Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

Eine Geschichte der Kunst – ohne Männer

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Wusstet ihr, dass am morgigen 15. April der Welttag der Kunst begangen wird? Aus diesem Anlass möchten wir heute auf ein Buch hinweisen, welches Kunstgeschichte aus Frauensicht erzählt. Das Buch ist im Oktober 2022 in englischer Sprache erschienen, war von Anfang an sehr erfolgreich, hat Preise gewonnen und ist in mehrere Sprachen übersetzt worden.

Im Oktober 2015 besuchte ich eine Kunstmesse und stellte fest, dass unter den Tausenden von Werken, die vor mir standen, kein einziges von einer Frau geschaffen worden war. Das löste eine Reihe von Fragen aus: Könnte ich auf Anhieb zwanzig Künstlerinnen nennen? Zehn vor 1950? Und welche vor 1850? Die Antwort war nein. Hatte ich also bei der Betrachtung der Kunstgeschichte eine männliche Perspektive eingenommen? Die Antwort war ja.

So beginnt das Buch „The Story of Art without Men – Große Künstlerinnen und ihre Werke“, welches 2022 in der deutschsprachigen Version im Piper Verlag erschienen ist. Die Kuratorin und Kunsthistorikerin Katy Hessel hat sich schon seit Jahren der Sichtbarmachung von Frauen in der Kunst gewidmet und diese auf ihrer Instagram-Seite @thegreatwomenartists gefeiert.

Tableau vivant, lebendige Kunstgeschichte

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Als Tableau vivant (frz. „lebendes Bild“) bezeichnet man die Darstellung von Werken der Malerei und Plastik durch lebende Personen. Davon inspiriert hat die Klasse 4k/ku des Kunstgymnasiums Meran in den Fächern Kunstgeschichte und  Grafikwerkstatt ein interessantes Fotoprojekt verwirklicht. Berühmte Bilder aus der Kunstgeschichte und Modefotografien aus den 1960er Jahren  wurden ausgesucht und an zwei Vormittagen im Jänner fotografisch nachgestellt. Gründliche Recherchen und eine genaue Planung im Vorfeld gingen dem Projekt voraus.

Das Frauenmuseum Meran stellte uns großzügig Vintage Kleider und Accessoires aus ihrem Fundus zur Verfügung, die Schülerinnen der Berufsschule Luis Zuegg Meran sorgten unter der Anleitung ihrer Lehrperson Evelina Ferrari für das perfekte Makeup, Isabel Nicolussi widmete sich hingegen den Frisuren. Die Aufnahmen im Fotostudio der Schule entstanden unter der Leitung des Fotografen Stephan Fischnaller durch die Schüler*innen selbst. Ziel war es das besondere Licht der alten Werke zu imitieren, wobei verschiedene Lichtformer wie Softbox, Spot, Reflektorschirme eingesetzt wurden. Um die gewisse Atmosphäre und das Malerische der Bilder nachzuempfinden, wurden die Aufnahmen anschließend mit dem Bildbearbeitungsprogramm Photoshop verfeinert und retuschiert.

So sind die Werke von Albrecht Dürer, Leonardo Da Vinci, Caravaggio, Friedrich Overbeck, Francisco de Goya, Frida Kahlo, Man Ray, und Madame d’Orà durch die Schüler*innen buchstäblich am eigenen Leib lebendig erfahrbar geworden.

Weibliche Wunderkammer

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Noch für zwei Wochen ist im Frauenmuseum die „Wunderkammer“ zu sehen, eine kleine Schau, die besondere Objekte aus der Sammlung zeigt. Ob es nun die kuriosen Dinge sind, oder die unscheinbaren Objekte und wertvollen Stücke – allesamt erzählen Geschichten, von denen wir heute hier einige teilen möchten.

Hochzeitsanzug mit Cutaway, erste Hälfte 20. Jahrhundert und Hosenanzug in Seide und Spitze, 1990er Jahre. Foto: Annalena Thanei

Das weiße Brautkleid

In der westlichen Geschichte konnten sich nur wenige Bräute ein spezielles Kleid ausschließlich für die Hochzeit leisten. Bräute der Mittel- und Unterschicht heirateten bis Anfang des 20. Jahrhunderts im Sonntagsstaat, das heißt in ihrem besten Kleid, das entweder schwarz war oder der jeweiligen Regionaltracht entsprach. Erst ab den 1920er Jahren fasste das weiße Brautkleid allgemein Fuß.

