Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

Lotte Lenya: Sängerin, Schauspielerin, Muse Kurt Weills, Emigrantin, Broadway-Star, Bond-Bösewichtin.

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„Lotte Lenya hatte keine tolle Stimme, trotzdem ist sie mit unbeugsamem Selbstbewusstsein aufgetreten, und Humor hatte sie obendrein. Ich habe eine Menge von ihr gelernt.“
―Patti Smith

Lotte Lenya, geboren am 18. Oktober 1898 in Wien als Karoline Wilhelmine Charlotte Blamauer, war eine österreichisch-amerikanische Sängerin und Schauspielerin, die vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit dem Komponisten Kurt Weill und dem Dramatiker Bertolt Brecht berühmt wurde. Aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen im Wiener Bezirk Penzing, zeigte sie schon früh künstlerisches Talent. Mit fünfzehn Jahren verließ sie Wien und zog nach Zürich, wo sie Tanz- und Schauspielunterricht nahm und erste Bühnenerfahrungen sammelte.

1920 ging Lenya nach Berlin, das zu jener Zeit ein Zentrum der avantgardistischen Kunstszene war. Dort lernte sie Kurt Weill kennen, den sie 1926 heiratete. Ihre künstlerische Partnerschaft mit Weill wurde zur Grundlage ihrer Karriere. Lenya wurde zur Muse und Interpretin seiner Werke, insbesondere der gemeinsamen Projekte mit Bertolt Brecht. Ihr Durchbruch gelang 1928 mit der Rolle der Jenny in der Uraufführung der „Dreigroschenoper“, deren Songs – allen voran „Seeräuber-Jenny“ – sie mit unverwechselbarer Stimme prägte.

Lesung mit Autorin im Frauenmuseum

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Wann: 17.10.2025 um 19h im Frauenmuseum Meran und am Tag zuvor, den 16.10.2025 um 19h im Schreibmaschinenmuseum in Partschins

Frauen zwischen Tradition und Emanzipation
Der Beruf der Sekretärin eröffnete Frauen eine neue Welt, den Weg in ein eigenständiges Leben. Karriere zu machen und im Vorzimmer der Macht zu sitzen, war für viele ein Traumberuf und entsprach dem Lebensgefühl des Wirtschaftswunders. Dazu gehörten auch Mode, Kino, Tanzen – und den Mann fürs Leben finden. Doch wie sah der Alltag der Sekretärinnen aus? Und wovon träumten sie?

Der Weg von Frauen in die berufliche Unabhängigkeit
„Die Sekretärin“ stellt den Alltag der Sekretärinnen in den Fokus und lässt sie mittels bisher unveröffentlichter Tagebücher aus dem Deutschen Tagebucharchiv selbst zu Wort kommen. Im Mittelpunkt steht Doris, eine Zugsekretärin in modernen Fernzügen. Annegret Braun zeigt das Leben junger Frauen, die in den 1950er-Jahren zwischen Tradition und Emanzipation standen, während Gleichberechtigung und Frauenrechte immer wichtiger wurden. Aus den lebendigen Erzählungen der Sekretärinnen entsteht das Porträt eines Jahrzehnts, in dem sich weitreichende Umbrüche in der Gesellschaft anbahnten.

„Die Sekretärin“ ist ein Buch, das aufgrund der Tagebücher so nah und ehrlich ist, wie möglich, und bietet einen einzigartigen Blickwinkel auf die Geschichte der Emanzipation.

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;-). Mit einem guten, manchmal aus der Seele sprechenden, manchmal witzigen Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Diese Woche mit Rumiko Takahashi

Rumiko Takahashi wurde am 10. Oktober 1957 in Niigata, Japan, geboren und zählt zu den bedeutendsten Mangaka ihres Landes. Schon in ihrer Jugend zeigte sie Interesse am Zeichnen und veröffentlichte mit 18 Jahren ihren ersten Manga „Kyojin no Hoshi“ in der Schulzeitschrift ihres Manga-Clubs. Während ihres Studiums an der Japanischen Frauen-Universität lebte sie in einem kleinen Studentenapartment – eine Erfahrung, die später in ihrer Serie Maison Ikkoku verarbeitet wurde. Parallel dazu besuchte sie die Manga-Schule Gekiga Sonjuku, die von Kazuo Koike (Lone Wolf & Cub) geleitet wurde.

