Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

„Ein Element des Erfolges, egal in welchem Beruf, ist die Lust am Handwerk.“

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Jede/jeder kennt Marie und Pierre Curie aber wer kennt Irène Joliot-Curie?

Irène Joliot-Curie war eine französische Physikerin und Chemikerin, die bedeutende Beiträge zur Wissenschaft leistete. Sie wurde am 12. September 1897 in Paris als Tochter von Marie und Pierre Curie geboren. Schon früh zeigte sie außergewöhnliches Talent in Mathematik und Naturwissenschaften.

Während des Ersten Weltkriegs arbeitete sie als Röntgenassistentin, um verwundete Soldaten zu behandeln. Nach dem Krieg setzte sie ihre wissenschaftliche Laufbahn fort und promovierte 1925 über die Alpha-Strahlung von Polonium. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Frédéric Joliot-Curie entdeckte sie 1934 die künstliche Radioaktivität, wofür sie 1935 den Nobelpreis für Chemie erhielten.

Irène spielte eine Schlüsselrolle in der **französischen Atomforschung** und war an der Entwicklung des ersten französischen **Atomreaktors** beteiligt. Sie setzte sich zudem für die Förderung von Frauen in der Wissenschaft ein und war Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Gesellschaften. 1936 wurde sie zur **Staatssekretärin für wissenschaftliche Forschung** ernannt.

Leider führte ihre langjährige Arbeit mit radioaktiven Materialien zu gesundheitlichen Problemen, und sie verstarb am 17. März 1956 an Leukämie. Ihr Vermächtnis lebt jedoch weiter – sowohl in der Wissenschaft als auch in ihrem Einsatz für Gleichberechtigung.

Leben im Einklang mit der Natur

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Im Monat Juli stellen wir Euch in unserer Rubrik „Frau des Monats“ zwei Frauen – Mutter und Tochter – vor, die sich engagiert für das Leben in ihrem Tal einsetzen und sich darüber hinaus für die Erhaltung und Vermittlung von traditionellem Handwerk und altem Wissen im Sinne einer nachhaltigen Lebensweise stark machen. Im folgenden Interview erzählen uns Waltraud und Franziska Schwienbacher ein wenig mehr darüber und auch, was sie motiviert und ihnen besonders am Herzen liegt.

Waltraud und Franziska, könnt Ihr Euch bitte kurz vorstellen?

Mein Name ist Waltraud Schwienbacher, ich bin 81 Jahre alt, in Ulten geboren und liebe mein Tal und die Natur ganz besonders.

Ich bin Franziska, geboren 1973, Mutter von zwei wunderbaren Kindern und auf dem Wegleithof in Ulten aufgewachsen mit drei weiteren Geschwistern. Meine Eltern betrieben zunächst traditionelle Berglandwirtschaft, in den späten 80er Jahren begannen sie mit dem Kräuteranbau. Stationen auf meinem Weg: Biologiestudium in Innsbruck, Forschungsstipendium für das Doktorat an der Uni-Innsbruck, mehrere Jahre tätig am Versuchszentrum Laimburg, verantwortlich für Leitung und Koordination der Winterschule Ulten seit 2009.

Traudi, kannst Du unseren Leser/Innen ein wenig über das Projekt „Lebenswertes Ulten“ erzählen, wie es zur Idee gekommen ist, welche Bedeutung es für das Tal hat und wie Dein Lebenswerk in Deinem Sinne weitergeführt werden soll?

EIN BLICK nach IRAN

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Wir erinnern uns: Das Frauenmuseum Meran hat mit der Menschenrechtsorganisation HRI und unter der Schirmfrauschaft von Shirin Ebadi den „Menschenrechtspreis 2008“ in einem feierlichen Rahmen an Nasrin Sotoudeh vergeben.

Sie konnte nicht ausreisen, so kamen stellvertretend ihr Mann Rheza Khandan und ihre Tochter Mehraveh nach Meran. Auch der Zusammenschluss der Rechtsanwältinnen der Rechtsanwaltskammer in Südtirol hat ihr eine Anerkennung mit einem symbolischen Preis ausgesprochen.

Nasrin Sotoudeh arbeitete als Menschenrechtsanwältin für die iranische Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi, die von der iranischen Justiz verfolgt wurde und seitdem im Exil lebt. Vor ihrer Verhaftung setzte sie sich besonders für die Gleichberechtigung der Frauen im Iran ein.  Heute wird Nasrin Sotoudeh im Qarchak-Gefängnis festgehalten.

