Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
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Monthly Archives: November, 2024

Istanbul-Konvention

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Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt von 2011 ist ein völkerrechtlich bindendes Instrument zur umfassenden Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Dazu gehören Opferschutz, Prävention und Strafverfolgung sowie die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter in den Verfassungen und Rechtssystemen.

Die 81 Artikel der Istanbul-Konvention enthalten umfassende Verpflichtungen zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, zum Schutz der Opfer und zur Bestrafung der Täter*innen.

Der Grundsatz der Konvention in Art. 1a lautet:

„Zweck dieses Übereinkommens ist es, Frauen vor allen Formen von Gewalt zu schützen und Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu verhüten, zu verfolgen und zu beseitigen.“

Wozu verpflichtet die Istanbul-Konvention?

Die unterzeichnenden Staaten verpflichten sich, offensiv gegen alle Formen von Gewalt vorzugehen (ganzheitliche Gewaltschutzstrategie). Im Fokus steht geschlechtsspezifische Gewalt. Darunter wird jede Form von Gewalt verstanden, die sich entweder gegen Frauen richtet oder Frauen unverhältnismäßig stark trifft.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf häuslicher Gewalt. Deshalb können die Vertragsstaaten Opfer (häuslicher Gewalt) jeglichen Geschlechts in den Schutzbereich der Konvention mit einbeziehen.

Die Vertragsstaaten sind im Rahmen der ganzheitlichen Gewaltschutzstrategie zu verschiedenen Maßnahmen verpflichtet:

  • Gewaltprävention durch Bewusstseinsschaffung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Ankündigung zum Workshop und Vortrag mit Heidi Hintner

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Feminismen: Historischer Überblick und Positionen heute

Grundanliegen, Begriffe, Ambivalentes und Verbindendes

„Wir müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.“ Audre Lorde
Ausgehend von den Metaphern „Mosaik und Konversationen“ öffnet Heidi Hintner in ihrem Impulsreferat einen Raum für die Vielfalt und Vielstimmigkeit feministischer Debatten, die durchaus auch kontrovers sein können. Dabei thematisiert sie Uneinigkeiten, Brüche, Zerwürfnisse und Verletzungen sowie unerwartete Verbindungen und Resonanzen quer durch verschiedene feministische Generationen und Epochen.

Neben dem dreiteiligen Input (1. Begriffe, 2. Historischer Überblick und Positionen heute, 3. Kulturkampf, Gender in verschiedenen Strömungen) gibt es drei kleine Übungen zum Selberdenken und Weiterdenken sowie Austausch in der Gruppe und Gespräch.

Heidi Hintner hat viele Jahre lang unterrichtet und eine Oberschule in Bozen geleitet. Sie ist eine politisch denkende Schreiberin, in vielfältigen feministischen Kontexten unterwegs und Aktivistin.

28.11.2024 // 19:30 bei uns im Frauenmuseum Meran

südafrikanische Schriftstellerin, Literaturnobelpreis 1991

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Ich habe keine Religion, kein politisches Dogma – nur jede Menge Zweifel über alles, außer meiner Überzeugung, dass die Rassenschranke falsch und völlig unvertretbar ist. (1965)

Geboren in einer jüdischen Familie in Springs bei Johannesburg, fand sie Bildung in der örtlichen Bibliothek, die schwarzen Kindern verboten war. Mit 9 Jahren begann sie zu schreiben, mit 15 veröffentlichte sie ihre erste Kurzgeschichte. 1949 erschien ihre erste Kurzgeschichtensammlung „Face to Face“. Seit den 1950ern war sie in der Antiapartheidsbewegung aktiv und beschrieb in Essays das Leben unter der Apartheid. Mehrere ihrer Bücher wurden in Südafrika verboten.

Nadine Gordimer, von Per Wästberg als „Geigerzähler der Apartheid“ bezeichnet, beschrieb mit politischem Scharfsinn und psychologischer Präzision die Auswirkungen der südafrikanischen Rassentrennungspolitik auf menschliche Beziehungen. Sie war ein Teil dieses Systems und beobachtete, wie Rassismus sowohl Schwarze unterdrückte als auch Weiße emotional verätzte. 1991 erhielt sie für ihr Werk den Literaturnobelpreis.