Geizhalsbeutel. Foto: Frauenmuseum

Geizhalsbeutel

In Anlehnung an die mittelalterliche Tradition, Münzen in einer Socke aufzubewahren, hingen Mitte des 19. Jahrhunderts gehäkelte Münzbeutel an den Gürteln fleißiger Hausfrauen. Die Modelle für Männer waren dreimal so lang und wurden in den Manteltaschen getragen. Ihr Name „Miser Bags“ (Geizhalsbeutel) geht auf den kleinen, versteckten Schlitz in der Mitte des Beutels zurück, der seinen Inhalt nur zögerlich hergab.

Schultertasche. Foto: Frauenmuseum

Schultertasche und freie Hände

Promuovere le competenze ed i talenti femminili

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La Consigliera di parità e le studentesse della classe quarta del liceo Maria Hueber, hanno sviluppato un’iniziativa congiunta volta a promuovere le competenze ed i talenti femminili. È con piacere che condividiamo con voi il video frutto di questa iniziativa. Il video, pubblicato sotto gli hashtag #womenempowerment e #breakthebias, ha l’obiettivo di promuovere le competenze che ragazze e donne utilizzano nel contesto di studio e di lavoro e di cui sono orgogliose. Intendiamo cogliere questa giornata, vista spesso come una festa, come un’occasione per riflettere sull’importanza del riconoscimento e della valorizzazione delle competenze femminili, in vista di un’ottica di promozione della parità di genere. Vi invitiamo a condividere il nostro video, non solo durante questa giornata, ma anche in futuro. Ci auspichiamo che il messaggio possa raggiungere un vasto pubblico e possa essere un’occasione di riflessione.

 

„Der Alltag ist unsere Kultur – unsere Kultur ist der Alltag“

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Frau des Monats April: Zita Pichler

Mit diesen Worten beschreibt Zita Pichler ihr Großwerden in einer von Kultur und Kreativität geprägten Familie. Als Szenenbildnerin ist sie heute im Theater- und Filmbereich zwischen Italien, Österreich, Deutschland und Belgien unterwegs. Ein Berufsfeld, welches früher häufig als Männerdomäne gesehen wurde, sich inzwischen aber geöffnet hat.

Wie würdest du dich beschreiben?

Eine schwierige Frage!

Die Selbstwahrnehmung und die Fremdwahrnehmung sind meist sehr unterschiedlich.

Ich empfinde mich als neugierig, lebensfroh, mutig, sensibel und manchmal etwas laut.

Wie hast du zu deinem Beruf gefunden?

Aufgewachsen in einem künstlerischen Haushalt war das Kreative immer in meinem Umfeld.

Das Zusammentreffen in meiner Kindheit mit dem Regisseur Franco Marini und seinen Kinderstücken hat mit Sicherheit die Saat für meine zukünftige Berufswahl gelegt.

Trotzdem habe ich erst auf Umwegen zu meinem Beruf gefunden, mein erster Ausbildungsweg war Erzieherin.

Mit 27 Jahren entschied ich mich, nach bestandener Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie Venedig, meinen alten Beruf aufzugeben um Bühnen- und Kostümbild zu studieren.

Die Kahle Sängerin, Regie: Franco Marini, Foto: Andreas Marini
Wo bist du überall tätig?

Ich arbeite freiberuflich vorwiegend in Italien, Österreich, Deutschland, Belgien am Theater und im Filmbereich.

Solveig Freericks Pichler – Münchnerin, Meranerin, Kosmopolitin

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Solveig Freericks Pichler (1939-2019), die freischaffende Künstlerin und Erzieherin hat Meran mitgestaltet und geprägt. Ihr ist demnächst die Gastvitrine im Frauenmuseum gewidmet, die mit Grafiken, Collagen, Graffiti und Pappmachè ihre kreative Arbeit und ihr Leben feiert. Die Eröffnung findet am Dienstag, 4. April um 19:00 Uhr statt.

