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Der 10. November wurde von der UNO zum Malala-Day ernannt. Die pakistanische Kinderrechtsaktivistin und Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai setzt sich für weltweite Bildungsgerechtigkeit ein. Sie war den Machthabenden in ihrem Land ein Dorn im Auge und es wurde ein Mordanschlag auf sie verübt. Doch die junge Frau überlebte und kämpft seitdem mutig weiter. Sie hat Zivilcourage bewiesen.

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Vor 5 Jahren verstarb Wangari Maathai. Die erste Friedens-Nobelpreisträgerin Afrikas (2004) wurde auch Mama Miti genannt, Mutter der Bäume.

„Es kostete mich viele Tage und Nächte, meine Mitmenschen davon zu überzeugen, daß Frauen ihre Umwelt ohne viel Technologie oder finanzielle Ressourcen verbessern können.“ Wangari Maathai

Diese außergewöhnliche Frau hat sich ihr Leben lang für die verschiedensten Belange eingesetzt: Umweltschutz, Bildung, Ernährung, Frauenrechte und Abrüstung. Mit der Gründung des Green Belt Movements (Grüner Gürtel) setzte sie sich für eine nachhaltige Brennstoff-Versorgung und die Vermeidung der Bodenerosion ein. „Maathai schaffte es, die Mütter unterernährter Kinder zu begeistern: Sie lehrte sie, Samen zu suchen, Brunnen zu graben und ihre Setzlinge vor Tieren und Menschen zu zu schützen.“ (fembio)

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Diese 14 Frauen sind mutig und arbeiten Tag für Tag für die Freiheit und die Rechte von Frauen in ihrem Umfeld, ihren Ländern und darüber hinaus. Ihre Arbeit ist entscheidend. Deshalb widmet ihnen Global Fund for Women diese Kampagne: #DefendHer.

Jede Frau erzählt ihre Geschichte: Irina Maslova aus Russland, die sich für die Rechte und den Schutz von Sexarbeiterinnen in St. Petersburg einsetzt. Melania Chiponda aus Simbabwe kämpft für das Recht von Frauen, Land zu besitzten und gegen sexuellen Missbrauch durch Sicherheitskräfte. Tin Tin Nyo aus Thailand arbeitet daran, dass Frauen bei Friedensverhandlungen mitreden können. Sie sagt: „Unsere stärkste Waffe ist unsere Stimme. Wir haben Wahrheit und Ehrlichkeit. Diese sind die Waffen, die wir für alle Frauen einsetzten müssen, die keine Stimme haben oder hilflos sind.“

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Global Fund for Women DefendHer

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Vor 120 Jahren wurde die Südtiroler Künstlerin May Hofer geboren. Aufgewachsen an verschidenen Orten der Donau-Monarchie, besuchte sie die Akademie für angewandte Kunst in Wien. Dort lernte sie ihren späteren Mann, den Maler und Architekten Anton Hofer kennen, mit dem sie gemeinsam nach Bozen zog. Ihre Kunstwerke aus Mosaiken auf Textilien, farbenfroh und gold-durchzogen, erinnern an die Malerein von Chagall und laden zum Träumen ein.

Bis ins hohe Alter behielt May Hofer ihre Neugierde und Bereitschaft, Neues zu erfahren. So unternahm sie 1997 im Alter von 101 Jahren noch eine Reise nach Indien in ein Yogazentrum in Pondicherry.

Am 03. Mai 2000 verstarb May Hofer.

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Alaa Murabit spricht über Frauen im Islam. Und darüber, wie sie Verse aus dem Koran für die Rechte von Frauen einsetzt.

Für Alaa Murabit ist Religion ein wichtiger Teil ihres Lebens. Sie ist in Kanada aufgewachsen und mit 15 Jahren nach Libyen, ins Heimatland ihrer Eltern, gezogen. Sie war überrascht darüber, wie Religion eingesetzt wurde, um Frauenrechte, deren Unabhängigkeit und Führungsfähigkeiten einzuschränken. Als  2011 die libysche Revolution ausbrach, erlebte sie hautnah mit, wie schnell in Krisenzeiten kulturelle Regeln außer Kraft gesetzt werden. Sie selbst fühlte, dass die Mitsprache von Frauen plötzlich nicht nur geduldet sondern ermutigt wurde. Es stellte sich allerdings heraus, dass diese Veränderungen nur kurzfristig stattfanden – Frauen kehrten bald zu ihren vorherigen Rollen zurück. So entschied sich Alaa Murabit, mit dem Koran dagegen zu argumentieren. Ihre Organisation verbreitete Verse aus islamischen Schriften an Schulen, Universitäten, übers Radio, Plakate und Fernsehen. Da die Verse aus dem Koran kamen, haben sogar lokale Imams begonnen, in deren Predigten für Frauenrechte zu sprechen.

Deshalb bleibt Alaa Murabit davon überzeugt, dass Reliogion und Frauenrechte sich nicht gegenseitig ausschließen – aber, es ist wichtig, dass Frauen Mitentscheidungsrecht haben.

