Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

Lesben, männermordende Weibsbilder, ungeheurliche Gestalten? Nein, Amazonen!

0

Über Frauen, die den Alten Griechen das Fürchten lehrten und dadurch heute noch zeigen, wie schön es sein kann, dem Schubladendenken zu entfliehen.

Lange Zeit wurden sie als Einbildung oder mythische Vorstellung der Griechen angesehen: die Amazonen. Doch mittlerweile weiß man, dass es starke, mutige und heldenhafte Frauen gab, die hoch zu Ross in den Krieg zogen. Wer waren diese Frauen, die die Fantasie bis heute beflügeln?

Klischees und festgefahrene Rollenmuster

Vieles, das fremd ist, macht Angst. Aus Angst werden schnell Vorurteile und daraus werden wiederum hartnäckig Klischees bedient. So erging es wohl den Griechen, als sie in Kontakt mit hosentragenden und hoch zu Ross bogenschießenden Frauen der Skythen kamen, die als Amazonen bekannt wurden.

Männer haben das starke Geschlecht zu sein, Frauen sind eher hysterisch. Dieses stark verallgemeinernde Vorurteil hält sich hartnäckig, selbst heute noch – zum Teil jedenfalls. Dabei weiß man mittlerweile, dass bereits in der Steinzeit, bei den Wikingern oder bei den Skythen Frauen und Männer ebenbürtig gelebt und bestattet wurden. Was passiert also, wenn festgefahrene Rollenmuster in Kontakt mit fremden Lebensentwürfen kommen, die so gar nicht in das eigene Weltbild zu passen scheinen? Das lässt sich gut am Beispiel der Amazonen verdeutlichen.

One Billion Rising a Merano

0

One Billion Rising, la campagna globale nata per chiedere a gran voce la fine alla violenza contro le donne e le ragazze compie 10 anni. Il progetto che ha ormai raggiunto una portata oltre all’immaginario, mira a riunire milioni di persone in tutto il mondo per danzare e manifestare in solidarietà con le vittime della violenza di genere. L’obiettivo è quello di creare consapevolezza, sensibilizzare e mobilitare la comunità globale per chiedere cambiamenti a livello legislativo, culturale e sociale per porre fine alla violenza di genere.

Anche quest’anno la citt di Merano non può mancare.

Partecipa anche tu! Ti aspettiamo

Ci troviamo il 14.02.2022 alle 17.00, in via Cassa di Risparmio a Merano.

Saremo in tantissime/i!

E non dimenticare: Indossa qualcosa di rosso!

Quest’anno per essere ancora più incisive ci troviamo a fare le prove della coreografia del flashmob.

Questi sono gli appuntamenti

Per tutte e tutti: 9.2.2023 ore 18, HUB 37 (via Otto Huber 37)

Per le scuole: 2.2.2023 ore 17, FOS (piazza Mazzini 1) o 10.2.2023 ore 12.35

Aula Magna del Gandhi, (via Wolf 38)

„Begegnungen sind eines der größten Geschenke des Lebens“

0
Frau des Monats Februar: Sonja Steger

Ihre Neugier, ihre Liebe zur Literatur und ihre Freude an tiefgründigen Begegnungen treiben sie an. Die aktive Kulturarbeiterin Sonja Steger betreut nicht nur die Literatursalons im ost west club est ovest in Meran, sondern hat auch die Kunst- und Kulturzeitschrift vissidarte mit herausgegeben und das Literaturfestival Sprachspiele mitbegründet. Im Interview erzählt sie von ihrem Werdegang, von ihren vielen Aktivitäten und hat uns mit einem Gedicht überrascht.

Wie würdest du dich beschreiben?

Vorausgeschickt, dass Selbst- und Fremdwahrnehmung zuweilen stark auseinanderklaffen und dass geeignetere Formen diese Frage zu beantworten, ein Gedicht-Zyklus oder ein Roman wären, versuche ich es trotzdem… Ich bin Kulturarbeiterin und Autorin, neugierig – im Sinne von interessiert – an der Welt und den Mitmenschen, begeisterungsfähig und ausdauernd, chaotisch und manchmal verzagt. Ich mag den sanften, diplomatischen Weg, denn ich bin eher konfliktscheu. Respektvoller Umgang miteinander ist mir extrem wichtig.

Sonja Steger. Foto: Toni Pixner
Wie bist du zu deiner Liebe zur Literatur gekommen?