Aus diesem Anlass dürfen wir heute den Text MÜNCHNERIN MERANERIN KOSMOPOLITIN von Martha Verdorfer hier veröffentlichen, der im Buch Meranerinnen | Donne di Merano, herausgegeben von Toni Colleselli und Sonja Steger im Alphabeta Verlag, erschienen ist.

 

Meine erste Wahrnehmung von Solveig war das Städtische an ihr. Als Oberschülerin habe ich sie kennengelernt, die Ehefrau meines verehrten Zeichenlehrers an der Mittelschule Lana, Franz Pichler. Solveig war laut, groß und selbstbewusst, auffallend gekleidet – sie hat mich zunächst einmal eher eingeschüchtert.

Das Städtische an ihr war aber vor allem ihr ausgeprägter Bürgerinnensinn – im besten Sinn des Wortes. Sie war eine aktive und engagierte Bewohnerin der Polis, der menschlichen Gemeinschaft in ihren verschiedenen Zusammenschlüssen. Sich in Beziehung zu setzen mit anderen, zu reden und zu diskutieren, Situationen gemeinsam zu analysieren, Veränderungen zu planen, sich einzusetzen für eine buntere, vielfältigere und friedliche Welt, das waren die Antriebskräfte im Leben von Solveig.

Pilotprojekt „Kleider beleben“ ist gestartet

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Sollen in Schulen gewisse Kleiderordnungen oder Schuluniformen eingeführt werden? Oder soll den Jugendlichen eine freie Wahl ihrer Kleidung ermöglicht werden? Fragen wie diese werden immer wieder in verschiedenene Kontexten aufgeworfen und diskutiert. Das  Frauenmuseum hat deshalb in Zusammenarbeit mit der Fachschule für Tourismus und Biotechnologie Marie Curie das Pilotprojekt „Kleider beleben“ entwickelt. In einer Workshopreihe werden verschiedene Themen und Schwerpunkte in Zusammenhang damit thematisiert und mit Schüler:innen diskutiert.

Beim Heranwachsen eines jungen Menschen dreht sich die Suche nach der eigenen Identität stark um den Körper und die eigene Kleidung. Jugendliche orientieren sich dabei oft an medialen Schönheitsidealen und Körperbildern, die vermehrt digital generiert werden und realitätsfern sind. Diese Stereotype können die Gesundheit, das körperliche Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl beeinträchtigen, genauso wie negative Folgen für die eigene Schul- oder Arbeitskarriere mit sich bringen.

Wir wollen Schüler:innen dazu einladen, sich Gedanken dazu zu machen, was durch ihr äußeres Erscheinungsbild kommuniziert wird und welche Zugehörigkeitsbedürfnisse und Vorbilder dahinter stecken können. Immer nach dem Motto: Nicht Kleidungsordnungen vorzuschreiben, sondern vielmehr Individualität und Vielfalt zu fördern, aber im Respekt des jeweiligen Kontextes und im Bewusstsein über die mögliche Aussagekraft von Kleidung.

Meranerinnen. Eine Würdigung in Buchform

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Der neue Band der Reihe Meran/o, herausgegeben von Sonja Steger und Toni Colleselli, ist im Edizioni alphabeta Verlag erschienen. Das Buch Meranerinnen / Donne di Merano ist ein Sammelband mit Porträts von 34 Frauen, die in verschiedenen Bereichen und in unterschiedlichen Funktionen zur kulturellen und sozialen Vielfalt der Stadt beigetragen haben. Das Kultur- und Kommunikationszentrum ost west club est ovest VFG ist seit Beginn der Buchreihe vor rund zehn Jahren Projektpartner.

Das Buch wird, am Samstag, 25. März 2023 um 10:30 Uhr, im Frauenmuseum Meran vorgestellt. Auf dem Programm stehen Musik vom Duo „Degne di Nota“, Lucia Suchanska (Cello) und Francesca Schir (Gitarre und Gesang) sowie die Lesung von Textpassagen vorgetragen von  Alessandra Podestà und Oswald Waldner.