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Das neue Buch von Antje Schrupp „Vote for Victoria! Das wilde Leben von Amerikas erster Präsidentschaftskandidatin Victoria Woodhull (1838-1927)“ berichtet von der Frau, die schon im 19. Jahrhundert für die Präsidentschaft kandidierte – 50 Jahre vor Einführung des Wahlrechts für Frauen. Der Titel triffts auf den Punkt: Victorias Leben war tatsächlich wild. Sie war Wall-Street-Brokerin, „Cigar Girl“, Zeitungsherausgeberin, Prostituierte, Wahrsagerin, Rednerin, Schauspielerin, Parteigründerin. 1870 verkündete sie im „Herald“:

Während andere meines Geschlechts einen Kreuzzug gegen Gesetze führen, die die Frauen des Landes einschränken, habe ich meine persönliche Unabhängigkeit behauptet. Während andere für bessere Zeiten beteten, tat ich etwas dafür. Während andere für die Gleichheit von Frauen mit den Männern argumentierten, habe ich sie unter Beweis gestellt, indem ich eine erfolgreiche Geschäftsfrau wurde.“  – Daraufhin kündigte sie ihre Präsidentschaftskandidatur an.

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Vote for Victoria!

 

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Die Italienerin Tina Modotti war vieles: Fotografin, Schauspielerin, Kommunistin und Revolutionärin. Geboren in Udine zog sie über die USA nach Mexiko. Ihre Fotografien dokumentieren die revolutionäre Stimmung von Politik und Kunst im Mexico der 20er Jahre. Sie fotografiert das Leben einfacher Leute, unterdrückte Frauen und Kinder, „Campesinos“ – mexikanische Landarbeiter bei einer Demonstration, die revolutionäre Kunst der mexikanischen Murales und pfelgt regen Kontakt mit Frida Kahlo und Diego Rivera.

Nach ihrem bis heute ungeklärten Tod bei einer Taxifahrt, veröffentlicht Pablo Neruda ein Gedicht als Nachruf in den Zeitungen:

„Tina Modotti, Schwester, du schläfst nicht, nein, du schläfst nicht: Vielleicht hört dein Herz die gestrige Rose wachsen, die letzte gestrige Rose, die neue Rose, Ruhe sanft, Schwester. Die neue Rose gehört dir, die neue Erde gehört dir: du hast dir ein neues Kleid angelegt aus tiefem Samen und dein sanftes Schweigen füllt sich mit Wurzeln. Du wirst nicht vergebens schlafen, Schwester.“ (aus Pablo Neruda, Tina Modotti ist tot.)

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Wer kennt sie nicht… die berühmte, mutige Geierwally, die auch das weibliche Gegenstück zu Andreas Hofer genannt wird. Ein Weibsstück eben, das nur die besten Eigenschaften von Tirolern vorweist: unbeugsam, eigenwillig, stur, kräftig und mutig. Ungewöhnlich weil sie als Frau diese Eigenschaften in sich vereint.

Berühmt wurde die Geierwally zunächst durch einen Vofall im Jahr 1863: Als einzige des Dorfes traute sie sich einen Adlerhorst an einer steilen Felswand auszunehmen. Die Tiere rissen damals junge Lämmer – weshalb sie abschätzig Geier genannt wurden. Ihr Bruder hatte schon einen Versuch unternommen, nachdem er aber 7 Stunden in der Felswand gehangen hatte, war er gescheitert. Kein anderer Mann des Dorfes erkläre sich für die Mutprobe bereit. So schlüpfte Anna Stainer-Knittel kurzerhand in die Lederhose ihres Bruders und seilte sich an der steilen Wand ab. Sie holte den Adler aus dem Nest, zog ihn auf und verkaufte ihn auf einem Jahrmarkt. Die für eine Frau sehr ungewöhnliche Tat brachte ihr den Namen Geierwally ein.

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Diese neun muslimischen Frauen zerstören Stereotype durch ihre Kunst, Fotografie und Aktivismus. Sie zeigen ein vielfältiges Bild – muslimische Frauen sind kühn, kreativ, mutig, dynamisch und vor allem unterschiedlich! Sie sind Doktorinnen, Lehrerinnen, Mütter, Menschenrechtsaktivistinnen, Künstlerinnen, Journalistinnen, Tänzerinnen und vieles mehr!

globalfundforwomen.org

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Der Pakistanische Social Media Star Fauzia Azeem, besser bekannt unter dem Namen Qandeel Baloch, wurde von ihrem Bruder umgebracht – ein so genannter „Ehrenmord“.

Qandeel Baloch war 26. Sie nannte sich eine „one woman army“ – „ein Frau Armee“ in dem Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen in Pakistan. Ihre Waffen waren Bilder und Videos von ihr selbst, die sie in social media Kanälen veröffentlichte. In der religiös und sozial sehr konservativen Nation wurde sie als höchst provokativ eingetsuft. Sie wurde einerseits heftig kritisiert und hatte andererseits große Berühmtheit und Fans, die ihren virtuellen Widerstand unterstützten.

Jedes Jahr sterben mehr als 500 Menschen in „Ehrenmorden“ in Pakistan, so Reuters. Fast alle davon sind Frauen.

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