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Frust macht Lust zum Ersten

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Dürfen wir euch vorstellen: Hier ist unsere neue Kolumne „Frust macht Lust“. Hier darf frau mal mit Lust und Laune schimpfen, toben, geifern, zicken, einfach rauslassen, was sie schon immer störte oder die Ungerechtigkeit in die Welt schreien, die ihr gerade oder schon vor einiger Zeit passiert ist. Wir von #ichfrau sind der Meinung: Wir brauchen keinen Kummerkasten, aber ein Ventil, wo Frust und Wut abdampfen kann!

Regel gibt es dabei nur eine: Wir unterschreiben hier mit vollem Namen, übernehmen Verantwortung für das, was wir sagen, okay?
Was wir nicht müssen, ist superfair sein und alles bedenken.

Ich fange gleich mal an mit etwas, was mir auf dem Magen liegt.

Vor nicht allzulanger Zeit war ich in einem Bekleidungsgeschäft. Als ich die Verkäuferin fragte, ob sie diesen Pulli auch in meiner Größe habe, kam folgende Antwort von der Verkäuferin.

Wir haben nichts in Ihrer Größe.

What??? Einfach so. Sagt sie mir einfach so ins Gesicht?
Also, es gibt Bekleidungsgeschäfte bis zur Größe L und dann nichts mehr, oder? wieso habe ich keine Memo erhalten…
Die Verkäuferin bemerkt meine Entrüstung nicht – oder tut so, als ob sie sie nicht bemerken würde – und möchte wieder ihrer Wege ziehen, aber nicht mit mir. Mir egal, ob sie die Besitzerin oder wirklich nur die Verkäuferin im Geschäft ist, ich muss meines loswerden.

Meine Größe??? Sie meinen wohl meine Breite? Weil zu groß bin ich ja mit meinen 1,68 cm nicht, oder?

Im ersten Moment schaut sie mich mit Unverständnis an, dann kommt die Glühbirne. Ja, jetzt ist sie verlegen. Und ich in Fahrt.

Sie werden mir wohl nicht erzählen, dass ich die Erste bin, die diese „Größe“ hat, nicht wahr? Vielleicht sollten Sie sich mal eine diplomatischere Antwort überlegen.
Oder meine „Größe“ (*mit Fingern Gänsefüßchen machend) im Geschäft einführen?
Denn wenn ich auch nicht in nächster Zeit – wenn überhaupt – Ihre Kundin sein werde, so habe ich genug Freundinnen mit der „richtigen Größe“, bei denen ich Ihr Geschäft schlecht machen kann.

Während dieser Tirade schenkte ich ihr mein schönstes Haifischlächeln. Sie hingegen hat mich nur mehr groß angeschaut. In dem Moment, als sie etwas erwidern wollte, bin ich zur Tür hinausgesegelt.

Hat das gutgetan!

Auch wenn das jetzt eine Story ist, bei der ich eigentlich schon meinen Frust losgeworden bin, muss ich sagen, es war noch genug da, um ihn hier niederzuschreiben. Ich darf mit XL nicht mehr in ein normales Bekleidungsgeschäft gehen, sondern muss in eines für „Übergrößen“. In was für einer Welt lebe ich denn?

Reden wir gar nicht von dem Wort „Übergrößen“. Das Wort alleine ist schon Futter für eine nächste Kolumne…

Astrid Schönweger

 

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