Ein Lied für den Respekt gegenüber Frauen

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Danke, dass ihr das Anderssein gewählt habt!
Danke, dass ihr die Vielfalt gefeiert habt!

Das waren die Worte von Netta Barzilai aus Israel, als sie am Samstag Abend den 63. Eurovision Kontest mit 100 Punkten Vorsprung vor den anderen gewann. Die 25-Jährige galt schon vorher als eine der Favoritinnen – sie war auf alle Fälle unsere!

Sie steht zu ihren Kilos, lässt sich Klamotten designen, die ihr stehen und die ausdrücken, was sie sein möchte. Mit ihrer Stimme macht sie, was sie will, gackert laut und steht offen zur #MeToo-Debatte. Ihr Refrain lautet:

I’m not your toy,
you stupid boy!

(Ich bin nicht dein Spielzeug, du dummer Junge!)

Muttertag – O weh oder alles Gute?

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In diesem Jahr gibt es DIE Geschichte zum Muttertag. Sie zeigt deutlich auf, wie stark ein perfektes und idealisierendes Muttebild gemalen wird, das an der Realität vorbei geht.

Als am 23. April Kate Middletons ihr drittes Kind von Prinz William gebar, winkte sie 7 Stunden später strahlend vor den Treppen des Krankenhauses in die Kameras. Daraufhin startete auf Instagram eine von womant.at aufgegriffenen Bilder-Kampagne der „nicht royalen Mütter“, die zeigte, wie Normalsterbliche nach einer Geburt aussehen… Mit viel Humor wird damit deutlich zum Ausdruck gebracht, was eigentlich Sache ist nach einer Geburt und die Super-Prinzessin hier nicht unbedingt die Normalität widerspiegelt.

Liebste Mama, heute ist dein Ehrentag,
lass das Geschirr einfach bis morgen stehen.

Solcher Sprüche und mehr sammelte Computer-Bild auf WhatsApp anlässlich des Muttertages und bringt uns auf ichfrau ins übliche Dilemma, wie wir jetzt mit dem Muttertag heute umgehen sollen…

Muttertag. Alljährlich wiederkehrende, verlogene Dankbarkeitsinszenierungen zugunsten des Blumenhandels und der Gastronomie.

So brachte es 2013 die Wiener feministische Forscherin Petra Unger in einem Gastbeitrag in die.standard.at auf den Punkt, wie der Muttertag auch sehr kritisch gesehen werden kann. Überhaupt ist ihr Beitrag nach wie vor lesenswert und zeigt einerseits die Macht, aber andererseits die viel größere Ohnmacht der Mütter in unserer Gesellschaft auf.

Warum Flugbegleiterinnen noch immer Röcke tragen müssen

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‚Cathay Pacific erlaubt Frauen nun das Tragen von Hosen‘ titelte vor Kurzem The Guardian. Klingt etwas lächerlich, findet ihr nicht? Immerhin befinden wir uns ja im Jahr 2018. Ob Frauen nun Röcke oder Hosen tragen, sollte nun wirklich nicht mehr diskutiert werden müssen, oder? Leider doch.

Zitat zum Montag

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Auch wenn wir davon ausgehen können, dass der amerikanische Schauspieler und Regisseur es nicht unbedingt frauenfreundlich gemeint hat, nehmen wir es als Kompliment und gebrauchen es so, wie es für uns richtig ist. Grundsätzlich gilt: Unterbrecht uns nicht!
Schönen Wochenanfang…

Was haben die Drei Bethen mit der Kümmernis zu tun?

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Gestern Abend war Erni Kutter im Frauenmuseum zu Gast. Die in Freising lebende ehemalige Sozialpädagogin und heutige Autorin hat sich dreißig Jahre lang mit Frauengeschichte, Kulturanthrolopie, Mythologie und spirituellen Frauentraditionen beschäftigt hat. Sie ist ein gern gesehener Gast im Frauenmuseum.

Ihr Thema lautete: „Die Heilige Kümmernis und die drei Bethen als Identifikationsfiguren und Verbündete von Frauen

YESTERDAY – Menschen Mode und Musik der wilden Jahre

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Vor ungefähr einem Jahr hatte die Frauengruppe Lana die Idee zu diesem Abend. 2018 jährt sich das protestreiche Jahr 1968 zum 50igsten Mal. Es war klar – da musste etwas geschehen.

