Blog vom Frauenmuseum Il Blog del Museo delle Donne
Frauenmuseum | Museo delle donne

Yearly Archives: 2019

Ulrike, die Tänzerin

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Unsere Frau des Monats August

Von klein auf ist für die Meranerin Ulrike Nagler der Tanz ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Nun hat sie ihn zu ihrem Beruf gemacht. Dabei geht es ihr nicht darum, vor Publikum eine Aufführung zu geben, sondern vielmehr die Menschen dazu zu bringen, tanzend sich selbst zu erfahren, weiterzuentwickeln und sich wieder eingebunden in die Natur zu fühlen. Sie erzählt uns, wie sie das macht, was der Heiltanz bedeutet und vieles mehr…

Sexualpädagogik an Schulen bald verboten?

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In Österreich haben die FPÖ und ÖVP einen Gesetzesantrag eingereicht, der Sexualpädagogik Unterricht durch externe Fachkräfte an Schulen verbieten soll. Am 3. Juli wurde dem Antrag im Parlament mit der Mehrheit von FPÖ und ÖVP zugestimmt. Ob das Gesetz zum Tragen kommt oder nicht, hängt von der neuen Regierung ab, die im September gewählt werden soll. Gegen das Gesetz rührt sich Widerstand: Nach einer Kundgebung und einer ersten Unterschriftenaktion, gibt es jetzt eine weitere Petition:  #redmadrüber – Für qualitätsvolle Sexualpädagogik an Österreichs Schulen! Da aufgrund der aktuellen italienischen Regierung auch bei uns so ein Wind weht, schauen wir mal über die Grenze hinaus zu unserem Nachbarland.

Aus diesem Anlass haben wir mit der Sexualpädagogin Daniela Schwienbacher aus Innsbruck ein Interview geführt und sie nach ihrer Meinung, ihrer Einschätzung und ihren Erfahrungen gefragt.

 

Frau Schwienbacher, möchten Sie sich uns kurz vorstellen?

Ich bin geboren und aufgewachsen im Vinschgau. Derzeit lebe, arbeite und studiere ich in Innsbruck. Neben meinen beiden Studien „Gender, Kultur und Sozialer Wandel“, sowie „Erziehungswissenschaften“ habe ich die Ausbildung zur Sexualpädagogin absolviert. Seitdem arbeite ich als Sexualpädagogin für die Aids-Hilfe in Tirol. Hauptsächlich bin ich diesbezüglich für die Arbeit mit jungen Frauen* und Mädchen* zuständig. Das ist eine sehr wichtige und schöne Aufgabe.

Frauen als Flüchtlinge – eine andere Geschichte Teil 3

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In Teil 1 unseres Beitrages ging es um das Problem des Menschenhandels und der Prostitution von nigerianischen Flüchtlingsfrauen, in Teil 2 um die kulturelle und religiöse Einbettung, denen die nigerianischen Flüchtlingsfrauen ausgesetzt sind, heute geht es darum, wie frau als Freiwillige überhaupt helfen kann. Hier meine Gedanken zur Freiwilligenarbeit mit Frauen aus Nigeria.

„I am me“ – Eine Aktion, die Mädchen stärkt

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Tolles Bild auswählen, starken Spruch finden – und los geht’s! Alle sind herzlich eingeladen, ihre eigenen Sticker mit ihrem Bild und Spruch zu gestalten und bis 25. August einzusenden – es warten tolle Preise auf euch! Die Aktion vom Jugenddienst Meran, von den Jugendeinrichtungen von Meran und dem Frauenmuseum hat das Ziel, Mädchen zu stärken. Warum? Weil Mädchen beim Heranwachsen auf besondere Herausforderungen stoßen, die von Stereotypen, fehlenden Vorbildern bis hin zu falschen Körperbildern reichen. Immer wieder belegen Studien, dass Mädchen schon im Altern von 6 Jahren damit beginnen, zu denken, sie sind nicht schlau genug. Es ist Zeit, dass sich das ändert.

Frauen als Flüchtlinge – eine andere Geschichte Teil 2

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Im vorigen Beitrag hat Expertin von „La Strada“ Marina Bruccoleri über die Mythen der Prostitution und die Situation der Flüchtlingsfrauen von Nigeria in einem Interview beschrieben, heute erzählt uns Psychologe Fernando Biague, wie mit Juju Frauen erpresst werden und Religion für die Menschen aus Afrika eine gänzlich andere Bedeutung hat als in Europa.

