Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

Yearly Archives: 2021

MutterNacht: Elternsein hat auch Schattenseiten

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Mit dem gestrigen Neumond ist es in diesem Monat wieder Zeit für unsere Rubrik #TanteRosa. Heute möchten wir euch auf eine wichtige Initiative aufmerksam machen, die jährlich in Südtirol stattfindet: Die MutterNacht.

Mehr als ein Dutzend Familien-, Jugend- und Frauenorganisationen laden vor dem Muttertag  zur „Südtiroler MutterNacht“ ein. Nacht steht im Kontrast zum Tag für dunkle Seiten und Gefühle, die Eltern erleben können.

So steht es in der Beschreibung auf der Webseite der Initiative. Wie jedes Jahr findet die heurige MutterNacht zwar erst im Mai rund um den Muttertag statt, doch in diesem Jahr haben die Organisatorinnen etwas Besonderes vor, worauf wir euch jetzt schon aufmerksam machen möchten.

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Hilma af Klint: Die Wiederentdeckung einer besonderen Künstlerin

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Heute dürfen wir euch in der Rubrik #herstory die schwedische Künstlerin Hilma af Klint vorstellen, deren Geschichte lange unbekannt war und in den letzten Jahren die Kunstgeschichte – so wie wir sie kennen – in Frage stellt. Hilma af Klint hat 1906 begonnen abstrakte Bilder zu malen, die bis vor wenigen Jahren kaum jemand zu Gesicht bekommen hatte. Somit war sie einige Jahre früher dran, als die Künstler, die meist als Pioniere der abstrakten Malerei genannt werden: Wassily Kandinsky, Piet Mondrian und Kasimir Malewitsch. Die Geschichte dieser Künstlerin erzählt nicht zuletzt ein Stück weit, wie Kunstgeschichte und wie Frauengeschichte geschrieben wird.

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Genitalverstümmelung: Mädchenbildung als Ausweg

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Isabella Engl ist über viele Jahre hinweg immer wieder nach Afrika gefahren, hat dort mit den Menschen gearbeitet, hat viele Projekte zur Selbsthilfe initiiert, sich für Bildung eingesetzt, ein Basisgesundheitszentrum mit aufgebaut und sich insbesondere auch mit dem Thema der Genitalverstümmelung auseinander gesetzt. Anlässlich des morgigen internationalen Tages gegen Genitalverstümmelung haben wir mit ihr über dieses Thema gesprochen.

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Museen feministisch denken

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Museen sind Orte der Unterhaltung, der Forschung und des Lernens. Museen bewahren und erzählen Geschichten und stiften Identität. Aber was, wenn eine Hälfte der Menschheit in diesen Institutionen nicht gleichberechtigt zu Wort kommt? Immerhin sind auch Museen geprägt von ihrer Geschichte, die lange Zeit Männern das Recht der Geschichtsschreibung zugestand. Als Darlene Clover und Kathy Sanford von der Uni in Victoria, Canada begannen, sich mit Erwachsenenbildung in Museen auseinanderzusetzen machten sie eben diese Erfahrung. So begannen sie sich für Frauenmuseen zu interessieren, besuchten das Frauenmuseum in Meran und es entstand die Idee zu “Feminist Critique and the Museum”.

Ein spannendes Buch in englischer Sprache für alle, die sich für Museen interessieren und dort arbeiten.

Unsere Fragen zum Buch beantworten Darlene Clover und Kathy Sanford, als Initiatorinnen und Herausgeberinnen des Buches, Astrid Schönweger, als Koordinatorin von IAWM (International Association of Women’s Museums) und Gaby Franger, als Mitbegründerin des Museums Frauenkultur Regional-International in Fürth.

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“La scrittura è la mia forma di femminismo”

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Francesca Ferragina é scrittrice, podcaster e blogger per passione. Dopo la sua esperienza con un tumore al seno ha deciso di far sentire la sua voce e di condividere le sue idee e pensieri. Racconta le sue esperienze, ma anche le “Storie di Donne nella Storia” con le quali vuole offrire consapevolezza e mostrare la forza delle donne. Nella nostra rubrica #lablogger oggi vi invitiamo a conoscere questa donna attiva e il suo blog.→

Jüdische Geschichten Merans entdecken

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Anlässlich des Tages des Gedenken an die Opfer des Holocausts sprechen wir heute mit Sabine Mayr. Die Literaturwissenschaftlerin und Geschichtsforscherin widmet sich seit Jahren der Suche nach verlorenen und verdrängten jüdischen Geschichten in Südtirol. Lange Zeit wurde über die Verfolgung und Vernichtung der Jüdinnen und Juden in Südtirol nicht gesprochen.