Sie ist vielfach ausgezeichnet, Trägerin des EU-Menschenrechtspreises für geistige Freiheit, 2018 wurde sie zu 38 Jahren Haft und 148 Stockschlägen verurteilt. Erst nach 12 Jahren bekommt sie das Recht, auf Bewährung entlassen zu werden. Anklagegrund war ihr Rechtsbeistand für Frauen, die gegen den Kopftuchzwang protestiert hatten. Sie war auch im berüchtigten Ewin-Gefägnis, wo sie gegen die Verhältnisse einen Hungerstreik begann.

Nasrin ist Mitglied des Kuratoriums des Museums für die iranische Frauenbewegung, welches der Internationalen Vereinigung der Frauenmuseen angehört.

Teil 4

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Wie sehr die Hose die Gemüter erhitzt, erkennt man an zahlreichen Zitaten und Aphorismen, die das Beinkleid zum Inhalt haben. Für unsere Ausstellung haben wir uns auf die Suche begeben und sie gesammelt. Hier stellen wir drei vor:

Wer kennt etwa nicht das folgende Zitat:

„Vor der Hochzeit kriegst du Rosen, nach der Hochzeit flickst du Hosen.“

Es sagt viel über das Rollenverständnis aus und auch, wie oftmals die Leichtigkeit verschwindet, sobald Frau verheiratet ist.

Streit um die Hosen und um die eheliche Vorherrschafft.

Ein anderes Zitat, von Detlev Fleischhammel, regt an, darüber nachzudenken, wie Verantwortung getragen wird und von wem:

„Wenn Frau die Hosen anhat, ist der Grund dafür meistens, dass der Mann sie nicht anziehen will.“

 Und folgendes Zitat geht – indirekt – auf den Kampf der Frauen um die Gleichstellung ein und erinnert daran, dass trotz vieler Errungenschaften Frauen auch heute noch diskriminiert werden und die Gleichberechtigung von Frau und Mann ein stets aktuelles Thema bleibt:

Die Frau emanzipiert sich
Die Frau emanzipiert sich

Wenn eine Frau die Hosen anhat, hat sie ein Recht darauf.“ 

Weitere, zum Nachdenken anregende Zitate, findet Ihr in unserer Ausstellung „Wer hat die Hosen an?“ und vielleicht kennt Ihr ja auch einige, die Ihr uns über die Kommentar-Funktion schicken wollt.

„Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.“

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Ingeborg Bachmann war eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie wurde am 25. Juni 1926 in Klagenfurt geboren und verstarb am 17. Oktober 1973 in Rom. Ihr Werk ist geprägt von Themen wie **Krieg, Existenzialismus, Geschlechterrollen und menschlichem Leid**.

Frühes Leben und Ausbildung

Bachmann wuchs in einer Zeit großer politischer Umbrüche auf. Ihr Vater war Mitglied der österreichischen NSDAP, was ihre Kindheit und ihr späteres Schreiben beeinflusste. Sie besuchte das katholische Ursulinengymnasium, obwohl sie evangelisch war, und begann früh Gedichte zu schreiben. Ursprünglich wollte sie Musikerin werden, entschied sich jedoch für ein Studium der **Philosophie, Psychologie, Germanistik und Rechtswissenschaften** an den Universitäten Innsbruck, Graz und Wien.

Literarischer Durchbruch

Ihre erste Veröffentlichung war die Erzählung *Die Fähre* (1946). Während ihrer Zeit als Hörfunkredakteurin beim Wiener Sender **Rot-Weiß-Rot** schrieb sie ihr erstes Hörspiel *Ein Geschäft mit Träumen* (1952). Der Gedichtband *Die gestundete Zeit* (1953) brachte ihr den **Literaturpreis der Gruppe 47** ein. Später veröffentlichte sie den Roman *Malina* (1971), der als Teil einer unvollendeten Trilogie gedacht war.

Beziehungen und Einfluss

Bachmann hatte eine enge Beziehung zu Paul Celan, die ihre Werke stark beeinflusste. Ihre Beziehung zu Max Frisch war besonders intensiv und kompliziert. Frisch verarbeitete ihre gemeinsame Zeit in seinem Roman *Mein Name sei Gantenbein*. Bachmanns Werke reflektieren oft die emotionalen und intellektuellen Herausforderungen dieser Beziehungen.