Lesend. Für mich bedeutet das Abtauchen in literarische Werke: Weltflucht und Weltaneignung zur gleichen Zeit. Als Kind und Jugendliche war ich eine Einzelgängerin und fühlte mich oft einsam. Ein langweiliges Leben lässt sich hervorragend mit Geschichten bewohnbar machen, gelesene oder vom Fernseher aufgetischte. Erste komplexere und längere Texte las ich in der Mittelschule, ich gebe es zu: meine Einstiegsdroge in die Literatur war Steven King.

Buchvorstellung: Wir brechen das Schweigen

0

„Wir brechen das Schweigen“ von Veronika Oberbichler und Georg Lembergh ist bei Edition Raetia erschienen. Am 30.01. um 19:30 Uhr wird das Buch im Frauenmuseum in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Meran vorgestellt, Jutta Wieser moderiert die Veranstaltung.

Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ist ein weitverbreitetes Verbrechen, über das kaum gesprochen wird. Es betrifft Schule, Kirche, Freizeit, Sport–und die Familie. Erstmals brechen Betroffene das Schweigen für ein Buch: In einfühlsam geführten Gesprächen mit der Psychotherapeutin Veronika Oberbichler erzählen sie von ihren Erlebnissen, wie es zum Missbrauch kam und wie sie meist auf Unverständnis stießen, sobald sie sich jemanden anvertrauten. Aber sie berichten auch von ihrer Aufarbeitung und einem gelungenen Leben danach.

Sie sind mutig und brechen das Tabu, indem sie über ihre Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch sprechen:

Ich will nicht, dass irgend einem Kind in Südtirol, Mädchen oder Junge, Ähnliches widerfährt,

bringt es Valentina auf den Punkt. Sie ist neben Elena, Markus, Barbara, Verena und Peter, Lisa, Anna sowie Silvia eine der Betroffenen, die nicht länger „Opfer“ sein wollen.

Es ist wichtig, dass man handlungsfähig bleibt. Ich möchte es am liebsten in die Welt hinaus schreien: Wir sind unschuldige Wesen, denen viel Schmerz zugefügt wurde,

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Vom Elternthema zum Querschnittsthema

0

Im Rahmen des Projekts COWORCare lädt die Plattform Land zu einer Onlineveranstaltung am Donnerstag, den 26. Jänner 2023 von 15-17 Uhr ein.

Die Veranstaltung dreht sich um Geschichten rund um die Vereinbarkeit von Familie & Beruf in der Südtiroler Lebensrealität: Frauen mit Kindern in Führungspositionen, Männer in Vaterschaft, Eltern, für die die Kinderbetreuung eine große Herausforderung ist, Unternehmer, die in Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie & Beruf eine Chance sehen, sich wegen des Fachkräftemangels als modernes Unternehmen zu positionieren.

Gesucht und diskutiert werden somit neue Lösungsmodelle für Wirtschaft und Gesellschaft, um eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie & Beruf gerade auch im ländlichen Raum zu erreichen. Dies alles vor dem Hintergrund der Zunahme von neuen Arbeitsmodellen wie coworking, smart working etc.

Wir haben vorab Michael Bockhorni von väter aktiv einige Fragen gestellt.

Auf welche Herausforderungen treffen Eltern heute?

Über Dreiviertel der Eltern wollen Erwerbs- und Familienarbeit partnerschaftlich aufteilen, aber nur ein Drittel schafft es (so einigermaßen). Es gibt verschiedene Hürden:

  • Lohnunterschied (einerseits auf Grund der geringeren Bezahlung in Frauenberufen und durch die Erwerbsunterbrechung) zwischen Mann und Frau
  • Mäßige finanzielle Abgeltungen (im Vergleich zu anderen Ländern bzw. Regionen) für die Erwerbsunterbrechung bzw. -reduzierung auf Grund von Kinderbetreuung bzw. Angehörigenpflege

Die Frau, die das Kaffeetrinken revolutionierte

0

Vor 150 Jahren wurde Melitta Bentz geboren, die schlagartig eine erfolgreiche Unternehmerin werden sollte und mit ihrer Erfindung des Kaffeefilters das Kaffeetrinken für immer veränderte.

Melitta Bentz lebte als Hausfrau in Dresden und war 35 Jahre alt, als sie ihrem Ärger über den Kaffeesatz in ihrem Kaffee endlich Abhilfe verschaffen wollte.

