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Tagged: Frau

Von der Kunst des Erzählens

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Unsere Frau des Monats Dezember: Romina Casagrande

“Meine eigenen Geschichten zu entwerfen, war eine Erfahrung, die mein Leben verändert hat.“ Romina Casagrande ist Autorin mehrerer Romane. Wir haben sie gefragt, wie sie zur Schriftstellerin wurde, was daran schön und was schwierig ist.

Woher kam deine Lust am Schreiben?

Meine Liebe zum Schreiben kommt von meiner Leidenschaft für Bücher. Meine eigenen Geschichten zu entwerfen, war eine Erfahrung, die mein Leben verändert hat.

Le ragazze con le calze grigie, Romina Casagrande, 2018
Dein letzter Roman „Le ragazze con le calze grigie“ ist 2018 erschienen. Du hast ihn bereits im Frauenmuseum vorgestellt. Er erzählt vom Leben des Wiener Künstlers Egon Schiele aus der Sichtweise von Frauen. Wie bist du zu diesem Thema gekommen?

Vor einigen Jahren war ich von seinem letzten Gemälde „Die Familie“ in der Belvedere Galerie in Wien buchstäblich schockiert. Schiele malt dieses Bild einige Tage vor seinem Tod, kurz bevor er am spanischen Fieber stirbt. Er ist erst 28 Jahre alt und hat nach Jahren der Aufopferung und Enge erste Erfolge erzielt. Im Nebenzimmer liegt seine Frau Edith im Sterben, die im sechsten Monat mit ihrem ersten Kind schwanger und an demselben Fieber erkrankt ist.

„…damit unsere Töchter selbstsicherer ihre eigenen Wege beschreiten“

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IchFrau stellte den Kantidat_innen der Südtiroler Landtagswahlen 2018 drei Fragen zu Feminismus und Gender. Hier könnt ihr täglich die Antworten der Kandidat_innen lesen. Heute beantwortet Christa Ladurner unsere Fragen:

Wie stehen Sie zu Feminismus und was ist Ihre Definition davon?

Die derzeitigen gesellschaftlichen Verhältnisse benachteiligen Frauen immer noch in vielen Lebensbereichen, wenn auch auf viel subtilere Weise als in der Vergangenheit. Gleichberechtigung für Frauen aller Kulturen ist für mich ein Ziel, das es mit Beharrlichkeit zu verfolgen gilt, damit unsere Töchter selbstsicherer ihre eigenen Wege beschreiten und ihre Lebensziele verwirklichen können.

Was hat Gender in der Politik zu suchen?

Die vorherrschenden Machtstrukturen in den meisten Südtiroler Parteien machen eine Positionierung von Frauen in der Politik extrem schwierig. Den Frauen traut man weniger zu, man nimmt ihre Aussagen weniger ernst, ihre Themen werden als weniger wichtig betrachtet. Ich sehe hier großen Handlungsbedarf: Politik muss weiblicher werden, denn im Grunde sind die Frauen- und Familienanliegen, jene die die Gesellschaft zusammenhalten.

Was möchten Sie konkret in Sachen Gender umsetzen, falls Sie gewählt werden?

Für mich ist der Einsatz zugunsten von Frauen besonders in Bezug auf die ungleiche Entlohnung, die ungenügende Absicherung in Bezug auf die Renten, wenn sich Frauen um familiäre Belange kümmern und auf die politische Teilhabe besonders wichtig.

„Geschlechtergerechtes Einsetzen von Ressourcen…“

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IchFrau stellte den Kantidat_innen der Südtiroler Landtagswahlen 2018 drei Fragen zu Feminismus und Gender. Hier könnt ihr täglich die Antworten der Kandidat_innen lesen. Heute beantwortet Josefa Romy Brugger unsere Fragen:

Wie stehen Sie zu Feminismus und was ist Ihre Definition davon?

Ich bin grundsätzlich kein Mensch, die das Extreme mag. Allerdings muss manchmal das Maximalste gefordert werden, um das Minimale zu erreichen.

Feminismus ist für mich eine fordernde Frauenbewegung, entstanden von mutigen Frauen, die die Unterdrückung derer aufzeigen und die Frauen in ihrem Selbstbewusstsein, in ihrem Frau-Sein stärken und unterstützen wollten und wollen.

