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Frauenpower rund um den Globus

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Im Jahr 2015 hatte Marianne Wimmer bei ihrem Besuch im Frauenmuseum Meran eine Idee: Sie wollte die erste Frau sein, die weltweit alle Frauenmuseen besucht. Sie verlor nicht viel Zeit und startete bald ihre Besuche in Frauenmuseen rund um den Globus. In einer Reihe von Tagebucheinträgen wird sie uns hier über ihre Erfahrungen berichten, beginnend mit diesem Artikel:

(Die Artikel von Marianne Wimmer stehen auch in englischer Sprache auf dem Blog von IAWM zur Verfügung: www.iawm.international.)

Zu den Hotspots der Frauengeschichte – weltweit

Wie alles begann?

„Wusstest du, dass es 66 Frauenmuseen gibt auf der Welt?“, höre ich noch heute meine Freundin Resi im Frauenmuseum Meran fragen. Ihr war nicht klar, dass sie in diesem Moment zur Geburtshelferin einer Idee geworden war, die unmittelbar in meinem Kopf aufblitzte: „Und die besuche ich alle, als erste Frau der Welt.“ Sofort wusste ich: Das wird mein Pensionsprojekt.

Wir befanden uns gerade auf einer Radreise, die Etsch entlang. Nach viel Natur und der Bergwertung über den Reschenpass war nun wieder Kultur angesagt. Natur, Bewegung und Kultur – eine Kombination, die uns beiden Freude bereitet und nach der wir unsere (Rad-)Reisen ausrichten. Mit meiner neuen Idee im Reisegepäck verbinde ich nun auf ideale Weise meine Reiselust mit meinem Hang, mich in ein Thema zu vertiefen. Noch dazu in eines, das meiner feministischen Ausrichtung entspricht.

Und genau dafür sollte bald noch viel mehr Zeit sein. Denn in einem Jahr war es soweit: Sabbatical, mit nahtlosem Übergang in den „Ruhegang“.

Marianne Wimmer bei ihrer Radtour entlang der Etsch
Zeit, sich darauf vorzubereiten!

In meinem Sabbatical (2017/18) begann ich sogleich, meine Fühler auszustrecken und Zugang ins Reich der Frauenmuseen zu finden. Über meine Recherchen im Internet traf ich auf die „International Organisation of Women`s Museums“ (IAWM), mit Sitz in – Meran. Das fühlte sich gleich heimatlich an. Für mich war es naheliegend, mich an die Koordinatorin des Netzwerkes, Astrid Schönweger, zu wenden, um ihr meine Idee zu unterbreiten. Ihr Interesse bestärkte mich dranzubleiben und weiterzumachen.

So, wie mir bereits meine Projektidee „zugefallen“ war, führte mich der Zufall – im Laufe der Suche nach Literatur – schließlich bis nach Istanbul. Im Oktober 2018 nahm ich dort an der 1. asiatisch-europäischen Konferenz der Frauenmuseen teil und knüpfte wertvolle Kontakte zu Museumsfrauen aus aller Welt.

Je näher meine Pensionierung rückte, umso öfter fragten meine Bekannten interessiert nach meinen Plänen für die kommenden Jahre. Wann immer ich mit Begeisterung und Freude von meinem Vorhaben erzählte, kam als Standardfrage retour:

Was ist das, ein Frauenmuseum?

Folgende kleine Auswahl gibt eine vorläufige Antwort auf die Frage und dient als Vorgeschmack auf die Vielfalt meines neuen Reisekosmos:

Auf in`s Museum, Schwestern!

Bisher besuchte ich von den mittlerweile ca. 70 Fraumuseen weltweit 25: davon 14 in den USA, 6 in Deutschland, 2 in Spanien, je eines in Italien, Dänemark und Afrika. Meine „feministische Weltkarte“ hält mich auf dem Laufenden. Sie hängt über meinem Küchentisch, bunt wie die Welt der Frauenmuseen und bunt, wie die Geschichten, die sie erzählen.

Die Weltkarte hängt über dem Küchentisch von Marianne

In diesem Blog können Sie mich zu den Frauenmuseen dieser Welt begleiten. Ich nütze diese Streifzüge durch die Museumswelten gleichzeitig für eine persönliche Reise zu meiner eigenen Lebens- und Frauengeschichte.

Jede Frau ändert sich, wenn sie erkennt, dass sie eine Geschichte hat.

– Gerda Lerner (1920 – 2013); amerikan. Historikerin und Autorin

Ich freue mich über Ihre Kommentare und Anmerkungen.

Wer bin ich?

Name: Marianne Wimmer

(beruflicher) Status: früher- Volksschullehrerin

jetzt – Ruhegängerin, Frauenmuseumssammlerin

zeitunabhängig – Feministin

Herkunft: Österreich (beheimatet in der oberösterreichischen Provinz)

Marianne Wimmer

Marianne Wimmer, Frauenmuseumssammlerin

 

 

 

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