Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

Eine starke Botschaft junger Südtiroler*innen

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Vielleicht sind sie jemandem von euch schon aufgefallen… Seit einigen Tagen hängen entlang des Straßenverlaufs von Lana bis zum Reschenpass eindrucksvolle großformatige Plakate. Während der erste Blick gefesselt bleibt von den Farben und Formen, dem Zusammenspiel von Licht und Schatten, von Strukturen und Körpern, gleitet der zweite Blick auf den eingängigen und gleichzeitig vielschichtigen Slogan: #vielfalt = #zukunft. Was hat es nun aber mit diesen Plakaten auf sich? Wir möchte euch heute das dahinterstehende Projekt genauer vorstellen.

Die Schüler*innen der Berufsfachschule für Steinbearbeitung in Laas machen zum heutigen Internationalen Tag der Menschenrechte mit einer Plakataktion auf die Achtung der #Menschenrechte aufmerksam. Während der Zeit des Fernunterrichts tauchten sie in ornamentale Sprachen verschiedener Kulturkreise ein. Im Fokus der Menschenrechte wurden bald neue Bedeutungsebenen alter Bilder sichtbar. Die Schüler*innen brachten ihre Erkenntnisse in Beziehung mit sich selbst – und legten die neu entstandenen Ornamente über ihr eigenes Portrait. In dieser komplexen Verbindung birgt jedes Plakat eine ganz besondere Botschaft. Allen sechs Plakaten gemeinsam ist jedoch die simple Botschaft: Vielfalt wird die Zukunft sein.

Bild: Landesberufsschule Schlanders, Berufsfachschule für Steinbearbeitung, Laas

MENSCHENRECHTE – viel zu oft im Leben vergessen und missachten wir Menschenrechte weltweit. Am meisten missachten wir sie in unserem Alltag, indem wir Menschen mit einem anderen Aussehen oder Verhalten verletzen und sie beschimpfen.

2 Frauen, die sich für Menschenrechte einsetzen

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„Menschenrechte stehen allen Menschen zu, allein aufgrund der Tatsache, dass der Mensch Mensch ist, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder Alter.“

Morgen, am 10. Dezember, ist Tag der Menschenrechte. 1950 wurde dieser internationale Tag von der Generalversammlung der Vereinten Nationan ins Leben gerufen. Das war genau zwei Jahre nachdem die Vereinten Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ 1948 verkündet hatten.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte stellt aufgrund ihres Rechtsstatus‘ allerdings lediglich eine Empfehlung der Generalversammlung dar. Die Erklärung sieht auch keine Kontrollmechanismen vor. Das macht es für die Vereinten Nationen schwierig, die Menschenrechte rechtlich durchzusetzen. Doch es wird daran gearbeitet: „Um ein Bewusstsein für Menschenrechte zu entwickeln und Verletzungen zu verfolgen, wurden in einer Dekade der Menschenrechte (1995-2004) Institutionen wie der Internationale Strafgerichtshof eingerichtet.

All diese Umstände machen es möglich, dass auch im 21. Jahrhundert immer noch Menschenrechte missachtet und verletzt werden – und zwar von Staaten, von Gruppen oder auch von einzelnen.

In einer derartigen Situation ist der unerschrockene und unbeugsame Einsatz von Frauen und Frauengruppen für Menschenrechte von entscheidender Bedeutung. Heute möchten wir euch deshalb zwei Frauen(gruppen) vorstellen, die seit Jahren für die Einhaltung von Menschenrechten und von Frauenrechten kämpfen.

Femizide – #keinemehr!

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Am 25. November findet jährlich der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen statt. An diesem Tag finden weltweit verschiedene Aktionen statt. Doch das Thematisieren von Gewalt gegen Frauen sollte auch über diesen Tag hinaus immer wieder präsent sein.

Im heutigen Beitrag möchten wir euch daher auf eine Broschüre aufmerksam machen, die vor kurzem von der Rosa Luxemburg Stiftung herausgegeben wurde. Die 48 Seiten umfassende Broschüre „#keinemehr – Femizide in Deutschland“ erklärt den Begriff – der bei uns, aus dem Italienischen kommend, auch als femminicidio bekannt ist – und geht den Ursachen von Femi(ni)ziden nach.