Was hat Gender in der Politik zu suchen?

Die Politik ist doch DIE Macht, Frauen gleichzustellen, Unterstützung zu geben und Chancengleichheit durchzubringen, ob es nun um Löhne, Familie, Gesundheit oder Wirtschaft geht.

Was möchten Sie konkret in Sachen Gender umsetzen, falls Sie gewählt werden?

Als allererstes gehören die Lohndifferenzen in allen Bereichen behoben, sei es bei der Arbeit, im Sport oder wo auch immer.

Die geschlechtergerechte Sprache ist mein großes Anliegen. Das Sichtbarmachen durch die Sprache ist ein wesentlicher Punkt in der Frauenförderung.

Die Frau im Mutter-Sein gehört aufgewertet! Zur Zeit gehen wir zu leichtfertig mit Müttern um.  Die Schwangerschaft und Geburt sind für den Körper einer Frau kein Spaziergang, auch wenn es das Natürlichste auf der Welt ist.

3 Fragen zu den Landtagswahlen

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Die Landtagswahlen stehen vor der Tür und alle bestürmen die Kandidat_innen, um sie zu fragen, wie sie zu den eigenen Belangen, die man/frau vertritt stehen. Es gab einen Moment, da wollten wir uns nicht auch noch einreihen bei den Fragenden, aber dann erschien es uns doch wichtig. Wer befragt die Kandidat_innen der verschiedenen Parteien denn sonst zu Feminismus und Gender?

So suchten wir alle die Mailadressen der Parteien zusammen und kamen schon einmal zu einem ersten Schluss – auch wenn er jetzt nichts mit Feminismus und Gender zu tun hat: So manche Parteien sind schwer anzusprechen, haben keine offizielle Mailadresse, an die ichfrau schreiben könnte … Das war unerwartet.

Dennoch versuchten wir, alle zu erreichen und haben folgende Mail an die Parteizentralen verschickt:

Sehr geehrte Verantwortliche der Parteizentrale,
das Frauenmuseum Meran möchte mittels unserem BLOG ichfrau.com vor den Wahlen Ihren Kandidat_innen 3 Fragen stellen, wie sie zu Feminismus, Gender und Politik stehen.

  1. Wie stehen Sie zu Feminismus und was ist Ihre Definition davon?
  2. Was hat Gender in der Politik zu suchen?
  3. Was möchten Sie konkret in Sachen Gender umsetzen, falls Sie gewählt werden?

[…] Würden Sie bitte allen Personen auf Ihrer Liste diese Fragen zukommen lassen?

Femminizid – wen wundert’s?

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Fast jeden zweiten Tag berichten die Medien italienweit von Frauenmorden – femminicidi. Gesprochen wird meist von Handlungen im Affekt, von zu großer Liebe, zu starker Eifersucht. Doch die Ermordung durch den Partner ist keine „verzweifelte Liebestat“, sondern eine exteme Gewalttat mit tödlichem Ende.

Das ist das Statement der Beratungsstelle gegen Gewalt an Frauen, die seit 25 Jahren in Meran im Auftrag der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt vom Verein Gewalt gegen Frauen geführt wird. Sie haben gestern Nachmittag zum Zeichen gegen diese Gewalttaten am Theaterplatz in Meran eine Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer eingeladen, der über 100 Menschen gefolgt sind. Weiße Luftballone stiegen empor…

Rund um die Uhr sind Mitarbeiterinnen erreichbar für Frauen in Not: 800-014008.

Foto: Andrea Dürr

ichfrau hat den Meraner Psychologen Uli Gutweniger dazu befragt.

„Was da in Meran ein paar Häuser weiter von uns passiert ist, schockiert. Es sind nicht die Ausländer, nicht die Moslems, die unsere Frauen gefährden! In Italien werden drei von vier Morden an Frauen innerhalb der eigenen Familie begangen. Dasselbe gilt für Vergewaltigung. Auch hier ist der Großteil der Täter der eigene Vater oder Mann – „Inländer“.

Wir alle sollten alarmiert sein und dieses Signal lesen lernen.