Zahlreiche Autor*innen beschrieben und würdigten die verschiedenen, zum Teil leider nicht mehr lebenden Persönlichkeiten, die das soziale Gefüge Merans geprägt haben. Frauen die in den Bereichen Musik, Kunst, Literatur und Soziales aktiv waren und sind, welche die Leitung von Vereinen, Geschäften, Museen, Theatern und anderen Einrichtungen innehatten. Frauen, dank derer sich unsere Stadt rühmen kann, ein gemeinschaftlicher und bunter Ort zu sein.

#aNoiNo! | NICHTmitUns

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Performance/reading #aNoiNo!NICHTmitUns!
16 marzo alle ore 18.00 presso il Museo delle Donne

La violenza di genere è un problema diffuso in tutto il mondo e purtroppo l’Italia non fa eccezione. È importante che le persone di tutte le età, soprattutto, le nuove generazioni, trattino e approfondiscano questa questione, imparino con quali subdole forme essa si può manifestare, sappiano quali risorse la società civile mette in atto per prevenirla, e come loro stesse possano contribuire affinché esca dal sommerso.

Il convitto della Scuola Alberghiera di Lingua Italiana „Cesare Ritz“ di Merano ha affrontato la tematica della violenza di genere con diversi gruppi nel corso degli ultimi anni. Attraverso laboratori e diversi incontri, le studentesse e gli studenti hanno avuto l’opportunità di discutere e approfondire questo tema molto delicato, accompagnati dalle loro educatrici ed educatori.

Il reading del 16 marzo è il risultato di un lavoro di diversi mesi durante i quali si sono messi in gioco, facendo anche un percorso di formazione personale e di consapevolizzazione, per poi salire palco e condividere con il pubblico esterno emozioni e riflessioni di grande impatto.

„Ich suche mit meiner Kunst vor allem nach Auswegen.“

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Zum Tag der Frau dürfen wir ein Video-Statement der Künstlerin Laura Volgger veröffentlichen, in dem sie ihre Arbeit „My Work Is Your Foundation“ vorstellt. Sie stellt die Frage

was würde passieren, wenn Personen, die unbezahlte Sorgearbeit leisten, ihre „Waffen“ plötzlich niederlegen würden? Wenn sie kollektiv die Arbeit verweigern, Entlohnung einfordern und streiken würden?

Denn das unsichtbare Fundament der Gesellschaft zu sein, bedeutet ja nicht nur Bürde und Last, sondern auch Macht.

 

 

„My Work Is Your Foundation“ ist noch bis zum 25. März 2023 im Frauenmuseum zu sehen.

Am 11. März findet in Meran der Flashmob zum Thema Sorgearbeit „The (In)visibles“ statt, welcher vom Feministischen Infocafé in Zusammenarbeit mit Coworking della Memoria und Laura Volgger organisiert wird:

Unbezahlte Sorgearbeit umfasst alle unbezahlten und wenig wertgeschätzten Dienstleistungen und Tätigkeiten, welche innerhalb eines Haushaltes erbracht werden: Kindererziehung, Haushalt, Pflege von Angehörigen usw .
Sorgearbeit ist immer noch ungerecht verteilt zwischen den Geschlechtern.
Sorgearbeit erfährt kaum Wertschätzung.
Sorgearbeit wird zunehmend an Frauen ausgelagert, welche zu Niedriglöhnen diese Aufgaben übernehmen.
Wir rütteln am 11. März in Meran auf, weil: Sorgearbeit muss fair verteilt werden!

Fürsorge braucht Wertschätzung und vor allem Zeit

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Equal Care Day 1. März 2023

Das Elki (Eltern Kind) Netzwerk und das Frauenmuseum stellen Überlegungen zum Equal Care Day am 1. März über die ungleiche Zeitverteilung der Care-Arbeit an.

Alle Menschen sind einzigartig und gleichzeitig gilt doch für alle das Gleiche: klein, schreiend und völlig abhängig werden sie von einer Frau zur Welt gebracht. Ohne Beziehung und Versorgen ist menschliches Leben nicht möglich. Wir alle leisten und empfangen im Laufe unseres Lebens Care-Arbeit.

