Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

Monthly Archives: Juni, 2025

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;-). Mit einem guten, manchmal aus der Seele sprechenden, manchmal witzigen Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Diese Woche mit Iris Apfel

Iris Apfel war eine US-amerikanische Geschäftsfrau, Innenarchitektin und Modeikone, die für ihren einzigartigen Stil und ihre extravaganten Outfits bekannt wurde. Sie wurde am 29. August 1921 in Queens, New York City geboren und verstarb am 1. März 2024 in Palm Beach, Florida.
Apfel studierte Kunstgeschichte an der New York University und besuchte später die University of Wisconsin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Carl Apfel gründete sie 1950 die Textilfirma Old World Weavers, die sich auf historische Stoffe spezialisierte und sogar für das Weiße Haus arbeitete.

Iris Apfel gehörte zu den ersten Frauen, die in den 1940er Jahren Jeans trugen. Damals waren Jeans hauptsächlich als Arbeitskleidung für Männer gedacht, und es war ungewöhnlich, dass Frauen sie trugen. Apfel erzählte einmal, dass sie in einem Geschäft für Arbeitskleidung nach einer passenden Jeans fragte, aber nur Männergrößen erhältlich waren. Schließlich hatte ein Verkäufer Mitleid und besorgte ihr eine Jungen-Jeans, damit sie eine tragen konnte.

Teil 4

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Wie sehr die Hose die Gemüter erhitzt, erkennt man an zahlreichen Zitaten und Aphorismen, die das Beinkleid zum Inhalt haben. Für unsere Ausstellung haben wir uns auf die Suche begeben und sie gesammelt. Hier stellen wir drei vor:

Wer kennt etwa nicht das folgende Zitat:

„Vor der Hochzeit kriegst du Rosen, nach der Hochzeit flickst du Hosen.“

Es sagt viel über das Rollenverständnis aus und auch, wie oftmals die Leichtigkeit verschwindet, sobald Frau verheiratet ist.

Streit um die Hosen und um die eheliche Vorherrschafft.

Ein anderes Zitat, von Detlev Fleischhammel, regt an, darüber nachzudenken, wie Verantwortung getragen wird und von wem:

„Wenn Frau die Hosen anhat, ist der Grund dafür meistens, dass der Mann sie nicht anziehen will.“

 Und folgendes Zitat geht – indirekt – auf den Kampf der Frauen um die Gleichstellung ein und erinnert daran, dass trotz vieler Errungenschaften Frauen auch heute noch diskriminiert werden und die Gleichberechtigung von Frau und Mann ein stets aktuelles Thema bleibt:

Die Frau emanzipiert sich
Die Frau emanzipiert sich

Wenn eine Frau die Hosen anhat, hat sie ein Recht darauf.“ 

Weitere, zum Nachdenken anregende Zitate, findet Ihr in unserer Ausstellung „Wer hat die Hosen an?“ und vielleicht kennt Ihr ja auch einige, die Ihr uns über die Kommentar-Funktion schicken wollt.

„Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.“

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Ingeborg Bachmann war eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie wurde am 25. Juni 1926 in Klagenfurt geboren und verstarb am 17. Oktober 1973 in Rom. Ihr Werk ist geprägt von Themen wie **Krieg, Existenzialismus, Geschlechterrollen und menschlichem Leid**.

Frühes Leben und Ausbildung

Bachmann wuchs in einer Zeit großer politischer Umbrüche auf. Ihr Vater war Mitglied der österreichischen NSDAP, was ihre Kindheit und ihr späteres Schreiben beeinflusste. Sie besuchte das katholische Ursulinengymnasium, obwohl sie evangelisch war, und begann früh Gedichte zu schreiben. Ursprünglich wollte sie Musikerin werden, entschied sich jedoch für ein Studium der **Philosophie, Psychologie, Germanistik und Rechtswissenschaften** an den Universitäten Innsbruck, Graz und Wien.