„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ohne Unterschied des Geschlechts.“

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Clara Zetkin war eine bedeutende sozialistische Politikerin, Frauenrechtlerin und Aktivistin. Sie setzte sich leidenschaftlich für die Gleichberechtigung von Frauen und die Rechte der Arbeiterklasse ein. Hier sind einige weitere interessante Aspekte ihres Lebens:

**Frühe Jahre und Bildung**: Geboren 1857 in Wiederau, Sachsen, wuchs sie in einem politisch interessierten Umfeld auf. Ihre Mutter hatte Kontakte zur frühen Frauenbewegung, was ihre späteren Überzeugungen beeinflusste.

**Politisches Engagement**: Zetkin trat der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) bei, die später zur SPD wurde. Aufgrund des Sozialistengesetzes musste sie ins Exil nach Paris gehen, wo sie sich intensiv mit sozialistischen Ideen auseinandersetzte.

**Frauenbewegung**: Sie war eine zentrale Figur in der proletarischen Frauenbewegung und setzte sich für die vollständige Gleichstellung von Frauen in Beruf und Gesellschaft ein.
1910 schlug sie auf einer internationalen Frauenkonferenz die Einführung des **Internationalen Frauentags** vor.

**Wechsel zur KPD**: Nach dem Ersten Weltkrieg trat sie der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei und wurde eine führende Stimme in der Partei. Sie war von 1920 bis 1933 Mitglied des Reichstags.

**Kampf gegen Faschismus**: Zetkin war eine entschiedene Gegnerin des aufkommenden Faschismus und hielt 1932 als Alterspräsidentin des Reichstags eine eindringliche Rede gegen die Nationalsozialisten.

Teil 3

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Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts gab es erste Bestrebungen, es Frauen zu ermöglichen sich freier zu bewegen: Das Bloomer-Kostüm mit seinen pludrig weiten Hosen stieß zwar bei Frauenrechtlerinnen auf großes Interesse, konnte sich am Ende jedoch nicht durchsetzen: Zu groß war der öffentliche Widerstand, zu sehr lenkte es von den eigentlichen Anliegen der Frauenbewegung – Recht auf Erwerbsarbeit, Recht auf Bildung, Wahlrecht – ab.

Katharine Hepburn im Film „Bringing Up Baby“ 1938

Es brauchte den Mut einzelner, starker Persönlichkeiten um das Tragen von Hosen in den Fokus zu rücken und mit der Zeit zu gesellschaftlicher Akzeptanz zu führen: So beanspruchte George Sand (1804-1876), französische Schriftstellerin und bekannt für ihre antikonformistische Einstellung, schon früh für sich, Hosen zu tragen.

Und auch Coco Chanel, Marlene Dietrich oder Katharine Hepburn ließen es sich nicht nehmen, das bequeme Kleidungsstück zu tragen: Chanel (1883-1971), der es ein Anliegen war, Frauen vom Korsett zu befreien und die in ihrer Mode die im Leben stehende, unabhängige Frau im Blick hatte, trat schon früh in Hosen, genauer gesagt Matrosenhosen, auf und lancierte den Garçonne-Look, der nicht wenige Nachahmerinnen fand. Marlene Dietrich (1901-1992) wiederum betonte ihre mondäne Ausstrahlung durch das Tragen von Smoking und Zylinder und konnte damit ihr Publikum begeistern, ebenso wie Katharine Hepburn (1907-2003) im sportlichen Aufzug mit Hose.

Teil 2

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Tatsächlich befanden auch die Frauen, dass die Hose das bequemere Kleidungsstück sei – so trugen jene, die im Bergbau tätig waren oder auch jene, die mit Viehwirtschaft zu tun hatten, schon seit langer Zeit Hosen, wenn auch oft verborgen unter Röcken.