Viele ihrer Romane schildern die Ängste und Privilegien der weißen, liberalen Mittelschicht, insbesondere in „Julys Leute“, das die Angst vor Rache der Unterdrückten thematisiert. Gordimer erkannte früh, dass für die Schwarzen Gewalt der einzige Weg war. Frauen in ihren Romanen setzen oft ihr privates Glück und Leben aufs Spiel, um politisch aktiv zu werden, wie in „Die Geschichte meines Sohnes“ oder „Burgers Tochter“.

Heutzutage. Zwölf Geschichten

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Neue Minderheiten erweitern in Südtirol die Grenzen eines historisch dreisprachigen Landes.

Südtirol ist ein Gebiet, das schon lange verschiedene sprachliche und kulturelle Minderheiten beheimatet. Diese Minderheiten leben manchmal nebeneinander ohne viel Interaktion. Aufgrund seiner Lage als Durchzugsgebiet war Südtirol schon immer von Fremden geprägt.

Heutzutage durchläuft Südtirol, wie viele Teile Europas, große soziale und demografische Veränderungen, die zu einer neuen multiethnischen Vielfalt führen. Diese Veränderungen wirken sich zunehmend auf das Bild der Städte und teilweise auch der Dörfer aus.
Oftmals wird Migration als vorwiegend männliches Phänomen verstanden, was es in dieser Form aber nicht ist. Frauen und Männer nehmen zu fast gleichen Teilen am weltweiten Migration geschehen teil. In Europa und auch bei uns leben heute etwa gleich viele Frauen und Männer mit Migrationshintergrund. Es ist deshalb wichtig, die Rolle von Frauen in Migrations- und Integrationsprozessen fortwährend zu untersuchen, um Bedarfe und Handlungsoptionen zu identifizieren.
Dabei sind auch Vereine, Institutionen aufgefordert mittels Projekt sich besser kennen zu lernen.

In dieser Veranstaltungsreihe wird der Film „Heutzutage. Zwölf Geschichten“ gezeigt, der persönliche Geschichten von Menschen in Südtirol erzählt. Der Film zeigt Beispiele für Zusammenleben und Integration und bietet verschiedene Perspektiven auf die Realität. Protagonisten unterschiedlicher Herkunft und Kultur sprechen über ihr Identitätsgefühl und ihre Zugehörigkeit. Der Film zeigt unter anderem nordafrikanische Jugendliche, eine pakistanische Mutter, die sich für andere Frauen einsetzt, und den Bürgermeister von Franzensfeste, der versucht, eine Gemeinschaft mit vielen Nationalitäten zusammenzuhalten.

«Un abito non è solo stoffa: un abito è un pensiero»

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Oggi celebriamo Elsa Schiaparelli, nata nel 1890 a Roma, proveniva da una famiglia di aristocratici e intellettuali. Studiò filosofia, ma nel 1911 pubblicò una raccolta di poesie sensuali, il che spinse i suoi genitori a mandarla in un convento svizzero.

Nel 1913 si trasferì a Londra, il che le portò libertà. Si sposò nel 1914 e nel 1916 si trasferì a New York. Lì fece amicizia con artisti d’avanguardia. Sua figlia Yvonne nacque nel 1920, ma contrasse la poliomielite, il che portò Elsa a divorziare e a trasferirsi a Parigi nel 1922.

A Parigi lavorò di giorno in un negozio di antiquariato e di sera frequentava i salotti. L’incontro con lo stilista Paul Poiret la ispirò a diventare una designer di moda. A metà degli anni ’20 iniziò il suo lavoro creativo e ottenne grande successo con un maglione fatto a mano con motivo trompe-l’œil, che Vogue definì un „capolavoro“.

