Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

Buchrezension „Smash The Patriarchy – der Widerstand als Graphic novel“

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Unsere Praktikantin Neela, hat für euch das Buch „Smash The Patriarchy – der Widerstand als Graphic novel“ gelesen und eine Buchrezension geschrieben.

„Smash The Patriarchy“ ist ein Comic Buch, geschrieben von Marta Breen und illustriert von Jenny Jordahl. Dieses Buch erzählt wie in den Jahrhunderten die Frauen diskriminiert wurden und dagegen gekämpft haben. Das Thema wird in einer lustigen, aber informativen Weise behandelt. Von Aristoteles bis zur Französischen Revolution und darüber hinaus, werden stereotypische Gedanken über Frauen sarkastisch dargestellt. Lebensgeschichten von ignorierten Frauen wie Mary Wollstonecraft werden erzählt und es wird auch gezeigt, wie wichtig diese Frauen für unsere Geschichte sind.

Der Comic ist laut mir ein sehr lehrreiches und interessantes Buch. Wichtige Themen werden aufgegriffen, aber immer mit Humor und Leichtigkeit. Die Illustrationen sind nett und lockern das Thema auf. Ich finde es ist wichtig, über die Geschichte und Schwierigkeiten der Frauen, damals aber auch heute, zu sprechen. Zusätzlich finde ich es richtig, die sexistischen Ideen berühmter Männer, seien es Autoren, Künstler oder Philosophen, bekannt zu machen. Wenn man über diese Männer spricht, werden nur ihre Erfolge erwähnt und man vergisst oft zu sagen, dass sie Frauen als minderwertig hielten.

Mansoureh Shojaee Women’s rights activist, writer & researcher

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Mansoureh Shojaee  ist mit dem Frauenmuseum in Meran eng verbunden.

Sie war auch bei der internationalen Konferenz der Frauenmuseen im August 2025 in Meran und hat über die Situation der Frauenmuseen erzählt.

Sie schreib unlängst:

In einer Zeit der Trauer, Wut und Verzweiflung, angesichts brutaler staatlicher Repressionen, suchen wir weiterhin – dennoch – nach schwachen Hoffnungsschimmern auf dem Weg der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“.
Als Hommage an die Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ und die landesweiten Proteste der iranischen Bevölkerung –
für das Recht auf Selbstbestimmung,
für das Recht auf den eigenen Körper,
für das Recht auf soziale Sicherheit,
für das Recht auf Staatsbürgerschaft,
für das Recht auf freie Meinungsäußerung –

Derzeit findet im Amsterdamer Widerstandsmuseum eine Ausstellung mit Kunstwerken, Dokumentationen und Filmen zur Geschichte des Widerstands innerhalb der iranischen Frauenbewegung statt.

Die Inhalte wurden in Zusammenarbeit mit einer Beratergruppe vorbereitet, der auch Mitglieder des Museums der iranischen Frauenbewegung angehören.
Zeitraum: 13. Februar bis 13. August 2026

Unter diesem link eine Zusammenfassung der IAWM- internationalen Konferenz der Frauenmuseen in Südtirol.

https://www.irwmm.org/en/conference-of-the-international-association-of-womens-museums-held-in-merano-south-tyrol/

 

300 Frauenarbeit im Big Apple

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New York City mit Überschwemmungen – eine neue Erfahrung. Es gießt in Strömen.

Am Columbus Circle peitscht uns der Wind den Regen ins Gesicht. Die letzten, noch nicht freiwillig eingeklappten Schirme werden Opfer heftiger Windböen. Tapfer kämpfen wir uns entlang des Central Parks hoch bis zur 77th Straße. Bei Ankunft in der Lobby der New York Historical Society, schwimmen wir in unseren Schuhen. Wie dumm von uns, nicht die Subway zu nehmen.

Center for the Study of Women’s History of the New York Historical Society

170 Central Park West at Richard Gilder Way (77th Street)

NY 10024

Überdimensionale Frauenfiguren, die die Säulen der großzügigen Lobby schmücken, lassen mich meine nasskalten Füße rasch vergessen. Kurz darauf heißt uns Anna Danziger Halperin, die stellvertretende Direktorin des Center for the Study of Women’s History, herzlich willkommen und führt uns in den 4. Stock, in dem das Frauenmuseum untergebracht ist. Es bildet nur eine kleine Abteilung in diesem großen Museum zur Amerikanischen Geschichte.