Kaffee wurde damals meist so zubereitet, dass feines Kaffeepulver in heißes Wasser geschüttet wurde und man wartete, bis sich das Pulver am Boden der Kanne abgesetzt hatte. Es gab bereits Siebe, um das Pulver zurückzuhalten, diese hatten allerdings meist entweder zu kleine Löcher, wodurch sie verstopften, oder zu große Öffnungen, welche doch zu viel Pulver durchließen. So blieb der unangenehme Nachgeschmack des Pulvers meist erhalten.

Die zündende Idee kam Melitta durch die Schulutensilien ihres Sohnes. Mithilfe von Löschpapier kreierte sie ihren ersten Kaffeefilter, welcher im Freundeskreis sogleich auf große Begeisterung stieß. 1908 meldete sie ihr Patent an – was an sich schon eine Besonderheit ist, denn sie gehört damit zu den ersten Frauen, welche ihre eigenen Erfindungen schützen ließen.

Innerhalb weniger Monate startete sie ihr Unternehmen: Zunächst stellte sie mit Hilfe ihrer Familie die Filter in ihrem Haus her. Die Nachfrage nach der einfachen, neumodischen Erfindung explodierte. Im Jahr 1936 verbesserte Melitta ihren ursprünglichen Entwurf und formte ihren Filter zu der heute bekannten Kegelform, die wir alle kennen.

„I’ve lived all my life as if I’m young.“ – Vivienne Westwood

0

Ende des Jahres 2022 ist die auch als „Queen of Punk“ bekannte Modedesignerin, Vivienne Westwood verstorben. Auch in Meran hat die rebellische Modemacherin Spuren hinterlassen, als sie unerkannt im Hotel Villa Tivoli residierte und so kam es, dass sich heute eines ihrer Kleider samt passender Schuhe in der Sammlung des Frauenmuseums befinden.

Als Designerin hat es Vivienne Westwood geliebt, Grenzen zu überschreiten und es verstanden immer wieder durch das Brechen von Konventionen Aufmerksamkeit zu erregen und ihre Reichweite auch aktivistisch zu nutzen.

In den 1970er Jahren hat sie den Punk-Stil kreiert, als sie zusammen mit Malcolm McLaren, dem späteren Manager der Sex Pistols, ein Geschäft in London eröffnete, das schnell zum Bezugspunkt für die Punk-Generation wurde. Seit den 1980er Jahren hat sie sich als eine der international führenden Modedesignerinnen etabliert. Ihre Inspiration schöpft sie aus ihrer Liebe zur Geschichte, zur Malerei und zum sozialen und politischen Engagement.

Sie war eine Frau mit einer Mission: die Welt zumindest ein wenig zu verändern, sie zu einem besseren Ort zu machen. Die Feinde, die es zu bekämpfen galt, waren für sie der Konformismus, die soziale Unbeweglichkeit und die rücksichtslose Ausbeutung der Natur.

Was können Museen von Hollywood lernen?

0

Ariane Karbe ist die Frau des Monats Jänner 2023. Sie ist seit mehr als 20 Jahren als Kuratorin und Ausstellungsdramaturgin tätig. In ihrer Arbeit unterstützt sie als dramaturgische Beraterin Museen dabei, ihre Geschichten auf ansprechende und spannende Weise zu erzählen. Dies beinhaltet oft die Konzeption und Gestaltung von Ausstellungen und anderen Vermittlungsformaten, die sich an verschiedene Zielgruppen richten können. Sie hat unter andern auch das Frauenmuseum Meran bei der Vorbereitung der jetzigen Dauerausstellung begleitet und die Dauerausstellung für die Villa Freischütz kuratiert.

 

Wann und warum hast du begonnen als Kuratorin zu arbeiten?

Als Jugendliche habe ich sehr oft das Haus der Kulturen der Welt in Berlin besucht. Das war noch vor dem Internet, die Welt war viel kleiner und ich habe dort die internationale Atmosphäre aufgesogen. Dort habe ich eine Ausstellung entdeckt, die vom Iwalewahaus kuratiert worden war, einem Museum für außereuropäische Kunst in Bayreuth. Ich habe mich damals sehr für Afrika interessiert und mich hat der Name magisch angezogen „Iwalewa“: ich bin zum Studium nach Bayreuth gegangen und habe im Iwalewahaus als studentische Hilfskraft gearbeitet. Dort habe ich meine Begeisterung für die Museumsarbeit entdeckt.

Warum faszinieren dich Museen?

Feiertagsgrüße aus dem Frauenmuseum

0

Wir wünschen euch eine friedliche Zeit, ruhige und besinnliche Stunden und ein glückliches Jahr 2023.

