Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

Monthly Archives: Dezember, 2025

Izmir Kadin Müzesi

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Marianne Wimmer hat uns wieder einen Beitrag zukommen lassen. Diesmal war sie in Izmir, Türkei.

Das einzige physische Frauenmuseum der Türkei befindet sich in der drittgrößten Stadt des Landes, in Izmir. Kurz vor dem Bahnhof Basmane verlassen wir den mehrspurigen Fevzi Pasa Boulevard und tauchen ins Gassengewirr des ehemaligen jüdisch-türkischen Viertels ein.

1295.Sok – 1296.Sok – 1299.Sok – 1298.Sok – Hinter dem Wort „Sokak“, abgekürzt: Sok., verbergen sich kleinere Gassen, die in türkischen Städten anstelle gewohnter Namen durchnummeriert Orientierung bieten.

Zusätzlich leiten uns Hinweisschilder mit der Aufschrift „Izmir Kadin Müzesi“. Vorbei an Wohnhäusern, kleinen Läden, Cafes und Hotels, stehen wir nach 5 Minuten vor einem historischen Gebäude, dem Frauenmuseum. Mit seiner neoklassischen Fassade mit einem Erkerfenster verbindet es europäische und traditionell türkische Architektur. Gebäude dieser Art, „Izmir Haus“ genannt, zählten in diesem Stadtteil zu den bevorzugten Häusern bis in die 1. Hälfte des 20. Jhds.

Nach einem kurzen Schockmoment – die Haustür lässt sich nicht öffnen – entdecken wir rechts davon eine Klingel. Kurz gedrückt – und wir finden Einlass. Ich bin erleichtert, denn 2018 stand ich bereits einmal vor verschlossener Tür, wegen Renovierungsarbeiten.

Izmir Kadin Müzesi

1298 Sokak, No: 14

IZMIR TÜRKEI

Frau des Monats

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Unsere Frau des Monat Dezember und leider auch unsere Letzte für dieses Jahr ist Elisabeth Tappeiner, Farmfluenzerin vom Kathreingut Kastellbell/Tschars.
Im Interview mit Sissi Prader erzählt sie über ihren mutigen Neuanfang in der Landwirtschaft.

Kannst du dich kurz vorstellen?

Hallo, ich bin Lisi, 42, BIO-Bäuerin aus dem Vinschgau.

Du bist eine leidenschaftliche Bäuerin, was fasziniert dich an diesem Beruf?

Die Selbstwirksamkeit. Ich kann so viel mit meinen Händen machen. Was in unserem Gemüsefeld alles wächst ist unglaublich. Selbstverständlich immer im Zusammenspiel mit der Natur.

Du hast bewußt dich für Vielfalt im Anbau entschieden – ist hier eine nachhaltige Strategie dahinter?

Ja absolut. Denn mit mehr Vielfalt brauche ich weniger an Pflanzenschutzmitteln. Mehr Vielfalt bringt mehr Leben in mein Feld. Mehr Vielfalt bringt dem Boden was. Mehr Vielfalt tut auch unserem Gemüt gut.

Wir lesen von dir dass du auch Safran anbaust?

Ja genau. Seit 6 Jahren wächst bei uns im Feld auf dem Sonnenberg der tolle Safrankrokus. Ein faszinierendes und für unseren Betrieb wichtiges Standbein.

Was bedeutet für dich „farmfluencer“