Eine der bedeutendsten Frauen der Reformationszeit

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Katharina von Bora (1499–1552) war die Ehefrau Martin Luthers und eine der bedeutendsten Frauen der Reformationszeit. Ihr Leben führte sie vom Kloster zur Rolle einer selbstbewussten Hausherrin und Unternehmerin in Wittenberg.

Katharina von Bora wurde vermutlich am 29. Januar 1499 in Lippendorf bei Leipzig oder auf Gut Hirschfeld geboren. Sie stammte aus dem sächsischen Landadel, doch ihre Familie war verarmt. Ihre Mutter starb früh, und Katharina kam bereits im Kindesalter in klösterliche Erziehung: zunächst in das Benediktinerinnenkloster Brehna, später in das Zisterzienserinnenkloster Marienthron in Nimbschen bei Grimma, wo sie 1515 ihr Gelübde als Nonne ablegte.

Die reformatorischen Schriften Martin Luthers fanden auch im Kloster Verbreitung. Katharina und mehrere Mitschwestern beschlossen, das Klosterleben zu verlassen. Mit Hilfe von Freunden Luthers flohen sie im Jahr 1523 aus Nimbschen und gelangten nach Wittenberg. Dort fand Katharina zunächst Unterkunft im Haus des Malers Lucas Cranach d.Ä., mit dessen Familie sie lebenslang eng verbunden blieb.

Katharina heiratete am 13. Juni 1525 den Reformator **Martin Luther**. Die Ehe war für beide ungewöhnlich: Luther hatte ursprünglich nicht heiraten wollen, und Katharina galt als selbstbewusst und zielstrebig. Doch entwickelte sich eine enge Partnerschaft. Luther nannte sie liebevoll „Herr Käthe“ oder „mein Herzliebste“.

Kunst in der Nussschale

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EDMONTON – eine Stadt, an die ich mich gewöhnen muss. Die Hauptstadt der kanadischen Provinz Alberta und fünftgrößte Stadt Kanadas schüchtert mich, als Fußgeherin ohne fahrbaren Untersatz, ein.

Mit seinen breiten Avenues und den Entfernungen von einem Straßenblock zum anderen, wurde diese Stadt für automobile Menschen gebaut, ohne Zweifel konzipiert für das Fortkommen auf vier Rädern. Trotz der ca. 1 Million Einwohnerinnen* fühle ich mich beinahe einsam, wenn ich durch die Straßen spaziere. Wenige Exemplare meiner Sorte begegnen mir auf den Gehsteigen, unter ihnen nicht wenige Junkies und Menschen, mit denen es das Leben nicht so gut meint. In den halbleeren Bussen und Stadtbahnen findet die Benutzerin* immer genug Platz.
Nach einem zehnminütigen Fußmarsch zur Stadtbahnstation in Downtown Edmonton, fahre ich einige Stationen mit der „Valley Line“. Weiter geht es zu Fuß, schwache 2 km durch beschauliche Vorstadtidylle: Einfamilienhäuser, mit Bäumen und parkenden Autos gesäumte Straßenzüge; ein Vater mit seinem Zweijährigen, der auf dem Gehsteig seine ersten Gleichgewichtsversuche auf seinem Minifahrrad wagt; eine Frau führt ihren Hund spazieren; schräg gegenüber wird ein Kofferraum fürs Picknick gepackt; plötzlicher Rasenmäher lärm, der die paradiesische Behaglichkeit zerreißt; hin und wieder, überraschenderweise, weil ungewohnt in diesem Land – eingezäuntes Glück.

Sheila E. „Queen of Percussion“

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Sheila E. (bürgerlich Sheila Cecilia Escovedo, geboren am 12. Dezember 1957 in Oakland, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Perkussionistin, Schlagzeugerin, Sängerin und Schauspielerin, die als „Queen of Percussion“ gilt und durch ihre Zusammenarbeit mit Prince in den 1980er Jahren weltberühmt wurde.

Kindheit und musikalische Wurzeln

Sheila E. wuchs in einer hochmusikalischen Familie auf. Ihr Vater Pete Escovedo war ein renommierter mexikanisch stämmiger Perkussionist, ihre Mutter Juanita Gardere afroamerikanischer Herkunft. Schon im Alter von drei Jahren begann Sheila, Schlagzeug zu spielen, und mit fünf trat sie erstmals öffentlich auf. Sie hat drei jüngere Geschwister, darunter den Musiker Juan Escovedo. Zudem ist sie die Patentochter des Latin-Jazz-Stars Tito Puente.

