Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

Yearly Archives: 2025

„Jede Frau ändert sich, wenn sie erkennt, dass sie eine Geschichte hat“

0

Gerda Lerner (1920–2013) war eine österreichisch-US-amerikanische Historikerin und eine Pionierin der Frauengeschichte. Sie stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Familie in Wien und floh nach der Verhaftung durch die Nationalsozialisten in die USA. Dort arbeitete sie zunächst in verschiedenen Berufen, bevor sie sich der Geschichtswissenschaft zuwandte.

Frühes Leben und Emigration

Lerner wurde in eine wohlhabende jüdische Familie in Wien geboren. Ihre Kindheit war geprägt von intellektuellen und künstlerischen Einflüssen, aber auch von familiären Spannungen. Nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 engagierte sie sich in der Widerstandsbewegung und wurde kurzzeitig inhaftiert. Später emigrierte sie in die USA, wo sie zunächst als Schriftstellerin und Drehbuchautorin arbeitete.

Akademische Karriere und Einfluss

Lerner spielte eine entscheidende Rolle bei der Etablierung der Frauen- und Geschichtsforschung als akademisches Fach. Sie entwickelte die ersten Studiengänge für Frauengeschichte in den USA, darunter das erste Masterprogramm an der **Sarah Lawrence College** und das erste Promotionsprogramm an der **University of Wisconsin-Madison**.

Sie war eine der Gründerinnen des Forschungsfeldes **Women’s History** und unterrichtete an verschiedenen Universitäten, darunter **Columbia University** und **Duke University**. Ihre Arbeit trug dazu bei, dass Frauen- und Geschichtsforschung als eigenständige akademische Disziplin anerkannt wurde.

Wichtige Werke

Lerner veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter:

Ein paar besondere Stücke aus unserem Fundus (Teil 2)

0

Im zweiten Teil der Serie machen wir von den 1920er Jahren einen großen Sprung in die 1950er Jahre: Mit großen Blüten (Pfingstrosen o. Ä.) in Grün-Gelbtönen über und über bedrückt, wurde hier ein edles Seidengewebe zu einem Zweiteiler, bestehend aus einem Kleid mit betonter Taille und weitschwingendem Rock, sowie einer taillenkurzen Jacke mit breitem Revers und ¾-Arm, verarbeitet.

Detailansicht Oberteil/Kleid

Die Menschen wollen den Krieg mit all dem Leid und den Entbehrungen, die er gebracht hat, hinter sich lassen und das Bedürfnis nach Schönheit und Ästhetik rückt verstärkt in den Vordergrund. Damit einhergehend gewinnt auch eine ultra-feminine Darstellung der Frau an Bedeutung, was an der Mode jener Zeit besonders gut erkennbar ist: Schmale Taille, Betonung der Hüfte durch weitschwingende Röcke und Oberteile mit weich wirkenden Schultern sind typische Details der favorisierten Sanduhr-Silhouette.

Kurze Jacke mit breitem Revers und ¾-Arm

Die in jener Zeit mit viel Liebe zum Detail gefertigten Kleidungsstücke sollen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die 1950er Jahre für Frauen eine Zeit des Rückschritts dargestellt haben, in denen sie vermehrt zurück ins Private gedrängt werden sollten und das auch kleidungstechnisch, durch wohl ästhetische, nicht aber funktionelle Kleidung, forciert wurde.

Am 16.05 kommt Teil 3 online, bleibt gespannt!

Olympe de Gouges und das Frauenmuseum Meran

0

Wir, das Frauenmuseum Meran, widmen uns der Geschichte und den Leistungen von Frauen in Gesellschaft, Kunst und Kultur. Wir beleuchten dabei auch Persönlichkeiten wie Olympe de Gouges, die mit ihrer „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ während der Französischen Revolution einen bedeutenden Beitrag zur Frauenrechtsbewegung leistete.

Wer war aber diese Frau?