Ihre professionelle Karriere begann 1978 mit dem Manga Katte na Yatsura, gefolgt von ihrer ersten großen Serie Urusei Yatsura, die schnell ein Erfolg wurde und bis 1987 lief. Die Anime-Adaption dieser Serie trug maßgeblich zu ihrem Durchbruch bei. 1980 startete sie Maison Ikkoku, eine romantische Komödie für ein älteres Publikum, die ebenfalls großen Anklang fand.

Das Rote Zelt – La Tenda Rossa

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Interkultureller generationsübergreifender Begegnungsraum
Luogo di incontro interculturale e intergenerazionale

 „Das Rote Zelt“, der rot dekorierte Raum, der im Herbst für eine Woche in Mals und in Meran seine Tore öffnet, in dem Frauen sich informieren, stärken und nähren; zuhören und gehört werden, gemeinsam lachen und weinen können, die Verbindung spüren und neue Sicht- und Lebensweisen kennenlernen.

Es ist ein geschützter Raum, in dem das Weibliche in seiner Gesamtheit zum Ausdruck kommen darf.

“La Tenda Rossa”, la sala decorata in rosso, che apre le porte per una settimana in autunno a Malles e a Merano, offre uno spazio in cui le donne di ogni età e provenienza  possono informarsi, rafforzarsi e nutrirsi; ascoltare ed essere ascoltate, ridere e piangere insieme, sentire la connessione e conoscere nuovi modi di vivere.

È uno spazio protetto in cui il femminile può esprimersi nella sua totalità.

2. Ausgabe

06. – 10.10.2025 in Mals
13. – 17.10.2025 in Meran

Weitere Informationen/altre informazioni: Das Rote Zelt – La Tenda Rossa – blufink Büro für Zusammenarbeit & Beteiligung, Bozen Bolzano

Meret Oppenheim – Eine surrealistischen Ikone

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„Jede Vorstellung wird mit ihrer Form geboren.“

Meret Elisabeth Oppenheim wurde am 6. Oktober 1913 in Charlottenburg bei Berlin geboren und zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen des Surrealismus. Ihre familiären Wurzeln reichen in die Schweiz, wo sie auch den Großteil ihres Lebens verbrachte. Ihr Vater, Erich Alfons Oppenheim, war ein deutsch-jüdischer Arzt, ihre Mutter Eva Wenger stammte aus einer bekannten Schweizer Künstlerfamilie – ihre Großmutter Lisa Wenger war Malerin und Kinderbuchautorin. Schon früh kam Meret mit Kunst und Literatur in Berührung, unter anderem durch den Schriftsteller Hermann Hesse, der mit ihrer Tante Ruth Wenger verheiratet war.

Während des Ersten Weltkriegs zog Meret mit ihrer Mutter nach Delémont zu den Großeltern. Die Familie lebte später in Steinen bei Lörrach, nahe der Schweizer Grenze. Ihre Schulzeit war geprägt von häufigen Wechseln: Sie besuchte unter anderem die Rudolf-Steiner-Schule in Basel und das Zinzendorf-Mädcheninternat in Königsfeld. Ihre Lieblingsfächer waren Deutsch, Geschichte, Zeichnen und Naturkunde.

1932 reiste Meret Oppenheim mit ihrer Freundin Irène Zurkinden nach Paris, wo sie in die Kreise der Surrealisten um André Breton, Alberto Giacometti und Hans Arp aufgenommen wurde. Ihre Werke beeindruckten die Szene, und sie stellte im Salon des Surindépendants aus. 1933 wurde sie von Man Ray in der berühmten Fotoserie „Érotique voilée“ porträtiert, was ihr den Ruf der „Muse der Surrealisten“ einbrachte.

Citazione del Lunedi

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Tutti gli inizi (di settimana) sono difficili ;-). Vogliamo renderveli un po’ più spensierati, con qualche buona citazione o battuta di spirito a volte profonde e a volte meno. Iodonna vi augura un buon inizio della settimana.

Questa settimana con Isabella Bird

Isabella Lucy Bird (1831–1904) è stata una straordinaria esploratrice, scrittrice e fotografa britannica, celebre per i suoi viaggi in terre lontane e per essere stata la prima donna ammessa alla Royal Geographical Society.
Nacque il 15 ottobre 1831 a Boroughbridge, nello Yorkshire, figlia di un pastore anglicano. La sua infanzia fu segnata da frequenti trasferimenti a causa del lavoro del padre e da problemi di salute cronici, tra cui forti dolori alla schiena e emicranie. Non ricevette un’istruzione formale, ma fu incoraggiata dai genitori alla lettura e allo studio della natura.