Frühe Karriere
Ihre ersten professionellen Schritte machte Sheila Mitte der 1970er Jahre. Sie spielte mit der **George Duke Band** und wirkte als Session-Musikerin bei Größen wie **Herbie Hancock, Billy Cobham, Marvin Gaye, Diana Ross und Lionel Richie** mit. 1976 hatte sie ihr Schallplattendebüt auf einem Album von Alphonso Johnson. Besonders prägend war ihre Teilnahme an Marvin Gayes letzter Welttournee, die ihr internationale Aufmerksamkeit verschaffte.

Talentiert, Leidenschaftlich, tragisch

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Camille Claudel (1864–1943) war eine bedeutende französische Bildhauerin, deren Leben von großem künstlerischem Talent, aber auch von tragischen Umständen geprägt war.

Camille Claudel wurde am 8. Dezember 1864 in Fère-en-Tardenois in der Champagne geboren. Schon früh zeigte sie eine außergewöhnliche Begabung für die Bildhauerei. Ihre Familie unterstützte sie, und so zog sie 1881 nach Paris, wo sie an der Académie Colarossi studierte – eine der wenigen Kunstschulen, die Frauen aufnahm. Dort lernte sie den berühmten Bildhauer Auguste Rodin kennen, der ihr Lehrer, Mentor und später Geliebter wurde.

Gedenktafel an Camille, Paris
Gedenktafel an Camille, Paris

Die Beziehung zu Rodin war leidenschaftlich, aber auch konfliktreich. Claudel arbeitete eng mit ihm zusammen und beeinflusste seine Werke, doch blieb sie oft im Schatten des Meisters. Ihre eigenen Skulpturen – aus Marmor, Bronze und Ton – zeichnen sich durch eine besondere Sensibilität und Ausdruckskraft aus. Werke wie *La Valse* oder *L’Âge mûr* zeigen ihre Fähigkeit, Emotionen und Bewegung in Stein zu bannen.

Trotz ihres Talents hatte Claudel mit den gesellschaftlichen Vorurteilen ihrer Zeit zu kämpfen: Frauen wurden in der Bildhauerei als „körperlich zu schwach“ angesehen, um mit schweren Materialien wie Marmor zu arbeiten. Hinzu kam die schwierige Beziehung zu Rodin, die sie zunehmend belastete. Nach der Trennung verschlechterte sich ihr psychischer Zustand. 1913 wurde sie – gegen ihren Willen – in die **psychiatrische Anstalt Montdevergues** eingewiesen, wo sie die letzten 30 Jahre ihres Lebens verbrachte.

Izmir Kadin Müzesi

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Marianne Wimmer hat uns wieder einen Beitrag zukommen lassen. Diesmal war sie in Izmir, Türkei.

Das einzige physische Frauenmuseum der Türkei befindet sich in der drittgrößten Stadt des Landes, in Izmir. Kurz vor dem Bahnhof Basmane verlassen wir den mehrspurigen Fevzi Pasa Boulevard und tauchen ins Gassengewirr des ehemaligen jüdisch-türkischen Viertels ein.

1295.Sok – 1296.Sok – 1299.Sok – 1298.Sok – Hinter dem Wort „Sokak“, abgekürzt: Sok., verbergen sich kleinere Gassen, die in türkischen Städten anstelle gewohnter Namen durchnummeriert Orientierung bieten.

Zusätzlich leiten uns Hinweisschilder mit der Aufschrift „Izmir Kadin Müzesi“. Vorbei an Wohnhäusern, kleinen Läden, Cafes und Hotels, stehen wir nach 5 Minuten vor einem historischen Gebäude, dem Frauenmuseum. Mit seiner neoklassischen Fassade mit einem Erkerfenster verbindet es europäische und traditionell türkische Architektur. Gebäude dieser Art, „Izmir Haus“ genannt, zählten in diesem Stadtteil zu den bevorzugten Häusern bis in die 1. Hälfte des 20. Jhds.

Nach einem kurzen Schockmoment – die Haustür lässt sich nicht öffnen – entdecken wir rechts davon eine Klingel. Kurz gedrückt – und wir finden Einlass. Ich bin erleichtert, denn 2018 stand ich bereits einmal vor verschlossener Tür, wegen Renovierungsarbeiten.