Olympe de Gouges (7. Mai 1748– 3. November 1793) war eine bemerkenswerte französische Schriftstellerin, Dramatikerin und politische Aktivistin, die als eine der ersten Feministinnen der Welt gilt. Geboren als Marie Gouze in Montauban, Frankreich, nahm sie später den Namen Olympe de Gouges an. Sie war bekannt für ihre leidenschaftliche Verteidigung der Rechte von Frauen und anderen marginalisierten Gruppen.

Ihr berühmtestes Werk ist die *Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne (1) * (1791), eine Antwort auf die *Déclaration des droits de l’homme et du citoyen (2)*. Darin forderte sie, dass Frauen die gleichen Rechte wie Männer erhalten sollten, einschließlich des Rechts auf Bildung, Eigentum und politische Teilhabe.

Ein Zitat von ihr, das ihre Überzeugungen zusammenfasst, lautet: *„Mann, bist du fähig, gerecht zu sein? Es ist eine Frau, die dir diese Frage stellt; du wirst ihr dieses Recht zumindest nicht verweigern.“*

Ein paar besondere Stücke aus unserem Fundus

0

Der Frühling ist endlich da und so langsam können die dicken Pullover und schweren Mäntel weggeräumt werden, um leichteren, luftigeren Kleidungsstücken den Vortritt zu lassen.

Das hat uns inspiriert, ein wenig in unserem Fundus zu stöbern und Ausschau nach besonderen Stücken zu halten, die wir euch in dieser Serie vorstellen möchten.

Den Auftakt macht eine zweiteilige Kombination, bestehend aus einem ärmellosen, mit einem Mohnblütenmotiv bedruckten Chiffonkleid, sowie dazugehörender Jacke aus mohnrotem Seidensamt: Hergestellt in den 1920er Jahren stechen viele außergewöhnliche Details, wie die aufwändige Perlenstickerei oder der ungewöhnliche Kragen ins Auge und machen das Ensemble zu etwas ganz Besonderem.

Perlenbestickter mehrlagiger Kragen

Beim Studieren der Stücke kann man nur erahnen, wie viele Stunden an Handarbeit für die Herstellung aufgewendet worden sind und wie schwer vor allem das aus zartem Chiffon gefertigte Kleid ist: Die vielen angebrachten Glasperlen erhöhen sein Gewicht um ein Vielfaches.

Jackenfutter mit Mohnblütenmuster

Und die Trägerin des Ensembles?

Wohl eine junge Frau, vielleicht mit kurzem Haar, wahrscheinlich geschminkt, die selbstbewusst ihr Recht auf Selbstbestimmung eingefordert hat und es geliebt hat auszugehen und Jazz zu hören. Der außergewöhnliche Zweiteiler hat zu einem mondänen Erscheinungsbild der Trägerin beigetragen und man stellt sich vor, wie sie am Abend mit ihren Freundinnen zum Tanzen gegangen ist und ihre Freiheit und Unabhängigkeit genossen hat.

Magische Walpurgisnacht 30.April 2025

0

Am Kraftplatz St. Hippolyt in Naraun

Auch heuer wird wiederum das Erwachen der Frühlingskräfte gefeiert!

Auf dem prähistorischen Kraftplatz in Naraun werden abends Bräuche zelebriert, um die wiederkehrenden Naturkräfte zu feiern. Nach einem kurzen gemeinsamen Spaziergang mit dem Archäologen Hubert Steiner mit Treffpunkt um 20.00 Uhr am Parkplatz von St. Hippolyt hinauf zur Hügelkuppe, versetzen ein Hexenfeuer, Räucherwerk und stimmungsvolle Melodien, Sie, in den Zauber der mystischen Walpurgisnacht.

Für Familien mit Kindern wird bereits mit Start um 18.00 Uhr eine Erlebniswanderung mit den Kräuterpädagoginnen Elisa Lago und Maria Mayr zum Hügel von St. Hippolyt angeboten. Die Pädagoginnen sind ihrer Liebe zur Natur gefolgt und geben altes Kräuterwissen, verknüpft mit dem heutigen Stand der Wissenschaft, mit Freude weiter.

