Browsing: Frau & Gesellschaft

Bademode 0

Der erste Bikini wird von Louis Rèard, einem französischen Ingenieur, 1946 der Öffentlichkeit vorgestellt und ist eigentlich gar nicht der erste Bikini, gibt es Vorläufer-Modelle schon vorher, vereinzelt sogar zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Vielmehr versteht es sein Erfinder, seine Kreation perfekt zu vermarkten und außerdem patentieren zu lassen. Inspiriert von den skandalösen und provozierenden Atomwaffentests auf dem Bikini-Atoll, will er diesen Gedanken auch auf seinen knappen Zweiteiler übertragen und übernimmt für seine Erfindung den Namen des besagten Atolls. Allerdings will niemand den provokanten Bikini vorführen, erst die Nackttänzerin Micheline Bernardini aus dem Casino de Paris erklärt sich dazu bereit. Von der breiten Masse als obszön und zu freizügig abgelehnt, setzt sich der Bikini nur schleppend durch und ist an vielen Badeorten verboten.

In den 1950er Jahren schließlich, Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, beginnt Badeurlaub für breitere Massen erschwinglich zu werden: Dem Schönheitsideal der damaligen Zeit entsprechend, sind die Badeanzüge sehr figurbetont und folgen der Sanduhr-Silhouette – die nun verwendeten Chemiefasern machen es möglich, ausgefeilte Schnitttechniken anzuwenden und eine ausgesprochene Detailverliebtheit zeichnet die Bademode jener Zeit aus. Wenn die Kosten für Badebekleidung nun auch nicht mehr so hoch sind, ist sie doch nicht für jeden erschwinglich und gar einige Damen fertigen ihre Badeanzüge selbst an aus Stoffen, die sie zu Hause vorrätig haben.

Starke Frauen 0

Unsere Frau des Monats im Juni ist Lisa Settari. Sie ist Feministin, Politikwissenschaftlerin, Aktivistin und im Vorstand des Frauenarchivs in Bozen, wo sie sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert.

Kannst du dich kurz vorstellen?

Ich bin in Lana aufgewachsen und heiße, wie gefühlt neunzig Prozent der Mädchen, die in den Neunzigern im Burggrafenamt geboren wurden, „Lisa“. Schon seit dem Kindergarten höre ich aber auch auf „Lilli“, wobei ich mit verschiedenen Schreibweisen experimentiert habe. Was allerdings vielleicht interessanter ist: Mein Vater hat viel Zeit im Ausland verbracht und seine Geschichten waren fast eine Art Mythos, mit dem ich groß geworden bin. Meine Schwester ging dann als Jugendliche nach England, um die Sprache zu lernen – ich war damals ein Kleinkind, aber mir war klar: Ich muss da auch hin. Mittlerweile ist ein Vierteljahrhundert vergangen, und ich habe im Rahmen meines Studiums (Politikwissenschaften im Bachelor, Europäische Frauen- und Gendergeschichte im Master), verschiedener Jobs und Freiwilligendienste in Großbritannien, Frankreich, Belgien und Österreich gelebt. Zurzeit bin ich Dozentin für Deutsch als Fremdsprache und österreichische Landeskunde an der Alexandru Ioan Cuza Universität in Iaşi, Rumänien. Mit einem Bein bin ich allerdings immer gern in Südtirol geblieben.

Was bedeutet für dich Feminismus?

Pochi giorni fa noi Museo delle Donne di Merano assieme all’Intercultural Cafè dell’urania meran abbiamo inaugurato la sua nuova esposizione che resterà aperta fino a settembre,
„Il pane che viene da lontano: l’arte del pane tra tradizione e contaminazione culturale – la voce e le mani delle donne“.

Un viaggio culturale attraverso il pane

Il pane, uno degli alimenti più antichi e fondamentali dell’umanità, è prodotto con semplici ingredienti: farina, acqua, sale e calore. Tuttavia, la sua preparazione racchiude un ricco patrimonio culturale e rituale. Nella maggior parte delle culture, il pane simboleggia comunità e ospitalità, ed è spesso preparato in ambito familiare. Le donne, in particolare, giocano un ruolo cruciale nella trasmissione di questo sapere millenario, tramandando tecniche e ricette di generazione in generazione.