Ein Ganzkörperporträt von zwei Munitionsarbeiterinnen in  Woolwich Arsenal, Mai 1918. Beide tragen kurze Kleidchen, Hosen und Mützen, England/GB (Photo: George P. Lewis)

Als nun dieser Wunsch der Frauen, ebenfalls Hosen zu tragen, immer stärker wurde, führten die Männer, die ihr Privileg schwinden sahen und um ihre vorherrschende Rolle in der Geschlechterbeziehung bangen mussten, die fantasievollsten Begründungen an, um die Frauen von ihren Bestrebungen abzuhalten: So wurden etwa medizinische Bedenken geäußert, nämlich dass Hosen die von Röcken gewährleistete Luftzufuhr unterbanden, was zu allerlei Unterleibsbeschwerden führen könnte. Und es gab auch ästhetische Bedenken, wie etwa, dass der weibliche Körper nicht für das Tragen von Hosen gemacht sei.

Zwei hosentragende Frauen um 1912, Kanton Wallis/Schweiz (Photo: J. Brocherel – Customs of the World)

Doch konnten weder gesellschaftliche noch vestimentäre Hindernisse die Frauen aufhalten: Im gleichen Maße, wie Frauen begannen sich von Korsett und Krinoline zu befreien, eroberten sie immer mehr Bereiche des öffentlichen Lebens.

NEWS

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Das Organisationsteam Frauenmarsch (hat den POLITIKA PREIS 2021 erhalten) hat bereits seit Frauen*marsch 2023 fünf konkrete Forderungen dem Landtag unterbreitet, auf die wir in regelmäßigen Abständen erinnern.

Leider sind keine der fünf Forderungen  bisher umgesetzt. (Im Titelbild zu sehen)

Ein kleiner Hinweis: 

Unter diesem Link https://pride.bz.it/28-06-2025-bozen/ findet ihr die Hinweise zu den News des Road to Südtirolo Pride: gaining momentum mit Veranstaltungen und Aktivitäten.

Höhepunkt wird die Südtirol Pride am 28. Juni 2025 sein, ein großer Protest mit einer Parade.

Wer hat die Hosen an?

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So der Titel einer kleinen Ausstellung im Frauenmuseum, entwickelt und kuratiert im Zusammenhang mit unserem Beitrag für das Gemeinschaftsprojekt „Sozial gerecht? Zwölf Objekte erzählen“ im Rahmen des Euregio-Museumsjahres 2025.

Und welches Objekt des Frauenmuseums könnte soziale Gerechtigkeit besser repräsentieren als die Hose, das stoffgewordene Symbol schlechthin des Kampfes der Frau um die Gleichstellung mit dem Mann?

Frauen brauchten einen langen Atem, um – zumindest in Bezug auf Kleidung – ein Stück Freiheit zu erobern.

In der westlichen Kultur stand die Hose stets für männliche Potenz und keine Frau sollte es wagen, das männliche Privileg in Frage zu stellen. So war es noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts üblich, Kinder, gleich welchen Geschlechts, in den ersten Lebensjahren mit Röckchen zu kleiden. Das Erreichen des vierten Lebensjahres brachte dann eine Zäsur: Endlich durfte der Junge zeigen, dass er ein Mann war – er bekam seine erste Hose und die damit einhergehende Bewegungsfreiheit!

Wie die Frauen mit der Tatsache umgingen, dass ihnen das Tragen von Hosen verwehrt war, erzählen wir euch im zweiten Teil dieser Serie, der am 13. Juni erscheint.

 

Juni im Zeichen des Regenbogens

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Auch 2025 beteiligt sich das Land Südtirol und Vereinigungen am Pride Month. Damit wird auf die Rechte der LGBTQIA+-Gemeinschaft erinnert und ein lebendiges und leuchtendes Zeichen gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie gesetzt.

„Der Pride Month steht für Offenheit, Gleichberechtigung, Inklusion und für die Freiheit des Individuums: Werte, die wir aus Überzeugung vertreten“.

Seit 2023 wird der Pride Month auch von Organisationen in Südtirol getragen, seit dem Vorjahr ist auch das Land Südtirol Teil dieses Netzwerkes.

Auch in diesem Jahr werden darum in unterschiedlichen Institutionen, Unternehmen oder Einrichtungen auf unterschiedliche Art und Weise die Farben des Regenbogens zu sehen sein. Der Regenbogen deshalb, weil die Regenbogenfahne als Symbol für Vielfalt, im Besonderen für jene der LGBTQIA+Community, steht.