Es sollte kein langweiliger Infoabend, sondern eine abwechslungsreiche Show werden – die Menschen, Mode und Musik dieser Zeit lebendig werden lässt. Ein Ausflug in die wilden Jahre…

…und so war es am 28. April 2018 im Vereinssaal in Lana dann soweit: Mit bunten Kleidern und Popcorn, Jeans und frechen Sprüchen, sowie mit Musik von den Beatles, Janis Joplin und Co. wurden wir entführt in die 1960er Jahre.

Lasst uns den ältesten Beruf der Welt feiern…

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Flyer der Erzählcafé Aktion

…und zwar mit euren wertvollen Erfahrungen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

Jeden Tag kommen Kinder zur Welt. In Südtirol sind es im Schnitt täglich 15 Kinder, die das Licht der Welt erblicken. Bei diesem einschneidendem Erlebnis ist es Gold wert, wenn man auf jemanden zählen kann, wenn man sich in guten Händen fühlt. Deshalb ist es nur richtig, dass den Hebammen ein eigener Gedenktag gewidmet ist, richtig?

Seit 1995 wird jährlich am 5. Mai der älteste Beruf der Welt gefeiert. Weltweit wird das Berufsbild der Hebamme sichtbar gemacht.

Dass dazu viel mehr gehört, als die Betreuung während der Geburt, ist klar. Hebammen begleiten werdende Mütter und Väter durch die Schwangerschaft und das Wochenbett. Sie bestärken Frauen in ihrem Körpergefühl. Sie betreuen Babys in ihrer ersten Lebenszeit. Und stehen noch nach der Geburt mit Rat und Tat zur Seite.

Aber nicht nur.

 

 

„Nenn mich einfach Wendy Hong Wan“

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Unsere Frau des Monats Mai: Wendy Hong Wan

Das war die augenzwinkernde Antwort der in Shanghai geborenen freien Künstlerin auf die Frage, ob sie mit ihrem chinesischen oder europäischen Namen angesprochen werden wollte.

Sie arbeitet heute in ihrer neuen Wahlheimat Meran und erzählt uns im Interview von den überraschenden Veränderungen in ihrem Leben.

Foto: Kh.Sollbauer
Wendy, wie kamst du zu deiner Entscheidung von Shanghai nach Meran zu ziehen?

Eigentlich war das nicht meine Entscheidung, sondern die meines Ehemannes. Schon seit Jahrzehnten lebte und arbeitete er in den verschiedensten Teilen der Welt und wollte in seine Heimatstadt zurückkehren. Ich verstehe und respektiere ihn und so habe ich ihn begleitet. Trotzdem kehre ich noch immer oft nach China zurück.

Wie war diese Veränderung für dich?

Meran überrascht mich. Ich liebe hier sehr Vieles. Die Stadt ist natürlich, schön, friedlich. Wenn es auch nicht meine eigene Wahl war, nach Meran zu kommen, so ist es doch mein eigener Wunsch hier zu bleiben.

Heute bist du Künstlerin – begonnen hat dein beruflicher Weg aber mit einer Ingenieursausbildung…

Als ich jung war, gab es wenige  weibliche Ingenieure  und ich mag Herausforderungen. Ich hatte ein Bild in meinem Kopf von einer neutralen und professionellen Frau. So eine Person wollte ich sein. Ich habe zwar tatsächlich Maschinenbau studiert, war aber nie als Ingenieurin tätig, sondern habe nach meinem Abschluss im fachspezifischen Handel gearbeitet.

Zitat zum Montag

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Als wir diesen Blog übernommen haben, begannen wir die Tradition des Zitates zum Montag.  Ab heute werden wir wieder jede Woche eines veröffentlichen…

Gründe und noch mehr Nicht- Gründe eine Frau zu töten. Es bleibt Unverständnis und Trauer zurück.

Ichfrau.com gedenkt an die vorige Woche ermordete Monika Gruber von Brixen

Übersetzung:

Ungleichberechtigung, Sexismus, Belästigung, Missbrauch, Vergewaltigung, Mord:

Im Kampf gegen Gewalt muss sich zuerst die Kultur ändern.

Männer, die ihr schweigt,

euer Schweigen ist nicht

die Stille der Unschuldigen!

Die Grafik wurde uns freundlicherweise von ANARKIKKA zur Verfügung gestellt.

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