Isabella Engl ist über viele Jahre hinweg immer wieder nach Afrika gefahren, hat dort mit den Menschen gearbeitet, hat viele Projekte zur Selbsthilfe initiiert, sich für Bildung eingesetzt, ein Basisgesundheitszentrum mit aufgebaut und sich insbesondere auch mit dem Thema der Genitalverstümmelung auseinander gesetzt. Anlässlich des morgigen internationalen Tages gegen Genitalverstümmelung haben wir mit ihr über dieses Thema gesprochen.
Museen feministisch denken
0Museen sind Orte der Unterhaltung, der Forschung und des Lernens. Museen bewahren und erzählen Geschichten und stiften Identität. Aber was, wenn eine Hälfte der Menschheit in diesen Institutionen nicht gleichberechtigt zu Wort kommt? Immerhin sind auch Museen geprägt von ihrer Geschichte, die lange Zeit Männern das Recht der Geschichtsschreibung zugestand. Als Darlene Clover und Kathy Sanford von der Uni in Victoria, Canada begannen, sich mit Erwachsenenbildung in Museen auseinanderzusetzen machten sie eben diese Erfahrung. So begannen sie sich für Frauenmuseen zu interessieren, besuchten das Frauenmuseum in Meran und es entstand die Idee zu “Feminist Critique and the Museum”.
Ein spannendes Buch in englischer Sprache für alle, die sich für Museen interessieren und dort arbeiten.
Unsere Fragen zum Buch beantworten Darlene Clover und Kathy Sanford, als Initiatorinnen und Herausgeberinnen des Buches, Astrid Schönweger, als Koordinatorin von IAWM (International Association of Women’s Museums) und Gaby Franger, als Mitbegründerin des Museums Frauenkultur Regional-International in Fürth.
„Diese Szenen konnte ich nicht mit mir vereinbaren“
0Als sie 2015 die Situation von Flüchtenden am Bozner Bahnhof hautnah miterlebt hat, war Irene Sanmartino tief getroffen. So entstand das Bedürfnis zu handeln und die Idee zu Binario1-Bahngleis1. Im Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen, wie diese ihren beruflichen Weg geprägt haben und warum ihr Frauenthemen so wichtig dabei sind.
“La scrittura è la mia forma di femminismo”
0Francesca Ferragina é scrittrice, podcaster e blogger per passione. Dopo la sua esperienza con un tumore al seno ha deciso di far sentire la sua voce e di condividere le sue idee e pensieri. Racconta le sue esperienze, ma anche le “Storie di Donne nella Storia” con le quali vuole offrire consapevolezza e mostrare la forza delle donne. Nella nostra rubrica #lablogger oggi vi invitiamo a conoscere questa donna attiva e il suo blog.→
Jüdische Geschichten Merans entdecken
0Anlässlich des Tages des Gedenken an die Opfer des Holocausts sprechen wir heute mit Sabine Mayr. Die Literaturwissenschaftlerin und Geschichtsforscherin widmet sich seit Jahren der Suche nach verlorenen und verdrängten jüdischen Geschichten in Südtirol. Lange Zeit wurde über die Verfolgung und Vernichtung der Jüdinnen und Juden in Südtirol nicht gesprochen.
2018 hat das Frauenmuseum zusammen mit der Urania und der jüdischen Gemeinde Meran die Veranstaltungsreihe „Erinnerungen an damals – Zeitzeuginnen erzählen“ abgehalten. Frauen mit jüdischen Wurzeln haben in einem Zeitzeuginnengespräch von ihrem Schicksal berichtet. Gut, dass es engagierte Menschen in Südtirol gibt, die sich immer wieder für den Erhalt dieser Geschichte stark machen, so wie Sabine Mayr.→
Eine Emanzipationsgeschichte
0Eine Familiengeschichte in der Schweiz wird zu einem Stück Frauengeschichte. „Hinter dem Ladentisch – Eine Familie zwischen Kolonialwaren und geistlichen Herren“ heißt das Buch von Jolanda Spirig, das 2020 im Chronos Verlag erschienen ist. Es erzählt die Geschichte der Familie von Martha Beéry in den 40er und 50er Jahren. Familiäre Herausforderungen prägen sie ebenso wie die Rolle der Kirche und wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklungen dieser Zeit. Später wird Martha Beéry die Initiative für ein Frauenmuseum in der Schweiz gründen und 2008 den Gründungsstein im Frauenmuseum Meran hinterlegen – solange, bis ihr Traum wahr wird und auch die Schweiz ein Frauenmuseum hat. In der Zwischenzeit setzt sie sich hartnäckig für die Sichtbarkeit von Frauengeschichten in den verschiedensten Bereichen ein. Dieses Buch bewahrt ein wertvolles Stück Frauengeschichte vor dem Vergessen.