Literarischer Durchbruch

Ihre erste Veröffentlichung war die Erzählung *Die Fähre* (1946). Während ihrer Zeit als Hörfunkredakteurin beim Wiener Sender **Rot-Weiß-Rot** schrieb sie ihr erstes Hörspiel *Ein Geschäft mit Träumen* (1952). Der Gedichtband *Die gestundete Zeit* (1953) brachte ihr den **Literaturpreis der Gruppe 47** ein. Später veröffentlichte sie den Roman *Malina* (1971), der als Teil einer unvollendeten Trilogie gedacht war.

Beziehungen und Einfluss

Bachmann hatte eine enge Beziehung zu Paul Celan, die ihre Werke stark beeinflusste. Ihre Beziehung zu Max Frisch war besonders intensiv und kompliziert. Frisch verarbeitete ihre gemeinsame Zeit in seinem Roman *Mein Name sei Gantenbein*. Bachmanns Werke reflektieren oft die emotionalen und intellektuellen Herausforderungen dieser Beziehungen.

Citazione del Lunedi

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Tutti gli inizi (di settimana) sono difficili ;-). Vogliamo renderveli un po’ più spensierati, con qualche buona citazione o battuta di spirito a volte profonde e a volte meno. Iodonna vi augura un buon inizio della settimana.

Questa settimana con Leona Woods

Leona Woods (1919-1986)  è stata una fisica nucleare che ha avuto un ruolo cruciale nella costruzione del primo reattore nucleare al mondo, il Chicago Pile-1, nell’ambito del progetto guidato da Enrico Fermi. A soli 23 anni, è stata l’unica donna della squadra e ha contribuito alla realizzazione dei contatori Geiger, fondamentali per gli esperimenti sul reattore.
Nel Progetto Manhattan, ha lavorato con figure di spicco come Fermi, Oppenheimer e Feynman, affrontando anche il problema dell‘avvelenamento da xeno nei reattori di Hanford, dove ha supervisionato la produzione di plutonio.
Dopo la guerra, ha proseguito la sua carriera accademica e di ricerca, lavorando presso istituzioni prestigiose come il Brookhaven National Laboratory e la New York University, dove è diventata professoressa nel 1962.

Le sue ricerche si sono estese alla fisica delle alte energie, all‘astrofisica e alla cosmologia. In seguito, si è dedicata agli studi ecologici, ideando un metodo per analizzare i cambiamenti climatici tramite i rapporti isotopici negli anelli degli alberi.

„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ohne Unterschied des Geschlechts.“

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Clara Zetkin war eine bedeutende sozialistische Politikerin, Frauenrechtlerin und Aktivistin. Sie setzte sich leidenschaftlich für die Gleichberechtigung von Frauen und die Rechte der Arbeiterklasse ein. Hier sind einige weitere interessante Aspekte ihres Lebens:

**Frühe Jahre und Bildung**: Geboren 1857 in Wiederau, Sachsen, wuchs sie in einem politisch interessierten Umfeld auf. Ihre Mutter hatte Kontakte zur frühen Frauenbewegung, was ihre späteren Überzeugungen beeinflusste.

**Politisches Engagement**: Zetkin trat der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) bei, die später zur SPD wurde. Aufgrund des Sozialistengesetzes musste sie ins Exil nach Paris gehen, wo sie sich intensiv mit sozialistischen Ideen auseinandersetzte.

**Frauenbewegung**: Sie war eine zentrale Figur in der proletarischen Frauenbewegung und setzte sich für die vollständige Gleichstellung von Frauen in Beruf und Gesellschaft ein.
1910 schlug sie auf einer internationalen Frauenkonferenz die Einführung des **Internationalen Frauentags** vor.

**Wechsel zur KPD**: Nach dem Ersten Weltkrieg trat sie der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei und wurde eine führende Stimme in der Partei. Sie war von 1920 bis 1933 Mitglied des Reichstags.