Inizio dei viaggi

Nel 1854, su consiglio medico, partì per gli Stati Uniti, dove visitò anche il Canada orientale. Da questo viaggio nacque il suo primo libro *The Englishwoman in America* (1856). Dopo la morte dei genitori, iniziò a viaggiare regolarmente, finanziando le sue spedizioni con la pubblicazione di articoli e libri.

Esplorazioni memorabili

Sensibilisierungskampagne „Endometriose“

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Endometriose ist eine chronische, meist schmerzhafte Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst – etwa an den Eierstöcken, Eileitern, im Darm oder Bauchraum. Dieses Gewebe reagiert auf hormonelle Veränderungen im Monatszyklus, was zu Entzündungen, Blutungen und Narbenbildung führen kann. Typische Symptome sind starke Menstrustionsschmerzen, chronische Unterleibsschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Verdauungsprobleme sowie verminderte Fruchtbarkeit.

Obwohl etwa eine von sieben Frauen im fruchtbaren Alter davon betroffen ist, vergehen vielfach Jahre bis zur richtigen Diagnose.

  • Betrifft jede 10. Frau im gebärfähigen Alter (weltweit ~180 Mio.)
  • Diagnose oft erst nach 6–10 Jahren

Typische Symptome

  • starke Unterleibs-/Rückenschmerzen, auch außerhalb der Periode
  • Übelkeit, Ohnmacht, Schmerzen beim Sex, Wasserlassen, Stuhlgang
  • Schwierigkeiten schwanger zu werden
  • teils ohne Symptome

Folgen

  • Belastung für Gesundheit, Arbeit, Familie & Sozialleben
  • Betroffene fühlen sich oft unverstanden

Der Gleichstellungsaktionsplan Gleichstellungsaktionsplan Æquitas sieht im Handlungsfeld für Gesundheit vor, dass die Südtiroler Bevölkerung zu Themen der Frauengesundheit und insbesondere bezüglich seltenerer Krankheiten sensibilisiert wird.

Demzufolge startete der Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen in Zusammenarbeit mit der Endometriose-Vereinigung „NoiConVoi“ und mit der Unterstützung des Südtiroler Sanitätsbetriebes, der Abteilung Gesundheit der Autonomen Provinz Bozen sowie der Apothekerkammer der Provinz Bozen eine Sensibilisierungskampagne, die kürzlich vorgestellt wurde.

“Ama incondizionatamente, perché l’amore non si esaurisce; più ne doni, più ti inonda.”

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La nostra Donna del mese di ottobre é  Marisa Biancheri, nata a Merano nel 1957, che ha lasciato una vita sicura per cercare una profonda esperienza spirituale in India. Vive a Vrindavana, dove si dedica a progetti educativi e umanitari per bambini e bambine in difficoltà, promuovendo l’istruzione e il sostegno materiale attraverso l’associazione Jiva Mission.

Puoi presentarti brevemente?

Mi chiamo Marisa Biancheri, sono nata a Merano nel 1957 da mia mamma Filomena, madrelingua tedesca sudtirolese, e da mio padre Mario, genovese. Ho frequentato la scuola a Merano e, per desiderio di mio papà, ho scelto l’istituto tecnico per il commercio, nonostante la mia naturale inclinazione fosse verso l’arte e la filosofia. Più avanti nella mia vita, questa scelta mi ha spinto a intraprendere una ricerca personale profonda, volta a trovare risposte sui temi della morte e del senso dell’esistenza.

Come sei arrivata alla decisione di andare in India?

Ben presto è nata in me una forte attrazione verso la cultura orientale, al punto da sentire l’urgenza di lasciare il lavoro sicuro come segretaria presso un caro amico di mio padre, la vita confortevole in famiglia e le amicizie. A soli 20 anni mi sono imbarcata in un viaggio interiore alla ricerca di un’esperienza spirituale autentica, che mi permettesse di sperimentare una felicità e un amore puri, una soddisfazione indipendente da oggetti, posizioni sociali o persone. Cercavo una pace interiore che mi appartenesse e che nessuno potesse interrompere o distruggere.

Citazione del Lunedi

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Tutti gli inizi (di settimana) sono difficili ;-). Vogliamo renderveli un po’ più spensierati, con qualche buona citazione o battuta di spirito a volte profonde e a volte meno. Iodonna vi augura un buon inizio della settimana.

