus königlicher Herkunft waren im Mittelalter bekannt; aber Hildegards einzigartige Stellung kam ihr durch ihre besonderen Gaben und Fähigkeiten zu.“

Dr.in Marlies Obier 

Die Wanderausstellung „Hildegard, die Visionärin“ wurde von Marlies Obier und Marianne Pitzen konzipiert.

Kraftorte als Inspirationsquelle für neue Seelen-Gesänge

Wandern und innehalten
Wir wandern zu Quellen, Felsen/Steinen, zu auffallenden Baumformationen und von diesen Kraftorten weiter zu den, immer in der Nähe gelegenen, Dorfkapellen, in denen wir die „drei Madln“ (Katharina, Margerete und Barbara) und ihre heidnischen Vorgängerinnen (Aubet, Cubet und Quere) als Zeuginnen einer verborgenen weiblichen Spiritualität entdecken.

Draußen und Drinnen
Mit einem achtsamen und fragenden Blick erschließen wir uns den in der Natur und in den sakralen Räumen verborgenen Geist. Warum DREI? Warum Steine, Wasser, Bäume? Warum Frauen? Was symbolisieren sie? Weht ihr ursprünglicher Geist noch zu uns herüber?

Mit allen Sinnen
nehmen wir die Strahlkraft in uns auf, gehen in Resonanz, lassen uns berühren, auf uns wirken.
Wir lassen uns inspirieren …

Ablauf

30. und 31. Mai 2024
Vinschgau Drei Brunnen, Tartscher Bichl, Saligenangerle, Taufers

1. und 2. Juni 2024
Eisacktal/Pustertal St. Andrä bei Brixen, Klerant, Karnol, Jungfernsteig/Meransen, Terenten

Einfache Wanderungen, reine Gehzeit pro Tag (max. 2 1/2 Stunden)

Mit Heidi Clementi, gemeinsam mit Irene Hager, die den kulturgeschichtlichen Hintergrund erläutert, Brigitte Knapp, die den stimmlich, musikalischen Teil mitträgt.

Färben 0

Das Färben mit Pflanzen hat etwas Spannendes, Geheimnisvolles. Dass mit der richtigen Technik aus Blüten, Blättern, Wurzeln, Rinden und Früchten Farbstoffe extrahiert werden können, wissen viele – dass diese Farben auf Textilien, der eigenen Kleidung haltbar gemacht werden können, beinhaltet aber ein Wissen, das mit der Entwicklung der synthetischen Farbstoffe zunehmend in Vergessenheit geraten ist.

Eine kleine Liste mit Färberpflanzen – herkömmlichen wie unkonventionellen –, und welche Färbeergebnisse zu erwarten sind, ermöglicht einen ersten Einblick in dieses faszinierende Handwerk

Gelb:

  • Wau (Reseda luteola)
  • Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)
  • Studentenblume (Tagetes)
  • Mädchenauge (Coreopsis)
  • Färberkamille (Cota tinctoria)
  • Schafgarbe (Achillea):
  • Küchenzwiebel (Allium)
  • Birke (Betula)

Rot:

  • Färberkrapp (Rubia tinctorum)

Blau, Blaugrün, Grün:

  • Waid (Isatis tinctoria)
  • Indigo (Persicaria tinctoria)
  • Liguster (Ligustrum)
  • Brennnessel (Urtica)

Violett:

  • Schminkwurz (Alkanna tinctoria)
  • Blauholz (Haematoxylum campechianum)

Braun:

  • Walnuss (Juglans regia)
  • Edelkastanie (Castanea sativa)

Um die Pflanzenfarben haltbar zu machen, ist es notwendig, die zu färbenden Fasern zu beizen, was auf verschiedene Art und Weise erfolgen kann und sowohl von der Färbedroge als auch den zu färbenden Textilien abhängt.

Färben 0

Immer schon beschäftigen sich Menschen mit Farbe, nehmen sie in ihrer Umgebung wahr, interpretieren sie und sind fasziniert von ihrer Wirkung. Vermutlich seit dem Neolithikum wurde überall auf der Welt experimentiert und geforscht und die ältesten Spuren von der Beschäftigung mit Farbe stammen von Höhlenmalereien aus der Steinzeit.

Farben kommen in der Natur in unterschiedlichen Formen vor: sie können mineralischen, tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sein. Die oben erwähnten Höhlenmalereien wurden mit mineralischen Pigmenten ausgeführt, die ziemlich widerstandsfähig sind und so die Zeit überdauern konnten.

