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Frauenmuseum | Museo delle donne

Tagged: Geschlecht

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;). Mit einem guten Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Heute mit einem Gedanken der US-amerikanischen Feministin Donna J. Haraway zur Sprache. Sprache prägt unser Vorstellungsvermögen, unser Denken und unsere Wirklichkeit. Sprache und Grammatik transportieren dabei auch Vorstellungen rund um Geschlecht. Dass in Hinblick auf die Vielfalt von Geschlechtern und deren Repräsentation in der Sprache noch Einiges aufzuholen bleibt, zeigt wie ausschließend, normierend und politisch Sprache sein kann.

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Yvonne Rauter

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;). Mit einem guten Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Der heutige 26. November wird in vielen Ländern als Intersex Awareness Day begangen – d.h. als Tag, an dem auf Intersexualität aufmerksam gemacht wird. Von Intersexualität spricht man dann, wenn Personen genetisch, anatomisch oder hormonell nicht eindeutig einem Geschlecht zuordenbar sind. Um dies zu ändern werden häufig bereits Babies geschlechtsangleichenden Operationen unterzogen. Operativ soll eine eindeutige Zuordenbarkeit zu einem Geschlecht hergestellt werden – entweder Mann oder Frau.

Die Intersex-Bewegung kritisiert diesen Eingriff in den Körper und fordert, dass die Entscheidung für eine geschlechtsangleichende Operation nicht von Eltern oder medizinischem Personal getroffen werden soll. Wenn sich jemand dazu entscheidet, dann sollte es allein die betroffene Person selbst sein. Dieser Forderung steht hinter dem heutigen Zitat der Nichtregierungsorganisation Human Rights Watch:

Intersex Babies Don’t Need ‚Fixing‘“ – „Intersexuelle Babies brauchen nicht ‚in Ordnung gebracht‘ werden

Der weltweite Einsatz der Intersex-Bewegung für die Akzeptanz eines breiteren Spektrums körperlicher Geschlechter, zeigt aber zum Glück auch schon einige Erfolge. So gibt es in folgenden Ländern in Dokumenten, die die Identität einer Person nachweisen, bereits die Möglichkeit zwischen männlich, weiblich oder einer dritten Option zu wählen:

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;). Mit einem guten Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Heute mit einer Feststellung der beiden Ärztinnen Prof. Dr. med. Dr. h.c. Vera Regitz-Zagrosek und Dr. med. Stefanie Schmid-Altringer. Diese ist Ausgangspunkt und Ansporn für ihre Arbeit und ihren Einsatz im Bereich der geschlechtersensiblen Medizin, sowie für ihr vor kurzem erschienenes Buch: „Gender Medizin. Warum Frauen eine andere Medizin brauchen“.

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Yvonne Rauter

Vulvalippen statt Schamlippen!!

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Dass Sprache unsere Wirklichkeit prägt, das was wir denken und wahrnehmen (können), darüber haben wir vor Kurzem schon mal geschrieben. In der heutigen Rubrik Tante Rosa möchten wir mit einer weiteren Debatte an dieses Thema anknüpfen, und zwar mit einem interessanten Aufruf.

Im Oktober des letzten Jahres hat Gunda Windmüller einen Aufruf gestartet, der es in sich hat. Auf dem Newsportal watson.de hat sie sich dafür ausgesprochen, die Schamlippen der Frau* nicht mehr als solche, sondern als Vulvalippen zu bezeichnen.

 

Der derzeit übliche Begriff „Schamlippen“ tauchte um 1789 auf und wird seither zur Bezeichnung der inneren und äußeren Schamlippen verwendet, die die Vulva und den Eingang zur Vagina umschließen. Was an diesem Begriff (nun) als problematisch angesehen wird, ist dass er die weiblichen* Geschlechtsteile mit einem negativen Gefühl – der Scham – verbindet. Scham ist ein kulturell geprägtes Gefühl, das mit Verlegenheit, Bloßstellung, Minderwertigkeit, Unanständigkeit, mit Tabus und oft auch mit Sprachlosigkeit über etwas verbunden wird.

Dass all die genannten Aspekte sprachlich so eng an die weiblichen* Geschlechtsteile, den Körper und die Sexualität gebunden werden, bleibt nicht ohne Wirkung und sagt so einiges über unsere Kultur aus. Darüber, was nicht gedacht, nicht gesagt und nicht getan werden darf und soll. Mit allen negativen Folgen, die damit verbunden sind, wie mangelnde Aufklärung über den Aufbau der Geschlechtsteile, Verheimlichen von Beschwerden in diesem Körperbereich, unerfüllte Sexualität und vielem mehr.