**Kampf gegen Faschismus**: Zetkin war eine entschiedene Gegnerin des aufkommenden Faschismus und hielt 1932 als Alterspräsidentin des Reichstags eine eindringliche Rede gegen die Nationalsozialisten.

Teil 3

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Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts gab es erste Bestrebungen, es Frauen zu ermöglichen sich freier zu bewegen: Das Bloomer-Kostüm mit seinen pludrig weiten Hosen stieß zwar bei Frauenrechtlerinnen auf großes Interesse, konnte sich am Ende jedoch nicht durchsetzen: Zu groß war der öffentliche Widerstand, zu sehr lenkte es von den eigentlichen Anliegen der Frauenbewegung – Recht auf Erwerbsarbeit, Recht auf Bildung, Wahlrecht – ab.

Katharine Hepburn im Film „Bringing Up Baby“ 1938

Es brauchte den Mut einzelner, starker Persönlichkeiten um das Tragen von Hosen in den Fokus zu rücken und mit der Zeit zu gesellschaftlicher Akzeptanz zu führen: So beanspruchte George Sand (1804-1876), französische Schriftstellerin und bekannt für ihre antikonformistische Einstellung, schon früh für sich, Hosen zu tragen.

Und auch Coco Chanel, Marlene Dietrich oder Katharine Hepburn ließen es sich nicht nehmen, das bequeme Kleidungsstück zu tragen: Chanel (1883-1971), der es ein Anliegen war, Frauen vom Korsett zu befreien und die in ihrer Mode die im Leben stehende, unabhängige Frau im Blick hatte, trat schon früh in Hosen, genauer gesagt Matrosenhosen, auf und lancierte den Garçonne-Look, der nicht wenige Nachahmerinnen fand. Marlene Dietrich (1901-1992) wiederum betonte ihre mondäne Ausstrahlung durch das Tragen von Smoking und Zylinder und konnte damit ihr Publikum begeistern, ebenso wie Katharine Hepburn (1907-2003) im sportlichen Aufzug mit Hose.

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;-). Mit einem guten, manchmal aus der Seele sprechenden, manchmal witzigen Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Diese Woche mit Caroline Herschel

Caroline Herschel war eine wegweisende Astronomin, geboren 1750 in Hannover, Deutschland. Ursprünglich wurde sie als Sängerin ausgebildet, doch später arbeitete sie als Assistentin ihres Bruders William Herschel, der Uranus entdeckte. Sie machte sich jedoch auch selbst einen Namen in der Astronomie, indem sie acht Kometen entdeckte und 1787 als erste Frau ein Gehalt für wissenschaftliche Arbeit erhielt. Zudem war sie eine der ersten Frauen, die als Ehrenmitglied der Royal Astronomical Society aufgenommen wurden.
Ihre Arbeit umfasste die Katalogisierung von hunderten Sternen und Nebeln, wofür sie Goldmedaillen erhielt.

 

*1829 Melchior Gommar Tieleman, Ölgemälde Caroline Herschel Hannover.tif

Teil 2

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Tatsächlich befanden auch die Frauen, dass die Hose das bequemere Kleidungsstück sei – so trugen jene, die im Bergbau tätig waren oder auch jene, die mit Viehwirtschaft zu tun hatten, schon seit langer Zeit Hosen, wenn auch oft verborgen unter Röcken.

Ein Ganzkörperporträt von zwei Munitionsarbeiterinnen in  Woolwich Arsenal, Mai 1918. Beide tragen kurze Kleidchen, Hosen und Mützen, England/GB (Photo: George P. Lewis)

Als nun dieser Wunsch der Frauen, ebenfalls Hosen zu tragen, immer stärker wurde, führten die Männer, die ihr Privileg schwinden sahen und um ihre vorherrschende Rolle in der Geschlechterbeziehung bangen mussten, die fantasievollsten Begründungen an, um die Frauen von ihren Bestrebungen abzuhalten: So wurden etwa medizinische Bedenken geäußert, nämlich dass Hosen die von Röcken gewährleistete Luftzufuhr unterbanden, was zu allerlei Unterleibsbeschwerden führen könnte. Und es gab auch ästhetische Bedenken, wie etwa, dass der weibliche Körper nicht für das Tragen von Hosen gemacht sei.