Der „Pride Month“ wird jährlich im Juni in Erinnerung an den Stonewall-Aufstand in der Christopher Street in New York am 28. Juni 1969 begangen, bei dem sich erstmals die queere Community gegen andauernde Diskriminierungen und Razzien durch die Polizei erfolgreich gewehrt hatte.
Daher der Begriff „Pride – Stolz“, als Ausdruck für die endlich erreichte Anerkennung von Rechten einer Minderheit und die Achtung unterschiedlicher Lebensformen. Heute steht der „Pride Month“ ganz generell für Offenheit, Gleichberechtigung, Inklusion, Freiheit des Individuums und ist letztlich ein farbenfrohes Fest der Vielfalt.

Veranstaltung im Frauenmuseum

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Am 11.06.2025 um 19h wird  Franziska Cont vom Zentrum für Regionalgeschichte in Bozen die Studie „Frauenbiografien und Straßennamen“ ,bei uns im Frauenmuseum, vorstellen.

Eine Sammlung von Namen von Frauen, nach denen man in den Gemeinden Südtirols Straßen und Plätze benennen könnte. Dies, um den Ausflüchten vorzubeugen, mit denen oft begründet wird, es gebe ja keine Frauen, die man mit einem Straßennamen würdigen könne, Die Historikerinnen Siglinde Clementi und Franziska Cont haben über 200 Namen von Frauen ausgeforscht, die auf internationaler und lokaler Ebene – eine oftmals verschüttete – Geschichte geschrieben haben.

Dies ist eine wichtige Studie aus der auch Schulen, Interessierte und vor allem Gemeinden künftig Namen von Frauen finden, die einige Leistungen erbracht haben.

Laut Franziska Cont „ist die Erinnerungskultur immer noch männlich geprägt. Das ist vor allem dann besorgniserregend, wenn wir uns vor Augen halten, dass die Art und Weise Vergangenes zu erinnern, sehr viel über gesellschaftliche Wertehaltungen aussagt. Straßennamen sind ein zentrales Medium der Erinnerungskultur. Sie haben neben der symbolischen Funktion auch eine praktische. Wir verwenden sie im alltäglichen Leben, ohne ihre Bedeutung bewusst wahrzunehmen. Trotzdem tragen sie in der Gesellschaft zur Konstruktion einer gemeinsamen Vergangenheit bei, die zur Erklärung und Legitimation der Gegenwart dient. Wenn wir die Leistungen von Frauen verschweigen, so bedeutet dies, dass wir unsere Gegenwart als reines „Männerprodukt“ darstellen und dadurch das bestehende Machtgefälle rechtfertigen. Die Benennung von Straßen nach Frauen ist eine der Möglichkeiten, daran zu rütteln und den weiblichen Anteil an der Geschichte öffentlich sichtbar zu machen.“ ( zitiert aus der Südt. Tageszeitung, 25. März 2023)

„Infine, la vista e la macchina fotografica mi danno il respiro lungo per entrare silenziosa e potente in una dimensione poetica del vedere…“

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La Donna del mese di giugno è Letizia Molon, ora pensionata dopo una intensa vita lavorativa dedicata all’integrazione scolastica e lavorativa, resiste appassionata, dedicandosi intensamente alla fotografia.

Parlaci di te.

Ho 67 anni e abito da sempre a Merano. Fortunatamente ho vissuto fin da subito la complessità e ricchezza – dico io –  di certi contesti urbani e abitativi nelle periferie delle nostre cittadine sudtirolesi degli anni ‘60 e ‘70 e delle variopinte realtà familiari, anche multietniche: una vita semplice, ma dignitosa e c’era tutto il necessario per un’infanzia ricca di occasioni divertenti e stimolanti. Famiglia paterna numerosa, immigrata dal povero Veneto in cerca di lavoro e futuro, famiglia materna di origine contadina di lingua tedesca, gente con una guerra alle spalle; i miei genitori, dunque, di madrelingua, abitudini, storie profondamente diverse. Abitavamo in un alloggio piccolissimo con un wc condiviso con due diverse altre famiglie. Ricordo un quartiere pieno di bambini. Ricordo anche di aver potuto  giocare all’aperto in piazza, nei cortili, nei prati dei vicini quasi senza orario…tante ginocchia sbucciate, ma tante avventure.

120. Geburtstag am 31. Mai 2025

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Angela Nikoletti (1905–1930) war eine Südtiroler Lehrerin, die sich während der faschistischen Herrschaft Mussolinis für den Erhalt der deutschen Sprache einsetzte. Trotz des Verbots unterrichtete sie heimlich Kinder in Deutsch und gehörte zu den etwa 500 Frauen, die sich dem Regime widersetzten.

