Über Frauen, die den Alten Griechen das Fürchten lehrten und dadurch heute noch zeigen, wie schön es sein kann, dem Schubladendenken zu entfliehen.
Lange Zeit wurden sie als Einbildung oder mythische Vorstellung der Griechen angesehen: die Amazonen. Doch mittlerweile weiß man, dass es starke, mutige und heldenhafte Frauen gab, die hoch zu Ross in den Krieg zogen. Wer waren diese Frauen, die die Fantasie bis heute beflügeln?
Klischees und festgefahrene Rollenmuster
Vieles, das fremd ist, macht Angst. Aus Angst werden schnell Vorurteile und daraus werden wiederum hartnäckig Klischees bedient. So erging es wohl den Griechen, als sie in Kontakt mit hosentragenden und hoch zu Ross bogenschießenden Frauen der Skythen kamen, die als Amazonen bekannt wurden.
Männer haben das starke Geschlecht zu sein, Frauen sind eher hysterisch. Dieses stark verallgemeinernde Vorurteil hält sich hartnäckig, selbst heute noch – zum Teil jedenfalls. Dabei weiß man mittlerweile, dass bereits in der Steinzeit, bei den Wikingern oder bei den Skythen Frauen und Männer ebenbürtig gelebt und bestattet wurden. Was passiert also, wenn festgefahrene Rollenmuster in Kontakt mit fremden Lebensentwürfen kommen, die so gar nicht in das eigene Weltbild zu passen scheinen? Das lässt sich gut am Beispiel der Amazonen verdeutlichen.