Auf nach Amerika…
0…zu Flughäfen und Einkaufszentren, in Kunsttempel und kleine Galerien, zu ehemaligen Farmen und Fabriken, in Wohnhäuser, Geschäfte und Büroräume – kurz: zu gewöhnlichen und außergewöhnlichen Standorten, die Frauenmuseen beherbergen.
Wir schreiben das Jahr 2018 und befinden uns auf den Spuren von Frauenmuseen im Osten und Mittleren Westen der USA, die den Verlauf unserer Reiseroute bestimmen. Die Sehenswürdigkeiten entlang der Route bilden sozusagen den Zusatznutzen. Nach 4 Wochen und 4 546 Meilen durch 15 Bundesstaaten, bilanzieren meine Freundin Resi und ich: 14 Frauenmuseen, eine Menge schöner Erlebnisse, einen großen Zuwachs an Wissen und interessante Begegnungen mit freundlichen Menschen.
Thematisch spannt sich der Bogen von Frauenwahlrecht und Suffragetten, über Luft- und Raumfahrt, Bürgerkrieg und Basketballsport, zu Frauen der Appallachenregion, Künstlerinnen und vieles mehr. In den folgenden Blogbeiträgen können Sie uns auf dieser inspirierenden Reise durch die amerikanische Frauengeschichte begleiten.→
→Junge Mode aus Tisens im Frauenmuseum Meran
0Im Frauenmuseum begegnen sich seit jeher Jung und Alt. Dazu trägt auch der rege Austausch zwischen Frauenmuseum und Schulen bei, der auch in Coronazeiten nicht abgebrochen ist.
So werden zum Beispiel seit Dezember im geöffneten Museumsshop nachhaltige Arm- und Beinwärmer der Tisner Fachschülerinnen zum Verkauf angeboten.
Gratis Menstruationsartikel in Schottland
0Es ist wieder Zeit für unsere Rubrik #tanterosa. Heute berichten wir über eine zukunftsweisende gesetzlichen Neuerung: Am 24. November hat das Parlament in Edinburgh ein weltweit bahnbrechendes Gesetz erlassen. Es verpflichtet öffentliche Einrichtungen und Gebäude in Schottland künftig Periodenartikel kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Die an vielen Schulen und Universitäten in Schottland bereits seit 2018 gängige Praxis wurde damit in einen rechtlichen Rahmen gefasst. Gleichzeitig wurde das kostenlose Bereitstellen von Periodenartikeln aber auch auf das ganze Land und weitere öffentliche Orte – wie Apotheken, Gemeindezentren und Jugendclubs – ausgedehnt.
Eingebracht wurde der Gesetzesentwurf von der Labour-Abgeordneten Monica Lennon. Diese setzt sich bereits seit 2016 für eine rechtliche Regelung ein, die gegen das Problem der Periodenarmut vorgeht.
Vielen Mädchen, Frauen und Familien, die nur ein geringes Einkommen haben, fehlt nämlich monatlich das Geld um Menstruationsartikel zu kaufen.

Laut Grassroots-Bewegung „Women for Independence„ hat fast jede fünfte Frau in Schottland zu wenig Geld für Monatshygieneartikel. Jede zehnte Frau gab an, dass sie gezwungen ist andere lebensnotwenige Haushaltsartikel dem Kauf von Periodenartikel vorzuziehen.
Die Kinderhilfsorganisation „Plan International“ hat in einer Studie für das Jahr 2017 erhoben, dass „sich in Großbritannien jedes zehnte Mädchen keine Binden oder Tampons leisten“ kann. Rund 14 Prozent der 1000 befragten Teenager gaben an, sich ihre Monatsartikel aus Kostengründen selbst zu basteln.
Nachruf auf Lidia Menapace
0Es ist bereits vieles über Lidia Menapace nach ihrem Ableben am 07.12.2020 (96jährig) geschrieben worden. Mit Recht wird sie als die Grand Dame des italienischen Feminismus bezeichnet. Als Frauenmuseum dieser außerordentlichen Frau gedenken und sie als eine Pionierin ihrer Zeit in unserer Vermittlungsarbeit aufleben lassen.→
„… zeigen, wie gut das Zusammenleben funktionieren kann“
0Ihre Werte und Ideale bringt Julia Dalsant nicht nur in ihren Beruf als Kindergärtnerin ein, sondern überall dort, wo sie sich bewegt. Sie ist motiviert, steht gegen Ungerechtigkeit auf und bringt etwas ins Rollen. Im Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen, als sie sich an die Seite von Geflüchteten stellte. Sie berichtet, warum sie das feministische Infocafé in Meran mitbegründet hat und mit welcher Aktion sie im Lockdown dem Sanitätspersonal Solidarität gezeigt hat. Und schließlich verrät sie uns woher sie die Kraft und Energie nimmt, dies alles umzusetzen.
