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Südtirol steht auf“: Gegen Gewalt an Frauen

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Vielfältige Aktionen und Maßnahmen zum 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen – 2025 haben 832 Frauen um Unterstützung gebeten

192 Frauen und 211 Kinder waren im Jahr 2024 in Südtirol in Wohneinrichtungen untergebracht, 832 haben um Unterstützung angefragt, da sie sich in Gewaltsituationen befunden haben. Auf diese immer noch viel zu hohen Zahlen, erhoben vom Landesinstitut für Statistik, wurde am 18. November im Rahmen der Vorstellung der neuen Kampagne gegen Gewalt an Frauen in Bozen hingewiesen.

Unter dem Motto „Südtirol steht auf“ machen Land Südtirol, der Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen, das Netzwerk gegen Gewalt an Frauen und das Frauenbüro auf das Thema Gewalt an Frauen aufmerksam..

Präventiv arbeiten, Aufklärung fördern und gleichzeitig sicherstellen, dass Betroffene Gerechtigkeit erfahren. Wegschauen ist keine Option, nicht für uns als Politik und nicht für die Gesellschaft.

Gewalt gegen Frauen sei kein abstraktes Phänomen. Sie zerstört Leben und vergiftet Generationen. Prävention ist deshalb kein Luxus, sondern die Feuerwehr, die das Inferno löscht, bevor es ausbricht.“ Die Gesellschaft sei aufgerufen, gegen Gewalt aufzustehen, denn „Schweigen tötet, Solidarität befreit.

Sensibilisierung ist richtig und wichtig, aber wenn man bedenkt, dass in Italien alle 72 Stunden ein Femizid begangen wird, kann sich die öffentliche Debatte nicht nur auf Trauer und Gedenken beschränken. Erinnerung ohne politische Analyse und Organisation bleibt nur eine Grabrede. Heute müssen wir Bewusstsein in Handlung umsetzen: in Schulen, in Familien, unter jungen Menschen und in Entscheidungsgremien.

Die Schritte zur weiteren Umsetzung des Landesgesetzes 13/2021, denn Gewalt beginnt oft im Verborgenen. Deshalb ist Prävention so wichtig, durch Aufklärung, Sensibilisierung und eine Kultur des Hinschauens. Dieser Bereich wird auch rechtlich weiterhin einen klaren Schwerpunkt bilden. Um Frauen, die Opfer von Gewalt werden, besser zu unterstützen, wurde vor vier Jahren ein Landesgesetz zur Gewaltprävention erlassen.

Die heurige Kampagne gegen Gewalt an Frauen vor, die sich den vier versteckten Formen von Gewalt widmet. Erarbeitet wurde die Kampagne vom Netzwerk gegen Gewalt an Frauen, dem etwa 20 Vereinigungen und Organisationen angehören, in Zusammenarbeit mit der Agentur für Presse und Kommunikation. Diese versteckte Gewalt schleicht sich subtil in den Alltag ein, kann zunächst sogar mit Fürsorge verwechselt werden, ist aber tatsächlich ein Eingriff in die Freiheit der Frau und dient dazu, ihr Selbstwertgefühl zu mindern. In der Kampagne werden die 4 Formen psychologischer Gewalt, nämlich Kontrolle, Manipulation, emotionale Erpressung und Erniedrigung, thematisiert und zur Sprache gebracht – durch Plakate, Flyer, aber auch durch Videos, die bis zum 10. Dezember verbreitet werden.

Mehr Informationen, Hilfe unter: Gegen Gewalt an Frauen

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