Questa settimana con Björk Guðmundsdóttir

Björk Guðmundsdóttir è nata il 21 novembre 1965 a Reykjavík, in Islanda. Cresciuta in un ambiente influenzato dalla cultura hippy, ha sviluppato un forte interesse per la musica fin da bambina. A soli 11 anni, ha pubblicato il suo primo album, una raccolta di cover folk islandesi con un brano originale.

Negli anni ’80, ha fatto parte di diversi gruppi musicali, tra cui The Sugarcubes, con cui ha ottenuto successo internazionale. Nel 1993, ha lanciato la sua carriera solista con l’album *Debut*, che ha segnato una svolta nella musica alternativa.
Björk è nota per il suo stile musicale eclettico, che spazia tra elettronica, pop sperimentale, jazz e musica classica. Ha pubblicato 10 album in studio, tra cui Post, Homogenic, Vespertine e Biophilia, e ha venduto oltre **40 milioni di dischi**.

Oltre alla musica, ha avuto una carriera nel cinema, recitando nel film *Dancer in the Dark* (2000), per il quale ha vinto la **Palma d’Oro** a Cannes. È anche un’attivista impegnata nella tutela dell’ambiente e nella difesa della cultura islandese.

„Manchmal ist die Feder das einzige Mittel, mit dem eine Frau sich verteidigen kann.“

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Ljubóv Fjodorowna Dostojewskaja (*26. September 1869 in Dresden; †10. November 1926 in Bozen-Gries) war eine russische Schriftstellerin und die einzige überlebende Tochter des weltberühmten Autors Fjodor Michailowitsch Dostojewski und seiner zweiten Ehefrau Anna Grigorjewna. Sie wurde während eines Auslandsaufenthalts ihrer Eltern geboren, die sich vor den Gläubigern des Vaters ins Ausland geflüchtet hatten.

Schon früh zeigte sich ihre gesundheitliche Anfälligkeit, und sie blieb zeitlebens unverheiratet. Ihre Beziehung zur Mutter kühlte sich mit den Jahren ab und endete in Entfremdung. Ljubóv, die sich selbst „Aimée“ nannte, wuchs in St. Petersburg auf und bewegte sich später in literarischen und gesellschaftlichen Kreisen. In ihrem Salon verkehrten zahlreiche Gäste, und sie begann, Romane, Erzählungen und Theaterstücke zu schreiben – meist im Milieu der mondänen Gesellschaft.

1913 verließ sie Russland endgültig und lebte fortan in Westeuropa. Ihre Werke, darunter *Kranke Mädchen* (1911), *Emigrantka* (1912) und *Adwokatka* (1913), spiegeln persönliche Krisen und Erfahrungen wider. Besonders bekannt wurde ihre auf Französisch verfasste Biografie über ihren Vater, die 1920 erstmals auf Deutsch erschien. Sie wurde jedoch wegen zahlreicher Ungenauigkeiten kritisiert.

Die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte sie krank und verarmt in verschiedenen europäischen Sanatorien. 1926 starb sie an perniziöser Anämie im Sanatorium Grieserhof in Bozen-Gries. Ihr schlichtes Grab wurde später durch eine Amphore als Denkmal ergänzt – ein stilles Zeugnis eines Lebens im Schatten eines literarischen Giganten.

Revolutionärin, Feministin, Visionärin

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Inessa Armand wurde, als Tochter des französischen Opernsängers Théodore Stéphanne und der Schauspielerin Nathalie Wild am 8. Mai 1874 in Paris, geboren. Nach dem frühen Tod ihres Vaters wurde sie im Alter von fünf Jahren nach Moskau geschickt, wo sie bei ihrer Großmutter und Tante aufwuchs. Diese arbeiteten als Gouvernanten und Musiklehrerinnen bei der wohlhabenden Familie Armand – eine Verbindung, die ihr Leben prägen sollte.

Mit 19 Jahren heiratete Inessa den Industriellen Alexander Armand, mit dem sie vier Kinder bekam. Die Armand-Familie betrieb eine große Wollfabrik mit über 1200 Arbeiterinnen und Arbeitern. Inessa war tief erschüttert über die Lebensbedingungen der Arbeiterfamilien und gründete mit ihrem Mann eine Schule für deren Kinder. 1900 wurde sie Vorsitzende des „Vereins zur Verbesserung des Loses der Frau“ in Moskau – ein früher Ausdruck ihres feministischen Engagements.
Während eines Aufenthalts am Genfer See im Jahr 1904 las sie Lenins Werke und wurde zur überzeugten Marxistin. Sie verließ ihren Ehemann und lebte fortan mit dessen Bruder Wladimir Armand zusammen. Ihre politische Arbeit für die Bolschewiki führte zu mehreren Verhaftungen. Sie wurde Herausgeberin der Frauenzeitung *Rabotniza* und spielte eine zentrale Rolle bei internationalen sozialistischen Frauenkongressen.