Mit dabei:
Leitung: Jutta Tappeiner Ebner
Trommlerinnen der schamanischen Ausbildungsgruppe RAETIA;
Michaela Preindl (Singleiterin für Kraftlieder); Anna Lena Pamer und Sibylle Luggin (Goasslschnöllerinnen); Sissi Prader (Frauenmuseum Meran);
Klara Wolfgruber (Kräuterfrau); Johanna Springeth, Barbara Grimm und Volker Klotz (PASUI); Karin Raffeiner (Schamanin).

Jutta ist Kneipp Gesundheitstrainerin und Kräuterpädagogin mit Schwerpunkt Brauchtum (sie ist die Autorin des Buches „Lebendige Bräuche in Südtirol“), Naturkosmetik und abendländische Räucherkunde.
Sie hat es sich zum Ziel gemacht altes Kräuterwissen zu bewahren, es mit neuem zu verbinden und weiterzugeben.
Hubert Steiner, Historiker und Archäologe hat sich die Erhaltung und Belebung der kulturellen und historischen Besonderheiten, welche Tisens unverwechselbar machen, zur Herausforderung und Pflicht gemacht.

Die Baronin, die eine Operette komponierte….

0

… und ihrem Land diente, indem sie Hitler hinters Licht führte.

Wie viele Operettenkomponistinnen können Sie nennen?

Eine gab es, die auch eine Baronin war, und deren Operette „Kavalier Jack“ auf dem Höhepunkt der Goldenen Zwanziger Jahre in Berlin rund hundert Mal aufgeführt wurde.

Carita von Horst, geborene Partello (1864-1935), war eine Amerikanerin, die den größten Teil ihres Lebens in Deutschland verbrachte. Sie studierte Musik, Klavier und Komposition, in Stuttgart, wo sie sich mit den vier Töchtern der Großherzogin Marie von Russland anfreundete. Ihr Vater, Dwight J. Partello, war US-Konsul in Düsseldorf und besaß eine der weltweit größten Sammlungen seltener und wertvoller Violinen, darunter eine Stradivari, die den Zaren von Russland gehört hatte.

Caritas Ehemann, Louis von Horst, war ein in Deutschland geborener amerikanischer Geschäftsmann, der es zum größten Hopfenhändler der USA gebracht hatte. Am 22. März 1892 heirateten die beiden in Washington D.C und liessen sich in Coburg nieder. 1899 machte der Herzog von Coburg-Sachsen-Gotha Louis von Horst zum Baron, und so wurde Carita wurde zur Freifrau von Horst. Im Jahr 1909 gründeten das Paar in Coburg eine Opernschule für angehende amerikanische Sängerinnen und Sänger.

Darüber berichtete  die Oakland Tribune August 1912:

„Jedes Sprichwort kann in sein Gegenteil verkehrt werden – auch diese hier“.

0

Lena Vandrey, geboren als Marie Gesine Hillena Vandrey am 23. April 1941 in Breslau (heute Wrocław, Polen), war eine französische feministische Künstlerin und Autorin. Sie zog 1960 nach Frankreich und wurde bekannt für ihre einfallsreichen Porträts von Frauen, die oft mit der Art Brut Bewegung in Verbindung gebracht werden. Vandrey’s Arbeiten umfassen häufig Themen wie Amazonen, Engel und lesbische Liebhaberinnen. Sie war auch in der feministischen Bewegung aktiv und mit bekannten Persönlichkeiten wie Monique Wittig und Christine Delphy befreundet.

Ihr künstlerischer Stil beinhaltete die Verwendung von Wachs sowie verschiedenen organischen und mineralischen Materialien, die eine einzigartige und ausdrucksstarke Textur in ihren Gemälden schufen. Lena Vandrey starb am 8. November 2018 in Bourg-Saint-Andéol, Frankreich.