Im Bild: Das Cover der Broschüre „#keinemehr – Femizide in Deutschland
Grafik: Lina Castellanos / re:ny

Von Femizid spricht man, wenn Frauen* und Mädchen aufgrund ihres Frauseins und/oder aufgrund von tiefliegendem Frauen*hass getötet werden. Der Begriff „Femizid“ steht für „jene gewaltsamen Tötungen von Frauen* […], die im Kontext ihrer generellen Abwertung und als Zuspitzung einer Vielzahl von geschlechtsbezogenen Gewaltformen gegen Frauen* begangen werden. Damit soll klargemacht werden, dass nicht jeder Mord an einer Frau* zwangsläufig ein Feminizid sein muss.

Mit #keinemehr (der gleichnamigen Initiative) stellt die Broschüre eine Verbindung zu anderen Bewegungen weltweit her, die sich gegen Femizide einsetzen. Seit 2015 gehen in Lateinamerika, vor allem aber in Argentinien unter der Losung „Ni una menos“ (Nicht eine weniger) hunderttausende Menschen gegen Femizide auf die Straße. Auch in Italien mobilisiert der Slogan „Non Una Di Meno“ (Nicht eine weniger) große Menschenmengen.

Der Alchemilla-Kalender ist zurück!

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Diese Woche ist der neue Alchemilla-Kalender für das Jahr 2021 erschienen. Dies ist das 26. Mal, dass der frauenspezifischen Kalender in Südtirol herausgegeben wird. Ab sofort ist der Kalender auch im Frauenmuseum abholbar. Er liegt zur freien Entnahme auf unserem Info-Tisch im 2. Stock (der frei zugänglich ist) auf.

È tornato il calendario Alchemilla per il 2021. Per la ventiseiesima volta il calendario è stato elaborato e pubblicato dal gruppo Alchemilla. D’ora in poi il calendario può essere ritirato al Museo delle Donne di Merano. Si trova sul nostro tavolo informativo al secondo piano, che è liberamente accessibile.

Die Pressmitteilung verrät uns Folgendes zum diesjährigen Kalender:

Alchemilla beWEGt 2021

Foto: Judith Mittelberger

Sprache, Liebe, Politik, Beruf, Bildung, Medien, Gesundheit, Flucht, Wissenschaft, Finanzen, Trauer und Zeiten: Themen und Wege von Frauen sind sehr unterschiedlich und von unzähligen Entscheidungen und Verläufen geprägt. Frauenzentrierte Wegbeschreibungen und -hinweise, best-practice-Werdegänge von tollen Frauen und nützliche Netzwerkstationen in Südtirol haben die Alchemillen im neuen Jahreszeitbüchlein Alchemilla beWEGt 2021  zusammen getragen.

Non è amore – La violenza di genere fra psicologia, criminologia e diritto

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In occasione della Giornata internazionale per l’eliminazione della violenza contro le donne Valeria Giacometti presenta il suo libro „Non è amore – La violenza di genere fra psicologia, criminologia e diritto“ pubblicato da Edizioni Formamentis:

Non è amore – La violenza di genere fra psicologia, criminologia e diritto from Frauenmuseum Meran on Vimeo.

Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte

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Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2020 hat der Landesbeirat für Chancengleichheit die Aktion „Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte“ gestartet. Vom 25. November bis zum 10. Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte) werden kostenlos Brotsäckchen aus Papier in Bäckereien bzw. Lebensmittelgeschäften zahlreicher Gemeinden in Südtirol verteilt.

La mia storia di avvocato coincide con il mio essere donna

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Ho sempre voluto fare questo lavoro perché lo sentivo mio, perché speravo che la conoscenza del diritto mi avrebbe consentito di aiutare le persone che si rivolgevano a me per una consulenza o per essere assistite in una causa.

Il “fenomeno” – uso volutamente le virgolette – della violenza di genere era di là da venire. Di fronte a me avevo le difficoltà di affermarmi in una professione essenzialmente maschile e maschilista, che lascia davvero poco spazio alle donne, a cominciare dal titolo: avvocato, al maschile appunto.