La cucina come espressione di identità

Per molte donne migranti, la cucina è un mezzo per mostrare la propria presenza e identità in terre straniere. Preparare il pane non è solo un atto culinario, ma un modo per raccontare storie personali, superare difficoltà e mantenere vive le proprie radici culturali. La mostra vuole valorizzare queste storie, competenze e talenti, evidenziando il contributo delle donne migranti alla ricchezza culturale della nostra comunità.

Starke Frauen 0

Im Centro Vintola in Bozen wurde am 15. Mai der dritte Förderpreis in memoriam Agitu Ideo Gudeta verliehen. Die Initiativgruppe möchte mit dieser jährlichen Auszeichnung das Erbe von Agitu Ideo Gudeta lebendig halten. Der Förderpreis soll Frauen hervorheben, die in Südtirol und im Trentino als Pionierinnen einer zukunftsfähigen, multifunktionalen bäuerlichen Landwirtschaft agieren und als Innovatorinnen im ländlichen Raum wirken. Sie zeigen, dass Vielfalt, nicht Monokulturen, das Potenzial sowohl für Stabilität als auch für Wandel bietet, sei es auf betrieblicher oder gesellschaftlicher Ebene. Durch die Integration verschiedener Bereiche und die Schaffung neuer Kombinationen und Lösungen demonstrieren sie ihre landwirtschaftliche Arbeit.

Die Promotorinnen des Preises, Martina Schullian, Susanne Elsen, Alessandra Piccoli, Monika Gross und Marion Maier, haben in den letzten Monaten insgesamt 17 Bewerbungen gesichtet und beschlossen, den Förderpreis Agitu Ideo Gudeta 2024 – als Novum – ex aequo an die beiden unterschiedlichen Kandidatinnen Verena Kapaurer aus St. Pankraz in Ulten und Alexandra Zöggeler aus Tschengls im Vinschgau zu verleihen.

Verena Kapaurer hauchte dem aufgegebenen Linterhof ihrer Großeltern in St. Pankraz in Ulten im Jahr 2016 neues Leben ein. Dort betreibt sie eine Käserei mit 37 Krainer Steinschafen, einer seltenen Mehrnutzungssorte, die Fleisch, Wolle und Milch liefert. Zusammen mit ihrem Partner stellt sie Joghurt, Frischkäse, Blauschimmelkäse und Schnittkäse her, die ausschließlich lokal in Restaurants, Hotels und auf dem Bauernmarkt verkauft werden. Seit Dezember 2023 gibt es einen Catering- und Eventservice, und seit Herbst 2020 belebt der Bauernhofkindergarten „die Hofzwerge“ den Linterhof.

Starke Frauen 0

Betty Williams (1943-2020) war eine nordirische Pazifistin und Mitbegründerin der Bewegung Women’s Peace Movement, auch bekannt als Peace People, zusammen mit Mairead Corrigan Maguire. Williams und Maguire wurden 1976 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet für ihr Engagement zur Förderung des Friedens in Nordirland während des Troubles, dem ethnisch-nationalen und politischen Konflikt, der die Region über mehrere Jahrzehnte hinweg plagte.

Betty Williams wurde in Belfast geboren und engagierte sich aktiv in der Friedensbewegung, nachdem sie den Tod von drei Kindern miterlebt hatte, die von einem Auto überfahren wurden, dessen Fahrer ein flüchtiges Mitglied der IRA (Irish Republican Army) war. Dieses tragische Ereignis veranlasste sie dazu, mit Mairead Corrigan, der Tante der Kinder, zusammenzuarbeiten und Tausende Menschen zu friedlichen Märschen und Protesten gegen die Gewalt in Nordirland zu mobilisieren.

Die Bewegung Peace People hatte eine bedeutende Auswirkung, indem sie die Versöhnung zwischen den katholischen und protestantischen Gemeinschaften förderte und eine friedliche Lösung der Konflikte vorantrieb. Neben dem Friedensnobelpreis erhielt Betty Williams zahlreiche Auszeichnungen für ihre Arbeit im Bereich des Friedens und der Menschenrechte.

Im Laufe ihres Lebens unterstützte Williams weiterhin verschiedene humanitäre Anliegen auf internationaler Ebene, arbeitete auch mit Organisationen wie UNICEF zusammen und engagierte sich in Initiativen zum Schutz von Kindern und zur Förderung des globalen Friedens.