Lena Vandreys Arbeit wird in der feministischen Bewegung hoch geschätzt. Ihre Kunstwerke, die oft Amazonen, Engel und lesbische Liebhaberinnen darstellen, sind ein starkes Symbol für weibliche Stärke und Unabhängigkeit. Vandrey war eng mit prominenten Feministinnen wie Monique Wittig und Christine Delphy befreundet, und ihre Werke wurden als Beitrag zu einem neuen, epischen und feministischen poetischen Universum angesehen.

Der Kampf um die Hose!

0

Das Frauenmuseum beteiligt sich beim Gemeinschaftsprojekt, das im Rahmen des Euregio-Museumsjahres 2025 „WEITER SEHEN“ mit dem Museumsverband Südtirol verwirklicht wird.

Der Titel an dem sich das Frauenmuseum beteiligt hat steht unter dem MOTTO SOZIAL GERECHT?

Dazu haben wir die Geschichte der Hose mit dem Titel WER HAT DIE HOSEN AN?! gesetzt.

In der westlichen Kultur stand die Hose stets für männliche Potenz, und keine Frau sollte es wagen, das maskuline Privileg in Frage zu stellen. So war es noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts üblich, Kinder, gleich welchen Geschlechts, in den ersten Lebensjahren mit Röckchen zu kleiden. Das Vollenden des vierten Lebensjahres brachte dann eine Zäsur: Endlich durfte der Junge zeigen, dass er ein Mann war – er bekam seine erste Hose und die damit einhergehende Bewegungsfreiheit.

Tatsächlich empfanden auch die Frauen die Hose als das bequemere Kleidungsstück. So trugen Frauen, die im Bergbau oder in der Viehwirtschaft arbeiteten, schon seit längerer Zeit Hosen, wenn auch oft verborgen unter Röcken. Als der Wunsch der Frauen, ebenfalls Beinkleider zu tragen, immer offenbarer wurde, führten die Männer die fantasievollsten Begründungen an, um dem entgegenzutreten: So wurden etwa medizinische Bedenken geäußert, nämlich dass Hosen die von Röcken gewährleistete Luftzufuhr unterbanden, was zu allerlei Unterleibsbeschwerden führen könne. Es gab auch ästhetische Bedenken: Dem weiblichen Körper, hieß es, stünden Hosen schlicht und ergreifend nicht an.

„Man wird nicht als Frau geboren, man wird es“

0

Simone de Beauvoir war eine bedeutende französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin. Sie wurde am 9. Januar 1908 in Paris geboren und verstarb am 14. April 1986 in Paris. De Beauvoir war eine wichtige Vertreterin des Existentialismus und verfasste zahlreiche Romane, Essays und Memoiren.

Simone de Beauvoir wird oft als eine der einflussreichsten feministischen Denkerinnen des 20. Jahrhunderts betrachtet. Ihr Werk „Das andere Geschlecht“ (1949) gilt als Grundstein der zweiten Welle des Feminismus und hat die feministische Theorie maßgeblich geprägt.

Andere bekannte Werke sind:

– **„Sie kam und blieb“ (1943)**: Ein existentialistischer Roman, der ihre Anerkennung als Schriftstellerin festigte.

– **„Das Blut der Anderen“ (1945)**: Ein weiterer bedeutender Roman, der 1984 von Claude Chabrol verfilmt wurde.

Simone de Beauvoir war auch bekannt für ihre langjährige Partnerschaft mit dem Philosophen Jean-Paul Sartre. Gemeinsam entwickelten sie viele ihrer philosophischen Ideen und engagierten sich politisch.

Im Vergleich zu anderen feministischen Denkerinnen gibt es einige interessante Unterschiede und Gemeinsamkeiten:

**Betty Friedan**: Friedan’s Buch „The Feminine Mystique“ (1963) wird oft als Auslöser der zweiten Welle des Feminismus in den USA angesehen. Während de Beauvoir sich auf die existenzialistische Philosophie stützte, konzentrierte sich Friedan auf die gesellschaftlichen und psychologischen Aspekte der Unterdrückung von Frauen.