Care-Arbeit beschreibt die Tätigkeiten des sich Sorgens und Kümmerns, beginnend bei der Selbstfürsorge, der Nächsten-Fürsorge in und außerhalb der Familie, sowie die Fürsorge für die Umwelt und Natur. Menschen sind in verschiedenen Lebensabschnitten ungleich abhängig von der Fürsorge anderer Menschen und haben auch unterschiedliche Ressourcen um Fürsorge zu leben.

Generell ist die Care-Arbeit in der Welt nicht gleichmäßig verteilt. Es gibt Menschen, die rund um die Uhr einer Erwerbstätigkeit nachgehen und sich weder um Kinder, noch um Alte oder Kranke kümmern, vielleicht auch die eigene Haushaltstätigkeiten auslagern. Andere wiederum kümmern sich um Familienangehörige oder Bekannte, um den eigenen Haushalt und sind vielleicht auch noch beruflich im Care-Bereich tätig. Die Care-Arbeit wird immer noch übermäßig von Frauen erledigt, bleibt oftmals unsichtbar, nicht wertgeschätzt, nicht monetär beziffert und wenn überhaupt dann geringfügig bezahlt.

„Ich bin Ärztin mit Leib und Seele“

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Frau des Monats März: Elisa Reiterer

Mit 15 Jahren ist ihre Begeisterung für humanitäre Projekte entflammt und seitdem nicht mehr erloschen. Als Ärztin hat Elisa Reiterer in verschiedenen Krisengebieten Unterstützung geleistet: Sie war in Uganda, Ghana und Gabun, im Flüchtlingslager bei Thessaloniki und in Lwiw in der Ukraine. Im Interview berichtet sie von ihren Erfahrungen, von der Wut, die sie dabei verspürt, aber auch von der Dankbarkeit und Demut bis hin zu ihrer Suche nach dem Adrenalinkick.

Wie würdest du dich beschreiben?

Als etwas groß geratene, neugierige, lebensbejahende Meranerin mit einer großen Liebe zu den Bergen, einem Interesse für die Geschehnisse in der Welt, einem Hunger nach Neuem und einem vielleicht manchmal etwas ungesunden Wunsch nach Adrenalin.

Wolltest du immer schon Medizin studieren?

Anfangs schon, aber als Tochter zweier Ärzte habe ich dann schnell beschlossen: ich mache das nie! Meine Karriereambitionen fanden sich zuerst vor allem im Kreativbereich (insbesondere im Theater), bevor ich über Umwege wieder zur Medizin zurückgekommen bin. Der arabische Frühling und der daraus resultierende syrische Bürgerkrieg haben mir wieder mein Interesse an der Konfliktarbeit vor Augen geführt. Zuerst habe ich mit dem Gedanken gespielt, besser in Fotografie zu werden und als Konfliktfotografin zu arbeiten, habe dann jedoch eingesehen, dass man mit Medizin am meisten sinnvolle Arbeit in den Krisengebieten dieser Welt leisten kann.

Azione irRINUNCIAbile 2023

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Anche il Museo delle Donne partecipa all’Azione irRINUNCIAbile 2023.

“Sharing is caring”, è questo il motto pensato per la 19° edizione della “Azione io rinuncio”, che anche quest’anno rappresenta una “Azione irRINUNCIAbile”. Dal 22 febbraio, mercoledì delle Ceneri, fino all’ 8 aprile, sabato Santo, si invita la popolazione a partecipare con atti di condivisione. L’idea è di riempire di valore un gesto che solitamente ha a che fare con beni materiali, ricordando attraverso una specifica etichetta, come possano essere condivisi e regalati anche atteggiamenti e ideali.

Durante l’iniziativa di quest’anno, verranno distribuite speciali cartoline regalo, da fissare ad un piccolo dono pensato per un’altra persona, come un indumento oppure un qualsiasi altro oggetto. Le cartoline possono essere usate anche per consegnare un messaggio a una persona cara, alla quale si voglia donare un po’ di affetto, per un invito o per condividere un pensiero prezioso. L’attenzione all’iniziativa “Sharing is caring”, verrà stimolata anche attraverso la pubblicazione di piccoli post sui social media.

