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Tagged: gesundheit

Frauenherzen schlagen anders – Ein Streifzug durch die Gendermedizin

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Dienstag, 6. September um 20 Uhr im Frauenmuseum Meran

Gendermedizin beschäftigt sich nicht nur mit dem medizinischen Standardpatienten, sondern mit den Unterschieden zwischen Frauen und Männern, die für das Erkennen und die Behandlung von verschiedenen Erkrankungen wichtig sein können. So wurde beispielsweise an einer groß angelegten Studie mit fast 40.000 Frauen getestet, ob Acetylsalicylsäure (ASS), der Wirkstoff von Aspirin, auch bei Frauen eine ebenso markante Verminderung der Herzinfarktrate hat, wie bei Männern.

Erstaunlicherweise konnte bei Frauen keine wesentliche Reduktion von Herzinfarkten erzielt werden.

Bei der „Männerstudie“ konnte die Herzinfarktrate um ca. 40% reduziert werden. Die Rate an Schlaganfällen konnte unter der Einnahme von ASS reduziert werden. Die Gründe dafür sind nur zum Teil geklärt.

Dr.in Rosmarie Oberhammer

Fachärztin für Anästhesiologie & Intensivmedizin

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Gendermedizin in Südtirol

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Männer und Frauen haben unterschiedliche Körper und bedürfen deshalb unterschiedlicher medizinischer Behandlung. Damit diesen Unterschieden Rechnung getragen wird, gibt es schon seit den 90er Jahren die Gendermedizin. Sie plädiert für eine geschlechter-sensible Medizin. Eine besonders auffallende Auswirkung der Unterschiede sind die verschiedenen Alarmzeichen eines Herzinfarktes bei Frauen und Männern. Aber auch die unterschiedliche Wirkung von Medikamenten aufgrund von Hormonen und Stoffwechsel.

Gendermedizin spielt in Südtirol schon länger eine Rolle. Neu ist, dass sich nun eine ständige Fach- und Arbeitsgruppe intensiv mit diesem Thema auseinandersetzt. Gendermedizin soll nun auch in die Grundausbildung an der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana“ sowie in die Aus- und Weiterbildung des Gesundheitspersonals einfließen. Wichtig soll auch Prävention und Aufklärung der Bevölkerung sein. In diesem Rahmen findet im Herbst das dritte Südtiroler Symposium in Gendermedizin statt.

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