Auch wir nutzen diese Zeit, um zur Ruhe zu kommen, zurück zu schauen, zu reflektieren und neue Pläne zu schmieden. Aus diesem Grund bleibt das Frauenmuseum bis zum 8. Januar 2023 geschlossen und auch der Blog IchFrau wird in dieser Zeit ruhen.

Im Januar kehren hier auf dem Blog mit vielen neuen Themen, anregenden Interviews und aktuellen Informationen zurück. Auch im Frauenmuseum wird es Neuigkeiten geben, angefangen mit der neuen Ausstellung „Weibliche Wunderkammer„, welche am 16. Januar eröffnet wird.

Bis bald, hier auf dem Blog oder im Museum.

Euer Frauenmuseums-Team

Mice Ladies erkunden Frauengeschichte Merans

0

Großes kann entstehen, wenn wir Frauen uns gegenseitig stärken, unterstützen und von- und miteinander lernen!

Unter diesem Motto hat Tanja Knecht die Mice Ladies gegründet, welche Frauen der Business Events Branche aus verschiedenen Ländern zusammenbringt. Im Mittelpunkt stehen das Netzwerken, die Weiterbildung und die Persönlichkeitsentwicklung.

Das Netzwerk organisiert immer wieder Besuche an verschiedenen Orten im In- und Ausland und kombiniert inspirierende Erlebnisse mit der Begegnung mit starken Frauen und ihren persönlichen Geschichten.

In diesem Rahmen haben die Mice Ladies in Zusammenarbeit mit IDM Südtirol kürzlich einen außergewöhnlichen Stadtrundgang in Meran besucht, welcher sie zu den Schauplätze der Frauengeschichte der Stadt führte und zeigte. Wo waren die Frauen tätig, die Meran belebt und mit aufgebaut haben? Welche Herausforderungen haben sie angetroffen? Welche Visionen hatten sie? Viele von diesen Frauen werden bis heute in keinem Geschichtsbuch erwähnt, da Geschichtsschreibung immer noch vorwiegend Männerdomäne ist: mit männlichen Protagonisten, Autoren und Herausgebern.

Mit den Frauen-Stadtrungängen möchte das Frauenmuseum den Spieß umdrehen und lokalen wie internationalen Besucher:innen zeigen, dass Frauen in Meran, vom Mittelalter bis in die heutige Zeit, eine ausschlaggebende Rolle für die Entwicklung der Stadtgeschichte spielten.

Von damals bis heute: Wie wurden Frauenrechte zu Menschenrechten?

0

Vergangene Woche wurde der Internationale Tag der Menschenrechte begangen. Dass Frauenrechte Menschenrechte sind war in den Gesetzen und v.a. in der konkreten Umsetzung dieser nicht immer vorgesehen und ist bis heute keine Selbstverständlichkeit. Doch wann wurden Frauenrechte erstmals als Menschenrechte anerkannt?

Wir, Mütter, Töchter, Schwestern, Vertreterinnen der Nation, verlangen, in die Nationalversammlung aufgenommen zu werden. In Anbetracht der Tatsache, dass Unwissenheit (…) oder Missachtung der Rechte der Frauen die alleinigen Ursachen des öffentlichen Elends und der Korruptheit der Regierung sind, haben wir uns entschlossen, in einer feierlichen Erklärung die natürlichen, unveräußerlichen und heiligen Rechte der Frau darzulegen. Olympe de Gouges, 18. Jahrhundert, Frankreich

1789: Frankreich – Erste Schritte Richtung Menschenrechte

Die ersten menschenrechtlichen Regelungen, wie die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789, hatten Frauen noch nicht berücksichtigt. ‚Mensch‘ bedeutete nach damaliger Auffassung ‚Mann‘. Die frühen Menschen- und Bürgerrechte standen entsprechend nur Männern zu.

1791: Olympe de Gouges – Widerstände gegen reine Männerrechte

Im Zuge der Französischen Revolution entstanden Frauenclubs, die sich für Frauenrechte stark machten. Sie verlangten, Frauen den Männern gleichzustellen, die vollen Bürgerrechte zu gewähren und wählen zu lassen. Eine ihrer Vordenkerinnen war die Feministin Olympe de Gouges. Sie verfasste 1792 die  Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin, in der sie unter anderem schrieb: „Die Verfassung ist null und nichtig, weil an ihrer Ausarbeitung die Mehrheit der Bevölkerung … nicht mitgewirkt hat.“

16 Tage gegen Gewalt an Frauen

0

Zwischen 25. November und 10. Dezember liegen 16 Tage, die zwei wichtige Gedenktage verbinden: Den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und den Tag der Menschenrechte. Die Kampagne 16 Tage macht sich dafür stark, Frauenrechte als Menschenrechte anzuerkennen.