Zitat zum Montag

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Diese Woche mit Rosalyn Sussman Yalow

Rosalyn Sussman Yalow war eine US-amerikanische Biophysikerin, die 1977 mit dem Nobelpreis für Medizin für die Entwicklung des Radioimmunoassays (RIA) ausgezeichnet wurde – eine revolutionäre Methode zur Messung von Hormonen im Blut. Sie war die zweite Frau, die diesen Nobelpreis in dieser Kategorie erhielt, nach Gerty Cori.

Sie wurde 1921 in New York geboren und wuchs in einer bescheidenen Familie auf, die trotz aller Schwierigkeiten ihre Ausbildung förderte. Schon als Kind zeigte Rosalyn großes Interesse an der Physik – einem Bereich, in dem Frauen damals kaum vertreten waren.
1945 promovierte sie in **Kernphysik**. Anschließend arbeitete sie als Dozentin und Forscherin, doch ihre Karriere nahm Fahrt auf, als sie begann, mit Solomon Berson am Bronx VA Hospital in New York zusammenzuarbeiten.

Trotz ihres Erfolgs arbeitete sie unermüdlich weiter in Forschung und Lehre und erhielt zahlreiche weitere Preise, darunter die **National Medal of Science** im Jahr 1988.

Rosalyn Yalow setzte sich stark für die naturwissenschaftliche Bildung von Frauen ein, stellte sich gegen Geschlechterbarrieren und bewies, dass Entschlossenheit und Leidenschaft jedes Hindernis überwinden können.

„Die verschiedene Kultur hat die Schuld, nicht die verschiedene Natur.“

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Hedwig Kettler (1851–1937) war eine deutsche Frauenrechtlerin, Publizistin und Reformerin, die sich besonders für die Bildung von Mädchen und Frauen einsetzte. Sie gilt als eine der bedeutendsten Vorkämpferinnen für ein gleichberechtigtes Bildungssystem in Deutschland. Geboren in Harburg bei Hamburg als Tochter eines Eisenbahnbeamten.
Heiratete 1880 ihren Cousin Julius Kettler und hatte zwei Töchter – darunter Hermine Kettler, eine bekannte Schriftstellerin.
Hedwig Kettler zog sich später aus der Öffentlichkeit zurück, blieb aber eine prägende Figur der Bildungsreform.

Hedwig Kettlers wichtigste Reformen zielten auf die radikale Verbesserung der Bildungschancen für Mädchen und Frauen in Deutschland – und sie war ihrer Zeit weit voraus. Hier sind die zentralen Punkte ihrer Reformbewegung:

 1. Gründung von Mädchengymnasien

  • Karlsruhe 1893: Auf Initiative ihres Vereins Frauenbildungs-Reform wurde das erste deutsche Mädchengymnasium gegründet – das heutige Lessing-Gymnasium.
  • Hannover 1899: Sie setzte sich auch für ein Gymnasium in Hannover ein. Zwar wurde zunächst nur ein fünfjähriger Kurs genehmigt, aber es war ein wichtiger Schritt.
  • Bis 1900 entstanden weitere Mädchengymnasien in Städten wie Berlin, Köln, Breslau, Leipzig und Bremen – meist finanziert durch ihren Verein.

 2. Zulassung von Mädchen zum Abitur

  • Kettler forderte, dass Mädchen das Abitur ablegen dürfen – eine Voraussetzung für ein Hochschulstudium.

Die Zivilgesellschaft hat in Südtirol ein klares Zeichen gesetzt: Sexualisierte Gewalt wird nicht mehr länger geduldet!

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Forschungsteam TRACES fordert konsequenten Schutz von Betroffenen und Prävention statt Re-Traumatisierung

Auf Druck der verschiedenen kirchlichen Organisationen und der Zivilgesellschaft hat die Ernennung von Don Giorgio Carli für den seelsorglichen Dienst im Oberen Pustertal zurückgenommen. Diese Entscheidung wird vom TRACES-Forschungsteam und von Lukas Schwienbacher, dem Koordinator der Fachstelle Gewaltprävention des Forum Prävention, ausdrücklich begrüßt. Damit wird ein klares und wichtiges Signal gesendet: Der Schutz von Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen muss stets Vorrang vor allen anderen Überlegungen haben.