Über mich und meine Vorbilder – Teil 2

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Junge Frauen bewegen die Welt. Ob in Politik, Klimaschutz oder sozialer Gerechtigkeit – Mädchen mischen sich ein und reden bei der Gestaltung der Zukunft mit. Zwei junge Frauen, die zurzeit ein Praktikum im Meraner Frauenmuseum absolvieren, stellen ihre Vorbilder vor und zeigen, was an diesen Frauen besonders inspirierend ist. Im ersten Teil hat Lisa Hager bereits über ihre Vorbilder geschrieben.

Heute berichtet Anna Schnitzer von ihren Vorbildern:

Frauen als Flüchtlinge – eine andere Geschichte Teil 1

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Während des Filmfestivals in Bozen in diesem Jahr fiel ein Film besonders auf: „Joy“ von Sudabeh Mortezai, ein österreichischer Spielfilm von 2018 mit nigerianischen Frauen im Mittelpunkt, die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution wurden. Eine Gelegenheit, die Renate Mumelter, Marina Bruccoleri und Fernando Biague nutzten, um ähnliche Geschichten aus Südtirol zu erzählen, wie auch heute für unseren Beitrag in ichfrau.

Was ist denn heute schön?

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Die Schönheit und die Ästhetik eines Menschen spielt in unserer heutigen Gesellschaft eine große Rolle. Auf den ersten Blick entscheiden wir, ob ein Mensch für uns schön ist und damit auch ob wir ihn mögen oder nicht. Von Kindesbeinen an werden wir beeinflusst. Wir sehen retuschierte Werbungen und perfekt gestylte Models. Mädchen bekommen Barbies und Jungs Superhelden in die Hände gedrückt. Doch warum ist für uns Schönheit so wichtig, wenn doch jede Kultur und jeder einzelne Mensch etwas anderes als schön bezeichnet?

Schönheitsbilder
Es gibt die unterschiedlichsten Schönheitsbilder auf der Welt. In manchen Kulturen werden korpulente Menschen, in anderen ganz dünne als schön bezeichnet. Im Moment liegt vor allem in den Industriestaaten das sportliche, muskulöse Körperbild im Trend. In den sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel auf Instagram, gibt es zahlreiche Accounts die dieses Schönheitsbild fördern. Es werden Fitnessübungen und Challenges gepostet, um die Zuschauer*innen zu animieren oder Rezepte von gesunden Gerichten ins Netz gestellt. Allerdings ist dieses Schönheitsbild für die meisten Menschen nicht erreichbar. Wie soll z.B. ein 15-Jähriges Mädchen jeden Tag das Fitnessstudio besuchen und sich nur von Shakes und Gemüse ernähren? Dieses Ideal ist zwar im Vergleich zu vielen anderen in den letzten Jahrhunderten sehr gesund, ist aber trotzdem für den Großteil der Bevölkerung noch immer unerreichbar.

Ein Frauenmantel für uns…

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Wir haben schon einmal von den Südtiroler Kräuterfrauen von ihrem Blog kräuterkraft freundlicherweise die Erlaubnis erhalten, einen Beitrag von ihnen zu übernehmen, und zwar die Grüne Power für Mütter für unsere Rubrik Tante Rosa – #ziarosa. Heute leihen wir uns ihre wertvollen Infos zum Frauenmantel aus und lassen uns von Kräuterexpertin Irene Hager einen #kräuterkraftwochenendtipp geben!

Parliamo dell’endometriosi

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Recentemente Tania Radovan da Trieste ha visitato il Museo delle Donne e ci ha parlato di una malattia che colpisce una donna su dieci in Italia, ma tuttavia non è tanto conosciuta: Parliamo dell’endometriosi.

Che cos’è l’Endometriosi?

È una malattia che purtroppo all’oggi non ha cura. È una malattia cronica e degenerativa che debilita e soprattutto non riesce a far vivere le donne nella maniera corretta. Perché uno pensa che il dolore sia solamente quando si ha il ciclo, invece non è cosi. Perché appunto è un ciclo. Ma non riguarda solo le mestruazioni, ma dura l’intero ciclo. È degenerativa, può attaccare anche altri organi e può compromettere tanto la vita sia lavorativa, sia personale e prima di tutto è causa d’infertilità. Sicuramente avere un bambino per una donna che ha l’endometriosi è molto più difficile.