Equal Pay Day 2025

0

Leider muss auch noch im Jahr 2025 auf den Equal Pay Day aufmerksam gemacht werden, da immer noch der Unterschied zwischen den Gehältern bei ca. 17 % liegt. Der offizielle Tag in Italien ist der 11. April. Wir, die Frauengruppe Lana mit Unterstützung der Bibliothek Lana, möchten am 16. April auf eine Veranstaltung zu diesem Thema aufmerksam machen.

Der Equal Pay Day ist eine europaweite Initiative, um auf die geschlechtsspezifische Entgeltdifferenz zwischen Frau und Mann hinzuweisen.

Entgeltdiskriminierung beenden – Gleichheit schaffen!

Gleiches Entgelt für gleiche oder gleichwertige Arbeit ist ein Thema, das nicht nur Arbeitnehmerinnen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst betrifft, sondern auch Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen und Selbständige. Die sich nur sehr langsam verbessernden Zahlen und Erkenntnisse zur Entgeltgerechtigkeit der letzten Jahre sind in die Richtlinie der Europäischen Union zur Entgelttransparenz im Jahr 2023 eingeflossen.

Kulturelle Hürden, Stereotype in der Berufswahl und die ungleiche Verteilung der Care-Arbeit führen zu den bekannten Auswirkungen auf das Gehalt (Gender Pay Gap), die Karriere (Führungspositionen) und die Pension (Erwerbslücken) der Frauen. Diese Stereotype beeinflussen auch Entscheidungen, ob gewichtige Aufträge Frauen anvertraut werden, welche oftmals als ungeeignet angesehen werden eine Führungsrolle zu übernehmen, dafür aber umso geeigneter im Bereich Pflege tätig zu sein.

Un‘ NO! che cambió per sempre la legislatura italiana

0

Franca Viola è una figura fondamentale nella storia italiana, simbolo di emancipazione e coraggio.

Nata ad Alcamo, in Sicilia, cresciuta in una famiglia di mezzadri, la sua vita cambiò radicalmente nel 1965, quando fu rapita e violentata da Filippo Melodia, un giovane legato alla mafia locale. Secondo la tradizione dell’epoca, avrebbe dovuto accettare il matrimonio riparatore, ma rifiutò, diventando la prima donna italiana a opporsi pubblicamente a questa pratica.

 Il rapimento e il processo

Il 26 dicembre 1965, Melodia e i suoi complici irruppero nella casa di Franca, distrussero l’abitazione e la portarono via con la forza. Fu tenuta prigioniera per otto giorni, maltrattata e lasciata senza cibo. Il 2 gennaio 1966, la polizia fece irruzione e la liberò, arrestando Melodia e i suoi complici. Il processo si svolse nel dicembre 1966, e Melodia fu condannato a 11 anni di carcere, poi ridotti a 10 anni in appello.

 Impatto culturale e legislativo

Il caso di Franca Viola ha avuto un impatto significativo sulla legislazione italiana, contribuendo a importanti riforme nel diritto di famiglia e nella tutela delle donne. Oltre all’abolizione del matrimonio riparatore nel 1981, il suo coraggio ha influenzato altre leggi fondamentali:

Da non perdere!

0

L‘8 Aprile 2025 alle ore 18 ci viene a trovare Rosanna Cavallini con il suo libro:
Le maestre. Piccole storie scolastiche d’altri tempi

Il libro non è solo un racconto degli anni scolastici e d’infanzia della pittrice, ma anche una celebrazione delle vite delle maestre, donne che nel Novecento hanno rappresentato l’avanguardia dell’emancipazione femminile, preservando antiche sapienze femminili. La scrittrice esplora il ruolo delle maestre, sottolineando che il loro insegnamento non era semplicemente una trasmissione di nozioni, bensì un’iniziazione a linguaggi che formavano personalità curiose e libere, capaci di rispettare gli altri e i propri limiti.