Con il passare degli anni, però, a quel prefisso maschile mi ci sono affezionata, anche perché ho capito che la mia identità di genere non era legata a come si declina o non si declina il titolo professionale, tanto da arrabbiarmi quando mi sento chiamare “avvocata” o, peggio ancora, “avvocatessa”, quasi si volesse a tutti i costi femminilizzare un termine che non si può declinare al femminile.

5 feministische Buchtipps für den Lockdown

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Momentan fallen viele alltägliche Aktivitäten wieder schwerer: unsere Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, es finden keine Veranstaltungen statt, man soll soziale Kontakte möglichst meiden… Trotzdem oder gerade deshalb sollen wir aber nicht aufhören, uns von Gedanken anregen zu lassen, uns auszutauschen, aber auch uns zu unterhalten. Bücher können uns all das in der derzeit schwierigen Situation geben – während man sie selbst liest, aber auch wenn man sich mit Freundinnen über die gelesenen Bücher unterhält 😉

Für all diejenigen, die Zeit und Lust zum Lesen finden, haben wir eine kleine Liste mit einigen empfehlenswerten feministischen Büchern zusammengestellt:

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Bildquelle: https://www.fischerverlage.de/buch/chimamanda-ngozi-adichie-mehr-feminismus-9783596036769

Chimamanda Ngozi Adichie: Mehr Feminismus! Ein Manifest und 4 Stories

Bereits mit ihrem TED-Talk „We Should All Be Feminists“ (dt.: „Mehr Feminismus!“) machte die junge und mehrfach ausgezeichnete Bestsellerautorin Furore. Mit ihren Geschichten gelingt ihr weiter, was nur große Literatur vermag: Sehr genau legt sie das Innerste ihrer Figuren bloß und enthüllt damit Wahrheiten unserer Gesellschaft, die so offenkundig sind, dass wir sie kaum jemals durchschauen.

Adichie erzählt davon, wie man Rollenerwartungen erlernt, und davon, wie man lernt, sie zu brechen. Sie erzählt von Schuld, Scham und Sexualität, von Feminismus, Liebe und Heimat. Über all ihren Geschichten liegt der Optimismus einer besseren, einer toleranteren Welt. Adichie ist eine scharfe Beobachterin unserer Zeit und ihre Stories sind literarisch wertvoll.

Mammographie – ja oder nein?

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Übermorgen ist Neumond – damit ist es also wieder Zeit für unsere Rubrik #tanterosa.

Der 19. Oktober wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Internationalen Tag gegen Brustkrebs erklärt. In vielen Ländern wird allerdings der gesamte Oktober dafür genutzt um auf das Thema Brustkrebs aufmerksam zu machen, für die Krankheit zu sensibiliseren und über Vorsorgeuntersuchungen und regelmäßige Kontrollen aufzuklären. All dies soll es ermöglichen, die Krankheit frühzeitig zu erkennen und zu heilen. Als Symbol für den Brustkrebsmonat gilt eine rosa Schleife (wie im Titelbild des Beitrags abgebildet). Von dieser leitet sich auch die häufig verwendete Bezeichnung als „rosa Monat“ ab.

Mammographie-Screenings gelten als eine der wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen gegen Brustkrebs. In vielen Staaten gibt es deshalb für Frauen auch die Empfehlung regelmäßig ihre Brust kontrollieren zu lassen. Für Frauen ab 20-30 Jahre gilt mindestens einmal jährlich, für Frauen ab 50 alle zwei Jahre. In Italien erhalten Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle 2 Jahre vom Sanitätsbetrieb eine Einladung zu einem Mammographie Screening.

Bildquelle: Basker Dhandapani auf pixabay

2013 hat ein Fachgremium des unabhängigen Swiss Medical Board (SMB) einen Bericht verfasst und veröffentlicht. Dieser beschäftigt sich mit der Frage, welchen Nutzen diese systematischen Screenings haben. Die Forschungsergebnisse und Antworten, die die Ärzt*innen erhalten haben, sind recht ernüchternd. Es konnten nur wenige Anhaltspunkte und Beweise dafür finden, dass Mammographie-Screenings mehr Vorteile als Nachteile mit sich bringen.