Izmir Kadin Müzesi

1298 Sokak, No: 14

IZMIR TÜRKEI

Frau des Monats

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Unsere Frau des Monat Dezember und leider auch unsere Letzte für dieses Jahr ist Elisabeth Tappeiner, Farmfluenzerin vom Kathreingut Kastellbell/Tschars.
Im Interview mit Sissi Prader erzählt sie über ihren mutigen Neuanfang in der Landwirtschaft.

Kannst du dich kurz vorstellen?

Hallo, ich bin Lisi, 42, BIO-Bäuerin aus dem Vinschgau.

Du bist eine leidenschaftliche Bäuerin, was fasziniert dich an diesem Beruf?

Die Selbstwirksamkeit. Ich kann so viel mit meinen Händen machen. Was in unserem Gemüsefeld alles wächst ist unglaublich. Selbstverständlich immer im Zusammenspiel mit der Natur.

Du hast bewußt dich für Vielfalt im Anbau entschieden – ist hier eine nachhaltige Strategie dahinter?

Ja absolut. Denn mit mehr Vielfalt brauche ich weniger an Pflanzenschutzmitteln. Mehr Vielfalt bringt mehr Leben in mein Feld. Mehr Vielfalt bringt dem Boden was. Mehr Vielfalt tut auch unserem Gemüt gut.

Wir lesen von dir dass du auch Safran anbaust?

Ja genau. Seit 6 Jahren wächst bei uns im Feld auf dem Sonnenberg der tolle Safrankrokus. Ein faszinierendes und für unseren Betrieb wichtiges Standbein.

Was bedeutet für dich „farmfluencer“

Iman Abdulmajid, Ikone der Modegeschichte, Unternehmerin mit Vision, Botschafterin für Diversität

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Iman Abdulmajid ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der internationalen Modewelt – ein somalisch-amerikanisches Supermodel, Schauspielerin und Unternehmerin, die nicht nur durch ihre Schönheit, sondern auch durch ihre Intelligenz und ihren Einsatz für Diversität und Frauenrechte berühmt wurde.

Iman Mohamed Abdulmajid wurde am 25. Juli 1955 in Mogadischu geboren, damals noch italienisches Treuhandgebiet Somalia. Sie wuchs in einer gebildeten Familie auf: Ihr Vater war Diplomat und später Botschafter in Saudi-Arabien und Ägypten, ihre Mutter Gynäkologin. Schon früh zeigte sich ihre außergewöhnliche Begabung – sie sprach fünf Sprachen fließend und entging durch den entschlossenen Widerstand ihrer Eltern der damals in Somalia verbreiteten Praxis der weiblichen Beschneidung. Nach der Schule in Ägypten studierte sie **Politikwissenschaften an der Universität Nairobi**. Dort wurde sie 1975 von dem amerikanischen Fotografen **Peter Beard** entdeckt, der sie nach New York brachte und ihre Karriere als Model einleitete.

Ihr erstes großes Engagement erhielt sie **1976 für die US-Vogue**, und von diesem Moment an war sie ein Star. Sie arbeitete mit den größten Namen der Modebranche – **Yves Saint Laurent, Gianni Versace, Calvin Klein, Donna Karan, Thierry Mugler** – und wurde zu einer der ersten schwarzen Frauen, die als **Supermodel** weltweit Anerkennung fanden. Yves Saint Laurent bezeichnete sie sogar als seine „Frau der Träume“. In den 1980er-Jahren war sie neben Naomi Campbell und Beverly Johnson eine der Ikonen, die das Bild der Mode nachhaltig veränderten, indem sie Vielfalt und neue Schönheitsideale auf die Laufstege brachten.

Zwei Frauen, zwei Lebenswege – und eine Leidenschaft, die sie seit Jahrzehnten verbindet.

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Johanna Straudi  & Gerti Lechner

Gerti Lechner aus Lana führte über vierzig Jahre. Ein Elektrofachgeschäft, das einst auch Fahrräder und Motorräder mit eigener Werkstatt umfasste. Johanna Straudi aus Bozen war fast vier Jahrzehnte als diplomierte Berufskrankenpflegerin tätig. Unterschiedliche Berufe, unterschiedliche Welten – doch ihre Freundschaft hält seit über dreißig Jahren.

Vor mehr als zwanzig Jahren stieß Johanna zufällig auf einen Kurs über Klosterarbeiten. Eigentlich wollte sie nur zusehen, wie dieses fast vergessene Kunsthandwerk entsteht. Doch die filigrane Schönheit der Arbeiten zog sie sofort in ihren Bann. Bald darauf begeisterte sie auch Gerti, und gemeinsam begaben sich die beiden auf einen Weg voller Hingabe und Neugier.