Die Globale 16-Tage-Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen ist eine internationale Kampagne, die auf das erste Women’s Global Leadership Institute im Jahr 1991 zurückgeht.

Der Zeitraum der Kampagne wurde gewählt, um eine Verbindung zwischen Gewalt gegen Frauen und Menschenrechten herzustellen und zu betonen, dass geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen eine Verletzung der Menschenrechte darstellt.

1981 riefen lateinamerikanische Feministinnen das Todesdatum der drei Schwestern Mirabel zum Gedenktag gegen Gewalt an Frauen aus. Dies nachdem am 25. November 1960 der dominikanische Geheimdienst die Schwestern im Auftrag des Diktators Trujillo ermorden liess. Der Tag der Menschenrechte am 10. Dezember erinnert an das Jahr 1948, als die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der UN in New York verabschiedet wurde. Durch die zwei Daten wird eine Brücke vom Süden in den Norden gebildet, welche verdeutlicht, dass Gewalt an Frauen überall stattfindet und ein globales Thema ist.

Die Globale 16-Tage-Kampagne ist eine Organisationsstrategie für Einzelpersonen und Gruppen auf der ganzen Welt, um die Beseitigung aller Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen zu fordern und um:

Yuly Tenorio, avvocata ecuadoriana per i diritti umani ospite di Operation Daywork

0

É tutta una questione di prospettive: davanti alla prima immagine del Museo che rappresenta la marcia delle donne su Versailles, una manifestazione popolare condotta dalle donne dei mercati di Parigi all’esordi della Rivoluzione Francese, Yuly nonostante gli abiti femminili delle protagoniste, pensa che siano uomini travestiti da donne, pronti all’assalto al palazzo del potere.

Yuly Tenorio, avvocata ecuadoriana per i diritti umani e i diritti della natura, ha visitato il Museo delle Donne a fine novembre. Ospite di Operation Daywork per una settimana in Alto Adige, dopo aver passato la maggior parte del tempo a lasciarci le sue parole e la sua testimonianza personale e professionale sulla sua lotta per i diritti in Ecuador, si è messa in ascolto. É così che abbiamo aperto un dialogo con Roberta e Cecilia che ci hanno accolto al Museo della Donna di Merano, e ci hanno raccontato come conducono i gruppi delle scuole medie e superiori attraverso il percorso storico centrato sui momenti e le conquiste fondamentali per l’emancipazione femminile, quali sono stati i cambiamenti nel ruolo delle donne che si sono susseguiti nel tempo, e di quanto sia importante essere consapevoli che chi conosce la propria storia affronta meglio il futuro.

Neue Plastik an der Passerpromenade ehrt Evelyn Ortner

0

Im Rahmen des Projekts MenschenBilder wurde heute die neue Plastik in der Freilicht-Galerie an der Passerpromenade in Meran enthüllt, welche die Gründerin des Frauenmuseums ehrt.

Das Denkmal fungiert als Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung an Evelyn Ortner (1944-1997) als eine der herausragenden Meraner Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, die das gesellschaftliche Leben der Stadt intensiv geprägt haben. Sie hat nicht nur den ersten Second-Hand-Shop Südtirols mit dem Namen „Petersilie“ gegründet und einen aktiven Beitrag zum Kulturleben der Stadt geleistet, sondern durch ihre Sammel-Leidenschaft auch das Frauenmuseum begründet, welches bis heute ein wichtiger Bestandteil des Meraner Kulturlebens ist.

Entworfen und erarbeitet wurde die Plastik vom Meraner Künstler und Weggefährten der Dargestellten, Franz Pichler. Der 1939 geborene Bildhauer und Grafiker studierte an der Kunstakademie in München, verdiente seinen Lebensunterhalt später als Kunstpädagoge und arbeitet seit seiner Pensionierung als freischaffender Künstler.