TRACES – durchgeführt von der Universität Trient, medica mondiale, dem Frauenmuseum Meran und dem Forum Prävention – forscht in Südtirol zu den transgenerationalen Langzeitfolgen sexualisierter Gewalt an Frauen und Mädchen. Alle beteiligten Institutionen sprechen sich für eine Kultur der Verantwortung aus. Denn die TRACES-Forschung zeigt: Sexualisierte Gewalt ist tief in den patriarchalen Strukturen Südtirols verankert – und die Kirche entscheidet mit, ob Gewalt ermöglicht oder gesellschaftliche Veränderung unterstützt wird.

Das Systems, dass Täterschutz über Betroffenenschutz gestellt wird muss unterbrochen werden, da es die Würde der Betroffenen verletzt. Sie birgt das Risiko der Re-Traumatisierung, verschärft das Schweigen und verhindert Heilung über Generationen hinweg. Das Projekt TRACES stellt sich dieser Normalisierung entgegen.

Citazione del lunedi

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Tutti gli inizi (di settimana) sono difficili ;-). Vogliamo renderveli un po’ più spensierati, con qualche buona citazione o battuta di spirito a volte profonde e a volte meno. Iodonna vi augura un buon inizio della settimana.

Questa settimana con Eleonora Duse

Eleonora Duse (1858–1924) è stata una delle più grandi attrici italiane, celebre per la sua recitazione intensa, naturale e rivoluzionaria. Nata in una famiglia di attori, iniziò a calcare il palcoscenico fin da bambina. Il suo stile abbandonava l’artificio teatrale, privilegiando la verità emotiva e l’interiorità: rifiutava il trucco, riduceva al minimo gli oggetti di scena e puntava tutto sulla forza espressiva della voce e del gesto.

Chiamata “la Divina”, Duse divenne una figura centrale nel rinnovamento del teatro europeo, introducendo in Italia opere moderne e psicologiche, come quelle di Henrik Ibsen, tra cui *Casa di bambola* e *La donna del mare*.
La sua relazione con Gabriele D’Annunzio, intensa e travagliata, influenzò profondamente la sua arte; l’autore scrisse per lei drammi come *La Gioconda* e *La città morta*, ma il legame si deteriorò per divergenze personali e creative.

Pazifistin, Frauenrechtlerin und Widerstandskämpferin

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Constanze Hallgarten (*12. September 1881 in Leipzig; †25. September 1969 in München) war eine bedeutende deutsche Pazifistin, Frauenrechtlerin und Gegnerin des Nationalsozialismus. Ihr Leben war geprägt von einem unermüdlichen Einsatz für Frieden, soziale Gerechtigkeit und die Rechte von Frauen – in einer Zeit, in der solche Positionen Mut und Konsequenz erforderten.

Herkunft und Familie
Constanze wurde als Tochter der Malerin Philippine Wolff-Arndt geboren. Sie heiratete den Juristen und Philosophen Robert Hallgarten, mit dem sie drei Kinder hatte, darunter den bekannten Historiker George W. F. Hallgarten und den Maler Richard Hallgarten. Die Familie war intellektuell und politisch engagiert, was Constanze stark prägte.

Engagement für Frieden und Frauenrechte
Nach dem Ersten Weltkrieg schloss sich Hallgarten der **Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF)** an und leitete ab 1919 die Münchner Gruppe. Sie setzte sich für Abrüstung, Völkerverständigung und die Rolle der Frau in der Friedensarbeit ein. Ihre Arbeit war international vernetzt – sie organisierte Konferenzen, hielt Vorträge und korrespondierte mit führenden Pazifistinnen ihrer Zeit.
Im Jahr 1931 gründete sie gemeinsam mit anderen Aktivistinnen die deutsche Sektion der **Weltliga der Mütter und Erzieherinnen**, die sich für eine friedliche Erziehung und gegen militaristische Ideologien einsetzte.
Ein Höhepunkt ihres Engagements war die Organisation einer großen Friedenskundgebung in München im Jahr 1932, bei der prominente Rednerinnen wie **Erika Mann** und **Marcelle Capy** auftraten. Die Veranstaltung war ein deutliches Zeichen gegen den aufkommenden Faschismus.

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