Zwei hosentragende Frauen um 1912, Kanton Wallis/Schweiz (Photo: J. Brocherel – Customs of the World)

Doch konnten weder gesellschaftliche noch vestimentäre Hindernisse die Frauen aufhalten: Im gleichen Maße, wie Frauen begannen sich von Korsett und Krinoline zu befreien, eroberten sie immer mehr Bereiche des öffentlichen Lebens.

NEWS

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Das Organisationsteam Frauenmarsch (hat den POLITIKA PREIS 2021 erhalten) hat bereits seit Frauen*marsch 2023 fünf konkrete Forderungen dem Landtag unterbreitet, auf die wir in regelmäßigen Abständen erinnern.

Leider sind keine der fünf Forderungen  bisher umgesetzt. (Im Titelbild zu sehen)

Ein kleiner Hinweis: 

Unter diesem Link https://pride.bz.it/28-06-2025-bozen/ findet ihr die Hinweise zu den News des Road to Südtirolo Pride: gaining momentum mit Veranstaltungen und Aktivitäten.

Höhepunkt wird die Südtirol Pride am 28. Juni 2025 sein, ein großer Protest mit einer Parade.

Citazione del Lunedí

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Tutti gli inizi (di settimana) sono difficili. Vogliamo renderveli un po’ più spensierati, con qualche buona citazione o battuta di spirito a volte profonde e a volte meno.
Iodonna vi augura un buon inizio della settimana.

Questa settimana con Anna Magnani

Anna Magnani è stata un’iconica attrice italiana, celebre per le sue interpretazioni intense e appassionate. Nata il 7 marzo 1908 a Roma, è stata una delle figure più influenti del cinema italiano, soprattutto nel movimento neorealista. Il suo ruolo di svolta arrivò con Roma città aperta (1945) di Roberto Rossellini, dove interpretò Pina, un personaggio che incarnava le difficoltà dell’Italia in tempo di guerra.
Magnani era nota per il suo stile di recitazione crudo ed emotivo, che la distingueva dalle più glamour star hollywoodiane dell’epoca. Vinse l’Oscar alla miglior attrice per il suo ruolo in La rosa tatuata (1955), diventando la prima attrice italiana a ricevere questa prestigiosa statuetta. Recitò anche in film come Bellissima (1951) e Selvaggio è il vento (1957), ottenendo ampi riconoscimenti per le sue interpretazioni potenti.
La sua vita personale fu altrettanto affascinante—ebbe una relazione burrascosa con Rossellini ed era profondamente devota a suo figlio, Luca. Magnani morì il 26 settembre 1973, a causa di un tumore al pancreas, lasciando un’eredità che continua a ispirare attori e registi.

Wer hat die Hosen an?

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So der Titel einer kleinen Ausstellung im Frauenmuseum, entwickelt und kuratiert im Zusammenhang mit unserem Beitrag für das Gemeinschaftsprojekt „Sozial gerecht? Zwölf Objekte erzählen“ im Rahmen des Euregio-Museumsjahres 2025.

Und welches Objekt des Frauenmuseums könnte soziale Gerechtigkeit besser repräsentieren als die Hose, das stoffgewordene Symbol schlechthin des Kampfes der Frau um die Gleichstellung mit dem Mann?

Frauen brauchten einen langen Atem, um – zumindest in Bezug auf Kleidung – ein Stück Freiheit zu erobern.