Starke Frauen 0

Unsere Frau des Monats im Mai ist Irene Vieider, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung.

Kannst du dich kurz vorstellen?

Ich heiße Irene Vieider, bin 1955 in Tiers geboren und immer noch dort wohnhaft. Ich besuchte in Tiers die Grundschule, in Bozen die Mittelschule und in Meran die Lehrerbildungsanstalt. Nach der Matura begann ich gleich mit dem Unterrichten. Als Werkstudentin studierte ich berufsbegleitend an der Universität Innsbruck Mathematik. Ich bin – wie man so schön sagt – alleinstehend, habe natürlich dennoch Familie. Ich bin den Familien meiner Geschwister, meinen Neffen und meiner Nichte und ihren Kindern sehr verbunden.

Du warst viele Jahre im Lehrberuf und hast auch innerhalb der Schule „Karriere“ gemacht. Konntest du dort einiges bewegen, was dir ein Herzensanliegen war?

Ich habe 16 Jahre lang mit großer Freude unterrichtet: zuerst an der Mittelschule in Dorf Tirol und am Sandplatz in Meran und dann 10 Jahre lang an der Mittelschule Blumau. In Blumau war ich einige Jahre auch Leiterin der Schulstelle, solange diese eine Außenstelle der Mittelschule „Albin Egger Lienz“ in Bozen war. Als 1988 ein Wettbewerb für Schulführungskräfte ausgeschrieben wurde, haben mich einige Kollegen*innen ermuntert, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Ich war dann 17 Jahre lang Schuldirektorin, zuerst jeweils ein Jahr an der Mittelschule Ulten und an der Mittelschule Ritten, dann 15 Jahre lang an der Mittelschule Kastelruth, die 2001 mit den Grundschulen des Schlerngebiets zum Schulsprengel Schlern vereint wurde.

Starke Frauen 0

Körperliche Selbstbestimmung ist für Frauen weltweit keine Selbstverständlichkeit.
In vielen Staaten wird Abtreibung grundsätzlich unter Strafe stellt, körperliche Selbstbestimmung rechtlich eingeschränkt.

 Jessica Mosbahi ist Referentin für Menschenrechte und Politik bei medica mondiale. Im Interview beantwortet sie wichtige Fragen.

Was ist körperliche Selbstbestimmung, und warum ist das Thema wichtig?

Selbstbestimmt und frei über den eigenen Körper und die eigene Sexualität zu entscheiden, ist ein Menschenrecht. Allen Menschen wird zugestanden, zu entscheiden, ob und mit wem sie sexuelle Beziehungen eingehen, ob sie dabei verhüten, und ob und wann sie schwanger werden möchten.

Wie steht es um das Recht auf Selbstbestimmung weltweit?

Obwohl alle Menschen ein Recht auf Selbstbestimmung haben, wird es Frauen und Mädchen regelmäßig abgesprochen. Das ist leider ein weltweites Phänomen. Auch in Europa beobachten wir derzeit den Trend, Frauenrechte weiter einzuschränken. So hat Polen sein strenges Abtreibungsrecht noch einmal verschärft. Schwangerschaftsabbrüche sind seitdem faktisch unmöglich.

Warum wird die Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen angegriffen? Wer hat ein Interesse daran?

Hinter den Einschränkungen stehen bestimmte Geschlechterbilder. Bis heute betrachten viele Regierungen, religiöse Institutionen, aber auch Privatpersonen Frauenkörper als Eigentum, über das Staat, Gesellschaft und Familie mitbestimmen dürfen. Wenn sich Frauen dagegen auflehnen und auf ihre Rechte beharren, werden sie als Gegnerinnen traditioneller Familienwerte kritisiert.

#ioDonna del mese 0

La donna del mese di febbraio è Alessandra Spada, insegnante, autrice e presidente dell’Archivio storico delle Donne di Bolzano. Da poco è uscito il suo ultimo libro „Conquistare le madri -Il ruolo delle donne nella politica educativa e assistenziale in Alto Adige durante il fascismo“, (Edition Raetia, 2019), che presenteremo a breve al Museo delle Donne.

Alessandra puoi presentarti alle lettrici del blog IchFrau/IoDonna?