Rosanna Cavallini collega il lavoro delle maestre alla sua arte e alle tradizioni femminili, come ricami, merletti e lavori a maglia, simboli di dedizione, pazienza e sapienza. Il libro riflette sull’essere donne libere e padrone della propria vita, capaci di sostenere l’uomo come compagno, e di educare i bambini alla scoperta del mondo e alla gestione della solitudine.

Il racconto include anche le storie di maestre eroiche che hanno insegnato ai giovani profughi trentini in Austria e Moravia, offrendo speranza per il futuro. Le figure delle maestre descritte non sono idealizzate, ma rappresentano donne che affrontano la sfida di preparare gli scolari alla vita. Il libro invita a ricordare le proprie maestre, imparando ancora da loro e preparando il futuro con fiducia.

Mit allen Sinnen erleben: Frauen und ihre Geschichten

0

Heute, 3. April,  hatten wir das Vergnügen, eine Gruppe freundlicher Gäste aus der „Werkstatt Blindenzentrum Bozen“ willkommen zu heißen. Frau Heidelinde Volkan hatte sich Ende März mit der Anfrage für eine Blindenführung an uns gewandt – ein Wunsch, den wir mit Freude erfüllt haben.

Unsere speziellen Führungen für Menschen mit Beeinträchtigungen stehen ganz im Zeichen der Inklusion. Unsere Führungen bieten eine faszinierende, interaktive Reise durch 200 Jahre Frauengeschichte. Dabei dürfen die Teilnehmer:innen historische Kleidung, kuriose Haushaltsgegenstände und weitere besondere Objekte nicht nur betrachten, sondern auch ertasten und erkunden. So entsteht ein lebendiges Erlebnis, bei dem Vergangenheit sinnlich erfahrbar wird.

Danke für den Besuch!

 

Widerständig – von Anfang an

0

Mit großer Freude haben wir den nächsten Beitrag von der lieben Marianne Wimmer (FrauenMuseumSammlerin) bekommen. Diesmal ist sie in Argentinien, genauer gesagt in Córdoba.

Córdoba, die mit 1,5 Millionen Einwohner*innen zweitgrößte Stadt Argentiniens und Hauptstadt der gleichnamigen argentinischen Provinz, hält mit seinem Frauenmuseum eine Überraschung bereit. Bekannt ist mir die Provinz Córdoba als Zentrum der Grausamkeiten gegen die Zivilbevölkerung während der Zeit der Militärdiktatur (1976 – 1983). Genau das ist es, was ich mir erwarte: Eine Auseinandersetzung mit dieser Zeit des „schmutzigen Krieges“ aus Sicht der Frauen (ähnlich wie im Frauenmuseum in Buenos Aires). Weit gefehlt! Zur Zeit unseres Besuches im Jänner 2024 öffnet das Frauenmuseum seine Türen für eine Ausstellung zum Thema: Transgender. Es lädt ein, den Blick zu weiten und die begrenzten Vorstellungen von Identität aufzubrechen. Damit diskutiert es indirekt die Fragen: Was ist eine Frau? Wann ist eine Frau eine Frau?
Darüber werden derzeit heftige Debatten geführt, in denen sich zwei unversöhnliche Positionen gegenüberstehen. Meinem Eindruck nach sehen die meisten Menschen in der Einteilung in „Frauen und Männer“ ein biologisches Faktum. Meist zählen die älteren Feministinnen dazu. Für diese Ansicht bläst ihnen von den FLINTAs (*1) und Transgenderaktivist*innen heftiger Gegenwind entgegen. Sie lehnen diese duale Einteilung ab bzw. akzeptieren sie nicht als Tatsache. Für sie ergibt sich das Geschlecht einer Person aus dem subjektiven Empfinden. Konkret heißt das, dass ein Mensch mit männlichen Chromosomen und Genitalien sich als Frau deklarieren kann und als solche behandelt werden muss. In den Fußstapfen der zweiten Frauenbewegung groß geworden, verstehe ich gut, was die Feministinnen der 1960/70er-Jahre meinen und verteidigen.
Sie kämpften für geschützte, sprich „männerfreie“ Räumlichkeiten für Frauen, seien es Toiletten oder Frauenhäuser. Vieles in unserer Gesellschaft basiert auf dem zweigeschlechtlichen Prinzip: das Pensionsalter, die Wehrpflicht, Quotenplätze, Gefängnisse, der Sport. Besonders deutlich wurde das Dilemma bei den olympischen Spielen 2024, bei denen eine Frau, deren Geschlechtsstatus „weiblich“ angezweifelt wird, als Siegerin des Frauenboxens hervorging.
Ja, es gibt unübersehbare alltägliche Auswirkungen auf unser Leben, wie die Frage „Was ist eine Frau?“, beantwortet wird. Wir müssen darüber diskutieren. Bin ich gar eine TERF (= Trans Exclusionary Radical Feminist /Transpersonen ausschließende radikale Feministin), wenn ich so denke?