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer 😉 Mit einem guten Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Dieses Zitat haben wir gewählt, im Hinblick auf den Vortrag, der heute Abend im Frauenmuseum stattfinden wird: Lily Settari referiert zum Thema Was ist eine Frau? – Frauenbilder in Marine Le Pens Front National und der Alternative für Deutschland“ ab 20 Uhr.

Die Frau, von der unser heutiges Zitat stammt ist die US-amerikanische Schauspielerin und Buchautorin Roseanne Barr, die immer wieder durch ihre provokanten Aussagen Schlagzeilen gemacht hat. Klare Worte zu einem Thema, das nicht oft zur Sprache kommt: Frauen und Macht.

Hier geht’s zu unserer Zitat-Sammlung.

Frauen aus rechtspopulistischer Sicht

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Die Lananerin Lily Settari, *1994, hat Politikwissenschaften in Edinburgh (UK) und Grenoble (FRA) studiert. Seit 2011 hielt sie sich immer wieder im Ausland zu Lern- und Arbeitszwecken auf, hat Erfahrungen im Journalismus, in der Öffentlichkeitsarbeit, Übersetzungsarbeit und sozialen Arbeit gesammelt.

Am kommenden Montag, den 17. September, hält sie um 20 Uhr einen Vortrag im Frauenmuseum. Wir haben ihr dazu 3 Fragen gestellt:

Lily, du hältst am Montag im Frauenmuseum einen Vortrag zu „Was ist eine Frau? Frauenbilder in Marine Le Pens Front National und der Alternative für Deutschland“. Warum sollten wir hier in Südtirol zu einer solcher Veranstaltung gehen?

Weil es das interessanteste Thema der Welt ist!
Spaß beiseite, rechtspopulistische Parteien sind in den letzten Jahren präsenter in Medien und im öffentlichen Diskurs geworden, und auch vermehrt in Parlamenten oder Regierungen vertreten.

Während rechtspopulistische Ansichten im Hinblick auf Themen wie die EU oder Einwanderung sehr klar und bekannt sind, bekommen ihre ideologischen Positionen und politische Projekte, die Frauen, deren Rechte und Geschlechtergerechtigkeit betreffen, weniger zur Sprache, sowohl in den Medien als auch in der Forschung.

Managerin einmal anders

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Wenn Frauen sich zusammen tun, entsteht Power – und wenn sie zusammen bleiben, eine Powergruppe. 12 Frauen in einem ESF-Kurs, der nicht ihren Erwartungen entsprach und gleichzeitige ihre Erwartungen übertraf. Und was daraus entsteht. Hier die Geschichte…

 

Im November 2017 hat er begonnen und im Juli 2018 ging er offiziell zu Ende: Der Esf-Kurs (Europäischer Sozialfond) mit dem klingenden Namen „Managerin sozialer Innovationen“ explizit für Frauen, von hier oder immigriert. Voraussetzungen waren, dass sie ohne bezahlte Arbeit waren und dabei waren, sich neu zu orientieren.

Dieser Lehrgang richtet sich an Frauen welche ihre sozialen Projektmanagement- und Beratungskompetenzen erlernen und im Bereich des friedlichen Zusammenlebens der Kulturen auf kommunaler Ebene Integrations- und Kulturentwicklungskonzepte entwickeln, begleiten, implementieren und evaluieren.

12 Frauen – unterschiedlich in Herkunft, Charakter, familiäre Situation uvm. – hat diese Ausschreibung angesprochen. Dahinter steht laut Ruth Gschleier und Manfred Andergassen vom Vival Institute, dass „kulturelle Vielfalt und Integration von Bürgern mit Migrationshintergrund zentrale Herausforderungen sind, vor denen die Gesellschaft in nächster Zeit steht“ und von denen niemand unberührt bleiben wird.

Konflikte, Missverständnisse und negative Fremdbilder bestimmen nicht selten den Umgang zwischen den Kulturen. Erforderlich sind daher systematische Prozesse und Prozessbegleitungen, die den interkulturellen Dialog fördern und verbindliche Vereinbarungen ermöglichen und die der Gemeinschaft dadurch zugutekommen.