Seither haben sie unzählige Kurse im In- und Ausland besucht – von Österreich über Deutschland bis in die Schweiz – und sind Mitglieder im Verein „Freunde der Klosterarbeiten“. Seit zwei Jahren steht Gerti diesem Verein sogar als Präsidentin vor. Mit großem Engagement präsentieren sie ihre Werke bei Ausstellungen, etwa im Dominikanerkreuzgang, im Schloss Maretsch oder im Schloss Schenna.

Doch die Klosterarbeiten sind nur ein Teil ihrer gemeinsamen Welt. Beide lieben Studienreisen in ferne Länder, die Fotografie, das Sammeln von Krippen und das Wandern in der Natur. Sie interessieren sich für Kunst, Archäologie und Volkskunde und besuchen leidenschaftlich gerne Museen und Ausstellungen. Für ihr besonderes Hobby reisen sie zudem zu Orten mit Christkindl-Verehrung – nach Prag, Salzburg, München, Sarnen oder Rom.

Südtirol steht auf“: Gegen Gewalt an Frauen

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Vielfältige Aktionen und Maßnahmen zum 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen – 2025 haben 832 Frauen um Unterstützung gebeten

192 Frauen und 211 Kinder waren im Jahr 2024 in Südtirol in Wohneinrichtungen untergebracht, 832 haben um Unterstützung angefragt, da sie sich in Gewaltsituationen befunden haben. Auf diese immer noch viel zu hohen Zahlen, erhoben vom Landesinstitut für Statistik, wurde am 18. November im Rahmen der Vorstellung der neuen Kampagne gegen Gewalt an Frauen in Bozen hingewiesen.

Unter dem Motto „Südtirol steht auf“ machen Land Südtirol, der Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen, das Netzwerk gegen Gewalt an Frauen und das Frauenbüro auf das Thema Gewalt an Frauen aufmerksam..

Präventiv arbeiten, Aufklärung fördern und gleichzeitig sicherstellen, dass Betroffene Gerechtigkeit erfahren. Wegschauen ist keine Option, nicht für uns als Politik und nicht für die Gesellschaft.

Gewalt gegen Frauen sei kein abstraktes Phänomen. Sie zerstört Leben und vergiftet Generationen. Prävention ist deshalb kein Luxus, sondern die Feuerwehr, die das Inferno löscht, bevor es ausbricht.“ Die Gesellschaft sei aufgerufen, gegen Gewalt aufzustehen, denn „Schweigen tötet, Solidarität befreit.

25.11.2025

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Das Netzwerk gegen Gewalt an Frauen der Stadt Meran wurde offiziell im November 2012 mit dem Ziel gegründet, das tragische Phänomen der Männergewalt gegen Frauen durch eine gezielte Netzwerkarbeit und die Stärkung der Synergien zwischen den Diensten, Institutionen und der aktiven Bürgerschaft zu bekämpfen.

Die Initiativen des Netzwerks:
• Infocard: ein Flyer mit den wichtigen Kontakten der Dienste der Stadt
• Kampagne gegen sexuelle Gewalt: 16 Sticker, um klischeehaftes und stereotypes
Denken abzubauen und Informationen an Frauen und Mädchen zu geben
• Kampagne gegen psychische Gewalt: 5 Postkarten, um auf die häufigste und
schwer erkennbare Form von Männergewalt hinzuweisen

La Rete contro la violenza sulle donne della Città di Merano è stata ufficialmente istituita nel novembre 2012 con l´obiettivo di contrastare il tragico fenomeno della violenza maschile sulle donne, con un lavoro in Rete per migliorare la comunicazione e rafforzare le sinergie tra servizi, istituzioni e cittadinanza attiva.

Le iniziative della Rete:
• Infocard: un flyer con i numeri utili dei servizi cittadini
• Campagna contro la violenza sessuale: 16 adesivi fanno riflettere su messaggi   
  stereotipati e danno informazioni a chi subisce  violenza
• Campagna contro la violenza psicologica: 5 cartoline affrontano la più diffusa e
  spesso poco riconosciuta forma di violenza maschile

Ruth Handler: Die Frau hinter Barbie

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Ruth Handler war eine amerikanische Geschäftsfrau, deren Name untrennbar mit der Entstehung der Barbie-Puppe verbunden ist. Geboren am 4. November 1916 in Denver, Colorado, als Ruth Marianna Mosko, wuchs sie als Tochter polnisch-jüdischer Einwanderer in bescheidenen Verhältnissen auf. Schon früh zeigte sie Unternehmergeist und Kreativität – Eigenschaften, die später ihre Karriere prägen sollten.