Nella premessa avete in gran parte già indicato gli aspetti che mi caratterizzano e che hanno contraddistinto fino a oggi le mie varie attività professionali e di volontariato. Aggiungerei anche il mio impegno politico, svolto in passato nelle istituzioni e oggi a livello di associazionismo. Al di là dell’impegno pubblico, svolto sempre con grande passione e che mi coinvolge molto, mi piace molto leggere, andare a teatro e al cinema, passare del tempo con amiche e amici care/i. Da giovane amavo molto anche lo sport, con il passare degli anni sono diventata un po’ più pigra, ma non disdegno fare delle belle passeggiate nella natura e nuotare, soprattutto al mare.

Sei una persona che si è impegna tantissimo per l’Archivio storico delle Donne, da dove nasce la tua motivazione?

Was ich gerne unter Märchen einreihen möchte, begegnet mir als bittere Realität. Wie ein wunderschönes Wesen, das an die Wand geknallt wird und als ungustiöser Frosch auf dem Boden landet – so kommt mir die Namensänderung vor: aus Frauen werden Geschlechter, aus einem Frauenmuseum wird ein Geschlechtermuseum. Glücklicherweise zeugt die Aufschrift über der Eingangstür noch vom alten Namen: „Kvindemuseet“ (Frauenmuseum). Entlang der Seitenfassade und neben dem Eingang künden bereits rote Stoffstreifen unübersehbar von der neuen Bezeichnung und auf dem Dach weht  ihr zentraler Bestandteil auf einer Fahne im Wind: KON (Geschlechter).

Was ich als Affront gegen mich und alle Frauen empfinde, begeistert offensichtlich andere. Jahrtausende vergingen, bis das erste Museum weltweit eröffnete, das in seiner Bezeichnung das Wort „Frauen“ trug (Bonn, 1981). Endlich kamen wir dezidiert in der Geschichte vor. Nach nur 40 Jahren wird uns unsere Lebensberechtigung schon wieder abgesprochen. Wir Frauen werden wieder unsichtbar gemacht, verschwinden aus dem Blickfeld – zumindest, wenn das dänische Beispiel Schule macht. Im Rahmen der Identitätspolitik werden wir Frauen, als Gruppe mit politischer Durchsetzungskraft, ausgedünnt und verwässert, aufgesplittert in LGBTQIA+ (*1). Für die junge Frauengeneration, die das Frauenmuseum von deren Gründerinnen übernommen hat, repräsentiert das Wort „Frau“ die Inhalte ihres Museums nicht länger adäquat genug.

Die Geschichte der Großmütter bewahren, die Erinnerungen der Mütter hören, den Töchtern Inspirationen zur Verfügung stellen – kurz: GLW (Glasgow Women’s Library).

Anhand dieses Gedankenfadens, der Generationen von Frauen wie eine Nabelschnur verbindet, feiert die Glasgow Women’s Library zur Zeit meines Besuchs im Sommer 2022 ihr 30-jähriges Jubiläum unter dem Titel: Three Decades of Changing Minds. 

Ich öffne die Tür und ein heimeliger, angenehmer Geruch strömt in meine Nase: der Duft von Büchern, von Futter für Herz und Hirn, das Aroma geistiger Nahrung.

Kirstin, die heute die Bibliothek betreut, bringt mir die Geschichte der Glasgow Women’s Library näher:

Vor 30 Jahren startete eine Gruppe von Frauen aus Glagow dieses Unterfangen. Sie nannten sich „women in profile“ und wollten das männerzentrierte Image der Kunstszene aufbrechen. In diesem Gebäude, einer ehemaligen Bibliothek, residieren wir seit 2015. Den damaligen Leseraum für Männer, den größeren – selbstredend-, nützen wir für Veranstaltungen, der kleinere Leseraum der Frauen dient uns als Büro. Die Bücher hier in der Ausleihzone, alle gespendet, sind unseren BesucherInnen uneingeschränkt zugänglich. Daneben führen wir ein Archiv über Frauengeschichte. Besonders freut es uns, dass wir das Lesbenarchiv Großbritanniens, das vorher in London war, retten konnten und ihm hier in Schottland eine neue Heimat bieten. Damit verbunden waren bereits Ausstellungen zur LGBTQ-Geschichte. People of Colour (=PoC) wurden eingeladen, aus ihrer Perspektive unser Archiv zu beleuchten.