In der Plastik hat er sich für eine Metapher entschieden, die das Leben und Werk von Evelyn Ortner darstellen soll. Die roten Schuhe stehen einerseits für ihre Sammel-Leidenschaft insbesondere für extravagante Schuhe und andererseits erinnern sie an die Aktion der „Zapatos Rojos“, welche 2009 in Mexiko entstanden ist und inzwischen weltweit Verbreitung gefunden hat. Dabei werden zum Tag der Frau zahlreiche rote Damenschuhe auf Straßen und Plätzen positioniert, um für die immer noch große Problematik der Gewalt gegen Frauen zu sensibilisieren. Dadurch ist es dem Künstler gelungen die Liebe zur Ästhetik und den großen gesellschaftlichen Einsatz für Frauenleben von Evelyn Ortner darzustellen.

Complicità femminile

0

È disponibile la 28esima edizione dell’agenda Alchemilla, l’agenda femminile altoatesina.

Costruttive, creative e fortemente connesse – in una parola, donne

Hanno osato farlo di nuovo. Contro ogni previsione, come l’aumento dei costi dei materiali o le profezie di sventura sull’antiquato mezzo dell’agenda tascabile, le donne dell’associazione Alchemilla hanno raccolto il coraggio descritto nell’edizione 2022 e, in solidarietà e complicità, si sono messe di nuovo in cammino per dare spazio e visibilità alle donne in tutte le loro sfaccettature.

Il risultato è un prodotto vintage di alta qualità, ecologico e pratico, in un maneggevole formato A6. Tema: la complicità femminile.

Ogni mese vengono trattati in tedesco, italiano e ladino argomenti che riguardano, interessano ed emozionano le donne e temi femministi – in altre parole, argomenti di buon senso, per dirla con le parole di un* utente di Twitter (tinatbh, 5 luglio 2014).

Vogliamo far conoscere alle persone questioni relative alle pari opportunità, evidenziare aree di tensione, ispirare le donne e informarle sui loro diritti,

concordano le Alchemille. Quali diritti ho come genitore, genitrice di un bambino con disabilità? Come funziona l’amministrazione di sostegno? Come posso celebrare un culto religioso improntato alla parità di genere? Nella rubrica mensile Infovengono trasmessi fatti, numeri, consigli o espresse critiche. Alcuni testi brevi, corredati da ogni tipo di curiosità e link, forniscono ulteriori informazioni.

„Das unsichtbare Fundament der Gesellschaft zu sein bedeutet ja nicht nur Bürde und Last, sondern auch Macht.“

0

Laura Volgger ist Künstlerin, Aktivistin und arbeitet im Bereich der kulturellen und politischen Bildung. Sie schloss in Österreich und Großbritannien das Studium der Geschichte und Politischen Bildung ab und studiert aktuell Fotografie und Visuelle Medien in Berlin. Sie arbeitete in verschiedenen Selbstorganisationen von und für Frauen mit Migrationsgeschichte, aktuell ist sie in Südtirol im Kollektiv „Frauenmarsch – Donne in Marcia“ engagiert. Ihre Installation „On Remembrance“ ist seit 2021 als Mahnmal für Femizidopfer in Italien in Form einer Wanderausstellung in norditalienischen Gemeinden unterwegs.

Laura Volgger stellt ihre Fotoserie „My Work Is Your Foundation“ in der Gastvitrine des Frauenmuseums vor. Am 1.12.2022 um 19 Uhr findet die Vernissage statt.

  • Seit wann definierst du dich als Feministin und was hat dich dazu gebracht?

Geboren wurde ich nicht als Feministin, aber im Laufe der letzten Jahre dazu gemacht. In Gesprächen mit Freundinnen sind wir irgendwann draufgekommen: Es ist nicht ok, in Beziehungen immer den Löwinnenanteil an Care-Arbeit zu leisten; es ist nicht ok, auf Partys ungefragt angefasst zu werden. Es ist nicht ok, von einem Partner kontrolliert zu werden, indem er ständig wissen will, wann man sich mit wem abgibt. Ich habe angefangen, in meinem Umfeld viel über feministische Themen zu diskutieren und habe während der Recherchen für die Diplomarbeit, mit Frauen mit Migrationsgeschichte gearbeitet. All diese Begegnungen, Diskussionen und Einblicke in fremde Biografien haben dazu geführt, dass ich nach Antworten auf scheinbar naturgegebene Ungleichheiten und Ungleichbehandlungen zu suchen begann und mit feministischen Theorien in Berührung kam. Heute engagiere ich mich im Kollektiv Frauenmarsch und nutze künstlerische und pädagogische Arbeit als Sprachrohr, um politische Bildung zu betreiben.

1 18 19 20 21 22 63