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Frauenmuseum | Museo delle donne

Tantra, Eros, Liebe und Meditation

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Tantra, Eros, Liebe und Meditation – bereits der Titel verrät, dass es wieder Zeit ist für einen Beitrag der Rubrik #tanterosa. Heute erzählt uns eine junge Frau von ihren Erfahrungen bei einem Seminar des Aruna Instituts in Deutschland. Wie der Webseite zu entnehmen ist, bietet das Institut ein umfassendes Seminarprogramm mit Kursen, Seminaren und Trainings zu folgenden Schwerpunkten an:

  • Tantra: Tantra-Wochenend-Seminare, Tantra-Intensiv-Seminare, Tantra-Trainings
  • Selbstentfaltung, Persönlichkeitsentwicklung, spirituelles Wachstum
  • Partnerschaftstraining und Beziehungsberatung
  • Liebe, Beziehung und Sexualität für Singles und Paare
  • Männlichkeit / Weiblichkeit: Kurse für Männer und Frauen
  • Specials: Seminare für Fortgeschrittene
  • Workshops für Jugendliche
  • Workshops für Eltern
  • Visionssuche und Naturerfahrung
  • Gastveranstaltungen: Seminare und Workshops mit Gastdozenten
Was hat dich bewogen dahin zu fahren und welches Thema/welche Themen wurde(n) angesprochen? Warst du alleine aus Südtirol und wie kamst du mit der Gruppe, wo doch intensiv gearbeitet wurde, zurecht?

Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, was mich erwarten würde, weshalb mich grundsätzlich das Interesse neue Erfahrungen zu sammeln und junge Menschen kennenzulernen bewogen hat, den Kurs zu besuchen. Es wurden viele verschiedene Themen angesprochen, rund um (Selbst-)Liebe, Sexualität, Begegnung, Beziehungen und das Ankommen im eigenen Körper, wobei die körpereigene Wahrnehmung eine wichtige Rolle spielte.

Mit mir waren noch zwei weitere Frauen aus Südtirol, die ich bereits kannte. Das war schön, da ich so auch zuhause Bezugspersonen hatte, mit denen ich das Erlebte gemeinsam Revue passieren lassen konnte und mit denen ich es so nochmal „nacherleben“ durfte.

Als Gruppe wuchsen wir erstaunlich schnell zusammen, wenn man bedenkt, dass um die 40 Teilnehmer*innen waren. Ich kam sehr sehr gut zurecht und ich war beeindruckt davon, wie offen und mutig alle waren, wie wertschätzend, respekt- und liebevoll alle miteinander umgingen. Ein Raum wurde geschaffen, in welchem jede*r ehrlich und sie oder er selbst sein konnte und ich durfte viele wundervolle und inspirierende Menschen kennenlernen.

Ihr wart eine gemischte Gruppe? Wenn ja, ist dies auch aus deiner Sicht wichtig? Haben junge Männer wie Frauen bei solchen „Gender“themen auch die Möglichkeit einen geschlechtergerechten Zugang zu bekommen? Ist dies für dich auch wichtig, dass vor allem Frauen sich frei und unabhängig entfalten können oder braucht es hierzu keine Gespräche mehr?

Wir waren eine gemischte Gruppe, wobei wir bei manchen Übungen auch getrennt waren. Dieser Wechsel aus getrennten und gemischten Gruppen war meiner Meinung nach fundamental und sehr erkenntnisreich, da genau dieser Wechsel dazu beitrug das Erlebte nochmal zu intensivieren und „sichtbar“ zu machen. Es war spannend zu spüren und zu sehen, welchen Unterschied es macht, ob man innerhalb des gleichen Geschlechts ist oder eben gemischt; beides ist wichtig. Es war vor allem der Austausch im Frauen- bzw. Männerkreis aber auch im gemischten Kreis, der einen Diskurs ermöglichte, Erfahrenes zu teilen und dem anderen Geschlecht einen geschlechterspezifischen Einblick zu gewähren.

Jeder Mensch sollte sich frei und unabhängig entfalten können, unabhängig vom Geschlecht – und aus meiner Sicht brauchen wir heute mehr Gespräche denn je, vor allem in Bezug auf Genderthemen. Ehrliche Gespräche sind wichtig, um die eigenen Blickweisen zu erweitern und unser Handeln zu hinterfragen und sie sind der Schlüssel zu einem respektvollen Umgang mit anderen.

Wie wurden die Themen, wo es um Beziehungsfragen geht, aber auch um das eigene Wollen und die Stärkung der Persönlichkeit, aufbereitet? Ich hoffe, es hat auch Spaß gemacht?

Die Aufbereitung der Themen fand entweder in kleineren Gruppen oder im Kreis der großen Gruppe statt, unter anderem in Form von Tanz, Meditation, Gesprächen oder weiteren Übungen mit Fokus auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers aber auch der Umgebung. Auch der direkte Kontakt mit den anderen Frauen und Männern spielte eine wesentliche Rolle. Und klar, es hat sehr viel Spaß gemacht! Ich habe neue Erkenntnisse über mich, mein Empfinden, meinen Körper erlangen dürfen und die Zeit war intensiv und wunderschön. Noch nie habe ich mich nach einem Kurs so gefühlt wie nach diesem. Ich war voller positiver Energie, voller Liebe, voller Ruhe. Ich strahlte innerlich und fühlte mich angekommen in meinem Körper, in meinem Sein.

Kannst du im Nachhinein diese Art von Seminar weiter empfehlen und gäbe es weitere Folgen? Wenn es in Südtirol angeboten würde, wärst du auch bereit zu gehen?

Ich kann diese Art von Seminar von Herzen weiterempfehlen, vorausgesetzt man ist offen und neugierig, Neues über sich zu lernen und mit anderen Frauen und Männern in Kontakt zu treten und auch diese kennenzulernen. Aus meiner Sicht wäre die Welt eine bessere, würden mehr Menschen solche Kurse besuchen – der Umgang miteinander wäre definitiv ein anderer: ehrlicher, wertschätzender, toleranter, liebevoller und befreiend.

Und, würden solche Seminare in Südtirol angeboten werden, wäre ich auf jeden Fall bereit dorthin zu gehen!!

 

Interview: Sissi Prader

 

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