Die perfekte Hausfrau, die aufmerksame Ehegattin und liebende Mutter – das Bild der Frau der 1950er Jahre war ein Produkt von patriarchalen Verhältnissen – und es wirkt bis heute nach. Vor allem wenn man sich die Verteilung der Hausarbeit in Europa ansieht. Laut einem Artikel von statista 2019 liegt der Anteil an Frauen, die täglich Hausarbeit verrichten oder kochen, bei 79%, bei Männern nur bei 34%.

In diesem Artikel beleuchten wir die Rolle der Technisierung des Haushalts, die oft mit dem Versprechen der Arbeitserleichterung einherging. Anhand von Beispielen aus der BRD fragen wir uns, welche Rolle Waschmaschine, Spülmaschine und Co. in der Veränderung des Haushalts spielten. Können sie als Instrumente der Emanzipation gesehen werden?

Die Bestimmung der Frau der 1950er Jahre war es, eine gute Ehefrau und Mutter zu sein. In einem Eheratgeber aus dem Jahr 1960 kann man nachlesen:

Das, worauf es für Hausfrauen ankommt ist „[…] ihrem Mann ein Heim zu schaffen, in dem er wirklich zu Hause ist, in das er nach des Tages Arbeit gern zurückkehrt. Dabei muß (sic!) immer das im Vordergrund stehen, was ihm besonders am Herzen liegt, und das kann ganz verschiedenartig sein. (Oheim, Gertrud: Die gute Ehe. Ein Ratgeber für Mann und Frau. 5. Auflage, Gütersloh 1960, 210.)

Würde ist, einen Traum zu haben, einen starken Traum, der dir eine Vision gibt, eine Welt, in der du einen Platz hast, in der deine Teilhabe, so minimal sie auch sein mag, etwas verändern wird.

Fatima Mernisse (1940 – 2015), marokkan. Soziologin und Feministin

Dieses Zitat begrüßt Besucher*innen im Marokkanischen Frauenmuseum in Marrakech.

Mit Fatima Mernissi und ihrem Ausspruch gelingt ein wunderbarer Einstieg ins Frauenmuseum. Die marokkanische Soziologin und Feministin publizierte über die Rolle der Frau im Islam und den Einfluss des Islam auf die Stellung der Frauen in der arabischen Welt.

Ich freue mich über ihre leicht verständlichen und klaren, aber inhaltsstarken Worte, die für mich den Geist ausdrücken, den viele Frauenmuseen widerspiegeln. Viele von ihnen wurden aus der Vision einzelner Frauen geboren, die von einer anderen Welt träumten, von einer Geschichtsschreibung, in der der weibliche Teil der Weltbevölkerung vorkommt und in der ihre Leistungen gewürdigt werden.

Ganz besonders neugierig macht mich die Aussage im Hinblick darauf, dass dieses Museum ungewohnterweise von 2 Männern gegründet wurde. Welche Vision beflügelte sie, als Männer ein Frauenmuseum zu gründen? Von Nizar Gartit, einem der Gründer, erfahre ich in einem Mail:

Scham, Ekel, Unwissenheit, Unsicherheit – Das war einmal, möchte ich meinen, wenn ich als Kind der späten 1950er-Jahre an mein erstes Mal denke. Nein, nicht an den ersten Kuss oder den ersten Sex. Nein, schlicht und einfach an etwas ebenso Normales und Gesundes, an das erste Mal, als Blut „unten“ zwischen den Beinen herausfloss, unaufhaltsam und unaufhörlich. Jetzt war sie also zu Besuch gekommen, die „rote Tante“, wie ich in meinem Umfeld hörte. Auch „Alarmstufe Rot!“ bezeichnete das Geschehen. Sollte ich Binden verwenden oder doch lieber auf Tampons setzen? Wussten Sie bei Ihrem ersten Mal bereits Bescheid, wie Sie sich Abhilfe verschaffen konnten? Wie stand es mit Ihrer Aufklärung? Kannten Sie Ihre eigenen Geschlechtsteile, wie sie aussahen und funktionierten? Wie tabuisiert das Thema auch heute noch ist, lese ich gleich im Eingangsbereich des Frauenmuseums in einem Text zur Frage: Warum braucht es ein Vagina-Museum? Konsterniert lese ich die Ergebnisse aktueller Studien: 1 von 4 Mädchen lernt nichts über die Periode, bevor es sie bekommt (2019); 52% der Menschen in GB können die Vagina auf einer anatomischen Abbildung nicht kennzeichnen (2019). Begründung genug für die Existenz und Bedeutung des Vagina-Museums in London, das seit 2019 frischen Wind zur geistigen Entstaubung durch seine Räumlichkeiten bläst.