Nel 1927 fondò la sua azienda e l’anno successivo aprì atelier e saloni a Parigi, ottenendo grande successo. Le sue collezioni di moda comprendevano costumi, abiti da bagno e accessori, introducendo materiali e design innovativi. Fu nota per le sue collaborazioni artistiche con Salvador Dalí e Jean Cocteau negli anni ’30, che le portarono fama internazionale.

Women`s, Gender and Queer History – international developments and local perspectives

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Bericht über die Tagung

Im Oktober 2024 fand an der Eurac, Bozen, die Tagung „Women´s, Gender and Queer History – international developments and local perspectives“ statt und ich habe das Glück und die Gelegenheit an diesem einzigartigen Event teilzunehmen.

Schon beim Durchlesen des Programms fällt die Bandbreite der Studien auf: Neben internationalen Beiträgen finden sich auch lokale; ein Blick auf verschiedene Minderheiten, sowie Diversität im Verlauf der Geschichte.

Eingeteilt war die Veranstaltung in drei Abschnitte, sogenannte Panels, die jeweils einen Schwerpunkt behandelten:

  • Panel 1 unter dem Vorsitz von Alexandra Cosima Budabin (Eurac Research, Bozen) befasst sich mit „Women´s, Gender & Queer History International – Geschichte, Bedeutung, Gemeinsamkeiten, Unterschiede“.

Mit den Beiträgen von Lindsey Earner-Byrne (Trinity College, Dublin), Paola Stelliferi (Universität Padua), Benno Gammerl (European University Institute, Florenz) und Maya de Leo (Universität Pisa) beginnt die Tagung.

Lindsey Earner-Byrnes sprach in ihrem Beitrag „Eine Minderheit in einer Minderheit? Sexuelle Emanzipation im Irland des 20. Jahrhunderts“ über die sexuelle Emanzipation im Irland des 20. Jahrhunderts und die Rolle der Katholischen Kirche in diesem Prozess.

„Lass andere Reden, lächle und tu was du möchtest. was mir allerdings selten gelingt, ich rede immer😉“

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Unsere Frau des Monat November ist Susanne Ferstl, gebürtige Meranerin, arbeitet seit der Matura (HOB) im Farben – und Bastelgeschäft Farben Ferstl, zusammen mit Schwester und Bruder.

Im Interview mit Sissi Prader erzählt sie über ihre Projekte, ehrenamtliche Tätigkeiten und Privates.

Kannst du dich kurz vorstellen?

Ferstl Susanne Solveig. Dänischer Zusatznamen meiner Mutter übersetzt “ Sonnenweg“ .
Gerade 60 Jahre alt geworden am 03.10.1964. Zwei Geschwister (Jens und Katrin). Ich bin die Älteste. In Meran geboren und aufgewachsen, seit 30 Jahren verheiratet., 2 Kinder Elisabeth (28) und Peter (24). Oma von 2 Enkelkindern (6 und 4 Jahre).


Du bist in einer mehrsprachigen Familie aufgewachsen und schätzt die Wurzeln deiner Mutter, die aus Dänemark stammt und evangelisch aufgewachsen ist. Für dich war dieses Aufwachsen sicher bereichernd und gibst es deinen Kindern weiter?

Meine dänische Mutter kam im fernen 1963 auf einen Besuch nach Meran und war ein halbes Jahr drauf mit meinem Vater verheiratet. Zum Entsetzen der Dänen: ein Italiener mit all den verbunden Klischees. Es hat sich dann herausgestellt, dass alles kein Thema war und es war eine schöne Zeit. Den Sommer in Dänemark und ansonsten hier in Südtirol. Daheim hochdeutsch und dänisch, Dialekt und italienisch in der Schule. Wobei es damals in der Schule kaum Vorbehalte gab, nicht das Dänisch und nicht das Evangelisch. Im Gegenteil, wir haben einige Bräuche in die Schule gebracht: Santa Lucia im Dezember, dänische Lieder. Einzig der katholische Pfarrer hatte so seine Bedenken und ich durfte trotz Intervention alle Schüler nicht an der SKJ oder an den gemeinsamen kirchlichen Nachmittagen teilnehmen.