Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

„Lass die Liebe, die du in deinem Herzen hast, sich äußerlich in deinen Taten zeigen.“

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Klara von Assisi (*1193 oder 1194 – † 11. August 1253) war eine bedeutende Ordensgründerin und enge Gefährtin von Franz von Assisi. Sie gründete den kontemplativen Orden der Klarissen, der sich durch ein Leben in **radikaler Armut und Hingabe an Gott** auszeichnete.

Ihr Leben
Klara wurde in eine wohlhabende Adelsfamilie in Assisi, Italien, geboren. Inspiriert von Franz von Assisi, entschied sie sich gegen eine standesgemäße Heirat und floh 1212 aus ihrem Elternhaus, um ein Leben nach den evangelischen Räten zu führen. Franziskus nahm sie auf, schnitt ihr die Haare ab und bekleidete sie mit einem einfachen Gewand – ein Zeichen ihrer neuen Lebensweise.

Gründung des Klarissenordens
Klara ließ sich mit anderen Frauen in San Damiano nieder, wo sie eine Gemeinschaft gründete, die später als Klarissenorden bekannt wurde. Sie kämpfte zeitlebens für das Privileg der Armut, das ihr erst kurz vor ihrem Tod von Papst Innozenz IV. gewährt wurde.

Ihr Vermächtnis
Klara war eine beeindruckende Persönlichkeit, die durch ihre spirituelle Stärke und Entschlossenheit viele Menschen inspirierte. Ihr Orden verbreitete sich rasch in ganz Europa und ist bis heute einer der größten Frauenorden der katholischen Kirche. Ihre sterblichen Überreste werden in der Basilika Santa Chiara in Assisi verehrt.

Kurioses
Wir, das Frauenmuseum Meran, befinden uns im ehemaligen Klarissenkloster am Kornplatz in Meran.
Das Klarissenkloster Meran wurde 1309 von Herzogin Euphemia, der Ehefrau von Otto III., Graf von Tirol, gestiftet. Es war das älteste Kloster in Meran und befand sich am Kornplatz, dem damaligen Markt, mit einer Marienkirche und der Katharinenkapelle auf der gegenüberliegenden Seite des Rennwegs.

Während der Bauernkriege wurde das Kloster 1525 geplündert. Im Zuge der Josephinischen Kirchenreform wurde es 1782 säkularisiert, und die Gebäude wurden entweder abgerissen oder verkauft. Die Marienkirche wurde zunächst als Wohnhaus genutzt und später zur Volksbank umgebaut, während die Katharinenkapelle ebenfalls in ein Wohnhaus umgewandelt wurde. Zwei Kreuzgänge des Klosters sind erhalten geblieben, und einige Fresken der Marienkirche wurden in einen dieser Kreuzgänge übertragen. Seit 1960 stehen die Überreste des Klosters unter Denkmalschutz.

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