#Kulturlust 0

Questa settimana, proseguiamo la rassegna delle puntate di „Una breve storia delle donne“ di Sandra Passarello, che continua ad accompagnarci in questi mesi estivi con musiche, brani, citazioni e interviste. Oggi vi proponiamo altre due puntate del podcast pubblicato su Rai Alto Adige, dedicate al rapporto delle donne con il proprio corpo e alle donne e lo sport.

Ogni puntata ripercorre la storia del costume e della mentalità di un’epoca ancora non sempre passata e da uno sguardo all’oggi grazie anche alle preziose interviste a donne significative per il nostro territorio. Questa volta ascoltiamo Raffaela Vanzetta, coordinatrice di INFES, il Centro per i Disturbi del Comportamento Alimentare di Bolzano, nella puntata dedicata al rapporto con il corpo e Laura Letrari campionessa olimpionica nel nuoto, in quella dedicata allo sport.

Vi auguriamo un buon ascolto!

 

PUNTATA 8
Il rapporto col proprio corpo

Per ognuna di noi il rapporto con la propria fisicità, col proprio corpo, può diventare difficile. La società ci chiede costantemente di corrispondere e adeguarci a codici molto lontani da una libertà identitaria, facendoci spesso sentire inadeguate.

#Kulturlust 0

Questa settimana, proseguiamo la rassegna delle puntate di „Una breve storia delle donne“ di Sandra Passerello, che ci accompagna già da luglio. Oggi vi proponiamo altre due dal suo podcast.

La numero 6, dedicata al femminismo, e a cosa significhi essere femministe? E la puntata 7 dedicata al grande tema della maternità, con le tante dimensioni che la accompagnano, quella privata e più intima della gioia ma anche del rifiuto, e i vecchi e nuovi saperi professionali.

Come sempre le puntate sono intercalate da canzoni e brani letterari storici e attuali, che danno voce alle culture delle varie epoche, e da interviste a donne che rappresentano le istituzioni e i servizi del nostro territorio. Questa volta ascoltiamo Grazia Barbiero politica di lunga data di grande spessore culturale, ed esperta in tematiche femministe e  Silvia Cavalli del Centro informazione Maternità.

Vi auguriamo un buon ascolto!

 

PUNTATA 6
Il femminismo

Cosa è stato il femminismo nella storia e cosa significa oggi essere femministe?

Un argomento meno semplice di quanto possa apparire, forse, ma per cominciare è indispensabile citare un libro pubblicato da Einaudi nella collana “Vele”, dal titolo “Dovremmo tutti essere femministi”, di Chimamanda ´Ngozi Adichie.

#Kulturlust 0

Questa settimana, proseguiamo la rassegna delle puntate di „Una breve storia delle donne“ di Sandra Passerello, ve ne proponiamo altre due dal suo podcast.
La puntata numero 4: „La sessualità“ dedicata alla sessualità femminile e la puntata numero 5 „Politica, lavoro e potere femminile“ che mette al centro l’importanza delle donne nel mondo del lavoro.

Vi auguriamo un buon ascolto!

PUNTATA 4
La sessualità

E parliamo finalmente di sessualità femminile! Dico finalmente perché questo tema, fino a pochi lustri fa è stato un vero tabù, un tema difficilissimo da affrontare pubblicamente.
Per fortuna oggi ci sono i consultori familiari ed è diffusa anche nelle scuole un’educazione alla sessualità per i più giovani, che dovrebbe quantomeno preservare le nuove generazioni da equivoci grossolani, dettati da eccessivo pudore e mancanza di confronto. La psicoterapeuta Roberta Fregona del consultorio AIED di Bolzano prova a raccontare in breve quali siano i timori su questo tema, se ancora persistano, o come siano cambiate, nel tempo, paure e incertezze legate alla propria sessualità nelle giovani ragazze.  Se ne parla dunque oggi, ma un’elegante e ironica canzone di Milly, famosa cantante di rivista, ci diceva che “Si fa, ma non si dice”.

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