In un momento come oggi, in cui tutto è diventato più costoso e insicuro, prendersi cura di chi ci sta accanto diventa sempre più importante,

„Verlernt das Staunen nicht! Lasst euch ergreifen und erschüttern!“ – Else Croner

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Mit den Worten der deutschen Schriftstellerin Else Croner (1878 – 1940) möchten wir euch in die „Weibliche Wunderkammer“ im Frauenmuseum einladen. Die Sonderausstellung zeigt besondere Stücke aus der Sammlung des Frauenmuseums und kann noch bis Mai besichtigt werden: Die Ausstellung lädt ein zum Staunen, Assoziieren, Entdecken, Schmunzeln und sich wundern.

Alltägliche Objekte können außergewöhnliche Geschichten erzählen. Es können sich Welten öffnen durch ein kleines unscheinbares Ding, während andere Gegenstände durch ihre Ästhetik und ihr Erscheinungsbild zu uns sprechen.

Diese Ausstellung ist in Anlehnung an das Konzept der Wunderkammern vergangener Zeiten entstanden und möchte das „Zeitalter des Staunens“ wieder beleben.

Die Wunderkammern oder so genannten Kuriositätenkabinette entstanden in Europa zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert. Sie stellten die Faszination für Raritäten und Kuriositäten ins Zentrum und waren Vorläufer der modernen Museen. In den meisten Fällen waren es Fürsten oder reiche Bürger, welche diese Sammlungen zur Repräsentation und Machtdemonstration anlegten.

Bis heute hat die Tätigkeit des Sammelns und Bewahrens von Museen etwas mit Macht zu tun. Welcher Gegenstand ist würdig aufbewahrt zu werden? Und welches Objekt und welche Geschichte muss nicht für die Nachwelt erhalten werden? Jedes Museum trifft diese bewusste Entscheidung.

Das war One Billion Rising

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Zahlreiche Menschen haben sich gestern am Flash Mob One Billion Rising in Meran beteiligt. Bei dem von Trommeln begleiteten Umzug durch die Straßen und dem gemeinsamen Tanz auf dem Thermenplatz konnte viel Aufmerksamkeit erregt werden. Der Flashmob findet jährlich am Valentinstag statt, dem Tag der Liebe, um der Botschaft Nachdruck zu verleihen: Wir lassen niemanden allein und Gewalt ist keine Liebe!

Assolutamente ogni volta che viene fatta un’iniziativa, che possa essere questa o altre, ci sono delle donne che si sentono meno sole e che vedono che hanno una possibilità. – Sigrid Pisanu, operatrice Casa delle Donne di Merano

È un’iniziativa internazionale a cui partecipano 190 paesi e Merano fin dall’inizio ha partecipato. Il messaggio è quello di alzare la voce e di ballare insieme contro la violenza. – Katharina Zeller, Vicesindaca di Merano.

Hier könnt ihr dem Link zum Videobeitrag von Video33 folgen:

 

„Courage calls to courage everywhere“ – Millicent Garrett Fawcett

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Der Titel dieses Beitrags ist ein Zitat der Suffragette Millicent Fawcett über ihre verstorbene Mitstreiterin Emily Davison. Auch wenn das Zitat in der Vergangenheit oft aus dem Zusammenhang gerissen wurde, finde ich es trotzdem sehr inspirierend und aufbauend. Es sagt uns, dass wir mutig und kampfbereit sein sollen für alles was wir tun und für richtig halten.

Mein Name ist Annalena Thanei, ich bin 17 Jahre alt und besuche gerade die 4. Klasse des Kunstgymnasiums in Meran. Ich mag lesen, zeichnen und musikhören. Ich höre an Musik wirklich alles was es gibt, von Klassik zu deutschem Hip-Hop bis Japanischem Visual Kei ist alles dabei. Ich liebe es mir Dokumentationen anzuschauen, am besten natürlich über Geschichte und manchmal lese ich zum Spaß ganze Wikipedia Seiten durch. Außerdem liebe ich es zu reisen und mich über fremde Kulturen zu Informieren. Auch wenn ich bis jetzt noch nicht weiter als wenige Europäische Staaten gekommen bin, hoffe ich sehr stark, dass sich dies in Zukunft ändern wird denn ich würde gerne eine Reise nach Asien und Südamerika machen.

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