Geboren in Margreid wuchs sie unter schwierigen Bedingungen auf: Ihre Familie war arm, ihre Mutter oft krank, ihr Vater kämpfte im Ersten Weltkrieg, und ihre Schwester starb früh. Bereits mit 13 Jahren zeigte sie Widerstand gegen die italienische Herrschaft, indem sie Plakate abriss, die Südtirols Zugehörigkeit zu Italien verkündeten.

Angela Nikoletti führte in ihren letzten Monaten ein Tagebuch, in dem sie ihr Leben reflektierte und sich zum politischen Geschehen äußerte*. Südtirol fiel nach dem Vertrag von St. Germain 1919 an Italien, und trotz anfänglicher Versprechen wurden unter Mussolini mit der Lex Corbinio (1921) und der Lex Gentile (1923) deutsche Schulen geschlossen und die deutsche Sprache im Unterricht verboten. Angela, deren patriotische Gesinnung sie verdächtig machte, konnte ihre Lehrerausbildung in Nordtirol zunächst nicht fortsetzen.
1926 schloss sie ihre Ausbildung mit Bestnote ab, doch viele deutschsprachige Lehrkräfte wurden entlassen oder zwangen sich zur Anpassung.

#PeriodFriendlyWorld 

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Die Menstruation ist weltweit mit Tabus, Stigmatisierung und Vorurteilen behaftet. Besonders im globalen Süden sind menstruierende Menschen von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen, was dazu führt, dass viele Mädchen aus Scham die Schule abbrechen. Fehlender Zugang zu Menstruationsartikeln wie Tampons oder Binden stellt eine weitere Herausforderung dar.

Der **Menstrual Hygiene Day** am 28. Mai, ins Leben gerufen von **Wash United**, soll Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken und die Entstigmatisierung der Menstruation fördern. Unter dem Motto **“Together for a #PeriodFriendlyWorld“** wird für eine Welt gekämpft, in der alle Zugang zu Menstruationsaufklärung, hygienischen Toiletten und Periodenprodukten haben.

Alle können mithelfen: Social-Media-Beiträge teilen, offen über Menstruation sprechen und sich für die Gleichberechtigung menstruierender Menschen engagieren. Die **Welthungerhilfe** setzt sich aktiv dafür ein, dass Periodenprodukte für alle zugänglich und erschwinglich sind. Ihr Pilotprojekt **“EVA“** in Karamoja verteilt nachhaltige Menstruationstassen an Schülerinnen. Diese sind hygienisch, wiederverwendbar und ermöglichen Frauen größere Freiheit im Alltag.

Mit diesen Maßnahmen kann ein starkes Zeichen gegen Vorurteile gesetzt und eine echte Verbesserung für menstruierende Menschen weltweit geschaffen werden.

 

Musica e racconti da un paese impaurito

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MERCOLEDI 28.05.2025 // 19:00

Dalla pandemia alla criminalità, dalle migrazioni al lavoro precario fino ai cambiamenti climatici. Un racconto profondo ma leggero sui nostri giorni, sul tempo della rabbia e della paura. E sulla domanda crescente che genera, quasi un sogno, la „sicurezza“. Storie legate assieme dalla musica di Battiato, Elisa, Negramaro, Cristiano De Andrè, Vanoni e altri.

Un itinerario narrativo che parte dal titolo di un libro – Sicurezza – e mira al cuore del nostro mondo impaurito. Per indagare le ragioni di questo malessere. E provare ad averne cura.

Con
Mauro Cereghini, letture
Francesca Schir, voce e chitarra
Lucia Suchanska, violoncello

Tratto da
M. Cereghini e M. Nardelli, Sicurezza, Edizioni Il Messaggero di Padova, 2018

Lo spettacolo nasce dall’incontro di Francesca Schir e Lucia Suchanska, apprezzate musiciste nel duo Degne di nota, con Mauro Cereghini, saggista e autore con Michele Nardelli di “Darsi il tempo. Idee e pratiche per un’altra cooperazione internazionale” e “Sicurezza”. Unisce il desiderio di affrontare temi importanti, con il gusto e l’emozione di farlo in leggerezza, attraverso la letteratura e le canzoni d’autore.

 

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