In den 1930er Jahren zog Ruth nach Los Angeles, wo sie ihren späteren Ehemann Elliot Handler heiratete. Gemeinsam gründeten sie 1945 mit Harold Matson das Unternehmen Mattel. Ursprünglich stellte Mattel Bilderrahmen her, doch bald verlagerten sie den Fokus auf Spielzeug – ein Bereich, in dem Ruths Gespür für Marktbedürfnisse und Trends besonders zur Geltung kam.

Die Idee zur Barbie-Puppe entstand aus Ruths Beobachtung ihrer Tochter Barbara, die gerne mit Papierpuppen spielte und sich dabei in verschiedene Rollen hineinversetzte – von der Krankenschwester bis zur Schauspielerin. Ruth erkannte, dass es auf dem Markt keine Puppe gab, die Mädchen erlaubte, sich als Erwachsene zu imaginieren. Während einer Reise nach Europa entdeckte sie die deutsche Puppe „Lilli“, die als Vorlage für Barbie diente. Trotz anfänglicher Skepsis innerhalb von Mattel setzte Ruth sich durch – und 1959 wurde Barbie auf der American Toy Fair in New York vorgestellt.

„Gebet mit den Händen“

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Im Monat November stellen wir zwei Freundinnen vor, die sich zu Klosterarbeiten – Liebe zu einem alten Kunsthandwerk, gefunden haben.

Könnt ihr euch beide kurz vorstellen?

Mein Name ist Gerti Lechner und ich bin aus Lana. Nach Beendigung der Kaufmännischen Lehranstalt in Meran mit Abschluss als Betriebsbuchhalterin bin ich in das Elektrofachgeschäft mit Fahrrädern und Motorrädern meiner Eltern eingestiegen. Nebenberuflich habe ich die Matura nachgeholt. Nach dem frühen Tod meines Vaters übernahm ich das Geschäft und arbeitete auch in der Werkstätte mit. Damit ich die Mechaniker-Lehrlinge weiterhin ausbilden konnte, wurde ich sogar als Mechanikerin eingetragen. Zur damaligen Zeit, Anfang der 90er Jahre war das nicht selbstverständlich.  Anfang der 2000er Jahre verkleinerte ich mich und hatte nur mehr das Elektrogeschäft in neuen Räumlichkeiten am Gries. 2019 habe ich das Geschäft geschlossen und bin in Rente gegangen. Als Ausgleich machte ich Sport, Skifahren, Bogenschießen, Tennis usw. und bereiste die nahe und ferne Welt.

Vom Cockpit zur Erotikrevolution

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Beate Uhse, geboren als Beate Köstlin am 25. Oktober 1919 auf Gut Wargenau bei Cranz in Ostpreußen (heute Selenogradsk, Russland), wuchs in einem liberalen und aufgeklärten Elternhaus auf. Ihr Vater war Landwirt, ihre Mutter eine der ersten praktizierenden Ärztinnen Deutschlands – beide sprachen offen mit ihren Kindern über Sexualität und Hygiene.

Schon früh zeigte Beate Interesse an der Fliegerei. Mit 18 Jahren erwarb sie ihren Pilotenschein und wurde während des Zweiten Weltkriegs Testpilotin und später Hauptmann in einem Überführungsgeschwader der Luftwaffe. 1939 heiratete sie ihren Fluglehrer Hans-Jürgen Uhse, der 1944 im Krieg fiel. 1943 kam ihr Sohn Klaus zur Welt.

Nach Kriegsende floh sie mit ihrem kleinen Sohn in einem herrenlosen Militärflugzeug aus dem eingeschlossenen Berlin nach Norddeutschland – ein waghalsiger Akt, der ihre Entschlossenheit unterstrich.
In der Nachkriegszeit begann sie, Aufklärungsbroschüren zu vertreiben, die auf dem Wissen ihrer Mutter basierten.

Beate Uhse war eine Pionierin der sexuellen Aufklärung und Gründerin des weltweit ersten Sexshops – doch ihr Lebenswerk war nicht frei von Skandalen und Kontroversen.

Gesellschaftliche Tabubrüche

  • Erotik-Versandhandel ab 1949: Schon der Start ihres Unternehmens mit Aufklärungsbroschüren und Kondomen galt als skandalös in der prüden Nachkriegszeit.
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