2018 hat das Frauenmuseum zusammen mit der Urania und der jüdischen Gemeinde Meran die Veranstaltungsreihe „Erinnerungen an damals – Zeitzeuginnen erzählen“ abgehalten. Frauen mit jüdischen Wurzeln haben in einem Zeitzeuginnengespräch von ihrem Schicksal berichtet. Gut, dass es engagierte Menschen in Südtirol gibt, die sich immer wieder für den Erhalt dieser Geschichte stark machen, so wie Sabine Mayr.→

Eine Emanzipationsgeschichte

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Eine Familiengeschichte in der Schweiz wird zu einem Stück Frauengeschichte. „Hinter dem Ladentisch – Eine Familie zwischen Kolonialwaren und geistlichen Herren“ heißt das Buch von Jolanda Spirig, das 2020 im Chronos Verlag erschienen ist. Es erzählt die Geschichte der Familie von Martha Beéry in den 40er und 50er Jahren. Familiäre Herausforderungen prägen sie ebenso wie die Rolle der Kirche und wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklungen dieser Zeit. Später wird Martha Beéry die Initiative für ein Frauenmuseum in der Schweiz gründen und 2008 den Gründungsstein im Frauenmuseum Meran hinterlegen – solange, bis ihr Traum wahr wird und auch die Schweiz ein Frauenmuseum hat. In der Zwischenzeit setzt sie sich hartnäckig für die Sichtbarkeit von Frauengeschichten in den verschiedensten Bereichen ein. Dieses Buch bewahrt ein wertvolles Stück Frauengeschichte vor dem Vergessen.

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Auf nach Amerika…

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…zu Flughäfen und Einkaufszentren, in Kunsttempel und kleine Galerien, zu ehemaligen Farmen und Fabriken, in Wohnhäuser, Geschäfte und Büroräume – kurz: zu gewöhnlichen und außergewöhnlichen Standorten, die Frauenmuseen beherbergen.

Wir schreiben das Jahr 2018 und befinden uns auf den Spuren von Frauenmuseen im Osten und Mittleren Westen der USA, die den Verlauf unserer Reiseroute bestimmen. Die Sehenswürdigkeiten entlang der Route bilden sozusagen den Zusatznutzen. Nach 4 Wochen und 4 546 Meilen durch 15 Bundesstaaten, bilanzieren meine Freundin Resi und ich: 14 Frauenmuseen, eine Menge schöner Erlebnisse, einen großen Zuwachs an Wissen und interessante Begegnungen mit freundlichen Menschen.

Thematisch spannt sich der Bogen von Frauenwahlrecht und Suffragetten, über Luft- und Raumfahrt, Bürgerkrieg und Basketballsport, zu Frauen der Appallachenregion, Künstlerinnen und vieles mehr. In den folgenden Blogbeiträgen können Sie uns auf dieser inspirierenden Reise durch die amerikanische Frauengeschichte begleiten.→

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Gratis Menstruationsartikel in Schottland

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Es ist wieder Zeit für unsere Rubrik #tanterosa. Heute berichten wir über eine zukunftsweisende gesetzlichen Neuerung: Am 24. November hat das Parlament in Edinburgh ein weltweit bahnbrechendes Gesetz erlassen. Es verpflichtet öffentliche Einrichtungen und Gebäude in Schottland künftig Periodenartikel kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Die an vielen Schulen und Universitäten in Schottland bereits seit 2018 gängige Praxis wurde damit in einen rechtlichen Rahmen gefasst. Gleichzeitig wurde das kostenlose Bereitstellen von Periodenartikeln aber auch auf das ganze Land und weitere öffentliche Orte – wie Apotheken, Gemeindezentren und Jugendclubs – ausgedehnt.

Eingebracht wurde der Gesetzesentwurf von der Labour-Abgeordneten Monica Lennon. Diese setzt sich bereits seit 2016 für eine rechtliche Regelung ein, die gegen das Problem der Periodenarmut vorgeht.

Vielen Mädchen, Frauen und Familien, die nur ein geringes Einkommen haben, fehlt nämlich monatlich das Geld um Menstruationsartikel zu kaufen.

Bildquelle: Frantisek_Krejci auf pixabay

Laut Grassroots-Bewegung „Women for Independence„ hat fast jede fünfte Frau in Schottland zu wenig Geld für Monatshygieneartikel. Jede zehnte Frau gab an, dass sie gezwungen ist andere lebensnotwenige Haushaltsartikel dem Kauf von Periodenartikel vorzuziehen.

Die Kinderhilfsorganisation „Plan International“ hat in einer Studie für das Jahr 2017 erhoben, dass „sich in Großbritannien jedes zehnte Mädchen keine Binden oder Tampons leisten“ kann. Rund 14 Prozent der 1000 befragten Teenager gaben an, sich ihre Monatsartikel aus Kostengründen selbst zu basteln.

Nachruf auf Lidia Menapace

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Es ist bereits vieles über Lidia Menapace nach ihrem Ableben am 07.12.2020 (96jährig) geschrieben worden. Mit Recht wird sie als die Grand Dame des italienischen Feminismus bezeichnet. Als Frauenmuseum dieser außerordentlichen Frau gedenken und sie als eine Pionierin ihrer Zeit in unserer Vermittlungsarbeit aufleben lassen.→

„… zeigen, wie gut das Zusammenleben funktionieren kann“

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Ihre Werte und Ideale bringt Julia Dalsant nicht nur in ihren Beruf als Kindergärtnerin ein, sondern überall dort, wo sie sich bewegt. Sie ist motiviert, steht gegen Ungerechtigkeit auf und bringt etwas ins Rollen. Im Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen, als sie sich an die Seite von Geflüchteten stellte. Sie berichtet, warum sie das feministische Infocafé in Meran mitbegründet hat und mit welcher Aktion sie im Lockdown dem Sanitätspersonal Solidarität gezeigt hat. Und schließlich verrät sie uns woher sie die Kraft und Energie nimmt, dies alles umzusetzen.

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