Tania Radovan
Tu fai parte dell’associazione Endometriosi Friuli Venezia Giulia, giusto?

Si, io vengo da Trieste e quindi faccio parte dell’associazione in Friuli Venezia Giulia, ma è presente in tutt’Italia. Cerchiamo di far conoscere questa malattia che colpisce una donna su dieci. Quindi ce ne siamo tanto presenti in Italia.

Melly, die Kickerin

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Unsere Frau des Monats Juli

Für Melanie Kuenrath aus Burgeis war das Kicken von klein auf eine Leidenschaft. Diese verfolgte sie mit Ehrgeiz und Zielstrebigkeit und die Erfolge blieben nicht aus. Im Mai hat die Fußballerin sich mit dem FC Bayern Frauen den Meistertitel in der 2. Bundesliga geholt. Im Interview spricht sie über ihren Weg, über Klischees gegenüber Frauenfußball und natürlich über die laufende Weltmeisterschaft in Frankreich.

 

Wie bist du zum Fußballspielen gekommen?

Seit ich denken kann, begeistert mich alles, was rund ist und rollt. Egal, wo ich war und was ich machte, einen Ball hatte ich immer dabei.

In der Grundschule habe ich täglich mit meinen Klassenkameraden im Schulhof gekickt und schon bald hab ich mich dazu entschlossen, im Verein zu trainieren und zu spielen. Angefangen habe ich in meinem Heimatdorf, beim ASV Burgeis. Vorerst war ich das einzige Mädchen in der Mannschaft, aber schon bald darauf konnte ich auch meine ältere Schwester Debora zum Fußballspielen begeistern.

Über mich und meine Vorbilder – Teil 1

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Junge Frauen bewegen die Welt. Ob in Politik, Klimaschutz oder soziale Gerechtigkeit – Mädchen mischen sich ein und reden bei der Gestaltung der Zukunft mit. Zwei junge Frauen, die zurzeit ein Praktikum im Meraner Frauenmuseum absolvieren, stellen ihre Vorbilder vor und zeigen, was an diesen Frauen besonders inspirierend ist.

Heute stellt sich Lisa Hager vor:

Ich beginne mit ein paar kurzen Informationen über mich selbst: Ich bin 15 Jahre alt, besuche das Realgymnasium „Albert Einstein“ in Meran und wohne in Obermais. Mein großes Hobby oder besser gesagt meine Leidenschaft ist das Reiten. Ich besitze ein eigenes Pferd und bin mit ihm im Springsport erfolgreich unterwegs. Ein eigenes Pferd zu besitzen bringt eine große Verantwortung mit sich. Man muss sich um das Tier kümmern, es pflegen und bewegen. So sehr ich das Reiten auch liebe, beansprucht es oft einen großen Teil der Zeit, die ich sonst mit Freund*innen oder mit dem Lernen verbringen könnte. Allerdings finde ich, dass man durch ein Pferd Eigenverantwortung, Zeiteinteilung und viel über sich selbst lernen kann.

 

Wie bin ich auf das Frauenmuseum gekommen?

Schon als ich klein war, hatte ich Kontakt mit dem Meraner Frauenmuseum, da meine Tante immer wieder Ausstellungen oder Projekte darin leitete. Auch ihre zwei Bücher hat sie zusammen mit anderen Frauen, die im Museum aktiv sind, geschrieben. Als ich nun dieses Jahr nach einem Sommerjob suchte, kam mir das Frauenmuseum in den Sinn. Ich erhoffte, mir womöglich auch kreative Arbeiten leisten zu können und meine Erwartungen wurden erfüllt. Dazu interessiere ich mich für das Leben der Frauen im Laufe der Zeit, welches meiner Meinung nach in den Geschichtsbüchern oder in der Schule viel zu viel vernachlässigt wird. Denn damals wie heute haben Frauen schon Beachtliches geleistet.

 

Meine weiblichen Vorbilder:

Ich finde es gibt sehr viele außergewöhnliche junge Frauen die für ihr Alter schon viel erreicht haben. Hier habe ich nur drei von ihnen ausgesucht:

Wenn Omas ihre Stimme erheben…

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„Omas gegen rechts“ ist eine zivilgesellschaftliche Initiative, die 2017 von Mag. Monika Salzer auf Facebook gestartet wurde. Inzwischen gibt es sie in allen Bundesländern Österreichs und Deutschlands – und seit kurzem auch in Südtirol. Gerda Gius beantwortet unsere Fragen dazu:

Gründerversammlung der Initiative „OMAS GEGEN RECHTS“
Wie ist die Initiative „Omas gegen Rechts“ in Südtirol gestartet?