In der westlichen Kultur stand die Hose stets für männliche Potenz und keine Frau sollte es wagen, das männliche Privileg in Frage zu stellen. So war es noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts üblich, Kinder, gleich welchen Geschlechts, in den ersten Lebensjahren mit Röckchen zu kleiden. Das Erreichen des vierten Lebensjahres brachte dann eine Zäsur: Endlich durfte der Junge zeigen, dass er ein Mann war – er bekam seine erste Hose und die damit einhergehende Bewegungsfreiheit!

Wie die Frauen mit der Tatsache umgingen, dass ihnen das Tragen von Hosen verwehrt war, erzählen wir euch im zweiten Teil dieser Serie, der am 13. Juni erscheint.

 

Juni im Zeichen des Regenbogens

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Auch 2025 beteiligt sich das Land Südtirol und Vereinigungen am Pride Month. Damit wird auf die Rechte der LGBTQIA+-Gemeinschaft erinnert und ein lebendiges und leuchtendes Zeichen gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie gesetzt.

„Der Pride Month steht für Offenheit, Gleichberechtigung, Inklusion und für die Freiheit des Individuums: Werte, die wir aus Überzeugung vertreten“.

Seit 2023 wird der Pride Month auch von Organisationen in Südtirol getragen, seit dem Vorjahr ist auch das Land Südtirol Teil dieses Netzwerkes.

Auch in diesem Jahr werden darum in unterschiedlichen Institutionen, Unternehmen oder Einrichtungen auf unterschiedliche Art und Weise die Farben des Regenbogens zu sehen sein. Der Regenbogen deshalb, weil die Regenbogenfahne als Symbol für Vielfalt, im Besonderen für jene der LGBTQIA+Community, steht.

Der „Pride Month“ wird jährlich im Juni in Erinnerung an den Stonewall-Aufstand in der Christopher Street in New York am 28. Juni 1969 begangen, bei dem sich erstmals die queere Community gegen andauernde Diskriminierungen und Razzien durch die Polizei erfolgreich gewehrt hatte.
Daher der Begriff „Pride – Stolz“, als Ausdruck für die endlich erreichte Anerkennung von Rechten einer Minderheit und die Achtung unterschiedlicher Lebensformen. Heute steht der „Pride Month“ ganz generell für Offenheit, Gleichberechtigung, Inklusion, Freiheit des Individuums und ist letztlich ein farbenfrohes Fest der Vielfalt.

Veranstaltung im Frauenmuseum

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Am 11.06.2025 um 19h wird  Franziska Cont vom Zentrum für Regionalgeschichte in Bozen die Studie „Frauenbiografien und Straßennamen“ ,bei uns im Frauenmuseum, vorstellen.

Eine Sammlung von Namen von Frauen, nach denen man in den Gemeinden Südtirols Straßen und Plätze benennen könnte. Dies, um den Ausflüchten vorzubeugen, mit denen oft begründet wird, es gebe ja keine Frauen, die man mit einem Straßennamen würdigen könne, Die Historikerinnen Siglinde Clementi und Franziska Cont haben über 200 Namen von Frauen ausgeforscht, die auf internationaler und lokaler Ebene – eine oftmals verschüttete – Geschichte geschrieben haben.

Dies ist eine wichtige Studie aus der auch Schulen, Interessierte und vor allem Gemeinden künftig Namen von Frauen finden, die einige Leistungen erbracht haben.