Frauen in Entscheidungsgremien

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In politischen Entscheidungsgremien sind Frauen und Männer noch immer nicht ausgewogen vertreten. Dies zeigte sich letzthin in Südtirol bei den Gemeinderatswahlen, aber nicht nur.

Eine vielfältige Vertretung der Gesellschaft in der Politik und in Entscheidungsgremien ist wichtig, da dort die Rahmenbedingungen des gesellschaftlichen Lebens festgelegt werden. Für eine lebendige Demokratie ist es Voraussetzung, dass in politischen Ämtern Pluralität vorhanden ist.

Ein Museum mit kommunistischem Layout

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Sechs Stationen mit dem Bus, anschließend ebenso viele mit der U-Bahn – und dann: Exit B – Frauenmuseum. Vorbildlich. Wie es sich die ortsunkundige Reisende wünscht, findet sie den notwendigen Hinweis an passender Stelle, um im breiten Angebot an Möglichkeiten, den für sie vorteilhaftesten Ausgang beim Verlassen des Metrosystems zu erwischen. Nach einigen Metern über der Erde, von einem Paar aufmerksamer Augen als Ortsfremde gescannt, bietet mir eine Frau ihre Hilfe an und weist mir den Weg. Etwas versteckt in der zweiten Reihe, finde ich das riesige Gebäude, in dem sich das Frauenmuseum auf 6 Etagen über 35.000 m² ausbreitet, also auf zirka 7 Fußballfeldern:

China National Museum of Women and Children, No. 9, Beijige Road, Dongcheng District, Beijing / CHINA

Erni Kutter: „Ein ganz anderes Verständnis von Leben und Sterben“

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Seit 20 Jahren beschäftigt sich die Sozialpädagogin Erni Kutter mit Frauengeschichte, Kulturanthropologie, und spirituellen Frauentraditionen. Ihr Buch Schwester Tod, das 2010 im Kösel Verlag erschienen ist und nachgedruckt werden musste, ist für ichfrau in der Zeit um Allerheiligen Anlass mit Erni Kutter über den Tod zu sprechen.

„Ich bin eine Forscherin der sichtbaren und unsichtbaren Dimensionen im Körper“

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Bewegung und Ausdruckstanz sind ihre Berufung. Doris Plankl ist um die Welt gereist, um Tanz, physisches Theater und Körperwahrnehmung zu studieren. Nachdem sie zurück nach Südtirol kam, hat sie Produktionen verwirklicht, mit Erwachsenen und Kindern gearbeitet und das Festival AlpsMove mit begründet, das sich für den Tanz in Südtirol stark macht. Im Interview erzählt sie von ihrem Weg.

Oben ohne kurvenreich – Der Frauen-Cabrioclub

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„Was ist denn ein Frauen-Cabrioclub?“ Diese Frage haben wir Hera Rauch gestellt, als sie uns mit ihrem Club im Frauenmuseum besucht hat. Und so hat sie uns erzählt, von ihrer Leidenschaft „oben ohne“ zu fahren und wie daraus dieser Club entstanden ist. Es ist eine Runde von Frauen, die nicht nur gemeinsam ihr Hobby pflegen, Auflüge machen und eine kleine Auszeit von Karriere und Familie genießen, sondern den Club auch zum Netzwerken nutzen. Eine schöne Idee, fanden wir – und so haben wir Hera Rauch gleich mehrere Fragen gestellt, die wir hier mit euch teilen möchten.

Einer der Männer der ersten Stunde in der Vereinsgeschichte des Frauenmuseums

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Am Samstag, 24. Oktober 2020, ab 11 Uhr, fand beim Eingang zur Kurverwaltung beim Kurhaus Meran das Fest zur Enthüllung der Christian Alton Gedenktafel statt. Um die Erinnerung an diese stadtprägende Persönlichkeit zu pflegen, initiierte und finanzierte eine Gruppe von Freunden und Weggefährtinnen den Gedenkstein aus Laaser Marmor.

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