Lissi Mair hatte von den Aktivitäten der österreichischen OMAS erfahren und war in Kontakt mit einer der Gründerfrauen, Susanne Scholl, getreten. Sie berichtete Waltraud Staudacher davon, die ihrerseits bereits von Helga von Aufschnaiter bzgl. OMAS in Südtirol angesprochen worden war. Mit Waltraud wurde dann vereinbart, Bekannte zu einem ersten Sondierungstreffen am 30.5. einzuladen –  und es bestand sofort Interesse, sich als Gruppe jenseits des Brenners zu positionieren.

Warum gerade Omas?

Omas verkörpern Wissen und Mut, und die heutige Omageneration ist meist gut ausgebildet und kritisch. Sie hat sich mit wichtigen gesellschaftlichen Themen des 20. Jahrhunderts auseinander gesetzt und für Gerechtigkeit gekämpft. Meist sind Omas in Rente und haben mehr Zeit als berufstätige Menschen, sich politisch zu äußern.

„Wenn frau will, steht alles still!“

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1991 fand der erste Frauenstreik in der Schweiz statt. Vieles hat sich seitdem verändert. Aber vieles leider auch nicht. Um Gerechtigkeit im gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Leben zu fordern, haben in der Schweiz am 14. Juni 2019 Tausende Frauen und auch Männer gestreikt, sind auf die Straße gegangen und haben protestiert. Der Schweizer Gewerkschaftsbund (SGB) spricht von der „größten politischen Demo der Geschichte“.

Mittendrin war Martha Beéry, Gründerin der Interessengemeinschaft Frau und Museum, die seit über 10 Jahren an der Gründung eines Frauenmuseums in der Schweiz arbeitet. Sie beantwortet unsere Fragen zu diesem spannenden Moment in unserem Nachbarland.

Wer hat den Frauenstreiktag organisiert?

Die Idee entstand an einem Frauenkongress des SGB. Gruppen aus der Romandie nahmen sie auf und bewirkten eine Gründungswelle von lokalen Frauenstreik-Kollektivs. Diese organisierten dann die Demonstrationen und Programme an den einzelnen Orten. Auch die dazu notwendige nationale Koordination entstand. Der grösste Nationale Streik in der Schweiz entwickelte sich und breitete sich aus, war also nicht etwa das Ergebnis einer hierarchischen Organisation.

Robotik-Kurs für Mädchen

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Kompetenzen, die digitale Welt zu verstehen und auch mitgestalten zu können, werden in Zukunft für uns alle immer wichtiger. Trotzdem bringen wir Begriffe wie Robotik, programmieren und künstliche Intelligenz nicht unbedingt in Verbindung mit Mädchen. Oft steht dem Interesse von Mädchen an MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) vielleicht nur eine fehlende Gelegenheit, Anstoß oder Vorbild im Weg. Die urania meran hat deshalb diesen Sommer etwas ganz Besonderes im Programm: einen Robotik Kurs für Mädchen.

Vorstellungskraft, Planungsvermögen, Improvisation und logisches Denken braucht es, um aufbauend auf dem LEGO-Baustein EV3, einen funktionstüchtigen Roboter zu bauen. Diese Eigenschaften haben auch Mädchen und vielleicht können sie sie gezielter einsetzen, wenn sie nur unter sich sind. In diesem Kurs können Mädchen ihre Kreativität und ihr technisches Wissen frei entfalten und sich davon überzeugen, dass man einen Roboter auch zum Tanzen bringen kann.

Wir haben Walter Bernhard, den Kursleiter, dazu befragt:

Walter Bernhard, Foto: Privatbesitz
Worum geht es in dem Kurs?

Den Teilnehmerinnen werden am Beispiel des programmierbaren Lego-Bausteins EV3 die Grundlagen der Robotik vermittelt.

Sie erfahren, dass Roboter über Sensoren Informationen aus der physischen Welt aufnehmen und dass diese in Programmen verarbeitet werden, welche die Roboter dann mit Hilfe von Motoren steuern.

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