Gute Momente im Jahr 2020
0Vom Jahr 2020 wird wohl vor allem in Erinnerung bleiben, wie COVID-19 unser Leben in fast jeder Hinsicht und in jedem Teil der Welt verändert hat. Das Jahr 2020 war geprägt von unglaublichen Herausforderungen, die aber auch Chancen für sinnvolle Veränderungen mit sich brachten. Trotz Rückschritten bei den Rechten von Frauen, Mädchen und marginalisierten Menschen auf der ganzen Welt gab es 2020 auch Protestbewegungen, die mutige Aktionen mit langfristiger Wirkung vorantrieben. Es sind diese Momente die uns stärken können, die zeigen, dass soziales Engagement etwas bewegen kann und uns Mut machen für 2021.
Pasta Madre – Ein Rezept für Langsamkeit, Regionalität und Geschmack
0Pasta Madre, auch Mutterhefe genannt, steht für bekömmliche Backwaren, vollen Geschmack und eine alte Backtradition. Die Bäuerin Vea Carpi hat zusammen mit Irene Hager ein Buch (Raetia Verlag) darüber geschrieben, welches für den deutschen Kochbuchpreis nominiert wurde. Sie gibt nicht nur ihre Rezepte weiter, sondern zeigt auch, wie man Mutterhefe zuhause selbst ansetzt. Irene Hager verrät uns im Interview was genau hinter der Pasta Madre steckt und warum sie auch als „politischer“ Akt gesehen werden kann.
Vom Reparieren, Flicken und Wiederverwerten
0Das Frauenmuseum muss zwar derzeit noch geschlossen bleiben, doch hinter den Türen wird fleißig gewerkelt, geplant und vorbereitet. Heute laden wir euch ein, einen Blick durch das Schlüsselloch zu werfen, auf die nächste Ausstellung in der Gastvitrine.
„Das nachhaltigste Kleidungsstück ist das, welches wir schon haben.“ Ums Reparieren, Flicken und Wiederverwerten dreht sich die nächste Ausstellung in der Gastvitrine des Frauenmuseums. Julia Vontavon spannt den Bogen von der Handarbeit als tugendhafter weiblicher Tätigkeit bin hin zum Upcycling, als widerständigem Akt von heute.→
SankofaDoula – bewusste Weiblichkeit leben
0Rund um den Neumond eines jeden Monats veröffentlichen wir auf unserem Blog einen Beitrag der Rubrik #tanterosa. Diese Rubrik ist Themen gewidmet, die eng mit dem weiblichen Körper, seiner zyklischen Funktionsweise, Körperbewusstsein, der Menstruation und Fragen des Wohlbefindens verbunden sind.
Heute stellen wir euch in einem Interview SankofaDoula vor.
Gleich vorweg: Was bedeutet SankofaDoula?
Mit SankofaDoula benenne ich meine Arbeit und Leidenschaft für uns Frauen.
Sankofa ist ein Symbol in der Reihe vieler Symbole aus meiner Heimat Ghana in Westafrika, es bedeutet: ,,Geh (zurück) und nehme”. Die bildliche Darstellung von Sankofa stellt einen Vogel dar, der nach dem Ei hinter sich greift.
Darin sah ich die wunderbare Bezeichnung meiner Tätigkeit auch als Doula. Der Begriff „Doula“ (gesprochen: Dula) kommt aus dem altgriechischen „doúlê“ und bedeutet Dienerin/Magd der Frau. Verwendet wird der Begriff im Kontext von Schwangerschaft und Geburt. Eine Doula ist also eine Frau, die anderen Frauen in der Zeit der Schwangerschaft und Geburt „dient“ bzw. diese begleitet.
Es ist altes Frauenwissen, das ich wieder hervorbringen möchte.
So isst Südtirol
0Sie kocht, sie bäckt, wandelt Rezepte ab, denkt sich neue aus und verwertet alle möglichen Essensreste zu tollen neuen Kreationen. Ruth Alber kocht und bäckt leidenschaftlich gerne – und sie bloggt auch darüber! Heute stellt sie sich in unserer Rubrik Die Bloggerin vor und verrät uns das Rezept zu ihrem Lieblingsgericht.→