Wann Menschen begannen, sich mit Pflanzenfarben zu beschäftigen, ist hingegen nicht so einfach zu bestimmen: Pflanzenfarben dienten vorwiegend der Verschönerung der Bekleidung und da Textilien vergänglich sind und mit ihnen auch die verwendeten Farben, ist nicht zweifelsfrei feststellbar, wann aus Pflanzen gewonnene Farbstoffe zum ersten Mal zum Einsatz kamen.

Die vermutlich ältesten Zeugnisse dieses Handwerks stammen aus China, sind über 4500 Jahre alt und eigentlich handelt es sich nicht um Textilien, sondern um handschriftliche Aufzeichnungen, die sich mit dem Färben von Textilien beschäftigen.

Die ältesten erhaltenen Textilien, die mit Pflanzenfarben gefärbt wurden, stammen aus Pharaonengräbern in Ägypten und Grabstätten der Maya. Von Griechen und Römern existieren schriftliche Überlieferungen, die von gefärbten Textilien berichten.

#Kulturlust 0

Eccoci al nostro appuntamento bisettimanale con le puntate del programma Una breve storia delle donne di Sandra Passarello a cura di Alessandra Tortosa, ora su Rai Alto Adige come Podcast.
In ogni puntata vi sono voci autorevoli di esperte del territorio, accompagnate da brani di letteratura e musica, alcuni come testimonianza della storia del costume italiano, altri più attuali che mai.

Vi auguriamo una buona lettura e un buon ascolto!

PUNTATA 10

Violenza di genere

Puntata delicata questa numero 10, dedicata alla violenza di genere, che comincia proprio con un’intervista sul territorio, ad una delle operatrici del Centro antiviolenza GEA di Bolzano, per parlarci dei servizi che il centro offre a tutte le donne, che abbiano necessità di protezione e assistenza, per uscire dalla paura. “Io non ho paura di te” è anche il brano di Emma Marrone che segue. Non può mancare una lettura dalla raccolta “Ferite a morte” curato da Serena Dandini; la voce di Alessandra Limetti darà voce al brano letterario e quella della cantante messicana Silvana Estrada alla canzone “Si me matan” (se mi uccidono).
La violenza non è solo fisica, ma può essere anche psicologica e non meno violenta di quella sul corpo. Ce ne parla Francesca Pizzuti nel suo “Non capisco”, con un’analisi interessante dei meccanismi psicologici alla base della dipendenza autolesionista di una donna nei confronti di un uomo.
Ad alleggerire il tema un paio di canzoni degli anni sessanta dal Quartetto Cetra con “Però mi vuole bene” e dalla voce di Fred Buscaglione con “Teresa non sparare”. Anche la scrittrice Angeles Mastretta ci parla di questo tema attraverso la ribellione di zia Chila, racconto assai ironico, tratto dalla sua famosa raccolta “Donne dagli occhi grandi”. Sempre restando in tema psicologico la canzone “Gaslighter” del gruppo delle Dixie Chicks, ci racconta in musica il modo di operare una manipolazione psicologica su un’altra persona, definito appunto gaslighter.

#Kulturlust 0

Questa settimana vi presentiamo Sandra Passerello e la sua “Una breve storia delle donne“, presentata al pubblico come spettacolo nelle sale a teatrali, e da cui è poi nata una trasmissione radiofonica, ora disponibile in un podcast da ascoltare in streaming, anche in spiaggia o durante una piacevole passeggiata estiva.

Inizialmente avevamo chiesto all’autrice di presentare sé stessa, e il suo prezioso lavoro qui in questo spazio digitale del Museo delle Donne e da lì é nata l’idea di accompagnare voi, care lettrici e lettori, durante l’estate a scadenza bisettimanale con le puntate di „Una breve storia delle donne“.

„Mi chiamo Sandra Passarello, classe ’68, nata in Alto Adige, vissuta molti anni in altre città italiane o all’estero e tornata in questo territorio alcuni anni fa per diverse vicissitudini personali. Sono un’attrice di teatro, ma spesso anche regista e drammaturga delle mie performances. Oltre al teatro ho studiato per diversi anni l’uso della voce, anche attraverso i canti di tradizione di altre culture, che mi hanno trasmesso autenticità.

Ciò che mi diverte, ciò che mi commuove, mi fa riflettere o mi stupisce, mi piace condividerlo col pubblico; in particolare intrecciando letteratura e musica, creando tessuti narrativi e musicali che porgano a chi ascolta spunti e storie in cui rispecchiarsi o di cui recuperare una memoria, un pensiero condiviso e condivisibile.

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