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Frauenmuseum | Museo delle donne

Dokufilm „Frauenmarsch – Donne in marcia“ ist nun online

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Ab heute ist es für alle möglich, den Film über den Frauenmarsch im vergangenen Jahr zu begutachten.

Am 25. September 2021 gingen Hunderte von Menschen in Bozen auf die Straße, um ihre Stimme gegen alle Formen von Gewalt und Geschlechterungleichheit zu erheben. Zahlreiche Frauenverbände und feministische Netzwerke schlossen sich dem Aufruf an und legten ein Manifest mit konkreten Vorschlägen für Maßnahmen vor.

Gestern, 8.März 2022, bei der Projektion des Dokufilms im Filmclub Bozen, waren viele der Protagonistinnen anwesend um persönlich nochmals die Forderungen an die Gesamtgesellschaft zu richten, in der Hoffnung endlich frei sein zu können von Gewalt, Sexismus, und Rollenzuschreibungen. Jeder Tag sollte ein feministischer Tag sein, in denen Ungerechtigkeiten benennt werden, Widerstand geleistet und konkrete Maßnahmen ergriffen werden.

Wir fordern, dass

  • Gewalt als gesamtgesellschaftliches Problem erkannt und an seiner patriarchalen Wurzel angegangen wird
  • die Istanbul-Konvention (EU-weit verpflichtend) in Südtirol rasch umgesetzt wird, um Opfer zu schützen, Täter gerichtlich zu verfolgen und Präventionsarbeit zur geschlechtsspezifischen Gewalt in allen Erziehungs- und Bildungseinrichtungen bindend durchzuführen. Die Umsetzung soll kompetent, konkret und mit klar festgelegten Finanzierungen erfolgen.
  • Institutionen ihre sexuellen Hierarchien und ihre männerdominierten Denkmuster aufgeben
  • wir überall und immer vertreten sind
  • uns Raum gegeben wird, mitzugestalten, mitzuverwalten und mitzuführen
  • jede/r von uns, auch Frauen, stereotype Geschlechter-Bilder und -Rollen aufgibt
  • Erziehungs- und Pflegearbeit zur gesamtgesellschaftlichen Verantwortung wird und Elternschaft, nicht Mutterschaft im Fokus stehen
  • wir fair behandelt, gleich bezahlt und rentenabgesichert werden
  • Steuergeld geschlechtergerecht eingesetzt wird (inklusive Gelder aus Recovery Fund und Next Generation EU)
  • eine Anpassung der medizinischen Praxis durch gendermedizinische Diagnostiken, Therapien und Medikationen
  • Daten erhoben werden, die Geschlechter-Ungerechtigkeiten sichtbar machen und eine entsprechende Beobachtungsstelle eingesetzt wird (angesiedelt bei der Gleichstellungsrätin)
  • Medien bei der Geschlechtergerechtigkeit in die Verantwortung genommen werden (Landesbeirat für das Kommunikationswesen und Regionale JournalistInnen-Kammer aktiv werden)
  • wir gemeinsam an einer solidarischen Gesellschaft arbeiten.

Sarah Trevisiol

 

 

 

 

 

 

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