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Tagged: Philosophin

Zitat zum Montag

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Heute starten wir mit einem Zitat der Philosophin Ágnes Heller (1929-2019), die vor mittlerweile etwas mehr als zwei Monaten gestorben ist, in die neue Woche.

In Ungarn geboren, als Jüdin verfolgt, Professorin an der New Yorker New School for Social Research, mit vielen Preisen und Ehren ausgezeichnet, als eine der bedeutendsten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts bezeichnet – Ágnes Heller hatte ein bemerkenswertes Leben.

Mutig, kritisch und gerade heraus, ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen, hat sie ihre Meinungen und Position vertreten, „Bedürfnisse, Konflikte und Probleme des täglichen Lebens und die Auseinandersetzung mit dem Schicksal der Moderne“ zum Ausgangspunkt ihres (philosophischen) Denkens gemacht und sich zeitlebens auch kritisch zu verschiedenen politischen Ereignissen und Entwicklungen geäußert – wie auch im heutigen Zitat.

Ágnes Heller war auch bereits mehrmals zu Gast in Südtirol. Mehr dazu lesen und hören könnt ihr hier, hier und hier.

 

Yvonne Rauter

 

Necrologio per – Nachruf für Agnes Heller

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Se n’é andata un gioiello di donna, una delle donne d’esempio per tante altre. In Senegal si dice quando una vecchia persona muore, muore una biblioteca. Con Agnes Heller é quello ed altro. Francesco Comina, giornalista bolzanino e pacifista conosciuto, l’ha conosciuta bene e le ha dedicato un necrologio molto affettuoso.

Eine der großen Philosophinnen unserer Zeit ist von uns gegangen: Agnes Heller. Sie war eine Frau, die auch bei uns in Südtirol inspiriert und bewegt hat. Sissi Prader, Leiterin des Frauenmuseums Meran, hatte mehrfach mit ihr zu tun und ihr einen Nachruf gewidmet.

Àgnes Heller in Meran

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Dialoggespräch zwischen Àgnes Heller und Donatella di Cesare.
 
Àgnes Heller bekannte Philosophin, die jüdischer Herkunft ist, gelang es, im Holocaust gemeinsam mit ihrer Mutter der Ermordung zu entgehen. Ihr Vater und zahlreiche Verwandte wurden Opfer der Judenverfolgung während der Zeit der NS-Diktatur.
Sie emigrierte nach jahrzehntelanger politischer Unterdrückung in Ungarn 1977 nach Australien, wo sie an der Universität in Melbourne lehrte.
1986 wurde sie Hannah Arendts Nachfolgerin auf deren Lehrstuhl für Philosophie in New York. Sie lebt wieder in Ungarn und kritisiert die aktuelle rechte Regierung. Sie wurde mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet.
 
Donatella di Cesare ist Professorin für theoretische Philosophie an der Università della Sapienza in Rom und hat an zahlreichen Universitäten in Deutschland und den Vereinigten Staaten gelernt. Zu ihren letzten Veröffentlichungen auf Italienisch zählen ‚Se Auschwitz è nulla. Contro il negazionismo‘ (2012); ‚Terrore e modernità‘, Bollati Boringhieri, 2017 e ‚Stranieri residenti. Una filosofia della migrazione‘, Bollati Boringhieri 2017.