Malattie invisibili e sconosciute

0

Le malattie che vengono definite come invisibili sono tutte quelle malattie o quei dolori che vengono vissuti dalla persona che ne soffre ma che esternamente non hanno un riscontro oggettivo visibile a tutti ad occhio nudo.

Purtroppo però le differenze tra ciò che si prova internamente e ciò che si vede esteriormente sono abissali.
Spesso e volentieri si tratta di malattie croniche che comportano un carico assistenziale enorme con conseguenze psicosociali elevate.

Sono malattie “invisibili” l’endometriosi, la fibromialgia, il lupus, la vulvodinia e la neuropatia del pudendo, i reumatismi e tantissime altre. Secondo l’Organizzazione Mondiale della Sanità (OMS) le malattie croniche rappresentano quasi l’80% dei disturbi attuali.

Pazzia, depressione, stress e ansia sono solo alcune delle diagnosi che le donne e gli uomini affetti da patologie invisibili si sono sentiti dire prima di arrivare ad una diagnosi reale e concreta.

Vivere con una malattia cronica significa fare un viaggio lento e solitario.
La prima tappa di questo percorso è la ricerca di una diagnosi definitiva per “tutto quello che mi sta capitando”.

Non è facile.

„33 Frauen“ von Catarina Chietti

0

Das Bild zeigt bedeutende Frauen aus Geschichte und Gegenwart – Frauenrechtlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen. Es sind Frauen aus vier Bereichen: Frauenbewegung, Freiheit/Demokratie, Wissenschaft und Kunst.

Inspiriert ist das Bild von Raffaels Fresko „Die Schule von Athen“, das berühmte Philosophen und Forscher der Antike in einer Renaissance-Architektur versammelt. Im Fresko von Raffael finden sich ausschließlich Männer. Leider gibt es kein vergleichbares Bild, das bedeutende Frauen würdigt, die mit ihren außergewöhnlichen Leistungen und Opfern die Welt nachhaltig prägten und prägen.

Catarina Chietti malte ihr Bild als Antwort auf diese Leerstelle. Ihr Gemälde zeigt Frauen, deren visionäre Gedanken und engagiertes Wirken nicht nur die Frauenbewegung beflügelten, sondern auch entscheidende Impulse für wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt lieferten. Catarinas Werk ist eine Hommage an den unerschütterlichen Mut und die herausragenden Errungenschaften von Frauen über die Jahrhunderte hinweg.

Catarina Chietti ist in Düsseldorf geboren und in Hamburg aufgewachsen. Sie studierte Architektur mit zusätzlichen Malereistudien bei Prof. Armin Sandig. Seit 1998 lebt sie im Fläming in der Nähe von Berlin, betreibt ein Architekturbüro und lehrt als Privatdozentin Baugeschichte an der TU Berlin. Als Malerin war und ist sie in zahlreichen Ausstellungen präsent. Durchgängige Themen der Bilder sind vor allem Portraits, aber auch Landschaften. Die Ölbilder sind meist großformatig und in leuchtenden Farben gehalten. In jüngerer Zeit entstehen Gemälde mit komplexeren Themen wie 33 Frauen oder 33 Demokraten.

1 … 3 4 5 6 7