Laut Franziska Cont „ist die Erinnerungskultur immer noch männlich geprägt. Das ist vor allem dann besorgniserregend, wenn wir uns vor Augen halten, dass die Art und Weise Vergangenes zu erinnern, sehr viel über gesellschaftliche Wertehaltungen aussagt. Straßennamen sind ein zentrales Medium der Erinnerungskultur. Sie haben neben der symbolischen Funktion auch eine praktische. Wir verwenden sie im alltäglichen Leben, ohne ihre Bedeutung bewusst wahrzunehmen. Trotzdem tragen sie in der Gesellschaft zur Konstruktion einer gemeinsamen Vergangenheit bei, die zur Erklärung und Legitimation der Gegenwart dient. Wenn wir die Leistungen von Frauen verschweigen, so bedeutet dies, dass wir unsere Gegenwart als reines „Männerprodukt“ darstellen und dadurch das bestehende Machtgefälle rechtfertigen. Die Benennung von Straßen nach Frauen ist eine der Möglichkeiten, daran zu rütteln und den weiblichen Anteil an der Geschichte öffentlich sichtbar zu machen.“ ( zitiert aus der Südt. Tageszeitung, 25. März 2023)

Zitat zum Montag

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Aller (Wochen-)Anfang ist schwer ;-). Mit einem guten, manchmal aus der Seele sprechenden, manchmal witzigen Spruch oder Zitat wollen wir euch das erleichtern. ichfrau wünscht einen guten Start in die Woche!

Diese Woche mit Elinor Ostrom

Elinor Ostrom war eine amerikanische Politikwissenschaftlerin, die für ihre bahnbrechende Arbeit zur wirtschaftlichen Steuerung bekannt wurde, insbesondere für die Verwaltung von Gemeingütern. Sie wurde am 7. August 1933 in Los Angeles, Kalifornien, geboren und verstarb am 12. Juni 2012 in Bloomington, Indiana.

Ostrom war die erste Frau, die den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt, den sie 2009 für ihre Analyse der wirtschaftlichen Steuerung, insbesondere der Allmenden, gewann. Ihre Forschung stellte die konventionelle Ansicht infrage, dass gemeinsame Ressourcen zwangsläufig übernutzt werden, wenn sie nicht von staatlichen oder privaten Institutionen verwaltet werden. Stattdessen zeigte sie, dass Gemeinschaften in der Lage sind, nachhaltige und selbstorganisierte Systeme zur Verwaltung gemeinsamer Ressourcen zu entwickeln.

Ihr einflussreiches Buch Governing the Commons (1990) stellte Prinzipien für eine effektive kollektive Ressourcennutzung vor und zeigte, wie lokale Gemeinschaften weltweit komplexe Mechanismen entwickelt haben, um die „Tragik der Allmende“ zu vermeiden. Gemeinsam mit ihrem Ehemann gründete sie das Vincent and Elinor Ostrom Workshop in Political Theory and Policy Analysis an der Indiana University, das zu einem führenden Zentrum für Forschung zu institutioneller Vielfalt und Governance wurde.

„Infine, la vista e la macchina fotografica mi danno il respiro lungo per entrare silenziosa e potente in una dimensione poetica del vedere…“

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La Donna del mese di giugno è Letizia Molon, ora pensionata dopo una intensa vita lavorativa dedicata all’integrazione scolastica e lavorativa, resiste appassionata, dedicandosi intensamente alla fotografia.

Parlaci di te.

Ho 67 anni e abito da sempre a Merano. Fortunatamente ho vissuto fin da subito la complessità e ricchezza – dico io –  di certi contesti urbani e abitativi nelle periferie delle nostre cittadine sudtirolesi degli anni ‘60 e ‘70 e delle variopinte realtà familiari, anche multietniche: una vita semplice, ma dignitosa e c’era tutto il necessario per un’infanzia ricca di occasioni divertenti e stimolanti. Famiglia paterna numerosa, immigrata dal povero Veneto in cerca di lavoro e futuro, famiglia materna di origine contadina di lingua tedesca, gente con una guerra alle spalle; i miei genitori, dunque, di madrelingua, abitudini, storie profondamente diverse. Abitavamo in un alloggio piccolissimo con un wc condiviso con due diverse altre famiglie. Ricordo un quartiere pieno di bambini. Ricordo anche di aver potuto  giocare all’aperto in piazza, nei cortili, nei prati dei vicini quasi senza orario…tante ginocchia sbucciate, ma tante avventure.